RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 21. September 2008

Sport vom Wochenende: Einmal hui, einmal pfui!
Samstag, 27. September 2008 - 17:40 Uhr

Einen überraschenden Auswärtserfolg konnten die Walter Tigers gestern Abend im Artland verbuchen: Die Tübinger Erstliga-Basketballer besiegten die Dragons in Quakenbrück mit 84 zu 77. Allein 28 Punkte erzielte der kanadische Nationalspieler Jermaine Anderson.

Eine eher maue Leistung zeigte dagegen Fußball-Regionalligist SSV Reutlingen. Der Gegner, Gastgeber Greuther Fürth II, war aber auch nicht besser, und so endete das Spiel torlos. Die 315 Zuschauer sahen ein langweiliges Match ohne jeden Höhepunkt und zwei Mannschaften, die sich beide bis auf die Knochen blamierten.

Radeln für Organspende - Patienten, Angehörige und Ärzte fahren von Tübingen an den Bodensee
Samstag, 27. September 2008 - 17:38 Uhr

Rund 12.000 schwer kranke Patienten warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die Zahl der Organspender ist im Jahre 2008 allerdings zurückgegangen. Um die Bevölkerung auf dieses Problem aufmerksam zu machen und um für neue Spender zu werben, radelt eine Gruppe von Patienten, Angehörigen und Ärzten von Tübingen an den Bodensee. Krankenhäuser, Dialysezentren und Lokalpolitiker unterstützen das Anliegen. Die Radler der Neckar-Bodensee-Tour hätten sich keinen geeigneteren Start aussuchen können als vor der Neuen Aula in Tübingen. Dort begann heute der Nierenkongress mit 2000 Teilnehmern. Bei der Neckar-Bodensee-Tour machen wesentlich weniger mit, aber umso größer soll die Wirkung sein. "Wir wollen zeigen, dass man nach einer Organspende eine hohe Lebensqualität erreichen kann, und dass eine Organspende auch lebensrettend sein kann", sagte Dr. Peter Petersen, Transplantationsbeauftragter am Universitätsklinikum Tübingen. Oberbürgermeister Boris Palmer, Klinikdirektor Alfred Königsrainer und Tagungsleiter Teut Risler begrüßten die Teilnehmer. Viele von ihnen haben bereits eine Nierentransplantation hinter sich. Bis zu zehn Jahre müssen Dialysepatienten auf ihr Spenderorgan warten. Sport ist während dieser Zeit nur eingeschränkt möglich. "Nach der Transplantation bessert sich das schlagartig", sagte Mit-Organisator Klaus Zinnecker. Vor 25 Jahren bekam er seine neue Niere. "Das ist man so glücklich. Das ist ein tolles Gefühl", so Zinnecker. So haben sich die Transplantierten mit ihren Angehörigen und Ärzten einiges vorgenommen: Knapp zweihundert Kilometer in zwei Tagen - von Tübingen über Rottweil bis Radolfzell. Die erste Teiletappe führte die Radler über den Neckartal-Radweg nach Rottenburg. Dort wurden sie von Oberbürgermeister Stephan Neher begrüßt. Er werde sich jetzt auch einen Organspendeausweis holen, kündigte er an. Diese gibt es kostenlos an den Stationen der Tour. "Viele Angehörigen wissen nicht, was ihr verstorbener Angehöriger wünscht", sagte Dr. Peter Petersen. "Häufig wird das Thema in der Familie nicht angesprochen.' Nur ein Organspendeausweis kann Klarheit schaffen und dadurch auch die Wartezeit auf eine Spenderniere erheblich verkürzen.

Heilige Nacht der Muslime - Türkische Gemeinschaft Reutlingen feiert Kadir-Abend mit Fastenbrechen
Samstag, 27. September 2008 - 17:29 Uhr

Noch bis Montag begehen die Muslime den Fastenmonat Ramadan. Das heißt: Den ganzen Tag über wird nichts gegessen und nichts getrunken. Am Abend feiern die Gläubigen das Fastenbrechen mit einem Festmahl. Im Rahmen der Interkulturellen Woche lädt die Türkische Gemeinschaft im Raum Reutlingen auch Christen zum gemeinsamen Fastenbrechen ins Zelt auf den Reutlinger Albtorplatz ein. Das hat es in Reutlingen bisher noch nie gegeben: Ein Festzelt für das Fastenbrechen. Eingeladen sind alle - ob Muslime, Christen oder andere Religionen. Fast zweihundert Personen passen ins Zelt. Eine Anmeldung ist also nicht nötig. Die Idee, das Fastenbrechen im Festzelt zu feiern, war der Türkischen Gemeinschaft vor zwei Jahren gekommen. Damals hatten sie erstmals in einer Kirche das Fastenbrechen gefeiert. Die Gäste seien so von der Atmosphäre begeistert gewesen, dass die Türkische Gemeinschaft beschlossen hätte, das Fastenbrechen größer aufzuziehen, sagte Mesut Demirezen. Gestern Abend war Kadir-Abend. Die Muslime glauben, dass an diesem Abend der Prophet Muhammed die ersten Verse des Koran von Erzengel Gabriel erhielt. Der Kadir-Abend ist damit heiliger als 1000 Monate und hat im Islam einen ähnlichen Stellenwert wie Weihnachten im Christentum. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islam. Das sind die wichtigsten Pflichten der Gläubigen. Durch das Fasten sollen die Muslime an die Bedürftigen denken. Nur wer faste, könne nachempfinden, wie sich jemand fühlt, der sich nichts zu essen leisten kann, sagte Demirezen. Noch bis Sonntagabend lädt die Türkische Gemeinschaft die Öffentlichkeit zum Fastenbrechen ins Festzelt ein. Der Verein will damit den Dialog zwischen Muslimen und Christen fördern. Die Reutlinger sollen dadurch die türkischen Gebräuche und die Religion besser kennen lernen.

Tag der Weiterbildung - Staatssekretär Wacker besucht Haus der Familie in Reutlingen
Samstag, 27. September 2008 - 17:00 Uhr

Anlässlich des Deutschen Weiterbildungstages hat der Staatssekretär im baden-württembergischen Kultusministerium Georg Wacker gestern das Haus der Familie in Reutlingen besucht. Die evangelische Familienbildungsstätte ist landesweit die größte in kirchlicher Trägerschaft. Die Einrichtung bietet zahlreiche Kurse und Selbsthilfegruppen an von der Geburtsvorbereitung bis hin zur Trauerberatung. Ein Grund des Besuchs war das Landesprogramm Stärke: Seit dem 1. September erhalten die Eltern jedes Neugeborenen Bildungsgutscheine im Wert von 40 Euro. Diese können auch im Haus der Familie eingelöst werden.

90 Jahre Caritasverband Rottenburg-Stuttgart
Samstag, 27. September 2008 - 17:00 Uhr

Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat heute in Stuttgart mit einem Festakt sein 90jähriges Bestehen gefeiert. Bischof Gebhard Fürst würdigte die Arbeit des Caritasverbandes in seiner Diözese. Gerade die Caritas baue die katholische Kirche auf, sagte Bischof Fürst. Ohne die karitative Dimension fehle ihr die Glaubwürdigkeit. Die Caritas ergänze die staatlichen Hilfen in hervorragender Weise, betonte Sozialministerin Monika Stolz. Drei gemeinnützige Projekte aus Stuttgart, Ravensburg und Friedrichshafen wurden mit dem Caritas-Preis ausgezeichnet.

Mehr Platz für mehr Kunden - Neue Räume der Reutlinger Tafel feierlich eingeweiht
Donnerstag, 25. September 2008 - 16:52 Uhr

Die Verantwortlichen und Ehrenamtlichen der Reutlinger Tafel haben gestern in der Rommelsbacherstraße 7 Einweihung gefeiert. Günter Klinger, Geschäftsführer des Diakonieverbands, freute sich über die neuen Räume. Alles sei größer, es gebe mehr Lagerungs- und auch Parkmöglichkeiten. Die alten Räume in der Rommelsbacherstraße 1 hätten für die Warenmenge und die Zunahme der Kunden nicht mehr gereicht. Im Grunde sei es sehr bedauerlich, dass der Tafelladen ein Erfolgsunternehmen sei, so Klinger. Es sei ein Indikator, dass sich die Armut in unserer Gesellschaft vergrößere. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Bosch ließ sich die neuen Räumlichkeiten zeigen. Die Stadt beteiligt sich mit 18.000 Euro Mietkostenzuschuss im Jahr. Sie bedankte sich bei den 60 Ehrenamtlichen, die ihre Zeit mit großem Engagement der Tafel widmen. Gastronomie und Handel aus der Region beliefern die Reutlinger Tafel kostenlos mit aussortierten Lebensmitteln. Die Tafel hat montags bis freitags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Mittwochs bleibt sie geschlossen. Die Waren werden den Bedürftigen für ein Viertel oder ein Fünftel des handelsüblichen Preises angeboten.

Vorpremiere in Tübingen - Goethes Faust II ab morgen im LTT
Donnerstag, 25. September 2008 - 16:47 Uhr

Das Landestheater Tübingen wartet morgen mit einer besonderen Premiere für die neue Spielzeit auf. Regisseur Gustav Rueb hat sich an den schwierigen zweiten Teil von Goethes Faust gewagt. Faust, der ewig Suchende, inmitten von Nebeln, die sich langsam lichten. Die Tübinger Inszenierung von Gustav Rueb zeigt Faust als Parabel auf die Welt des modernen Menschen, der keine Grenzen mehr kennt und alles will. Faust gehe im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und verkaufe sich dafür. Sein Trieb sei zwar einerseits nachvollziehbar, weil in jedem Menschen der Drang liege etwas zu schaffen, etwas vorwärts zu treiben, etwas zu erleben und etwas zu gestalten. In seiner Selbstübersteigerung gehe Faust aber über das normal Mass hinaus. Mit Mephisto, dem Sinnbild des Bösen, habe er zudem die Möglichkeit an der Hand, das Erwünschte zu erreichen.
An der Hand Mephistos beginnt in der Folge ein rastloser Trip durch Orte und Epochen. Szenen entstehen und vergehen. Faust wohnt Schlüsselszenen der Menschheitsgeschichte bei. Im Grunde nehme der Jahrhunderte alte Text in geradezu prophetischer Weise unsere Zeit sinnbildlich vorweg, so Rueb. So begegnet Faust unter anderem an einem mittelalterlichen Kaiserhof dem Urbild menschlicher Gier. Inflationäres Papiergeld wird geschaffen und wertloser Scheinbesitz entsteht. Das Geld wird zum modernen Götzenbild, um den der rastlose Tanz der Menschen beginnt. Faust wird auch Zeuge der größtmöglichen menschlichen Anmaßung. Er wohnt der Erschaffung künstliches Lebens bei. Ein neuer Mensch entsteht. Was hält die Welt im Innersten zusammen. Und was dürfen wir und zu welchem Preis - Dies ist die Frage, die Faust, die Menschheit und auch Regisseur Rueb beschäftigt. Eigentlich gehe es um uns Menschen in unserer heutigen Zeit, so Rueb. Die zentrale Frage sei, wie wir unseren Fortschrittsdrang - oder mit Fausts Worten gesprochen: wissen zu wollen, was die Welt im Innersten zusammenhält - leben könnten, ohne dabei schuldig und zersterörisch zu werden. Faust selbst muss im Angesicht des Todes ein bitteres Fazit ziehen: Er sei nur blind und rastlos durch die Welt gerannt, ohne das Wesentliche zu erkennen. Faust sterbe ohne wirkliche Einsicht, so Rueb. Vielleicht aber hätten wir alle die Chance, dies besser zu machen.

DFB-Minispielfeld an Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen eingeweiht
Donnerstag, 25. September 2008 - 12:47 Uhr

Jetzt hat auch die Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen ein Mini-Spielfeld des Deutschen Fußballbundes. Im Rahmen der DFB-Aktion "1000 Bolzplätze für Deutschland“ haben Schule und Stadt das Spielfeld in Waldhäuser-Ost gestern feierlich in Betrieb genommen. Genutzt wird das Spielfeld schon seit ein paar Tagen, und die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv. Der DFB baut derzeit tausend Minispielfelder in ganz Deutschland für die Nachwuchsförderung und als Dank an die Vereine für die gelungene Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Die Kosten für das Spielfeld von 25.000 Euro übernimmt der DFB, der Untergrund wird von den Antragstellern finanziert. Dies haben in diesem Fall die Stadt Tübingen, der SSC Tübingen sowie Sponsoren übernommen.

"Heimwärts“ - Uraufführung am Melchinger Theater Lindenhof feiert morgen Premiere
Mittwoch, 24. September 2008 - 16:59 Uhr

"Heimwärts - schnaufa, laufa, querfeldein“ ist die erste Eigenproduktion, die das Melchinger Theater Lindenhof in der angelaufenen Spielzeit auf die Bühne bringt. Das Stück stammt aus der Feder der Lindenhofmitbegründerin Dietlinde Ellsässer und ist an die Geschichte der "Beuremer Elsa“ angelehnt. Diese wurde durch ihre Botengänge zwischen dem katholischen Beuren bei Hechingen und dem evangelischen Mössingen bekannt. Der Zuschauer begegnet der Protagonistin am Ende ihres Lebens. Sie ist eine Außenseiterin, die einen Großteil ihres Lebens in der freien Natur verbracht hat. In ihren letzten Stunden begegnet die religiöse Frau einem Engel, der ihr den letzten Gang erleichtern will. Seit dem Tod der realen Elsa vor ein paar Jahren war die Autorin von der Figur fasziniert. Und so bleibt die Protagonistin, gespielt von Ida Ott, mit ihrem Dialekt immer bodenständig und heimatverbunden. Im Dialog mit dem Engel offenbart sie aber eine ganz eigene Gedankenwelt. Elsa lässt Erinnerungen aus ihrer Kindheit Revue passieren und macht klar, wie sie das Leben auf den Pfaden zwischen Beuren und Mössingen geprägt hat. Im Angesicht des Todes kommt sie zur Ruhe. Die Uraufführung von "Heimwärts“ feiert morgen in der Melchinger Lindenhof-Scheune Premiere. Im Oktober ist das Stück beim Mössinger Kulturherbst zu sehen. Dort steht die "Beuremer Elsa“ und ihr eigenartiges Leben dieses Jahr im Mittelpunkt.

Mitmach-Woche - Reutlinger Finanzbürgermeister arbeitet im Tafelladen mit
Dienstag, 23. September 2008 - 17:03 Uhr

Reutlingens Finanzbürgermeister Peter Rist hat heute im Tafelladen mit angepackt. Der Lokalpolitiker wurde beispielsweise beim Traubensortieren eingesetzt. Grund war die gestern gestartete Reutlinger "Mitmach-Woche“. Verschiedene soziale Einrichtungen bieten dabei die Möglichkeit in ehrenamtliche Tätigkeiten hinein zu schnuppern. Meist hat das Obst und Gemüse im Tafelladen nur kleinere Schönheitsfehler und kann ohne weiteres verzehrt werden. Die Reutlinger Mitmach-Woche geht noch bis zum kommenden Sonntag.

Zweitwohnungssteuer für Tübinger Studenten jetzt im Gemeinderat
Dienstag, 23. September 2008 - 16:29 Uhr

Die Einführung einer umstrittenen Zweitwohnsitzsteuer für Tübinger Studenten ist wahrscheinlicher geworden. Auf Antrag von Oberbürgermeister Boris Palmer machte der Verwaltungsausschuss gestern den Weg frei für eine baldige Abstimmung im Gemeinderat. Wer in Tübingen studiere, lebe auch hier, und nutze Dienstlesitung und Infrastruktur, so das Argument der Stadtverwaltung. Rund 100 Euro müssten die Studenten zahlen. Er glaube aber, dass viele der rund 11 000 Studenten das Geld sparen wollten und sich dann mit Erstwohnsitz in der Stadt anmeldeten, so OB Palmer. Dann könne Tübingen über den Finanzausgleich mit zusätzlichen Millionenbeträgen rechnen.
Unterstützung fand Palmer bei Grünen, Alternativer Liste und der SPD. Ob Ummeldung oder nicht - Tübingen werde so finanziell auf jeden Fall profitieren. Die Meinungen ausserhalb des Ratsaals unter den Studenten sind hingegen geteilt. Neben Verständnis für die finanziellen Interessen der Stadt, finden manche, dass Studiengebühren schon teuer genug seien. Im Gemeinderat gibt es klare Fronten. Die CDU lehnt die neue Steuer ab. Sie befürcht, dass die Studentensteuer der Stadt ein negatives Image beschert. Außerdem solle man erst für genügend ordentlichen Wohnraum schaffen, bevor man seine Gäste zur festen Wohnsitznahme zwinge. Auch die FDP ist prinzipiell gegen Zwangsmassnahmen. Realität sei, dass Studenten oft semesterweise zwischen Universitäten hin-und herpendelten. Ummeldungen brächten auch grosse verwaltungstechnische Probleme. Nach rund zwei Stunden Diskussion brachte der Abend ein klares Ergebnis: Bei elf Ja-, sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen beschloss der Verwaltungsausschuss, das Steuervorhaben dem Gemeinderat vorzulegen.

Investitionen und Schuldenabbau: Reutlinger Stadtverwaltung stellt Entwurf für Doppelhaushalt vor
Dienstag, 23. September 2008 - 16:28 Uhr

Mehr Geld für Kinder und Jugendliche, für Schule und Bildung und für Kultur, gleichzeitig Schulden abbauen: Die Stadt Reutlingen hat sich für den kommenden Doppelhaushalt 2009/2010 einiges vorgenommen. Heute Abend bringt die Stadtverwaltung den Entwurf in den Gemeinderat ein. Die Stadt Reutlingen investiert viel in ihre Zukunft - nicht nur bei der neuen Stadthalle. Diese schlägt allein im kommenden Jahr mit 4,5 Millionen Euro, bis zur Fertigstellung mit 20 Millionen zu Buche. Investition in die Zukunft heißt auch Investition in Bildung und Betreuung. Rund ein Viertel des Verwaltungshaushaltes gibt die Stadt Reutlingen für Kinder und Jugendliche aus. Auch die Investitionen in die Ganztagesbetreuung an Reutlinger Schulen wird fortgesetzt. Mit rund 13 Millionen Euro pro Jahr wird die Kultur gefördert. An Investitionen steht hier unter anderem die zweite Spielstätte der Tonne mit zwei Millionen Euro an. Daneben richtet Reutlingen 2009 die Heimattage aus. Allein dadurch stieg der Kulturetat um eine halbe Million Euro. Rund 13 Millionen Euro pro Jahr werden in die Verkehrswege gesteckt. Hier geht es darum, vorhandene Straßen auszubessern. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt für 2009 rund 325 Millionen Euro und ist damit wesentlich höher als noch 2008. Fest eingeplant ist dabei die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer. Diese hatte der Gemeinderat vor zwei Jahren beschlossen. Jetzt gibt es Bestrebungen, diesen Beschluss wieder zu kippen. Davon hält Oberbürgermeisterin Bosch gar nichts. Immerhin würden der Stadt dadurch fünf Millionen Euro pro Jahr verloren gehen. "Und wenn ich mir dann noch vor Augen halte, dass ich von den gleichen, die erwarten, dass wir mit den Steuern runtergehen, Forderungen auf den Tisch bekomme, dass wir mehr ausgeben, dann muss ich mich fragen, wie man da vernünftig wirtschaften soll, ohne dass wir neue Schulden machen", sagte Bosch. Denn zu den Zielen des Doppelhaushaltes 2008/09 zählt auch und vor allem der Schuldenabbau. Die verlässliche und solide Finanzpolitik der vergangenen Jahre wolle die Stadtverwaltung fortführen, so Bosch.

Alternativ- oder Schulmedizin? - verschiedene Behandlungen der Pferdehufe
Dienstag, 23. September 2008 - 14:55 Uhr

Sollten Pferde beschlagen werden oder barfuß laufen? Die Tübinger Veterinärmedizinerin Hiltrud Strasser hat sich auf eine alternative Hufbehandlung von Pferden spezialisiert. Durch das Barfußlaufen und eine bestimmte Behandlung der Hufe sollen die Krankheitsschmerzen der Pferde gelindert werden. Ihre Methode ist jedoch bei Schulmedizinern umstritten. Hiltrud Strasser bei einer ihrer täglichen Arbeiten. Sie nimmt das Horn am Huf des Pferdes weg, um die Schmerzen bei einer Hufrollenerkrankung zu lindern. Die sich eindrückenden Eckstreben seien wie zu lange Fingernägel, die abgeschnitten werden müssten. Seit 1993 betreibt die Veterinärmedizinerin die Hufklinik in Tübingen. Sie sei in ihren Analysen darauf gestoßen, dass die Hufform entscheidend für die Schmerzen sei. Hiltrud Strasser ist gegen das Beschlagen der Hufe. Oft werde durch ein Hufeisen der Schmerz nur abgetötet. Schulmediziner wie Doktor Henning Schlumbohm von der Pferdeklinik Waldenbuch sehen das anders. Ein normaler Huf halte die Belastung durch die Bodenverhältnisse in unseren Breiten gar nicht aus. Er hatte selbst schon Fälle, die in der Hufklinik waren. Die Besitzer hätten den Tierarzt gerufen, weil die Pferde nicht mehr gut liefen. Ihnen tat der Huf weh. Durch das Laufen auf steinigen Böden komme es außerdem oft zu Huflederhautentzündungen. So sei das Hufeisen wie ein Handschuh für das Pferd. Auch ein Zusammenleben von Pferden während der Heilung, wie sie Strasser vorschlägt, hält Schlumbohm für wenig sinnvoll. Pferde, die sich nicht kennen, würden sich beißen. Hiltrud Strasser setzt jedoch auf eine so natürliche Heilung wie möglich. Man müsse den Pferden eine natürliche Umgebung für deren Heilung ermöglichen. Das betreffe Bewegung, frische Luft und Herdenleben. Strassers Methode ist auch in anderen Ländern verbreitet. Zu einer Weltkonferenz und zum gemeinsamen Austausch treffen sich die Alternativmediziner ab Donnerstag in Tübingen. Schulmediziner wie Henning Schlumbohm werden nicht teilnehmen.

Cem Özdemir bei Europäischem Jugendparlament in Tübingen
Montag, 22. September 2008 - 17:53 Uhr

Riesenfreude bei den 45 Delegierten zum Abschluß des Internationalen Forums des Europäischen Jugendparlaments gestern Nachmittag in Tübingen. Am letzten Tag ihrer fünftägigen Sitzungsarbeit in Bad Urach unterbrachen die 16-bis 19 Jährigen aus sieben Ländern mal für ein paar Momente ihre mehrstündigen Foren. Die jungen Europäerinnen und Europäer hatten sich in sechs Ausschüssen mit "Politik und die Medien“ beschäftigt. Dafür hatten sie auch einen Kurzfilm gedreht. Zur abschließenden Debatte stieß als Ehrengast der aus Bad Urach stammende Europaab-
geordnete und zukünftige Chef der Bundes-Grünen, Cem Özdemir zu den Jugendlichen aus Rumänien, Italien, Tschechei, Deutschland, Österreich, Belgien und Ungarn. Sein Besuch sei ein Signal wie wichtig es sei, dass junge Menschen sich für Europa interessierten. Das Europäische Jugendparlament führt seit 17 Jahren Jugendliche zusammen, die Visionen für die Gestaltung Europas entwickeln.

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Erntefest im Umweltbildungszentrum Listhof
Montag, 22. September 2008 - 13:59 Uhr

Viele Familien hat es gestern zum großen Erntefest im Reutlinger Umweltbildungszentrum Listhof gezogen. Neben Körbe flechten konnten sich die Kleinen im Stroh austoben. Einige Kinder waren auf der Hüpfburg aus Strohballen fast gar nicht mehr zu erkennen. An der Seilerei von Martin Bauert aus Böhringen konnten die Kinder selbst aus Naturfasern sechs Meter lange Hüpfseile zwirbeln. Im Rahmen der Aktion "Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lernten Groß und Klein neben dem Seilen und Äpfel schälen, auch jede Menge über Ackerbau, Viehzucht und gesunde Ernährung.

Für den guten Zweck - Reutlinger erlaufen Geld beim Spendenmarathon
Sonntag, 21. September 2008 - 17:09 Uhr

Für den guten Zweck haben sich gestern viele Reutlinger zum achten Spendenmarathon ihre Laufschuhe angezogen. Auf der Rennwiese neben der Listhalle war ein reges Treiben, denn jeder wollte mit seiner 320 Meter langen Runde mindestens einen Euro spenden. Ob schnell oder langsam, jede Runde zählte. Wer selber nicht laufen konnte oder wollte, stellte sich als Sponsor der Laufwilligen zur Verfügung. Das Reutlinger Spendenparlament vergibt jeden gespendeten Euro zu 100 Prozent an Projekte gegen Armut, Isolation und Ausgrenzung in der Stadt und dem Landkreis Reutlingen. Bei den vergangenen sieben Spendenmarathon-Veranstaltungen konnten über 77.000 Euro für gute Zwecke gesammelt werden.

Tübinger Retromotor-Festival mit heißen Schlitten
Sonntag, 21. September 2008 - 17:08 Uhr

Zur 21. Tübinger Retromotor haben über 200 Oldtimerbesitzer am Freitagabend ihre Schmuckstücke präsentiert. Unter dem Motto "Von Enthusiasten für Enthusiasten“ führten die Autoliebhaber ihre auf Hochglanz polierten Lieblinge vor. Noch bis kurz vor der Präsentation werden letzte Handgriffe vorgenommen. Unter den Oltimern war auch ein Saab. Der Besitzer Wilhelm Heim hat drei Jahre nach dem Auto gesucht und weitere zwei Jahre in seine Restauration gesteckt. Gestern trafen sich die Oldtimerbesitzer und Rennfahrer beim Hofgut Einsiedel in Tübingen. Zum schwäbischen Hillevent mussten die 55 Rennfahrzeuge, Motorräder und Gespanne so gleichmäßig wie möglich die Schönbuchsteige hinauffahren. Das Retromotor-Festival wird vom Tübinger Auto- und Spielzeugmuseum "Boxenstop“ ausgerichtet.

Oldtimer auf Kaisers Spuren zu Gast in Balingen
Sonntag, 21. September 2008 - 17:06 Uhr

Ein ereignisreiches Wochenende für alle Oldtimerfans gab es nicht nur in Tübingen. Auch in Balingen kamen Autoliebhaber auf ihre Kosten. Die dreitägige Ausfahrt "Oldtimer auf Kaisers Spuren“ machte gestern in Balingen halt. Die 50 historischen Oldtimer gingen am Freitag am Schloß Meßkirch im Landkreis Sigmaringen an den Start. Auf dem Weg erkunden die Fahrer die schwäbischen Sehenswürdigkeiten. Ihr Ziel wird heute Haigerloch sein. Die Balinger konnten gestern die Vorkriegsfahrzeuge und Klassiker bis zum Baujahr 1970 genauer unter die Lupe nehmen. Erst zum zweiten Mal nach der Premiere 2006 fahren die Oldtimer auf Kaisers Spuren.

Misslungener Saisonaftakt für Walter Tigers
Sonntag, 21. September 2008 - 17:05 Uhr

Misslungener Saisonauftakt für die Tübinger Basketballer - im ersten Saisonspiel mussten sich die Walter Tigers vor 2500 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena mit 66:72 den Paderborn Baskets geschlagen geben. Die Gäste waren von Beginn an die bessere Mannschaft und lagen schon zur Pause mit 16 Punkten vorn, im letzten Viertel kamen die Tigers durch einen 14:0 Lauf nochmals auf fünf ran, am Ende reichte es jedoch nicht mehr. Der Sieg der Gäste war verdient. Am Freitag müssen die Tübinger zum ersten Auswärtsspiel nach Quakenbrück zu den Artland Dragons. Mehr zum Paderbornspiel sehen sie morgen bei uns im Sport.

HBW Balingen-Weilstetten mit erstem Saisonsieg
Sonntag, 21. September 2008 - 17:04 Uhr

Grenzenloser Jubel, Erleichterung und Freude pur gestern Abend in der Balinger Sparkassenarena, im fünften Anlauf hat es für die Erstligahandballer des HBW Balingen-Weilstetten endlich geklappt mit dem ersten Saisonsieg. Vor 2200 begeisterten Zuschauern gewannen die Gastgeber hochverdient mit 33:28 gegen die MT Melsungen. Der HBW zeigte eine starke Vorstellung, lag fast immer in Führung und zur Pause knapp mit 15:13 vorn. Nach dem Wechsel zogen die Jungs von Trainer Rolf Brack dann peu a peu davon. Aus einer homogenen Mannschaft ragt Spyros Balomenos gegen seinen Ex-Club mit acht Toren heraus, Robert Weber traf in einer hitzigen Partie fünfmal. Am Dienstag steht das Pokalspiel bei den Rhein Neckar Löwen an und breits morgen gibt es bei uns im Sport die schönsten Tore und weitere Stimmen und Jubelszenen vom ersten Balinger Saisonsieg.

Sieg - TV Neuhausen gewinnt gegen TSV Friedberg
Sonntag, 21. September 2008 - 16:59 Uhr

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für Handballregionalligist TV Neuhausen. Nach dem Erfolg in Waiblingen zum Auftakt gewann der TVN gestern mit 39 zu 23 sein erstes Heimspiel gegen den TSV Friedberg in der Hofbühlhalle. Bereits in der ersten Hälfte trafen die Mannen von Trainer Kurt Reusch doppelt so oft, wie der Aufsteiger aus Bayern und lagen zur Pause klar mit 18 zu 9 vorn. Bereits am Mittwoch hat der TVN wieder Heimrecht, dann kommt Zweitligist TSG Friesenheim zum DHB-Pokalspiel nach Neuhausen, am Samstag geht’s zum nächsten Aufsteiger nach Horkheim.

Niederlage - TuS Metzingen verliert erstes Heimspiel gegen HSG Bensheim
Sonntag, 21. September 2008 - 16:57 Uhr

In der zweiten Bundesliga haben die Handballerinnen der TuS Metzingen gestern ihr erstes Heimspiel in dieser Saison mit 27 zu 35 gegen die HSG Bensheim verloren. Die erste Hälfte verlief ausgeglichen, zur Pause lagen die Gäste mit zwei Toren vorn. Im zweiten Durchgang baute die HSG ihren Vorpsrung peu a peu aus und so muss die TuS weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Beste Werferinnen der TuS Metzingen waren Christiane Haas, Franziska Ramirez und Annika Schmid mit jeweils fünf Toren. Nächsten Samstag spielen die Metzingerinnen auswärts beim derzeit sechstplatzierten TV Beyeröhde.

Ehrung für Erwin Teufel - Eugen-Bolz-Preis in Rottenburg verliehen
Sonntag, 21. September 2008 - 16:56 Uhr

In Rottenburg wurde heute der Eugen Bolz Preis an den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel verliehen. Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich aus christlicher Verantwortung heraus in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. Klaus Tappeser, der Ministerialdirekter der Eugen-Bolz-Stiftung überreichte Erwin Teufel heute Vormittag den Preis. Es sei die einzige der vielen Ehrungen, die er erhalten habe, die ihn beschäme, so Teufel. Nie habe er sich auf einer Stufe mit dem Staatspräsidenten und von den Nationalsozialisten hingerichteten Widerstandskämpfer Eugen Bolz gesehen, er habe zu ihm hinauf geschaut. Er nehme die Auszeichnung mit Demut und Zurückhaltung an. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zeigte in seiner Laudatio die Gemeinsamkeiten der beiden Politiker auf. Beide, sowohl der Rottenburger Widerstandskämpfer als auch Erwin Teufel hätten Orientierungen vermittelt, die ihre Amtszeit überdauerten. Sie seien beide überzeugte Demokraten, glühende Patrioten und tiefgläubige Christen.
Teufel selbst habe einmal darauf hingewiesen, dass Christen die Welt allein nicht gut machen, aber verbessern können.
Der Preis erinnere an die Haltung und Orientierung, die das Land brauche. In seiner Dankesrede ging Teufel auf die Lebensleistung von Eugen Bolz ein, der den Deutschen nach den Greueltaten der Nazizeit wieder den aufrechten Gang ermöglicht habe. So sei auch heute die Bewahrung der Menschlichkeit und die Verhinderung von Unmenschlichkeit persönliche und öffentliche Aufgabe. Für Deutschland gelte der Satz, glücklich das Land, das keine Helden nötig hat. Es sei die Aufgabe der Deutschen durch die unbedingte Achtung des Rechts, das keine Helden nötig sind. Der mit 7500 Euro dotierte Eugen-Bolz-Preis wird seit 1997 in unregelmäßigen Abständen verliehen. Erwin Teufel spendet das Geld an einen Pfarrer und eine Schwester der Diözese Rottenburg, die in Bolivien und Chile Krankenhäuser und Schulen eingerichtet haben.

Brand in Tübingen - Kellerraum in der Eugenstraße brennt völlig aus
Sonntag, 21. September 2008 - 16:42 Uhr

Bei einem Brand im Kellerraum eines Tübinger Mehrfamilienhauses hat heute eine 84jährige Frau eine Rauchgasvergiftung erlitten. Der Keller in der Eugenstraße brannte vollständig aus. Über die Brandursache konnten die Einsatzkräfte heute Nachmittag noch keine Angaben machen. Die Untersuchungen dauern an. Nachdem das Haus belüftet worden war, konnten die Mieter in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Schaden am Gebäude und im Keller wird auf 50.000 Euro geschätzt.

Weltalzheimertag - Krankheit enttabuisieren
Sonntag, 21. September 2008 - 12:46 Uhr

Rund eine Million Menschen leben in Deutschland mit Alzheimer. Der heutige Welt-Alzheimertag will auf die Situation der Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam machen. Die Ausstellung im Reutlinger Spitalhof "Erlebenswelten Demenz“ zeigte bis gestern intime Bilder der Demenzkranken.´Auf den Fotografien von Michael Uhlmann sind die Gesichter von der Krankheit gezeichnet. Alzheimerpatienten versuchen ihre Krankheit so lange es geht zu verheimlichen. Sie sind nach einem eigen bestimmten Leben hilfebedürftig. Viele können mit dem Verhalten der Betroffenen nicht umgehen. Die Kranken verlieren das logische Denken und Verstehen des Gesagten. Nicht nur für die Kranken, auch für ihre Angehörigen sei das eine starke Belastung, so Michael Tiefensee, der Reutlinger Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes. Die Reutlinger Beratungsstelle beim Deutschen Roten Kreuz hofft, die Alzheimererkrankung zu enttabuisieren, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Sie bietet ganzjährig Information und Hilfe - für Patienten und ihre Angehörigen. Sie hofft auch auf neue freiwillige Mitarbeiter, denn rechtzeitige Hilfe kann die Krankheit erträglicher machen.

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