RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 23. Januar 2011

Neujahrempfang Tübingen
Samstag, 29. Januar 2011 - 15:49 Uhr

Die Stadt Tübingen hat gestern Abend zum traditionellen Neujahrsempfang ihre Bürgerinnen und Bürger ins Rathaus eingeladen. Wie in jedem Jahr stand neben einem kulturellen Rahmenprogramm auch die Neujahrsrede von Oberbürgermeister Boris Palmer auf dem Programm. Und darin überraschte er die rund 500 Zuhörer mit einem speziellen Punkt. Denn Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer will einen Bürgerentscheid zur Sperrung der Mühlstraße. Aber nicht wegen der erhöten Feinstaubbelastung, die das Regierungspräsidium dort seit Jahren mißt. Ihn störe der Durchgangsverkehr, der mitten durch das Stadtherz fließt. Das Jahr 2009 habe gezeigt, dass der Verkehr sich reibungslos über den Cityring abwickeln lässt, so Palmer. Zumindest sei die Fahrzeit, die die Autofahrer in die Stadt benötigten, nicht anders.
Diese Sperrung möchte er mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger durchsetzten.
Allgemein ist für Palmer, die Bürger an Entscheidungen teilhaben zu lassen ein, wichtiges Thema. Beispielsweise seien die Hauptursachen der Proteste gegen Stuttgart 21, laut representativen Umfragen, die empfundene Missachtung des Bürgerwillens durch die Politik, so Palmer. Man müsse Kritik aus der Bevölkerung ernst nehmen. Man dürfe sie nicht einfach niederstimmen. Umgekehrt müssen Menschen, die im Protest gegen ein Projekt angagiert sind, Maß halten, erklärte Palmer. Deswegen will er die Bürger in Entscheidungen einbeziehen. Und das nicht nur bei der Mühlstrasse. Sondern auch bei der Bebauung des Europaplatzes. Denn für dieses Projekt müsse die Unterstützung der Bürgerschaft erst noch gewonnen werden.
Zudem zeigte Palmer anhand einiger Grafiken die jüngste Bürgerbeteiligung: Eine Umfrage zum Sparhaushalt.

Neuer Trafo für Balingen
Samstag, 29. Januar 2011 - 15:34 Uhr

Einmal auf den großen roten Knopf drücken und schon geht eine neue Netzgruppe in Balingen im Umspannwerk in der Talstraße ans Netz. Diese besteht aus einem Transformator und einer Schaltanlage.
In einem Vortrag erklärten Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Vertreter der EnBW und Mitglieder des Stadtwerk-Ausschusses den Medienvertretern, warum diese neue Anlage nötig ist. Denn bisher besaß Balingen nur eine einzige Netzgruppe. Wäre diese ausgefallen, hätte das in Spitzenzeiten zu Stromversorgungsproblemen führen können. Durch die neue Netzgruppe sei aber eine 100 prozentige Sicherheit gegeben, so der Oberbürgermeister. Sollte jetzt der erste Trafo ausfallen, werden die Balinger trotzdem nicht im Dunkeln sitzen. Denn die beiden Anlagen arbeiten unabhängig voneinander. Die neue Netzgruppe kann somit die möglichen Versorgungslücken auffangen.
Vor allem in den vergangenen Jahren fürchteten die Stadtwerke durch den höheren Leistungszuwachs nicht alle Kunden mit Strom versorgen zu können. Deswegen investierten die Stadtwerke rund 2,7 Millionen Euro in die neue Netzgruppe. Der Bau begann bereits vor zwei Jahren und wurde von der EnBW Regional AG Ende 2010 fertig gestellt.

Tag der offenen Tür Zunfthaus Rottenburg
Samstag, 29. Januar 2011 - 15:22 Uhr

Die Narrenzunft Rottenburg ist nach zwei Jahren Bauzeit in ihr frisch renoviertes Quartier im Zunfthaus eingezogen. Beim Tag der offenen Tür konnten sich Besucher jetzt sowohl ein Bild von der neuen Unterkunft, als auch von seinen Bewohnern und deren Aktivitäten machen. Neben den unterschiedlichen Maskentypen, zeigten die Vereinsmitglieder auch wie das Häs der Rottenburger Narren zu seinen bunten Farben und Mustern gekommen ist.

Verlängerung der Ausstellung "ABC des Ostens“
Samstag, 29. Januar 2011 - 15:19 Uhr

Aufgrund des hohen Besucherandrangs und den positiven Reaktionen durch das Publikum wird die Ausstellung "ABC des Ostens“ im Reutlinger Heimatmuseum verlängert. Rund 3500 Menschen haben bisher die Chance genutzt, die Alltagskultur der längst vergangenen DDR näher kennen zu lernen. Die Ausstellungsstücke spiegeln den Zeitgeist der 1950er bis 1980er Jahre des sozialistischen Staats wider.
Vor allem durch einfache Gebrauchsgegenstände soll die Alltagskultur der DDR vermittelt werden. Noch bis zum 13. Februar.

Gottesdienst zum Jahrestag der Auschwitz- Befreiung
Freitag, 28. Januar 2011 - 15:00 Uhr

Bundesweites Gedenken an den Holocaust: Wie auch in Reutlingen gab es gestern bundesweit Gedenkgottesdienste und -Veranstaltungen zum 66. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Mit dem Tag des Gedenkens soll die Erinnerung an die Verbrechen des National-sozialismus wach gehalten werden. In Reutlingen gab es im Saal der Behindertenhilfe Neckar Alb ein gemeinsames Gedenken von Bruderhausdiakonie und der Kirchengemeinden.
In Auschwitz starben Experten zu Folge über 1 Millionen Menschen. Darunter auch zahlreiche behinderte und kranke Menschen.

Schlüsselübergabe im Kinder- und Familienzentrum Ringelbach
Freitag, 28. Januar 2011 - 14:58 Uhr

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe hat Reutlingens Baubürgermeisterin Ulrike Hotz das Kinder- und Familienzentrum Ringelbach an Bürgermeister Robert Hahn übergeben.Das Zentrum bietet auf rund 1700 Quadratmeter Kinderbetreuung, Familienberatung aber auch Eltern-Bildungsangebote.

Im Erdgeschoss gebe es einen normalen dreigruppigen Kindergarten, im ersten Obergeschoss eine zweigruppige Kindergrippe und darüber hinaus habe es noch Plätze für den Oberlin- Jugendhilfeverbund und es würde einen Bereich für die Betreuung von Familien, für die Kommunikation mit Eltern geben. Damit könne die Zusammenarbeit zwischen Kinderbetreuung und Betreuung von Eltern ermöglicht werden und mögliche Probleme optimal analysiert werden, so Baubürgermeisterin Ulrike Hotz

Das Haus bietet Besonderes: für die Kinder Sanitärraum mit Mini WCs, sowie eine erlebbare Küche. Kinder sollen so schon früh ein Bewusstsein für Ernährung entwickeln Zudem soll der Bau auch umweltfreundlich sein:

Das würde beudeten, wenige Außenwandfläche zum Raumvolumen, so Architekt Jörg Seidenspinner. Der 2.Punkt sei das Energiekonzept, es würde einen Fernwärmeanschluss geben, dadruch könne man CO2 neutral unterwegs sein, so Seidenspinner.

Die Gesamtkosten für das neue Kinder- und Familienzentrum Ringelbach belaufen sich auf 3,4 Millionen. 2,6 Millionen kommen aus dem Konjunkturpaket 2 des Bundes, der in der vergangenen Wirtschaftskrise mit den Bundesmitteln die regionale Wirtschaft stärken wollte. 95% der Firmen, die bei dem Bau des Sichtbetongebäudes mitwirkten, kommen deshalb aus der Region. 1,5 Millonen Euro trägt die Stadt.

Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten im Kepler-Gymnasium Tübingen
Donnerstag, 27. Januar 2011 - 18:11 Uhr

Die Schülermitverwaltung des Kepler-Gymnasiums in Tübingen hat gestern Abend einige Kandidaten für die anstehende Landtagswahl aus dem Wahlkreis Tübingen zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Der Themenschwerpunkt dabei lag auf dem, was die Schüler selbst betrifft - auf der Bildungspolitik.

Es gäbe auch einen grundlegenden Systemfehler und der beruhe darauf, dass das System auf Auslese aufgebaut sei, so SPD-Landtagskandidatin Rita Haller-Haid. Die SPD wolle ein Bildungssystem das diese Auslese stoppe und statt dessen auf individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes setze.

Gemeinsames Lernen ja, aber kein sechsjähriges oder noch länger dauerndes gemeinsames Lernen, erklärt CDU-Zweitkandidatin Christine Jerabek. Man wolle eine Verlängerung des Lernens nach unten. Die Bildungshäuser die vor der Grundschule beginnen und eine Verzahnung von Kindergarten und Grundschule darstellten, sollten nach Möglichkeit flächendeckend eingeführt werden.

Man brauche für die Schule eine Dimension des Lebens und zwar verstanden in Richtung Ganztagesschulen, in Richtung pädagogisch Versorgung, psychologische Betreuung, auch zusätzliche musische Angebote, Sport, Freizeitkurse, das sei eine neue Dimension, die man der Schule hinzufügen müssen, erläutert Daniel Lede Abel, Landtagskandidat der Grünen.

Im Moment werde eine Ergebnissdiskussion ganz häufig über die Note geführt und ihm wäre es viel wichtiger, dass man sich nach einer Stunde darüber unterhalte "was will ich denn können, mit was geh ich denn raus", erklärt der Zweitkandidat der FDP Sascha Schmidt.

Neben den Vertretern der 4 Landtagsparteien CDU, SPD, FDP und Grüne, stellten aber auch die Kandidaten der Linken und der Piratenpartei ihre Bildungspolitik vor.

In keinem Bundesland hänge Bildung und Ausbildung so stark vom Geldbeutel ab wie in Baden-Württemberg, so Bernhard Strasdeit, Landtagskandidat der Linken. Und deshalb sei auch die Frage des gemeinsamen Lernens und der Abschaffung von Kindergartengebühren und die Abschaffung von hohen Schulnebenkosten ein ganz zentraler Punkt um diese soziale Durchlässigkeit auch leichter zu machen.

Der Wunsch der Piratenpartei wäre es, dass man lang bis mittelfristig versuche, sehr viel früher auf ein Kurssystem umzustellen, dass man sehr viel stärker moduliere und mit Kursen arbeite, erklärt Landtagskandidat Roman Kremer.

Das diese beiden Kandidaten überhaupt zu Wort kamen, hatten die Schüler der Stadtverwaltung zu verdanken. Denn das Kultusministerium hatte dem Gymnasium im Vorfeld verboten, Parteien einzuladen, die derzeit nicht im Landtag vertreten sind. Nur so könne die Neutralität der Schule gewahrt bleiben, so die Begründung. Kurzerhand war die Stadt Tübingen als Veranstalter eingesprungen und hatte so das Kommen der beiden politischen Vertreter ermöglicht. Dabei habe ein solches Verbot durchaus seine Berechtigung, so Oberbürgermeister Boris Palmer. Denn es diene dem Schutz vor nationalistischem Gedankengut, dass bei einer solchen Podiumsdiskussion ebenfalls Verbreitung finden könnte.

Er sei der Meinung, wenn die Demokratie zur Zeit durch etwas gefährdet sei, dann nicht dadurch, dass die Linke oder die Piratenpartei an dem Podium teilnehmen, sondern dadurch dass sich zu wenig junge Menschen für die Demokratie engagierten und interessierten, so OB Palmer.

So war es auch erklärtes Ziel der Veranstaltung, vor allem den Jugendlichen die im März zum ersten Mal wählen dürfen, einen Einblick ins politische Geschehen zu ermöglichen. Und das wiederrum soll dem einen oder anderen die Entscheidung ein wenig erleichtern.

Spielhalle in Gammertingen überfallen
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 18:02 Uhr

In Gammeringen im Landkreis Reutlingen wurde gestern Abend eine Spielothek überfallen. Laut Reutlinger Polizei hat der Täter eine Angestellte mit einem vorgehaltenen Messer zum Öffnen der Kasse gezwungen. Der Mann erbeutete mehrere hundert Euro und flüchtete zu Fuß. Am Vortag war bereits eine Spielhalle in Tübingen überfallen worden.

Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander zieht eine erste Bilanz
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 18:01 Uhr

Nachdem Mössingens Oberbürgermeister Werner Fifka 2009 überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt erklärte, gab es im vergangenen Sommer Neuwahlen. Am Ende behauptete sich Michael Bulander vor seinem Konkurrenten Thomas Hölsch. Mehr als hundert Tage sind seit seinem Amtseintritt vergangen - RTF fragte deshalb nach, ob ihm der neue Job schon schlaflose Nächte bereite.

Während des Auszählens der Stimmen im vergangenen Sommer: Spannung pur im Mössinger Rathaus. Am Ende der langen Wahlnacht war das Ergebnis aber deutlich: mit 60,9 Prozent wurde Michael Bulander mitten in der Wirtschaftskrise zum neuen Oberbürgermeister Mössingens gewählt.

Jetzt sitzt der neue Oberbürgermeister seit etwas mehr als hundert Tagen im Chefsessel des Rathauses. Und ist zuversichtlich - und das, obwohl es von außen betrachtet nicht gut um den Haushalt der Stadt steht. 2010 konnte Mössingen noch so viel wie nie zuvor investieren, jetzt aber heiße es: Sparen - und klug investieren.

Die Stadt plane somit Investitionen in Höhe von 8,6 Millionen Euro, so Bulander. Dafür müsse sie Schulden aufnehmen. Nichtsdestotrotz fahre Mössingen aber einen sehr sparsamen Kurs und an notwendigen Maßnahmen wie integrierte Schulgebäude oder Sanierungsmaßnahmen am Quenstedt-Gymnasium komme die Stadt im Jahr 2011 einfach nicht vorbei.

An Schulen wie gerade dem Quenstedt-Gymnasium müssten zusätzlich auch Baumaßnahmen zum Umweltschutz geleistet werden. Zusätzlich zu den Photovoltaikanlagen auf dem Dach werde das Gebäude selbst energetisch saniert.

Die Sanierung und der Umbau der Tonnenhalle auf dem denkmalgechützten "pausa"-Geländes befindet sich dagegen im Endspurt. Derart gewaltige Projekte müssten künftig jedoch vorerst warten. Am 20. Februar feiere die Tonnenhalle ihre Eröffnung, so Bulander. Dort ist dann auch die neue Bücherei untergebracht. Elf Millionen Euro habe die Sanierung des gesamten Gebäudes verschlungen - Bund und Land hätten die Stadt dabei aber maßgeblich unterstützt.

Die Eröffnung des neuen Kinderhauses im vergangenen Jahr zeige, dass Mössingen bei der Kinderbetreuung nicht spare, so Bulander. Mit dem neuen Kinderhaus und den vielen weiteren Angeboten sei die Stadt schon sehr gut aufgestellt, das Angebot für Kinder werde sich aber in Zukunft noch vergrößern. Laut Bulander seien im kommenden Jahr 350.000 Euro allein für den Ausbau der Kinderbetreuung veranschlagt.

Aktuelle Kritik an der Politik der Stadt kommt indessen von der IHK. Sie kritisiert, dass die Stadtverwaltung im Haushaltsplan 2011 die Erhöhung der Gewerbesteuer plane - trotz des Umstandes, dass die Gewerbesteuer jetzt deutlich besser als geplant sprudle.

Streit um Güterbahnhofgelände: Reutlingen zieht wieder vor Gericht
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 18:01 Uhr

Im Streit um den ehemaligen ehemaligen Reutlinger Güterbahnhof zwischen der Stadt Reutlingen und der Bahn wird Reutlingen jetzt erneut vor ein Gericht ziehen. Der Hintergrund: Die Deutsche Bahn weigert sich auch nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Januar 2010 der Stadt das Grundstück zu verkaufen. Das Bundesverwaltungsericht hatte Reutlingen damals ein Vorkaufsrecht für das begehrte Brachgelände in der Innenstadt für rund 65 000 Euro zugesprochen. Nach Darstellung der Stadtverwaltung verweigert sich die Bahn aber jetzt, das Gelände im Grundbuch zu übertragen. Genau diese formale Übertragung will Reutlingen jetzt vor einem ordentlichen Gericht einklagen.

Nils Schmid auf dem Bauernhof
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 18:00 Uhr

Die weltweite Wirtschaftskrise hat 2009 und der Preiskampf durch die Discounter hat auch die Milchbauern in der Region hart getroffen.Damals erhielten sie für einen Liter Milch gerade noch etwas mehr als 20 Cent. Damit ließe sich jedoch nicht kostendeckend arbeiten, so der Vorwurf der Landwirte, der in unzähligen Protestaktionen gipfelte. Wie sich die Lage der Bauern aktuell darstellt, das wollte heute der SPD-Landesvorsitzende und Reutlinger Landtagskandidat Nils Schmid vor Ort erfahren. Bei einem Milchbauern in Pfullingen.

60-70 Kühe stehen im Stall von Milchbauer Albrecht Koch.
Dank eines Melkroboters werden sie den ganzen Tag über, eine nach der anderen gemolken. Rund 1500 Liter Milch sind das Ergebniss. Und an denen verdient der Landwirt nach den derzeitigen Milchpreisen rund 525 Euro.
Doch das ist nicht genug um Kostendeckend arbeiten zu können.

Es müsse endlich was unternommen werden, um endlich wieder ein auskömmliches Einkommen zu erzielen mit der Milch, so Milchbauer Albrecht Koch. In den letzten 2 Jahren sei dies nicht der Fall gewesen und in Zukunft stünden Änderungen an in der Politik und das müsse in die richtige Richtung gehen.

Und die besteht für Koch nicht in einer möglichen Aufhebung der Quotenregelung, die die Milcherzeugung bisher regelt. Sein Vorschlag: eine flexible Steuerung der Milchmenge. Diese wiederum sieht der SPD-Landesvorsitzende/SPD-Landtagskandidat Nils Schmid mit Skepsis. Rund 2 Monate vor der Wahl plädiert er für eine Stärkung der Milcherzeuger gegenüber Molkereien und Konzernen.

Man könne im Land nur beschränkt helfen, erklärt Landtagskandidat Nils Schmid. Aber wenn es darum gehe die Marktmacht der bäuerlichen Erzeuger zu stärken, da könne man diese ermuntern, da könne man auch Hilfestellung leisten und man könne - kurzfristig zumindest - Anpassungshilfen geben, über Bürgschaften, Liquiditätshilfen, wenn bäuerliche Betriebe in Schwierigkeiten steckten.

Dennoch sei die SPD jederzeit für Alternativvorschläge von den Betroffenen selbst offen. Für den Fall eines positiven Wahlausgangs für die Roten, am 27. März, verabredeten sich Schmid und Koch schon jetzt, um sich dann über das Modell der flexiblen Mengensteuerung auszutauschen.

Bildungsstreik in Tübingen
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 17:58 Uhr

Studentenproteste: Auf dem Tübinger Holzmarkt haben gestern Abend rund 100 Studenten und Schüler gegen die derzeitige Bildungspolitik des Landes protestiert. Die Hauptforderungen: Das Bildungssystem sei sozial nicht durchlässig genug. Die Studiengebühren sollen fallen, Bildung soll kostenlos sein. Zudem gäbe es auch Mängel an der Qualität: noch immer seien Hörsäle und Seminare überfüllt. Die Demonstranten wandten sich auch gegen Polizeigewalt und Repression durch die Uni-Leitung. Vor einem Jahr hatte diese einen besetzten Hörsaal räumen lassen.

Die Studenten wurden von der Linken, den Grünen und der Gewerkschaft GEW unterstützt. Studentenproteste gab es in den vergangenen Tagen auch an den Unis in Pforzheim, Karlsruhe und Ludwigsburg. Am Sonntag soll es eine zentrale landesweite Kundgebung in Stuttgart geben.

Tübinger Stadtverwaltung will Mobilitätskonzept 2011
Mittwoch, 26. Januar 2011 - 17:56 Uhr

Neues Tübinger Mobilitätskonzept für 2030 steht: Die Tübinger Stadtverwaltung will mit einem neuen Mobilitätskonzept die CO2-Emissionen und den Treibstoffverbrauch in der Stadt bis 2030 halbieren. Der Plan sieht unter anderem vor, den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen und atttraktiver zu machen.

Zudem will die Stadt bei Neuanschaffungen umweltfreundliche Elektroautos und spritarme Fahrzeuge bevorzugen.
Auch die Fahrradwege sollen dem Konzept nach weiter ausgebaut werden. Für Vorschläge wie Menschen am Besten von A nach B kommen, soll es im Rathaus auch sogenannte Mobilitätsberater für Unternehmen oder Institutionen geben. Dem Konzept muss noch der Gemeinderat zustimmen. Das gilt aber als sicher.

Vize-Agrarminister aus Paraguay zu Gast in Rottenburg
Dienstag, 25. Januar 2011 - 17:16 Uhr

Mit über 3200 Hektar Fläche zählen Rottenburgs Wälder zu den größten des Landes. Die Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft widmet sich ganz der nachhaltigen Nutzung des Waldes. Von welcher internationalen Bedeutung die Forschung der Hochschule sind, zeigte sich heute morgen in Form eines hohen Besuchs aus Paraguay. So hat der Vizeminister des paraguayischen Landwirtschaftsministeriums im Anschluss an seinen Aufenthalt in Berlin Rottenburg besucht.

In Rottenburg und in vielen anderen Regionen Deutschlands zählt die Forstwirtschaft schon lange nicht mehr zu den wirtschaftlichen Standbeinen. Ganz anders dagegen im südamerikanischen Paraguay: Holz ist hier ein wichtiges Standbein. Armin Hamman, Vizeminister des paraguayischen Landwirtschaftsministerium, stattete daher Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher heute einen Besuch ab, um Wissen und Erfahrungen mit der Rottenburger Hochschule auszutauschen.

Paraguay sei ein Land, das gerade erst anfängt "zu springen", das sich im Aufbruch befindet - Deutschland dagegen sei bereits "am Ziel angekommen", so der Vizeminister. Sehr vieles gelte es auszutauschen, die deutsche Technologie und die Erfahrungen. All das könne man in Paraguay sehr gut für die Forstwirtschaft gebrauchen.

Die Forstwirtschaft gehöre zu den stärksten Exportgütern Paraguys, so der Vizeminister. Über 35 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind dort in der Landwirtschaft tätig. Paraguay könne stark vom Know-How der Rottenburger Hochschule profitieren. Doch laut Klaus Tappeser vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst muss das keine einseitige Zusammenarbeit sein:

Die Gespräche mit dem Vizeminister hätten gezeigt, dass das Interesse an Ökologie und das nachhaltige Wirtschaften auf beiden Seiten von großem Interesse sei, so Tappeser. Und gerade da könne Paraguay von den Hochschulen in Nürtingen oder Rottenburg einiges lernen.

Auch den Studenten der Hochschulen bringe die Kooperation Vorteile. Die könnten durch den Austausch Erfahrungen sammeln und Kontakte im südamerikanischen Raum und darüber hinaus pflegen.

Im Anschluss an die Gespräche trug sich Hamman in das goldene Buch der Stadt ein. Und Oberbürgermeister Stephan Neher zeigte sich erfreut über das Engagement der Hochschule. Es sei richtig und gut für die Hochschule Rottenburg, internationale Kontakte zu pflegen, so Neher. Auch sei es gut für die Stadt, internationale Gäste zu haben. Es sei jedoch klar, dass man die Erfolge dieser Kooperation nur auf lange Sicht messen könne.

Der Besuch heute soll deshalb nur ein erstes Kapitel aufschlagen - zwischen den Vertretern den Vertretern des Landes in der südamerikanischen Ferne und der Neckarstadt.

Vesperkriche Tübingen ist geöffnet
Dienstag, 25. Januar 2011 - 14:29 Uhr

Immer öfter gibt es Menschen, die nicht genügend Geld für eine warme Mahlzeit oder warme Kleidung haben. Deshalb haben in der Region wieder die Vesperkrichen ihre Tore geöffnet. Auch in Tübingen ist es gestern wieder soweit gewesen. Hier können Bedürftige kostenlos essen.

Die Tübinger Martinskirche: zum insgesamt zweiten Mal gibt es hier eine Vesperkirche Hähnchenschlegel und Reis standen gestern zur Feier des Tages auf dem Speiseplan.
Träger ist die evangelische Gesamtkirchengemeinde Tübingen
Noch bis zum 12. Februar können Gäste -egal ob reich oder arm - sich bei einer warmen Mahlzeit stärken.
Das es überhaupt eine Vesperkriche geben müsse, sei eigentlich eine schlimme Nachricht. Denn eigentlich müssten Menschen in unserem Staat auskömmlich leben können, so Diakon Peter Heilemann.
Eine wichtiger Aspekt der dreiwöchigen Veranstaltung ist neben dem kostenlosen Essen auch der soziale Austausch. Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswelten sollen sich in der Kirche besser kennen lernen können. Diakon Heilemann meint, dass die Vesperkriche zum gesellschaftliche Leben beitragen würde und ein Beispiel gebe, dass es möglich sei scheinbare Grenzen zu überwinden und Menschen plötzlich mit ganz anderen Augen sehen zu können. Daher ist es den Veranstaltern besonders wichtig, dass nicht nur Bedürftige in die Kirche kommen.
Mehr als 200 Ehrenamtliche helfen täglich beim Servieren des Essens mit. In Zeiten der sozialen Kälte sei es dem ehrenamtlichen Helfer Wolfgang Riebe ein anliegen diese Projekt zu unterstützen.
Erfahrungen aus dem letzten Jahr haben gezeigt: pro Tag hat es 300 Menschen geschmeckt..
In Tübingen wird das Essen, wie in einem Restaurant, jedem Gast durch eine Bedienung serviert. Einen Festpreis für die Mahlzeit gibt es nicht. Jeder kann so viel für das Essen geben, wie er möchte. Dazu gibt es aber noch andere Angebote: Ein Gast habe einmal gesagt, dass er damit leben könne, wenig Essen zu haben. Aber, dass er kein Theater, kein Konzert mehr besuchen können, würde ihn fertig machen, erzählt der evangelische Bezirksdiakoniepfarrer Christoph Cless.
Auch hier will die Vesperkriche Abhilfe schaffen. In diesem Jahr wird auch kulturell etwas geboten. Die Eintrittskarten gibt es nach dem Prinzip: jeder zahlt so viel er kann.
Die Gäste hier kommen aus ganz verschiedenen Gründen zum Mittagstisch. Uwe Nagat meint, dass er die Vesperkriche aufsuche, weil er manchmal nichts zu Essen habe und froh sei, wenn die Kirche aufmache. Stefanie Basch sagt, dass sie als Solidar- Esserin kommen würde, da sie sich in der Kirche wohl fühle und die Sache unterstützen wolle.
Eine Vesperkirche gibt es auch rund 20 Kilometer entfernt, in Reutlingen. Die dortige Nicolai- oder Citykirche hat bereits seit 2 Wochen wieder ihre Pforten geöffnet. Die mittlerweile landesweit praktizierte Vesperkirchen-Idee ist hier vor rund 11 Jahren entstanden. Auch dort heißt es: immer mehr Menschen nehmen an der Tafel teil.

Haigerloch/Trillfingen: Mann vermisst
Dienstag, 25. Januar 2011 - 13:39 Uhr

In Haigerloch-Trillfingen im Zollernalbkreis ist ein 43jähiger Mann verschwunden. Nach Angaben von Angehörigen hat der Vermisste bereits vorletzte Woche seinen gewohnten Lebensbereich verlassen. Seither fehlt jede Spur. Der Mann ist 1,75 groß und schlank. Er trägt in beiden Ohren einen Ohrring. Bekleidet könnte der 43jährige mit Biker-Stiefeln, Jeans und einem längeren schwarzen Mantel sein. Die Polizei Balingen fragt jetzt: wem ist der Vermisste in den letzten beiden Wochen aufgefallen. Und wer kann Hinweise zum derzeitigen Aufenthaltsort von Detlev Gabriel H. geben. Hinweise an die Polizei Balingen unter 07433-2640-0.

Sonnenbühl: Anabolika-Handel aufgedeckt
Dienstag, 25. Januar 2011 - 12:36 Uhr

Drogenfahnder der Reutlinger Kriminalpolizei haben einen groß angelegten, illegalen Handel mit Anabolika aufgedeckt. Sie nahmen bereits am vergangenen Freitag einen 34-ährigen Mann aus Sonnenbühl fest. Der Mann soll bereits seit einigen Jahren über das Internet selbst hergestelltes Anabolika in der Bodybuilderszene vertrieben haben. Bereits im Oktober hatte die Polizei den 34jährigen über seinen Anschluss identifiziert. Laut Polizei hat der Mann sich durch den illegalen Handel einen Nebenverdienst von mehreren Tausend Euro pro Monat verschafft. Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei zudem einen Revolver samt Munition. Der Mann besitzt dafür keinen Waffenschein.

Reutlingen: Taxifahrer brutal zusammengeschlagen
Dienstag, 25. Januar 2011 - 12:35 Uhr

Am Reutlinger Hauptbahnhof ist ein Taxifahrer von einem Betrunkenen brutal zusamengeschlagen worden. Der 39jährige erlitt schwere Kopfverletzungen. Zu dem Vorfall kam es, als der Taxifahrer einen Streit schlichten wollte. Der 25 Jahre alte betrunkene Täter hatte erst grundlos Werbeschilder demoliert und dann einen anderen Taxifahrer provoziert. Das spätere Opfer wollte vermitteln. Daraufhin traktierte ihn der 25jährige Betrunkene mit Faustschlägen im Gesicht. Erst als weitere Taxifahrer dazwischen gingen, floh der agressive junge Mann. Er wurde kurz darauf von der Polizei gefasst.

Stuttgarter Tourismusmesse CMT erfolgreich
Dienstag, 25. Januar 2011 - 12:34 Uhr

Die Stuttgarter Tourismusmesse CMT 2010 ist am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord für ihren neuen Standort zu Ende gegangen. Mehr als 220 000 Menschen kamen auf die größte europäische Urlaubsmesse nahe des Stuttgarter Flughafen. Damit haben sich rund 14 000 Menschen mehr als 2009 über Reiseangebote aus aller Welt informiert, aber auch über die touristischen Auftritte des Landes und seiner Regionen. Zu sehen gab es auch die entsprechenden Reisevehikel wie beispielsweise Caravan-Modelle. Knapp 2000 Aussteller waren mit ihren Angeboten, Informationen und Messeständen vertreten.

Scheibengipfeltunnel: Bauarbeiten fortgesetzt
Dienstag, 25. Januar 2011 - 12:32 Uhr

Bei Reutlingen geht es an der Achalm-Nordseite mit den Arbeiten am 100-Millionen-Euro -Projekt Scheibengipfeltunnel, einem der größten Verkehrsprojekte des Landes, weiter. Seit Montag wird an den Einschnitten für die beiden Tunnelportale gearbeitet. Diese Arbeiten gehen dem eigentlichen Tunneldurchstich für die verkehrsentlastende Ortsumfahrung der B 312 voraus. Die jetzige Bauphase wird voraussichtlich 12 Monate dauern und Schätzungen zu Folge rund 3,5 Millionen Euro kosten.

Mit dem eigentlichen Durchstich für den rund 1,9 Kilometer langen Tunnel soll dann im kommenden Jahr begonnen werden.
Bis es soweit ist müssen in der vorbereitenden Bauphase jetzt an beiden Tunneleingängen rund 135 000 Kubikmeter Erde bewegt und abtransportiert werden. Teile davon sollen am Metzinger Maiwaldknoten wieder eingebaut werden. Mit anderen Teilen des Erdaushubs wird zum Abdichten einer Deponie verwendet.

Münsingens Bürgermeister Mike Münzing geht mit Zuversicht ins neue Jahr
Montag, 24. Januar 2011 - 14:02 Uhr

Die Finanzlage der Stadt Münsingen ist nach Angaben des Münsinger Bürgermeister Mike Münzing nach der Finanz- und Wirtschaftskrise desolat. Trotzdem habe die Stadt allen Grund, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen- so der Bürgermeister im RTF1-Interview - Ein Rückblick und Ausblick.

Mit klarem Wasser und weiten Landschaften lockt das Biosphärengebiet Schwäbische Alb jedes Jahr Tausende von Besuchern in die Region. Im Herzen der von der UNESCO ausgewiesene Kulturlandschaft liegt Münsingen. Im Oktober hat auf dem Gelände des dortigen Alten Lagers das Biosphärenzentrum seine Pforten geöffnet. Dort bekommen Besucher alle Infos über die Schwäbische Alb. Die Kosten für das Projekt übernahm das Land - zum Glück, wie Münsingens Bürgermeister Mike Münzing bekennt. Denn wie für viele weitere Kommunen der Region war das vergangene Jahr kein Gutes.

Die Finanzlage der Stadt Münsingen sei aufgrund der Wirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahre desolat, so Münzing. Es sei die schlechteste Prognose seit Bestehen der Stadt. Münsingen komme von einem hohen Standard und falle in ein tiefes Tal. Laut Münzing spreche man von einem Delta von rund 7,5 Millionen Euro.

Die Stadtverwaltung fahre bereits seit Jahrzehnten einen konsequenten Sparkurs. Und dieses Niveau noch weiter zu reduzieren falle der Stadt nicht leicht.

So rechnet Münzing auch für 2011 mit Durststrecken in fast allen Bereichen. Dennoch dürfe die Verwaltung nicht überall einsparen - so zum Beispiel in der Kinderbetreuung. Dort gebe es noch einige Aufgaben, die mit Investitionen verbunden seien, so Münzing. Auch im Personalbereich müsse zwangsläufig aufgestockt werden. Neue Gruppen, auch für Kinder ab einem Jahr, und Ganztagesbetriebe - all dies könne nur mit weiterem Personal gestemmt werden.

Das Richtfest des neuen Polizeireviers im vergangenen Jahr war für Münzing dagegen ein erfreuliches Ereignis. Seit zwei Jahren wird die vom Land finanzierte neue Wache bereits gebaut. In diesem Jahr sollen die Beamten dann dort ihre Büros beziehen können.

In den Räumen des Münsinger Rathauses herrscht trotz Sparkurs dennoch Zuversicht: Denn laut Münzing gebe es so viele Menschen in der Region, die sich engagieren, die die gesamte Region Neckar-Alb und den Landkreis Reutlingen vorantreiben. Auch, dass man sich wirtschaftlich erholt habe, sei höchst erfreulich.

Und die erste große Aufgabe des Jahres habe die Stadt schon bestanden: Der Wintereinbruch habe laut Münzing zu keinerlei Salz-Engpässen geführt. Hier sei die Stadt gut versorgt - denn schließlich hat der Winter auf der Alb gerade erst begonnen.

Kartoffeltestessen in Münsingen
Montag, 24. Januar 2011 - 13:58 Uhr

Rund um die Kartoffel ging es am Freitag beim Kartoffeltestessen in Münsingen. Im Kreislandwirtschaftsamt wurde bei dem Testessen zum einen der Geschmack verschiedener Kartoffelsorten geprüft. Zum anderen wurde ein Konsistenztest durchgeführt. Bewertet wurden die Kartoffelsorten mithilfe eines Fragebogens, auf dem die Tester ihre Ergebnisse Eintragen konnten. Neben den bekannten Kartoffelsorten wurden auch neuere Sorten, die sich zum Beispiel Alexandra, Allians oder Venezia nennen, getestet.Im Anschluss an das Testessen gab Jürgen Meßmer vom landwirtschaftlichen Technologiezentrum Baden Württemberg Hinweise, was bei dem Anbau von Kartoffeln beachtet werden muss.

Nicht vor 2019 - Elektrifizierung der Regionalbahnstrecken laut "Deutscher Bahn" nicht bevor "Stuttgart21" steht
Sonntag, 23. Januar 2011 - 14:21 Uhr

Ob "Stuttgart21" für die Region die erhofften Effekte bringt, hängt auch mit der Elektrifizierung der regionalen Bahnstrecken zusammen. Gerade die steht aber größtenteils noch aus. Die Interessengemeinschaft "el naldo" setzt sich seit knapp einem Jahr eben dafür ein: Denn die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalb sollen so einen leistungsstarken und zukunftsfähigen Schienen-Personennahverkehr bekommen. Über den aktuellen Planungsstand hat jetzt die Deutsche Bahn AG in Balingen informiert.

Es ist kein neues Problem für die Region Neckar-Alb: Ob Zollern-, Ermstal-, Schönbuch oder Ammertalbahn- die meisten Strecken sind noch nicht elektrifiziert. Nur zwischen Stuttgart über Reutlingen nach Tübingen können bisher Elektroloks fahren. In Tübingen ist dann auch hier dann Schluss. Wer in Richtung Herrenberg, Horb oder Albstadt weiter will, muss auf dieselbetriebene Schienenbusse umsteigen. Die Folge: lange Fahrzeiten mit unattraktive regionale Verbindungen.

Durch Stuttgart 21 droht ZUsatzgefahr. Denn Diesellocks dürfen hier nicht mehr einfahren - das bedeutet das aus für Nonstop-Verbindungen von Stuttgart nach Albstadt oder Rottenburg. Ein trüber Zustand mit regionalen Folgewirkungen auf Fahrtzeit, Anbindung und Attraktivität - befanden schon vor einem Jahr die Vertreter der betroffenen Gebiete.

Auf Initiative der Landkreise Zollernalb, Tübingen, Sigmaringen und Reutlingen sowie der Städte und Kammern erfolgte im Februar 2010 die Gründung der überregionalen Verkehrsinitiative "EL Naldo - um gebündelt Druck für eine regionale Elektrifizierung der Neckar-Alb-Strecken zu machen. Druck auf die Politik. Und gegenüber
Vertretern der Deutschen Bahn - wie den frisch gekürten Baden-Württemberg-Manager Eckhart Fricke.

Besonders bei der Zollernalbbahn mache die Elektrifizierung Sinn, so erfuhren die Zuhörer gestern. Besonders die Zollernalbbahn steht laut Fricke innerhalb von 25 geplanten Bahnprojekten im Südwesten mit Rang 6 gut da. Und sei wenigstens mittelfristiges ein theoretisches Projekt. Theoretisch, weil die Elektrifizierung laut Bahn mit anderen Faktoren zusammenhängt.

Vor Inbetriebnahme des neuen "Stuttgart21“ - Tiefbahnhofs werde das Projekt aber nicht kommen. Der Hintergrund: der bei der Streitschlichtung verordnete Belastungstest. Schon der Test selbst kostet Geld. Und viele Millionen könnte dann auch ein festgestellter Nachrüstungsbedarf kosten.

Konkret heisst dies: wird Stuttgart21 sehr teuer, stellt dies andere Bahn-Projekte in Frage. Konkret heisst das auch: Bevor Stuttgart21 fertig ist und die dortigen Fahrpläne stehen- also vor 2019 - wird die regionale Elektrifizierung keinesfalls kommen.

Kommen soll - laut Bahn und Fricke - aber jetzt erst einmal ein sogenannter "Masterplan“: Der soll unter anderem die Entwicklung der Fahrgastzahlen und den Transportbedarf von wirtschaftlicher Gütern durch ansässige Unternehmen klären -und so Argumente für die Priorität der Elektrifizierung liefern.

Hohenstein: Brand auf landwirtschaftlichem Anwesen
Sonntag, 23. Januar 2011 - 14:10 Uhr

Mehrere Hundertausend Euro Sachschaden durch Brand auf landwirtschaftlichem Anwesen: In der Gemeinde Hohenstein im Landkreis Reutlingen ist heute eine Scheune durch ein Feuer komplett abgebrannt. Auch ein angrenzende Wohnhaus wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen.

Der Brand, der in der Scheune entstand, wurde gegen 8 Uhr 45 von einem aufmerksamen Streudienst-Fahrer entdeckt. Dieser informierte die Hausbewohner und die Rettungsdienste. Aus der brennenden Scheune konnten 4 Pferde gerettet werden. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand das hölzerne Wirtschaftsgebäude bereits lichterloh in Flammen. 58 Feuerwehrleute der Feuerwehren Hohenstein und Gammertingen konnten zunächst nicht verhindern, dass das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus übergriff.

Personen kamen nicht zu Schaden. Den entstandenen Sachschaden schätzen Experten derzeit auf mehrere Einhunderttausend Euro. Zur Brandursache laufen die Ermittlungen .

Reutlingen: Neubau statt Renovierung für Theater "Die Tonne"?
Sonntag, 23. Januar 2011 - 14:08 Uhr

Die Reutlinger Stadtverwaltung will weiter eine neue Spielstätte für das Theater "Die Tonne" bauen. Bislang ist sie an der Planie in der Oststadt untergebracht. Jetzt soll jedoch direkt daneben ein Neubau für 2,6 Millionen Euro entstehen. Laut Gemeinderat wäre das günstiger als die Sanierung der bisherigen Spielstätte. Die Überlegung steht in Verbindung mit der seit Jahren diskutierten Anfrage der CDU, das gesamte Fabrikareal neu zu gestalten.

Mehr Notfallseelsorger in Tübingen
Sonntag, 23. Januar 2011 - 14:07 Uhr

Die Zahl der Notfallseelsorger im Kreis Tübingen ist jetzt um 8 neue Mitarbeiter auf 31 Helfer gestiegen. Zwei katholische und sechs evangelische Theologen sind in den ehrenamtlichen Dienst im Tübinger "Haus der Kirche" berufen worden.

SWR: Tübinger Landratswahlen am 1. Juni 2011
Sonntag, 23. Januar 2011 - 14:06 Uhr

Der Tübinger Kreitag wird nach SWR-Informationen am kommenden 1. Juni einen neuen Landrat wählen. Der Südwestrundfunk meldet zudem weiter: der bisherige Amtsinhaber Joachim Walter kandidiere nach acht Jahren für eine zweite Amtszeit. Das gehe aus dem Entwurf einer Stellenanzeige vor. Der Ausschuss, der die Landratswahl vorbereiten soll, wird in der kommenden Woche im Landratsamt tagen.

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