SSV Reutlingen - Karlsruher SC II 1:1
Samstag, 1. März 2008 - 16:50 Uhr
In der Fußball-Regionalliga Süd hat es heute für den SSV Reutlingen nur für ein Unentschieden gereicht. Die Nullfünfer und die zweite Mannschaft des Karlsruher SC trennten sich im Kreuzeichestadion beim Stand von 1:1. Das erste Tor fiel bereits in der sechsten Minute: Andreas Rill traf für die Gastgeber. Nach einer starken ersten Halbzeit tat sich der SSV in der zweiten Hälfte schwer. Mathias Fetscher traf in der 53. Minute zum Ausgleich. Danach dominierte der KSC das Spiel.
HBW Balingen-Weilstetten - TuS N.-Lübbecke 28:23
Samstag, 1. März 2008 - 16:49 Uhr
Dem HBW Balingen-Weilstetten gelang dagegen in der ersten Handball-Bundesliga ein Sieg gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke. Die Mannen von Rolf Brack besiegten in der heimischen Sparkassen-Arena die Gäste mit 28 zu 23. der HBW war von Anfang an die stärkere Mannschaft und lag während des gesamten Spiels in Führung. Nach der ersten Halbzeit stand es 14 zu 9 für die Gastgeber.
Feuer beim CVJM - 100.000 Euro Sachschaden bei Brand im Marchtaler Hof in Reutlingen
Samstag, 1. März 2008 - 16:48 Uhr
Im CVJM-Haus in der Reutlinger Altstadt ist heute am frühen Morgen ein Feuer ausgebrochen. Der Brand war in einem Lagerraum im Erdgeschoss entstanden. Das Feuer drohte auf das erste Obergeschoss und auf einen Kleintransporter des CVJM überzugreifen. Es entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro. Derzeit wird geprüft, ob das Haus einsturzgefährdet ist. Die Brandursache ist noch unklar.
Oettinger in Reutlingen - Baden-Württembergischer Ministerpräsident beim Jahresempfang von IHK und Handwerkskammer
Samstag, 1. März 2008 - 16:47 Uhr
Zu ihren gemeinsamen Jahresempfang hatten die IHK Reutlingen und die Handwerkskammer Reutlingen gestern Abend in die IHK-Akademie eingeladen. Die Festansprache hielt der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger. Wenn IHK und Handwerkskammer Reutlingen zu ihrem gemeinsamen Jahresempfang einladen, kommt jeder, der in der Region Neckar-Alb Rang und Namen hat. Es waren rund 600 geladene Gäste, die sich gestern in der IHK-Akademie Reutlingen eingefunden hatten - darunter zahlreiche Unternehmer und Lokalpolitiker. Ehrengast war der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger. Er hatte schon im vergangenen Jahr den Festvortrag gehalten. Für den CDU-Politiker war es ein Heimspiel. IHK-Präsident Eberhard Reiff lobte den Ministerpräsidenten als das wirtschaftspolitische Gewissen der CDU. In seiner Begrüßungsrede forderte er mehr Investitionen in die Hochschulen der Region und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, speziell den Schindhau-Basis-Tunnel in Tübingen und den Scheibengipfeltunnel in Reutlingen. Für Oettinger ist die Realisierung beider Projekte nur noch eine Frage der Zeit. "Da geht es nicht mehr um Technik und Planung", sagte Oettinger. "Es geht nur um die Frage: Wann kommt's Geld?' Im Bereich der Haushaltspolitik sagte Oettinger, der Schuldenabbau habe Vorrang gegenüber der Steuersenkung. Beim Thema Arbeitsrecht sprach er sich klar für die Rente mit 67 aus. Die komme für ihn zu spät. Die Bildung müsse bereits im Kindergartenalter beginnen; Schule solle auf das Arbeitsleben von morgen vorbereiten. Hier sei die Beteiligung der Wirtschaft gefragt. Das Verkehrsprojekt Stuttgart 21 bezeichnete Oettinger als Chance für Baden-Württemberg. Das Land würde dadurch zum Fadenkreuz Europas. Im Bereich der Energiepolitik sprach sich Oettinger gegen eine Laufzeitverkürzung der Kernkraftwerke aus. Derzeit käme 50 Prozent des Stroms aus der Kernkraft. Diese könnten durch erneuerbaren Energien noch nicht ersetzt werden. "Wer jetzt abschaltet und Kohle importiert und Kohlekraftwerke baut, schaltet nicht in 15 Jahren ab", sagte Oettinger. "Der betreibt die Kohlekraftwerke noch 40 Jahre und verhindert und verstopft damit den Weg zu erneuerbaren Energien.' Schließlich lobte Oettinger das Biosphärengebiet und bezeichnete es als Jahrhundertprojekt, das sanften Tourismus, Naturschutz und regionale Vermarktung in sich vereine. Handwerkskammer-Präsident Joachim Möhrle lobte Oettingers Vortrag, forderte aber auch, dass der wirtschaftliche Aufschwung bei den kleinen Leuten ankommt. Im Bereich der Bildung kritisierte Möhrle, dass immer weniger Hauptschulabsolventen den Anforderungen in der Lehre gerecht würden. Als Geschenk erhielt der Ministerpräsident eine Stocherkahnfahrt. Für Oettinger ist das nichts neues, hatte er doch bei der Landsmannschaft Ulmia schon am Stocherkahnrennen teilgenommen und zweimal gewonnen, wie er anschließend erzählte.
Tübinger Disco TOP 10 eröffnet mit ungewolltem Überraschungseffekt
Samstag, 1. März 2008 - 6:27 Uhr
Die Eröffnung der neuen Diskothek Top 10 auf dem Tübinger Depotareal hat in der vergangenen Nacht für Aufsehen gesorgt. Nicht nur, weil wesentlich mehr Menschen Einlass begehrten als erwartet, sondern auch, weil kurz nach Türöffnung bereits ein größeres Aufgebot an Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei anrückte. Punkt zehn Uhr sollte die Party eigentlich losgehen, doch sie startete anders als geplant - mit einem Fehlalarm. Der Feueralarm ging los, die Betreiber waren machtlos. Grund war ihre moderne Brandschutzanlage. Sie schaltet sofort die Musik ab, auch Mikrofondurchsagen sind dann nicht mehr möglich. Nur die Feuerwehr kann den Alarm abstellen. Etwas verspätet konnte die Party dann doch noch so richtig losgehen. Offenbar hatte ein Rauchmelder verrückt gespielt, geraucht werden durfte jedenfalls erstmal nicht mehr. Statt dessen wurde getanzt bis in den frühen Morgen - freitags bis 6 Uhr, Samstag bis 9 Uhr hat die neue Disco offen. Viele der Premierenbesucher empfinden das Top 10 als Bereicherung in ihrer Stadt und zeigten sich angetan von der Inneneinrichtung. Zwei Millionen Euro hat Dirk Bamberger in das Top 10 investiert. Es ist seine dritte Großraumdisco neben dem Treffpunkt in Balingen und dem Top 10 in Singen. In Tübingen wünscht er sich ein gemischtes Publikum, und will deshalb in vier Räumen auch für alle etwas bieten.
Cannabis-Anlage in Albgemeinde entdeckt
Freitag, 29. Februar 2008 - 16:42 Uhr
Rauschgiftfahnder der Kriminalpolizei und des Polizeireviers Metzingen haben auf dem Dachboden eines Wohnhauses in einer Albgemeinde eine Aufzuchtanlage für Cannabispflanzen entdeckt. Neben den Jungpflanzen fanden sie zwei Kilo bereits geerntetes und getrocknetes Cannabis, außerdem zwei Schreckschusswaffen. Der 44-jährige Bewohner legte bereits ein Geständnis ab und räumte ein, seit vielen Jahren Cannabis zum Eigenkonsum anzubauen.
Mann wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Tübingen angeklagt
Freitag, 29. Februar 2008 - 15:19 Uhr
Vor dem Tübinger Landgericht hat heute der Prozess gegen einen 37jährigen Mann begonnen. Ihm wird versuchter Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Er soll im Juli 2007 in einem Pfullinger Imbiss randaliert haben. Zwei Frauen, die gerade am Putzen waren, bekamen Angst. Eine rief ihren Ehemann zu Hilfe, der schließlich zusammen mit seinem Vater anrückte. Der 70jährige sei vom Angeklagten so massiv geschlagen worden, dass er bewusstlos zu Boden ging. Er erlitt schwerste Gesichts- und Schädelverletzungen, an deren Folgen er noch heute leidet. Fünf weitere Prozesstage sind angesetzt.
Hermann-Hesse-Realschule in Reutlingen weiht IZBB-Neubau ein
Freitag, 29. Februar 2008 - 13:45 Uhr
Die Hermann-Hesse-Realschule in Reutlingen hat heute den Mensa-Neubau für die Ganztagesbetreuung eingeweiht. Das einstöckige Gebäude bietet Platz für Speisesaal und Küche. Insgesamt hat die neue Mensa knapp 900.000 Euro gekostet. Knapp 800.000 davon wurden im Rahmen des Investitionsprogramms "Zukunft, Bildung und Betreuung“, kurz IZBB, von der Bundesregierung finanziert. Die Hermann-Hesse-Realschule ist eine von drei Realschulen in Reutlingen. Mehr als 600 Schüler besuchen hier den Unterricht.
Ehrenamtlich Engagierte überreichen Wunschzettel an Boris Palmer
Freitag, 29. Februar 2008 - 12:48 Uhr
Mitglieder des Tübinger Vereins BüroAktiv haben im Rathaus Oberbürgermeister Boris Palmer einen Wunschzettel zum Thema "Bürgerschaftliches Engagement in Tübingen“ überreicht. Anlass war, dass das städtische KompetenzCenter Bürgerschaftliches Engagement derzeit nicht besetzt ist. Das Stichwort "Anerkennungskultur“ stand ganz oben auf der Liste. Die Ehrenamtlichen fordern mehr immaterielle Anerkennung und Unterstützung. Außerdem wünschen sie sich eine zentrale Koordinationsstelle für ehrenamtliches Engagement.
Wasserleiche bei Neckartailfingen entdeckt
Donnerstag, 28. Februar 2008 - 18:53 Uhr
Im Neckar bei Neckartailfingen hat heute Nachmittag ein Spaziergänger eine Leiche entdeckt. Bei der Toten handelt es sich um eine 40 bis 50 Jahre alte Frau, die bisher nicht identifiziert werden konnte. Erst ein Stück flussabwärts in Neckarhausen konnte die Polizei den Leichnam bergen. Nach bisherigen Erkenntnissen war die tote Frau nur kurz im Wasser. Die Kriminalpolizei Esslingen nimmt Hinweise unter der Nummer 0711 3990-0 entgegen.
SPD-Fraktionschef wirft Oettinger verbale Nähe zu Nationalsozialisten vor
Donnerstag, 28. Februar 2008 - 18:52 Uhr
Der neue SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hat heute im Landtag einen Eklat ausgelöst. In der Debatte um die Linkspartei warf er Ministerpräsident Günther Oettinger vor, sich nahe dem Sprachgebrauch der Nationalsozialisten zu bewegen. Die CDU-Fraktion verließ daraufhin unter lautem Protest geschlossen den Saal. Der Reutlinger CDu-Abgeordnete, Staatssekretär Dieter Hillebrand, sprach von einer Unverschämtheit, die unter die Gürtellinie gegangen sei. Damit sprenge Schmiedel die Gemeinsamkeit der Demokraten. Die Tübinger Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid sagte, Schmiedel habe sich gegen Oettingers Beleidigung wehren müssen, die vorausgegangen war. Oettinger hatte vor zwei Tagen den SPD-Fraktionschef als Verräter bezeichnet, der das Virus versuchsweise auch ins Land bringe, sollte er eine Zusammenarbeit mit den Linken propagieren. Kurzfristig hatte das Parlament heute nach den vergangenen Landtagswahlen eine aktuelle Debatte auf die Tagesordnung gesetzt. Titel des CDU-Antrags: "Tabubruch der SPD - keine Zuammenarbeit mit Kommunisten.' Die SPD-Fraktion wertete diese Debatte als Provokation.
Metzinger Schüler proben in schulübergreifendem Theaterprojekt
Donnerstag, 28. Februar 2008 - 18:47 Uhr
Sieben Shortcuts lautet der Name des Stücks, das morgen Schüler aus der achten und neunten Klasse von vier Metzinger Schulen aufführen. Das besondere daran ist, dass sie vier unterschiedliche Schulformen besuchen. Vor allem ihre Theaterleidenschaft brachte sie ins Projekt. Den Organisatoren vom Aktionskreis Metzinger Schulen ging es darum Schüler, die sonst wenig gemeinsam unternehmen, zusammenzubringen. Insgesamt dauerte es knapp ein Jahr das Projekt zu realisieren. Theaterpädagoge Julian Knab gab den Ideen der Schüler den letzten Schliff. Sie ließen sich vom eigenen Alltag inspirieren und entwickelten die Szenen durch eigenes improvisieren. Knab zeigt sich zufrieden mit dem Projekt. Seit September üben die Schüler zweieinhalb Stunden pro Woche. Ihre Geschichten handeln von Gruppendruck und -dynamik. Aber auch die Gefahr von Ablehnung spiegelt sich in den Stücken wieder. Den Schülern hat das Theaterprojekt gut gefallen. Morgen Abend um 20 Uhr findet die einzige öffentliche Aufführung im Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium statt.
Universitätsklinikum Tübingen bekommt Elektronenmikroskop für 500.000 Euro
Donnerstag, 28. Februar 2008 - 15:45 Uhr
Die Universitäts-Hautklinik in Tübingen hat ein neues Elektronenmikroskop installiert. Das Gerät kostete rund eine halbe Million Euro. Von dieser Art gibt es in ganz Deutschland nur zwölf Mikroskope. Das Mikroskop arbeitet mit digitaler Bildverarbeitung und -archivierung. Es ist jetzt nicht mehr nötig, die Bilder konventionell zu entwickeln und abzuziehen. Während das gewöhnliche Lichtmikroskop nur 200- bis 400fache Vergrößerungen schafft, sind mit dem Elektronenmikroskop bis zu 630.000fache Vergrößerungen möglich. Damit lassen sich Gegenstände untersuchen, die nur ein Tausendstel so dünn sind wie ein menschliches Haar. Eingesetzt wird das Mikroskop in der Diagnostik, in der Forschung, aber auch für die Ausbildung der Studenten. Vor allem in der Diagnose bei Gürtelrose wird das Elektronenmikroskop im Alltag eingesetzt. Mit herkömmlichen Methoden würde die Diagnostik 24 Stunden dauern. Die Kosten für das Elektronenmikroskop teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Forschungsgemeinschaft je zur Hälfte.
Endstation Wehr ist Vergangenheit: Raue Rampe an der Erms in Metzingen eingeweiht
Mittwoch, 27. Februar 2008 - 16:06 Uhr
An der Erms in Metzingen-Neuhausen ist heute Morgen die zweite "Raue Rampe“ der Stadt eingeweiht worden. Vertreter der Stadtverwaltung, des Regierungspräsidiums und weiterer Behörden begrüßten die Baumaßnahme als wichtigen Schritt zu einem besseren Gewässerzustand der Erms. Die "Raue Rampe" ist eine mit Steinen besetzte, geneigte Fläche, die Fischen im Gegensatz zu einem Wehr ermöglicht, den Höhenunterschied des Flusses zu überwinden. Die Durchgängigkeit eines Flusses ist auch ein wichtiges Kriterium der europäischen Wasserrahmenrichtline, die Deutschland bis 2015 umsetzen muss.
Lebensretter - Ärzte der Tübinger Uniklinik führen weltweit einzigartige Operation durch
Mittwoch, 27. Februar 2008 - 10:54 Uhr
Den Ärzten an der Tübinger Universitätsklinik ist eine weltweit einzigartige Operation geglückt. Die Mediziner operierten einen Säugling an der Harnblase und pflanzten dem Kind kurz danach eine neue Niere ein. Benedikt war gerade mal drei Monate alt und wog knapp 4 Kilogramm - in anderen Kliniken wurde deswegen noch nie eine so schwere Operation gewagt. Benedikt war ein Frühchen. Schon vor seiner Geburt bekamen seine Eltern eine harte Diagnose: der kleine Junge hatte eine zu kleine Harnblase, der Urin staute sich und die Giftstoffe zerstörten die Nieren. Ohne eine schnelle Nierentransplantation wäre Benedikt wahrscheinlich gestorben, so die Ärzte. Benedikt musste nach der Geburt direkt an die Dialyse. Die maschinelle Blutreinigung funktionierte aber nicht reibungslos - einzige Lösung war eine Transplantation. Dazu wurde die Harnblase mit Teilen des Darms erweitert. Erst dann konnten die Ärzte das neue Organ einpflanzen. Beide Operationen wurden zum ersten mal bei einem so kleinen Kind durchgeführt. Benedikt bekam die Niere eines Vierjährigen. Das Organ eines Erwachsenen hätte sämtliches Blut aus dem Körper des Kindes aufgesogen. Der Einjährige wäre gestorben. Seine Eltern haben eine schwere Zeit hinter sich. An ein normales Leben ist aber auch nach der überstandenen Operation nicht zu denken. Benedikts Immunsystem ist durch Medikamente geschwächt. Deshalb wirkt sich jede Kinderkrankheit bei ihm viel stärker aus. Den Gang zum Arzt werden seine Eltern wohl noch oft antreten.
Gläserner Unterricht: Hauptschule Burladingen öffnete Klassenzimmer für Besucher
Dienstag, 26. Februar 2008 - 17:40 Uhr
Zahlreiche Hauptschulen in Baden-Württemberg stellen derzeit im Rahmen von Hauptschultagen ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor. Im Regierungsbezirk Tübingen sind es vierzig. Darunter auch die Haupt- und Werkrealschule in Burladingen. Heute konnten Eltern, Grundschüler, Vertreter von Firmen und andere Interessierte den Burladinger Lehrern und Schülern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Klasse 8b hat Besuch bekommen: Grundschüler der vierten Klasse nutzen die Gelegenheit, den Mädchen über die Schulter zu sehen. Es ist ein ganz normaler Schultag an der Burladinger Hauptschule. Fast. Denn heute stehen alle Klassenzimmer für Besucher offen. "Wir wollten Praxis zeigen", sagte Schulleiter Michael Linzner. "Keine Ausstellung, keine Theorie, sondern praktischen Unterricht.' Hier steht gerade Elektronik auf dem Stundenplan. Die Mädchen und Jungen experimentieren mit elektrischen Schaltungen. Nebenan sind Schüler der Klasse 9a mit Holzarbeiten beschäftigt: In Vierer-Teams konstruieren und bauen sie CD-Regale. Es sind vor allem die praktischen Fertigkeiten, die an der Hauptschule Burladingen gefördert werden. Mit Erfolg: Vor allem wer die zehnte Klasse der Werkrealschule besucht hat, hat einen Ausbildungsplatz so gut wie sicher. "Wir hatten letztes Jahr zwanzig Schüler in der zehnten Klasse", sagte Linzner. "Alle zwanzig haben einen Ausbildungsplatz bekommen. Dieses Jahr sind es wieder zwanzig, davon haben wir bereuts jetzt 19 untergebracht, und die zwanzigste, die letzte, werden wir noch unterbringen.' Schwieriger wird es für diejenigen, die die Schule schon nach der neunten Klasse verlassen - vor allem für Mädchen. Aber die Hauptschule pflegt Kontakt mit den Betrieben und kann so die meisten ihrer Schüler auf dem Arbeitsmarkt unterbringen. Der Schule ist es wichtig, dass sich die Lernenden hier wohl fühlen. Klassenräume und Flure werden von den Kindern und Jugendlichen selbst gestaltet. Dies dient der Prävention. Vandalismus kommt hier so gut wie nie vor. "Wir haben keine Gewalt gegen Sachen und auch nicht gegen Schüler", vermeldet der Schulleiter stolz. Die Lehrpläne bestimmt die Schule größtenteils selbst. Teamarbeit und Praxisbezug stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Immer wieder müssen die Schüler das Erarbeitete auch selber in der Gruppe präsentieren. Durch Leistungskurse für stärkere und Förderkurse für schwächere Schüler soll jeder nach seinen individuellen Fähigkeiten unterrichtet werden.
Patiententag am kommenden Samstag im UKT
Dienstag, 26. Februar 2008 - 17:27 Uhr
Kommenden Samstag veranstaltet die Orthopädische Uniklinik Tübingen ihren zweiten Patiententag: Nach der Hüftarthrose im letzten Jahr wird dieses Jahr die Kniegelenksarthrose erläutert. Arthrose ist heute eine Volkskrankheit - jeder achte ist davon betroffen. Interessierte können sich umfassend in Vorträgen und Gesprächen mit Referenten informieren. Zudem veranschaulichen Videoausschnitte eine Kniegelenksoperation.
Arthrose ist der Verschleiß des Gelenkknorpels - hier als Knochenzwischenraum zu sehen. Der Schwund lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Ab dem 65. Lebensjahr kommt es in der Regel zur Arthrose. Es gibt keinen effektiven Schutz gegen Arthrose, trotzdem ist es laut dem Ärztlichen Direktor der Orthopädischen Klinik Tübingen, Nikolaus Wülker, möglich dem Knorpelschwund entgegenzuwirken. Durch sportliche Belastung allein bekomme man keine Arthrose, aber Verletzungspech kann die Gefahr eines Knorpelschwunds erhöhen. Menschen mit Übergewicht sind besonders anfällig für Arthrose und sind auch technisch schwieriger zu operieren. Trotzdem handelt es sich inzwischen bei der Operation um einen Routineeingriff. Nach einem solchen Eingriff ist prinzipiell vieles möglich. So könne man zwar wieder Skifahren und Tennisspielen aber sinnvoller und vernünftiger seien Sportarten mit einem gleichzmäßigen Bewegungsablauf - so Prof. Wülker. Durch eine unvernünftige Verhaltensweise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Prothese nachjustiert oder ausgetauscht werden muss. Bei 20 Prozent der Patienten treten nach zehn bis 15 Jahren erneut Probleme auf.
4. Übungsfirmenmesse in Hechingen
Dienstag, 26. Februar 2008 - 17:23 Uhr
Verkaufen war heute auf der vierten Messe für Übungsfirmen des Regierungsbezirks Tübingen in Hechingen angesagt. Wie auf einer richtigen Messe ging es hier zu. Professionelle Stände und echte Auslagen, aber virtuelle Firmen, allesamt von Berufsschulen. Hechingens Bürgermeister Jürgen Weber fühlte den jungen Verkaufstalenten der INTOX GmbH auf den Zahn. Über Einnahmen von 500 Euro konnte sich die Firma nach Vertragsabschluß freuen. Weber stellte keinen Unterschied zu einem Einkauf im realen Leben fest. Als Angestellte der Firma INTOX lernen die Schüler den Arbeitsablauf einer realen Firma kennen. Seit September arbeiteten sie wöchentlich vier Stunden für INTOX und bereiteten dabei auch den Messeauftritt vor. Das war anfangs gar nicht so leicht. 20 Firmen mit etwa 800 Angestellten präsentierten sich auf der Messe. Jede Übungsfirma hat eine Patenfirma die den Auftritt und die Arbeit allgemein unterstützt.
Reutlinger Steuerfahnder helfen bei Aufklärung der Steueraffäre
Dienstag, 26. Februar 2008 - 13:40 Uhr
150 Beschuldigte deutschlandweit, zwei davon in Reutlingen - so lautet das erste Fazit der Staatsanwaltschaft Bochum im aktuellen Steuerskandal. Da 91 bereits gestanden haben, fällt die Bilanz positiv aus, die die Fahnder heute vorgestellt haben. Man habe einiges an Belastungsmaterial zusammengetragen, auch mit Hilfe von Steuerfahndern aus Reutlingen. Zehn Tage lang hatte die Einsatzkommission gegen deutsche Steuersünder ermittelt, Häuser durchsucht und Verdächtige vernommen. Die Beschuldigten verteilen sich im Wesentlichen auf die Großräume München (34 Fälle), Frankfurt (17 Fälle), Stuttgart (24 Fälle), Hamburg (30 Fälle) und einige Maßnahmen in NRW (15 Fälle). Von den aufgesuchten Personen haben 91 den Sachverhalt eingeräumt und (zum Teil) bereits Abschlagszahlungen in Höhe von insgesamt ca. 27,8 Mio Euro auf die zu erwartende Steuernachforderung geleistet; die Summe erhöht sich derzeit täglich. Weitere freiwillige Zahlungen in ähnlicher Höhe sind bereits avisiert. Über diese Fälle hinaus sind nach hiesiger Kenntnis bislang 72 Selbstanzeigen bei verschiedenen Finanzämtern eingegangen.
Schilder markieren seit heute die Umweltzonen in Reutlingen
Montag, 25. Februar 2008 - 16:41 Uhr
Dieses Schild begrenzt ab kommenden Samstag die Reutlinger Umweltzonen. Wer noch keine Plakette hat, sollte sich jetzt schnellstens eine besorgen, so der Leiter der Reutlinger Verkehrsabteilung Karl-Heinz Kutzbach. Ein paar Fahrzeuge bekommen allerdings gar keinen Aufkleber. Die Stadt hat rund 13.000 Euro in den neuen Schilderwald investiert. Gut 140 Schilder an 44 Standorten seien heute gesetzt worden. Das Fahrverbot kontrolliert die Polizei, allerdings werden die Beamten das im Rahmen ihrer normalen Routinekontrollen tun. Extra-Schichten seien nicht geplant. Der Gesetzgeber will mit der Plakette eine Reduzierung der Feinstaubbelastung in den Umweltzonen erreichen. Ohne einen Aufkleber sind ab kommendem Samstag auch die Innenstädte von Tübingen und Stuttgart tabu.
Hoher Sachschaden - Hausbrand in Aichtal-Neuenhaus sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr
Montag, 25. Februar 2008 - 16:40 Uhr
In Aichtal-Neuenhaus ist gestern Abend der Dachstuhl eines Wohnhauses komplett ausgebrannt. Innerhalb kurzer Zeit waren bei der Feuerwehr mehrere Notrufe eingegangen. Die Feuerwehr rückte mit rund einhundert Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen an. Dank des schnellen Eingreifens griff das Feuer nicht auf die Nachbarhäuser über. Die Hausbewohner, eine fünfköpfige Familie, verließ das Gebäude rechtzeitig. Zwei Personen erlitten allerdings leichte Verletzungen und mussten ambulant behandelt werden. Derzeit ist das Haus noch nicht begehbar, die Polizei schätzt den Schaden aber auf über 100.000 Euro. Zur Brandursache können die Beamten noch nichts sagen, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Bunter Reigen - Volkstanzgruppe Frommern präsentiert historische Tänze im Tübinger Landestheater
Montag, 25. Februar 2008 - 16:36 Uhr
Volkstänze sind für viele Menschen allenfalls eine Randerscheinung im kulturellen Leben. Der Schwäbische Albverein will das ändern. Beim Landesfest im Sommer werden zahlreiche nationale und internationale Gruppen in der Tübinger Innenstadt ihr Können präsentieren. Zum Auftakt des Festjahrs hat bereits gestern die Volktanzgruppe Frommern im LTT einen kleinen Vorgeschmack geboten. Sie präsentierte die Geschichte des Volkstanzes. Volkstänze haben in Schwaben eine lange Tradition. Schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus beschrieb einen germanischen Schwerttanz. Und so beginnt die Volkstanzgruppe Frommern ihre Aufführung mit eben diesem Tanz. Eine exakte historische Rekonstruktion der Tänze ist aber oft schwer. Auffällig viele junge Tänzerinnen und Tänzer sind mit Spaß auf der Bühne zu Gange. Für Manfred Stingel keine Besonderheit. Was den Volkstanz angehe sei Württemberg ein Entwicklungsland. Nahezu überall in Europa tanze die Jugend ihre alten Tänze, besonders in Osteuropa werde die alte Tradition zelebriert. Innerhalb Deutschlands seien die Bayern Vorreiter was Volkstanz angeht. Der Schwerttanz aus der Renaissance war ein Höhepunkt der gestrigen Vorstellung. Ende Mai kommen zahlreiche nationale und internationale Tanzgruppe nach Tübingen zum großen Landesfest des Schwäbischen Albvereins. So reist beispielsweise eine Gruppe aus Kanada an, die indianische Tänze darbietet. Auch Asiatische Tänzer werden ihr Können präsentieren. Los geht’s am 30. Mai, an vier Plätzen in der Tübinger Altstadt werden die einzelnen Gruppen unter freiem Himmel tanzen. Bis zum Finale drei Tage später soll es dann richtig rund gehen.
Junge von Pony mitgeschleift und schwer verletzt
Montag, 25. Februar 2008 - 15:52 Uhr
Ein zweijähriger Junge ist gestern Nachmittag bei einem Unfall mit einem Pony in Eningen schwer verletzt worden. Der Vater hatte es bei einem Pferdehof gemietet. Ein zweites Pony, das seinem Mieter durchgegangen war, galoppierte an dem Pony des Jungen vorbei. Dessen Tier galoppierte daraufhin auch los und schleifte den Jungen mit. Er schlug dabei mehrfach mit dem Kopf auf dem Boden auf und zog sich trotz Schutzhelm schwere Verletzungen zu. Das Kind wurde in die Intensivstation einer Tübinger Klinik eingeliefert.
Tübinger Uniklinik setzt neues Verfahren zur Früherkennung von Prostatakrebs ein
Sonntag, 24. Februar 2008 - 13:37 Uhr
Die Urologie der Tübinger Universitätsklinik wendet seit kurzem ein neues Verfahren zur Früherkennung von Prostatakrebs an. Das hat jetzt das Klinikum bekannt gegeben. Bei dem Test handelt es sich um eine molekulargenetische Urinuntersuchung. Bisher wurde die Diagnose per Blut- und Tastverfahren gestellt. Besonders in unsicheren Fällen soll die neue Methode weiterhelfen. Tübingen ist damit europaweit eines von sieben Zentren, das diesen Test anbietet und auswertet.
Hart gekämpft - die Tübinger Walter Tigers verlieren gegen Oldenburg
Sonntag, 24. Februar 2008 - 13:35 Uhr
Die Basketballer der Tübinger Walter Tigers haben gestern Abend ihr Heimspiel gegen Oldenburg mit 78 zu 83 verloren. Vor 2700 Zuschauern in der Paul Horn Arena waren die Mannen um Headcoach Tolga Öngören von Anfang an in Hintertreffen. Nach dem dritten Viertel lagen die Raubkatzen mit 12 Punkten zurück. Die Fans waren dem entsprechend nicht amüsiert. Im letzten Viertel drehten die Tigers dann aber nochmal auf und erzwangen den Gleichstand. Die Oldenburger zeigten sich aber abgezockter und hatten am Ende die Nase vorn. Bester Werfer in den Reihen der Tübinger war Rasko Katic. Als nächstes müssen die Tigers am kommenden Samstag in Paderborn ran.
TV Neuhausen auswärts erfolgreich
Sonntag, 24. Februar 2008 - 13:35 Uhr
Die Handballer des TV Neuhausen haben ihr Auswärtsspiel gegen die SG Köndringen/Teningen mit 37 zu 31 gewonnen. Die Ermstäler rangieren auf dem zweiten Tabellenplatz und haben nur noch zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Erlangen. Der direkte Konkurrent musste sich auswärts knapp geschlagen geben. Am kommenden Samstag ist der Tabellenletzte aus Bayreuth zu Gast in der Hofbühlhalle.
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