RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 22. Juni 2008

Les Miserables: Vorstellung am Samstag, 28. Juni fällt aus
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:40 Uhr

Die heutige Vorstellung von "Les Miserables“ um 20 Uhr im Naturtheater Reutlingen entfällt. Das teilte ein Sprecher des Theaters heute mit. Grund sei die Erkrankung eines der Schauspieler. Eine Ersatzvorstellung gibt es nicht. Wer Karten für die heutige Aufführung hat, kann die Karte auf eine der geplanten Vorstellungen umbuchen, so das Theater.

Heiß auf Neubau - Tübinger Sudhaus feiert 20jähriges Bestehen und plant neuen Veranstaltungssaal
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:37 Uhr

Das Waldhörnle sei "einer von den am häufigsten besuchten Vergnügungs-Orten der Inwohner von Tübingen“, schrieb das Tübinger Oberamtsgericht 1825. Nebenan, wo einst das Bier für das Waldhörnle gebraut wurde, steht jetzt das Sudhaus. Viel los ist hier nach wie vor. Ob Konzerte, Partys, Comedy oder Diskussionsveranstaltungen. Seit zwanzig Jahren ist das Sudhaus Soziokulturelles Zentrum. Gestern Abend wurde Jubiläum gefeiert. Es war ein Abend für geladene Gäste; für Freunde, Unterstützer, Partner und Mitarbeiter. Ganz vorne mit dabei Eugen Schmid. Er war Oberbürgermeister von Tübingen, als das Sudhaus gegründet wurde. Das war auf den Tag genau vor zwanzig Jahren. "Das Grundstück hat die Stadt zu einem sehr günstigen Preis gekauft", erinnerte sich der damalige Oberbürgermeister. "Aber ich ahnte, dass noch große Kosten auf die Stadt zukommen würden.' So kam es dann zunächst auch. Aber das Sudhaus entwickelte sich zu einem der größten soziokulturellen Zentren Baden-Württembergs. Und in den letzten zehn Jahren war der Kulturbetrieb finanziell vollkommen selbständig - auch wenn das Gebäude weiterhin der Stadt gehört. Fünftausend Veranstaltungen mit insgesamt einer Million Besucher: Die Bilanz des soziokulturellen Zentrums kann sich sehen lassen. Aber nicht nur Konzerte und Partys gibt es hier. "Es ist einfach ein eigener Mikrokosmos", sagte Geschäftsführer Adalbert Sedlmeier. Zum Sudhaus gehören auch Künstlerateliers und kleine Gewerbebetriebe. Es ist also eine richtige große Familie entstanden. Und die durfte an der Langen Tafel Platz nehmen. Prominentester Gast war Helge Thun. Er hatte einen seiner ersten Auftritte im Sudhaus gehabt und hielt die Laudatio. Allerdings: Das Sudhaus plagen auch Sorgen. Ein neuer, größerer Veranstaltungsraum mit tausend Plätzen soll her. "Viele Bands, die wir früher in Tübingen hatten, kriegen wir nicht mehr hierher", so Sedlmeier. Der Große Saal sei nicht mehr zeitgemäß. Die Pläne sind schon gemacht. Dort, wo die Musiker spielen, soll die Bühne des neuen Saales hin. Die Entscheidung des Gemeinderats steht aber noch aus. Die Betreiber des Sudhauses hoffen, dass die Stadträte für das Projekt Feuer und Flamme sein werden und dass die Entscheidung noch dieses Jahr fällt.

Sportliche Eröffnung - Pliezhausen schließt Lücke im Radwegenetz
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:28 Uhr

Der Pliezhausener Bürgermeister Bürgermeister hat heute den neuen Radweg zwischen dem Ortsteil Rübgarten und dem Neckartal seiner Bestimmung übergeben. Mit Fahrrädern waren die Ortschafts- und Gemeinderäte sowie Pliezhausener Bürger gekommen, um den Weg gleich selber auszutesten. Auf einer Länge von 850 Metern hat die Gemeinde einen Waldweg zum Fahrradweg ausgebaut. Die Kosten betrugen rund 32.000 Euro. Gut die Hälfte davon wurde vom Landkreis Reutlingen getragen. Radfahrer zwischen Rübgarten und dem Neckartal mussten bislang die Autostraße benutzen.

Spanien Europameister - Straßenfußballturnier für Toleranz in Tübingen
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:27 Uhr

Deutschland gegen Spanien hieß es bereits gestern bei der Straßenfußball für Toleranz Europameisterschaft in Tübingen. Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren durften mitmachen. Ebenso wichtig wie Tore war Fair Play. Dafür gab es nämlich Extra-Punkte. Welches Team für welche Nation spielte, wurde zu Beginn des Turniers ausgelost. Beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Spanien führte Spanien mit acht Toren - hoffentlich kein Omen für das Finale am Sonntag. Die Spanier siegten dann auch das Turnier der 11- bis 14-Jährigen. Bei den 15- bis 18-Järhigen gewann die Türkei.

Fest der Elemente: Kindergarten Vogelnest in Betzingen zeigt Ergebnisse von Projekt "Kunst-Stück"
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:26 Uhr

Der Kindergarten Vogelnest in Betzingen hat gestern das Fest der Elemente gefeiert. Dabei präsentierten die Kinder die Ergebnisse pädagogischer Arbeiten ihren Eltern. Einmal in der Woche kommen eine Chemikerin und ein Theaterpädagoge in den Kindergarten. Sie bringen den Kindern spielerisch wissenschaftliche Methoden und Theaterarbeit bei. Ziel des Projekts ist die ganzheitliche Bildung der Kinder. Vor allem sollen sie schon im Kindergarten lernen, an einem Thema dranzubleiben und auf ein Ziel hinzuarbeiten. Das Projekt "Kunst-Stück“ wird von der Robert-Bosch-Stiftung mit 15.000 Euro für zwei Jahre gefördert.

Müller-Gemmecke will in den Bundestag
Samstag, 28. Juni 2008 - 16:25 Uhr

Die Pliezhausener Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke will bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr ins Parlament einziehen. Die 47jährige kündigte an, sie werde sich um einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste bewerben. Die Grünen hätten traditionell ein klares ökologisches Profil, so Müller-Gemmeke. Die Partei bräuchte aber ein ebenso klares soziales Profil. Dafür werde sie sich verstärkt einsetzen. Müller-Gemmeke ist derzeit Mitglied des baden-württembergischen Landesvorstandes der Grünen.

Frontalzusammenstoß: Zwei Schwerverletzte auf B28 bei Ammerbuch-Breitenholz
Freitag, 27. Juni 2008 - 15:57 Uhr

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der B 28 bei Ammerbuch-Breitenholz sind heute Nachmittag zwei Autofahrer schwer verletzt worden. Eine Nagolderin war mit ihrem Ford-Fiesta auf der B 28 in Richtung Herrenberg unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache geriet die Fahrerin auf die Gegenseite und prallte dort frontal mit einem 24-jährigen Audifahrer aus Tübingen zusammen. Der Fiesta überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Feuerwehr musste die Fahrerin aus ihrem Wrack befreien. Beide Unfallbeteiligten wurden in Tübinger Kliniken eingeliefert.

Hochwasserbilanz Hechingen: 2,8 Millionen Euro Kosten für städtischen Haushalt
Freitag, 27. Juni 2008 - 15:52 Uhr

Die Schäden des Hochwassers vom 2. Juni belaufen sich für die Stadt Hechingen auf rund 2,8 Millionen Euro. Das gab die Stadtverwaltung im Hechinger Gemeinderat bekannt. Die privaten Schäden könnten bisher noch nicht beziffert werden. Derzeit seien 450 private Schadensmeldungen eingegangen. 170 Anträge auf Hochwasserhilfe wurden bereits gestellt. An Spenden sind 800.000 Euro eingegangen. Da das Land Baden-Württemberg diese Summe verdreifacht, stehen 2,4 Millionen Euro im Hilfsfonds zur Verfügung.

Tiefgaragenfest: Stadt Reutlingen weiht frisch saniertes Parkdeck an Tübinger Tor ein
Freitag, 27. Juni 2008 - 15:51 Uhr

Mit einem Tiefgaragenfest hat die Stadt Reutlingen gestern Abend die frisch sanierte Tiefgarage Tübinger Tor eingeweiht. Bevor morgen an dieser Stelle wieder Autos parken dürfen, war erst einmal feiern angesagt. 1,3 Millionen Euro hatte die Sanierung gekostet. Die dreißig Jahre alte Garage war in die Jahre gekommen. Der Beton war vom Regenwasser zerfressen gewesen. Bei der Sanierung wurde nicht nur der Beton erneuert. Die Tiefgarage wurde in hellen Farben angestrichen und wirkt jetzt viel heller als zuvor.

Richtfest bei Raumschießanlage in Tübingen
Freitag, 27. Juni 2008 - 15:49 Uhr

Richtfest heute Vormittag im Steinlachwasen in Tübingen. Das Land Baden-Württemberg baut hier eine Raumschießanlage für die Landespolizeidirektion Tübingen. Die geschlossene Schießanlage soll die alte offene Anlage im Schindhau ablösen. Auch die Hundestaffel und die Kriminaltechniker der Tübinger Polizei werden hier ihren neuen Dienstsitz finden. Das neue Dienstgebäude kostet 3,4 Millionen Euro. Bis Mai 2009 soll die Schießanlage fertig sein.

Gegen das Klischee: Wie sportlich sind Mathematik-Studenten
Donnerstag, 26. Juni 2008 - 17:18 Uhr

Fit, sportlich, durchtrainiert. Die wenigsten stellen sich so einen Mathematiker vor. Mit einem Sport- und Mathe-Park auf der Morgenstelle haben heute Studenten und Dozenten der Universität Tübingen gezeigt, dass das Klischee vom unsportlichen Mathematiker und vom dummen Sportler nicht stimmt - auch wenn das Klischee schon etwas älter ist. Vor dreihundert Jahre sagte ein Arbeitsmediziner, Mathematiker seien unsportlich und körperlos und hätten nur abstruse Ideen. Dies wollten Studenten und Dozenten der Fakultät für Mathematik widerlegen. Widerlegt wurde das Klischee mit vielen sportlichen Aktivitäten. Vor allem Studenten, die Sport und Mathematik auf Lehramt studieren, testeten und zeigten ihre Fähigkeiten. Fünfzig Studenten mit dieser Fächerkombination gibt es in Tübingen. Unter dem Motto "Schlag den Prof“ konnten einige sogar ihre Hochschullehrer herausfordern. Und ganz unter dem Motto "Mens sana in corpore sane - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ durfte auch die Theorie nicht fehlen. Hier hielten Sportwissenschaftler mathematische Vorträge und zeigten: Ohne Mathe geht auch im Leistungssport gar nichts. Und vielleicht haben Sport und Mathematik mehr gemeinsam als man denkt. Trainieren und sich durchbeißen muss man in beiden Fächern. Damit wäre bewiesen: Mathematiker können sportlich sein und Sportler gut in Mathe. Quod erat demonstrandum.

BG Unfallklinik erhält Trainingsfahrzeug für Querschnittsgelähmte
Donnerstag, 26. Juni 2008 - 17:15 Uhr

Die BG Unfallklinik in Tübingen hat ein neues Trainingsfahrzeug für Patienten mit Querschnittlähmung. Die Pfronstettener Firma Paravan stellt den Wagen der Klinik kostenlos zur Verfügung. Im Heck hat das Auto eine ausklappbare Rampe. Auf der Beifahrerseite hat es einen Schwenksitz, der zum Rollstuhl umgebaut werden kann. Das Trainingsfahrzeug soll einen Beitrag dafür leisten, dass Querrschnittsgelähmte wieder in Alltag und Beruf eingegliedert werden sollen. Vor allem das Umsteigen vom Rollstuhl ins Auto soll geübt werden.

Streik im Einzelhandel geht weiter
Donnerstag, 26. Juni 2008 - 17:14 Uhr

Rund 170 Beschäftigte aus dem Einzelhandel haben heute in der Region gestreikt. Das teilte die Gewerkschaft ver.di mit. In Reutlingen und Tübingen beteiligten sich die Mitarbeiter der Modekette H&M an dem Ausstand. In Reutlingen sind außerdem die Beschäftigten der Lebensmittelmärkte Real und Kaufhof sowie Schleckermitarbeiter dem ver.di-Aufruf gefolgt. Die Streikenden beteiligten sich an einer Demonstration in Stuttgart. Laut Gewerkschaft versammelten sich dort über 1.000 Streikende. Morgen gehen die Proteste mit einer Menschenkette in der Reutlinger Innenstadt weiter.

Tübinger Zimmertheater spielt das Stück "Tod in Tübingen" beim Sommertheater
Donnerstag, 26. Juni 2008 - 17:05 Uhr

"Tod in Tübingen“, so heißt das zweite Stück beim diesjährigen Sommertheater in der Neckarstadt. In malerischer Altstadtkulisse spielt die etwas bizarre Geschichte. Eben eine jener Geschichten, die vermutlich viele Tübinger aus eigener Erfahrung kennen. Das kleine Ensemble des Zimmertheaters probt bereits die ganze Woche auf einer Bühne hinter der Stiftskirche - morgen feiert "Tod in Tübingen“ dort Premiere. Martin Trautwein ist ein Tübinger Schriftsteller. Bisher hatte er in seinem Beruf wenig Erfolg, trotzdem ist er von seinem Können sehr überzeugt. Trautwein organisiert deshalb seinen eigenes Ableben, um wie Hölderlin nach dem Tod berühmt zu werden. Die Zuschauer erleben, wie der Schriftsteller diese Idee verzweifelt versucht seinen Mitmenschen zu vermitteln. Und das am Fuße der Tübinger Stiftskirche. Der lebensmüde Trautwein trifft auf seinem Weg viele Tübinger und Menschen die zum Bild der Neckarstadt dazu gehören. Die Touristen sind aber auch mehr an Hölderlin interessiert, als an Trautwein. Dem Tübingen-Kenner wird der eine oder andere Charakter im Stück bekannt vorkommen - Ähnlichkeiten mit realen Personen seien aber rein zufällig, so der Regisseur. Und obwohl die Zuschauer viel zu lachen haben, hinterlassen die Begegnungen des Schriftstellers manchmal einen bitteren Beigeschmack. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass in Trautweins Geschichte auch ein Körnchen Wahrheit steckt.

Martin Rosemann will die Nachfolge der SPD-Bundestagsabgeordenten Herta Däubler-Gmelin antreten
Mittwoch, 25. Juni 2008 - 16:26 Uhr

Der Vorsitzende der Tübinger SPD-Gemeinderatsfraktion Martin Rosemann bewirbt sich um die Nachfolge der SPD-Bundestagsabgeordneten Herta Däubler-Gmelin. Im November entscheidet die SPD bei einer Nominierungskonferenz wer bei der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Tübingen für die Sozialdemokraten kandidiert. Däubler-Gmelin hatte kürzlich erklärt, dass sie nicht mehr antritt. Rosemann ist 31 Jahre, promovierter Volkswirt und beim Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung beschäftigt. Er wolle in den kommenden Monaten dazu beitragen, dass die SPD wieder als Partei des sozialen Ausgleichs und Aufstiegs in Deutschland wahrgenommen werde, so Rosemann.

UKT gründet Tochterunternehmen
Mittwoch, 25. Juni 2008 - 16:19 Uhr

Wer nach einem Unfall oder durch Krankheit ins Krankenhaus kommt, bleibt dort nicht mehr so lange wie noch vor wenigen Jahren. Der Trend geht zu immer kürzeren Krankenhausaufenthalten. Umso wichtiger wird die Nachsorge - sei es als Physiotherapie oder als Reha. Um stationäre Behandlung und ambulante Nachsorge nahtlos zu verzahnen, hat das Universitätsklinikum Tübingen eine neue Tochtergesellschaft gegründet: Das Medizinische Trainings- und Rehabilitationszentrum, kurz MTR. Das MTR ist eine hundertprozentige Tochter des Universitätsklinikums. Derzeit arbeiten hier acht Therapeuten im Bereich Physiotherapie. Das Zentrum soll aber noch weiter ausgebaut werden. So soll am 1. August eine weitere Abteilung im Neubau der Bergklinik öffnen. Wer am UKT stationär behandelt wurde, erfährt hier einen nahtlosen Übergang zur Nachsorge. Aber auch für jeden anderen Patienten aus Tübingen steht das MTR offen. Beim Universitätsklinikum verspricht man sich von der Gründung einige Synergieeffekte. Die Ausgründung geschah, weil die Rehabilitation aus rechtlichen Gründen vom stationären Bereich getrennt sein muss. Aber auch von der Alltagspraxis her sei eine Ausgründung vorteilhafter gewesen, so die Geschäftsführung. Die Mitarbeiter würden aber auf Grundlage des UKT-Tarifs bezahlt. Mit dem neuen Angebot will das Klinikum eine Versorgungslücke schließen. In Teilen gerate das neue Unternehmen aber durchaus in Konkurrenz zu niedergelassen Therapeuten, so Geschäftsführerin Bettina Braun. Allerdings seien auch schon Physiotherapeuten, deren Praxis hatte schließen müssen, im UKT untergekommen. Am 19. Juli kann sich die Öffentlichkeit selber ein Bild vom MTR machen. Dann ist nämlich Tag der offenen Tür.

Klage gegen OB-Wahl in Rottenburg
Mittwoch, 25. Juni 2008 - 16:09 Uhr

Ein Tübinger Rechtsanwalt hat jetzt beim Sigmaringer Verwaltungsgericht Klage gegen die Wahl von Stephan Neher zum Rottenburger Oberbürgermeister eingelegt. Bereits kurz nach der Wahl im April hatte der Anwalt die Abstimmung beim Tübinger Regierungspräsidium angefochten. Dieses hatte die Wahlanfechtung aber zurück gewiesen. Stephan Neher habe irreführende Angaben über seinen Beruf als Rechtsanwalt gemacht, so der Vorwurf. Bis ein Urteil gefällt wird könnten Monate vergehen, bis dahin bleibt Neher nur Amtsverweser. Er hat damit kein Stimmrecht im Gemeinderat und seine Amtszeit ist auf zwei Jahre beschränkt.

Prädikat "Naturwaldgemeinde" - Pfullingen erhält Urkunde für weitere 10 Jahre
Mittwoch, 25. Juni 2008 - 14:56 Uhr

Die Stadt Pfullingen hat das Prädikat "Naturwaldgemeinde“ für weitere 10 Jahre verliehen bekommen. Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes, kurz Nabu, Andre Baumann übergab gestern dem Pfullinger Bürgermeister Rudolf Hess die Urkunde. Das Prädikat setzt eine naturnahe Waldwirtschaft voraus. So wird auf Chemie-Einsatz und Altersklassenwald verzichtet. Die Stadt betreibt außerdem aktiven Waldnaturschutz sowie sanfte Betriebstechniken im Forst. Bundesweit gibt es rund 40 Naturwaldgemeinden, in Baden Württemberg sind es neben Pfullingen noch vier Weitere.

Kultusminister Rau: Gymnasien können Ganztagsschulen werden
Dienstag, 24. Juni 2008 - 17:46 Uhr

Ab jetzt können alle Gymnasien Ganztagsschulen werden. Kultusminister Helmut Rau sagte, er werde jedes Gymnasium bei der Umstellung auf den Ganztagesbetrieb unterstützen, das ein entsprechendes Konzept dafür vorlege. Jede Schule soll demnach pro Klassenzug 7 Lehrerwochenstunden mehr erhalten. Für die Tübinger Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid sind die Pläne nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ursprünglich sollten nur 40 Prozent der öffentlichen Schulen bis zum Jahr 2015 Ganztagsschulen werden. Die Quote ist jetzt gefallen. Außerdem müssen alle Gymnasien zukünftig eine Hausaufgabenbetreung anbieten. Dafür sollen 4000 Euro pro Gymnasium zur Verfügung gestellt werden.
Die Hausaufgabenbetreuung soll von Oberstufenschülern, Eltern oder Externen übernommen werden. Zur Organisation sollen die Schulen nochmals 5 zusätzliche Lehrerstunden pro Schule bekommen. So will Kultusminister Rau die Probleme am achtjährigen Gymnasium in den Griff bekommen. Die seien aber bisher auch durch die mäßige Umsetzung der G8-Pläne an den Schulen vor Ort entstanden, so der Minister. Die Abgeordnete Rita Haller-Haid sieht darin ein Schwarzer-Peter-Spiel des Ministers. Die Schulen bräuchten einfach mehr Lehrkräfte, um die Aufgaben am achtjährigen Gymnasium zu stämmen, so die Landtagsabgeordnete. Die Nachbesserungspläne des Kultusministers zum 8-jährigen Gymnasium hält die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft für einen ersten kleinen Schritt. Von einer mutigen Bildungspolitik sei die Landesregierung aber noch weit entfernt.

Auf Stadtteilvisite - Reutlinger Oberbürgermeisterin besucht Tübinger Vorstadt
Dienstag, 24. Juni 2008 - 16:01 Uhr

Die Tübinger Vorstadt in Reutlingen galt lange als so genannter sozialer Brennpunkt. Viele Menschen mit Migrationshintergrund und sozial schwache Familien haben ihren Lebensmittelpunkt in der Tübinger Vorstadt. Projekte von Bund und Land haben in den vergangenen Jahren einige Veränderungen bewirkt. Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat heute den Stadtteil besucht, freute sich über positive Entwicklungen und befasste sich mit zukünftigen Vorhaben. Der geplante Jugendtreff in der Benzstraße war der erste Anlaufpunkt für die Oberbürgermeisterin. Noch vor der Sommerpause soll die ehemalige Werkstatt abgerissen werden, bereits im Herbst könnte der Neubau des Jugendtreffs beginnen. An den Planungen beteiligten sich auch die Kinder. Vom Jugendtreff ging es weiter an der Echaz entlang zum neu gebauten Spielplatz in der Kurrerstraße. In direkter Reichweite zum entstehenden Jugendtreff wird er bereits jetzt von vielen Kindern in Beschlag genommen. Die Veränderungen im Stadtteil werden von den Bewohnern gut angenommen, so Bosch.
Mit dem Fahrrad ging es zur nächsten Station. Das städtische Kinderhaus in der Benzstraße beherbergt fast 80 Kinder. Die Einrichtung kooperiert beim Projekt "Soziale Stadt“ mit dem Stadtteilbüro. Ziel ist es, Einrichtungen wie den Spielplatz in der Kurrerstraße zu ermöglichen. Obwohl der Stadtteil bereits einige Veränderungen durchlaufen habe, gebe es noch einiges zu tun. Am Aufwendigsten seien die Straßenraumgestaltungen, so Bosch. Es sollen Plätze entstehen, wo jetzt noch Verkehrsinseln sind. Helmut Treutlein zeigte der Oberbürgermeisterin weitere Ecken aus seiner Tübinger Vorstadt. Neben der Yunus-Emre-Moschee besuchten die Radler unter anderem das Jugendhaus Hohbuch.

Am Wochenende ist Neckarfest in Rottenburg
Dienstag, 24. Juni 2008 - 15:46 Uhr

Gerade mal zwei Wochen ist Rottenburgs neuer Oberbürgermeister Stephan Neher im Amt, da darf er auch schon das Fass anstechen: Am Wochenende ist in der Domstadt Neckarfest. Rund sechzig Vereine präsentieren sich in der gesamten Innenstadt und am Schänzle und sorgen für ein buntes musikalisches und kulinarisches Programm. Es ist das größte Fest, das die Domstadt zu bieten hat. Auch dieses Wochenende werden wieder Zigtausende Besucher erwartet. Im Mittelpunkt des Festes steht der Neckar. Nicht nur weil an der Showinsel der Fluss selbst zur Bühne wird. Auch das Schaufelradfloß des RSC Rammetshofen wird wieder unterwegs sein. Das Neckarfest fand vor 32 Jahren das erste Mal statt. Ziel war es, das Zusammenwachsen der 17 Stadtteile mit der Kernstadt zu fördern. "Die Vereine spielen eine ganz zentrale Rolle", erklärte Karlheinz Geppert vom Rottenburger Kulturamt. "Die Vereine gestalten auch das Programm.' Überall in der Stadt wird musiziert: Von der Blasmusik bis hin zu Rock und Pop. Für jeden Musikgeschmack und für alle Alterklassen ist etwas dabei. Das kulinarische Angebot reicht von italienischer Pasta bis hin zu Schupfnudeln. Die Vereine nutzen das Fest, um sich selbst zu präsentieren, und um die Vereinskasse aufzubessern. Mithelfen ist da Ehrensache. "Die ganzen Stände werden ehrenamtlich aufgestellt, ehrenamtlich betreut, und auch das Essen wird zum größten Teil selbst gemacht", so Geppert. "Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer könnte das Fest nicht stattfinden.' Neben dem Fest wird es auch dieses Jahr wieder einen großen Trödelmarkt geben, den die Stadt organisiert. Hier können die Besucher nach Antiquitäten, Kunsthandwerk und anderen Schmuckstücken suchen. Das Bier fließt am Samstag ab 14 Uhr. Am Sonntag wird dann den ganzen Tag bis Mitternacht gefeiert.

Hoher Sachschaden - LKW durchschlägt Leitplanke auf der B28 bei Dettingen
Dienstag, 24. Juni 2008 - 14:01 Uhr

Auf der B28 bei Dettingen hat gestern Abend ein LKW die Leitplanke durchbrochen und ist die Böschung hinunter gestürzt. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 220.000 Euro, der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Der 37-jährige Fahrzeuglenker habe wahrscheinlich einen Schwächeanfall erlitten und kurz das Bewusstsein verloren, so die Reutlinger Polizei. Das Fahrzeug kam daraufhin von der Straße ab, durchschlug die Leitplanke und fiel die Böschung hinunter. Der Fahrer konnte sich anschließend selbst aus dem Wrack befreien und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Bundesstraße war zur Bergung des LKW zwischen den Ausfahrten Metzingen und Neuhausen die ganze Nacht über gesperrt.

Nach 16 Monaten erneute Warnstreikwelle im Einzelhandel
Montag, 23. Juni 2008 - 16:45 Uhr

Landesweit traten heute mehrere Hundert Arbeitnehmer im Einzelhandel in erneute Warnstreiks. Nach den festgefahrenen Gesprächen mit den Arbeitgebern, will die Gewerkschaft verdi so den Druck erhöhen. Auch in der Region sind diese Woche mehrere Aktionen geplant.

Zum Streikauftakt gab es bereits Aktionen in anderen Städten wie hier in Stuttgart aber auch in Freiburg, Karlsruhe und Pforzheim. Die Beschäftigten wollen 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 1500 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten für dieses und kommendes Jahr 5 Prozent Lohnerhöhung an und stellten Einmalzahlungen von 360 Euro in Aussicht. Knackpunkt sind die Spätzulagen. Da wollen die Einzelhändler stark kürzen. Die bisherige Regelung gewährt Spätschichtzulagen ab 18.30 wochentags und ab 14.30 Uhr am Samstag. Die verlängerten Öffnungszeiten verlangten eine Anopassung an die realität so ein Sprecher des Einzelhandelsverbandes in STuttgart. Die Arbeitnehmer stellen sich in dem seit 16 Monaten schwelenden Tarifkonflikt dagegen. Gerade weil die Dienste immer länger würden, seien wesentlicher Bestandteil des Gehalts. Die Bezahlung sei sonst völlig unzureichend, so Carola Groß von ver.di Neckar-Alb.
Baden-Württemberg ist einer der wenigen Bundesländer, die überhaupt koordinierte Verhandlungen führen. Deshalb wird auch bundesweit auf den Ausgang geblickt. Ver.di stellt sich auf wochenlange Streiks ein.

Wohnen am Marktplatz - Adlerareal in Dettingen/Erms der Öffentlichkeit vorgestellt
Montag, 23. Juni 2008 - 14:14 Uhr

Staatssekretär Dieter Hillebrand hat heute in Dettingen das Projekt "Wohnen am Marktplatz“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Jung und Alt sollen auf dem Adlerareal zusammenleben und sich umeinander kümmern. Die Initiatoren wünschen sich eine aktive und lebendige Nachbarschaft und kein klassisches Betreutes Wohnen. So wurden die historischen Gebäude den modernen Anforderungen der Bewohner angepasst. Insgesamt sind 38 Wohnungen entstanden. Die Eigentümer stammen fast alle aus Dettingen. Das Projekt hat über sieben Millionen Euro gekostet.

Rock in Bad Urach
Sonntag, 22. Juni 2008 - 17:07 Uhr

Freitag und Samstag herrschte in Bad Urach Ausnahmezustand. Über 6000 Menschen waren in der Kurstadt beim großen Ermstalopenair zu Gast. Das Festival bot musikalisch alles - von einem Videodreh bis hin zu Weltpremieren. The Sweet, Slade und Smokie rockten am Samstag bei der Oldienight.

Das erste Ermstalopenair war in Bad Urach ein fulminanter Auftakt. Das Festival begann Freitag mit der SWR3 Dancenight und Stargast E.L.A.. Mit guter Partymusik heizte DJ Andreas Hain dem etwas jüngerem Publikum ein und gab den Startschuß für das Wochenende. Die Ex Com´N´Rail Sängerin stellte vier Songs aus ihrem am Freitag erschienenen Album vor. Gleichzeitig ist ein Musikvideo für sie auf der Bühne gedreht worden. Nach nur wenigen Stunden Ruhe im Ermstal sangen "The Rubettes“ als erste Band am Samstag Abend und eröffneten so die Oldienight. Mit "Sugar Baby Love“ stürmten sie bereits 1974 die Charts und hatten in folge noch viele weitere Top Ten Hits. Aber wie kommt der Stein für so ein großes OpenAir ins Rollen? Für Bad Urach ist dieses Musik Event immerhin eine Weltpremiere. Die Musik aus längst vergangen Tagen ist immer noch sehr beliebt und macht die Künstler aus England unsterblich. Far Far Away ist auch hier noch jedem ein Begriff, gesungen von Slade. Überglücklich über die Veranstaltung ist auch der Initiator und Bürgermeister Markus Ewald. Das Ambiente wollten sich "The Sweet“ und "Smokie“ natürlich auch nicht entgehen lassen. Sie traten nacheinander auf und sangen bis Mitternacht ihre größten Hits auf der Bühne.

Rosige Zeiten
Sonntag, 22. Juni 2008 - 17:05 Uhr

Rosige Zeiten gab es heute in Mössingen. Kunstliebhaber und Rosenfreunde fanden zum achten Mal den Weg in die Blumenstadt an der Steinlach. Sie konnten über einen der größten Rosen- und Kunstmärkte in ganz Süddeutschland schlendern.

Robin Hood, Aphrodite, Heidi Klum oder Schneewittchen sind nicht etwa auf dem Mössinger Rosenmarkt zu Besuch. Nein, das sind Namen von Rosenzüchtungen. So strömten bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen viele Besucher auf den Jakob-Stotz Platz in Mössingen. Im vergangenen Jahr waren es 25.000. In diesem Jahr gab es wieder eine Vielzahl an Ständen, die Kunst auch für den Garten boten. Die Mehrzahl der über 150 Stände betreiben Kunsthändler, aber auch die Rosenhändler, unter ihnen Martin Großmann, können sich behaupten. Die Kunden kaufen so viele Rosenstöcke wie sonst an keinem anderen Tag des Jahres. So verkauft die Blumenschule Schlotterbeck etwa 400 Rosenstöcke auf dem Mössinger Rosenmarkt. An einem normalen Arbeitstag sind es gerade einmal 50. Neben dem Mössinger Rosenmarkt konnten sich Blumenliebhaber an diesem Wochenende auch auf dem Tübinger Rosenfest umschauen. Zum vierten Mal veranstaltete die Universitätsstadt das Rosenfest. Auch er kombiniert die Faszination Rose mit der Kunst. Über 60 Aussteller fanden ihren Weg nach Tübingen. Letztes Jahr sahen sich etwas 5.000 Besucher auf dem Rosenfest um. Auch das Wetter spielte mit oder, um es salopp zu sagen: Schwein gehabt.

Zu wenig Kita-Plätze am UKT
Sonntag, 22. Juni 2008 - 17:03 Uhr

An den Unikliniken in Baden-Württemberg gebe es zu wenig Kita-Plätze - vor allem für unter Dreijährige -, so SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid. Nicht nur am Tübinger Klinikum gebe es lange Wartelisten für einen Betreuungsplatz, sondern an allen Unikliniken des Landes. Im Mai hatte Haller-Haid von der Landesregierung Antworten gefordert. Das Wissenschaftsministerium bestätigt die Schieflage, sieht aber keinen Handlungsbedarf. Es seien genug Vorkehrungen getroffen worden. Haller-Haid fordert dagegen ein stärkeres Engagement vom Land und den Gemeinden, um mehr Kindergartenplätze zu schaffen.

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