RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 20. Januar 2008

Klaus Tappeser verabschiedet
Samstag, 26. Januar 2008 - 17:53 Uhr

Klaus Tappeser ist seit Anfang des Jahres Ministerialdirektor im baden-württembergischen Wissenschaftsministerium. Sein Amt als Rottenburger Oberbürgermeister musste er deshalb aufgeben. Gestern Abend wurde er in der Festhalle der Domstadt verabschiedet. Zwölf Jahre lang war Klaus Tappeser Stadtoberhaupt von Rottenburg. So waren zahlreiche geladene Gäste, aber auch Rottenburger Bürger gekommen, um sich von ihrem Oberbürgermeister zu verabschieden. Bis ein neuer Oberbürgermeister gewählt ist, leitet Volker Derbogen die Amtsgeschäfte in Rottenburg. Der Erste Bürgermeister der Domstadt zog Bilanz über die vergangenen zwölf Jahre. Tappeser habe viel bewegt von der Einrichtung des Gewerbeparks Ergenzingen-Ost bis zur Neugestaltung des Eugen-Bolz-Platzes. Besonders würdigte er aber auch zunächst unbeliebte Entscheidungen wie die Verwaltungsreform im Rathaus. Sieben weitere Redner standen auf der Liste. Klaus Tappeser könne sehr gut auf Menschen zugehen, so der allgemeine Tenor. Davon zeigte sich auch sein neuer Chef überzeugt. Wissenschaftsminister Peter Frankenberg sagte, eigentlich wollte er sich bei den Rottenburgern entschuldigen, weil er ihnen den beliebten Oberbürgermeister wegnehme. 'Aber ich habe eigentlich keinen Grund, mich zu entschuldigen, denn wir haben es gerne getan', sagte Frankenberg. 'Für uns ist es ein Gewinn, für Sie ein Verlust. Wie Sie mit dem Verlust fertig werden, das müssen Sie sehen. Meine guten Wünsche begleiten Sie.' Gute Wünsche für Oberbürgermeister Klaus Tappeser gab es auch von der Kirche. Bischof Gebhard Fürst lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Diözesanverwaltung während Tappesers Amtszeit. Auch Landrat Joachim Walter sparte nicht mit Lob. So sei Klaus Tappeser stets kooperativ und ein angenehmer Gesprächspartner gewesen, habe aber trotzdem klar und deutlich die Interessen der Bischofsstadt im Kreistag vertreten. Mit dem Lob verband Landrat Walter auch eine Bitte an den Minister: Der Sanierungsstau an der Universität Tübingen solle überwunden werden. Die Rottenburger hätten es ihm einfach gemacht, die Stadt mitzugestalten, sagte Klaus Tappeser bei seiner Abschiedsrede. In seine Abschiedsworte mischte sich ein kleiner Seitenhieb auf einen Zeitungskommentar über Boris Palmer. 'Ich kann Ihnen versichern, es waren keine 100 Wochenstunden, aber es war eine sehr intensive Zeit', sagte Tappeser. 'Aber wenn ich so richtig Ärger hatte, bin ich auf den Marktplatz gegangen und habe ich mit den Menschen unterhalten, und dann ging es wieder besser.' Den Menschen in Rottenburg wird Klaus Tappeser auch weiterhin erhalten bleiben. Nicht als Oberbürgermeister, aber als Mitbürger.

Alleingang - Reutlinger Stadtverwaltung will Stadthalle ohne privaten Partner bauen
Samstag, 26. Januar 2008 - 17:43 Uhr

In Reutlingen ist heute die Ausstellung zum Architekturwettbewerb der neuen Stadthalle eröffnet worden. Während der Wettbewerb in die zweite Runde geht, laufen die Diskussionen, ob der Neubau durch eine öffentlich-private Partnerschaft finanziert werden soll. Am Dienstag steht das Thema auf der Tagesordnung im Gemeinderat. Beim Thema Stadthalle scheiden sich die Geister: Manche sähen gerne eine Stadthalle, die erhaben über dem Bürgerpark thront. Andere bevorzugen einen Zweckbau, der alle Funktionen perfekt erfüllt. Und wieder andere stehen zur tiefergelegten Halle, die sich unter den Bäumen versteckt. Bei der Finanzierung der Stadthalle zeichnet sich dagegen ein klares Votum ab. Nahezu einstimmig hat sich der Finanzausschuss in nichtöffentlicher Sitzung gegen einen privaten Partner und damit für eine Eigenfinanzierung ausgesprochen. Grundlage der Entscheidung war eine Wirtschaftslichkeitsuntersuchung der Firma Dress & Sommer. Das Ergebnis der Studie: Ein reines PPP-Modell, das heißt, ein privater Partner für Finanzierung, Bau, Unterhalt und Betrieb, ist nicht vorteilhaft. Die Verwaltung schlägt deshalb dem Gemeinderat vor, auf den nächsten Schritt in Richtung PPP zu verzichten. Stattdessen soll die Verwaltung eine auf die Reutlinger Situation abgestimmte Lösung erarbeiten - also eine Eigenfinanzierung mit privaten Einschüben. Am Dienstag wird der Gemeinderat über das Thema entscheiden. Dass der Vorschlag der Verwaltung angenommen wird, gilt als wahrscheinlich. Inzwischen hat sich auch die SPD in einer Presseerklärung klar gegen ein PPP-Modell geäußert.

Neujahrsempfang - Birgit Homburger fordert in Reutlingen Bürokratieabbau und Wahrung der Bürgerrechte
Samstag, 26. Januar 2008 - 17:15 Uhr

Hohen Besuch begrüßten die Reutlinger Liberalen gestern Abend bei ihrem Neujahrsempfang im Dominohaus. Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger war gekommen, um den Gastvortrag zu halten. Die Konstanzer Abgeordnete ist auch stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion und nahm zu aktuellen bundes- und landespolitischen Fragen Stellung. Die Wahrung von Bürgerrechten. Das war eines der wichtigsten Themen in der Rede von Birgit Homburger. Das Abschießen von Flugzeugen zur Terrorismusabwehr sei ein Unding. Kritik äußerte sie auch an der Vorratsdatenspeicherung und an der Speicherung von Passagierdaten. 'Wir haben deutlich gemacht, dass wir bereit sind, alles mitzutragen, was tatsächlich für mehr Sicherheit sorgt', sagte Homburger. 'Aber sind nicht bereit, unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung die Bürgerrechte einzuschränken.' Kritik äußerte Homburger auch an der Steuerstruktur. Der Staat habe ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem. So solle die Bundesregierung die Kürzung der Pendlerpauschale rückgängig machen. Auch beim Thema Erbschaftssteuer sei man auf Bundesebene auf einem völlig falschen Weg. 'Das ist ja etwas, wo hier in Deutschland eine Neiddebatte geführt wird', sagte Homburger. 'Wenn man die PDS im Bundestag hört, dann könnte man denken, es sei unverschämt, wenn die Leute was schaffen, dafür Geld verdienen und das auch noch vererben.' Homburger forderte außerdem einen Bürokratieabbau. Viele Unternehmen würden in Schwierigkeiten geraten, weil sie Gesetze und Steuervorschriften nicht mehr überblickten. Homburger: 'Du brauchst einen Rechtsanwalt, du brauchst einen Steuerberater, dann erst kannst du schaffen.' Der Neujahrsempfang bildete auch den Rahmen für einige lokalpolitische Anmerkungen von FDP-Stadtrat Hagen Kluck. So betonte er die Wichtigkeit des Scheibengipfels und sagte er hoffe, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden könne.

Eltern und Schüler demonstrieren mit Mahnwachen für mehr Lehrer
Samstag, 26. Januar 2008 - 16:50 Uhr

Die Initiative Schule mit Zukunft hat gestern Abend zu Lichterketten-Mahnwachen in ganz Baden-Württemberg aufgerufen. Auch in Mössingen beteiligten sich Eltern und Schüler an der Aktion. Von Schulhof der Friedrich-List-Realschule zogen sie bis zum Rathaus. Die Initiative fordert kleinere Klassen, einen unbürokratischen Einsatz von Ersatzlehrern bei Unterrichtsausfällen und die Einstellung von mehr Lehrern. Landesweit beteiligten sich weit über 2000 Eltern an der Aktion, in Tübingen waren achtzig Personen unterwegs.

Palästinenser protestieren in Tübingen gegen Blockade des Gaza-Streifens
Samstag, 26. Januar 2008 - 16:49 Uhr

Zu einer Protestkundgebung hat heute der Verein Arabischer Studenten und Akademiker auf dem Holzmarkt in Tübingen aufgerufen. Unter dem Motto 'Lasst Gaza leben“ forderten sie ein Ende der Blockade des Gaza-Streifens. Der Staat Israel hatte als Reaktion auf Raketenangriffe durch die radikalislamische Hamas die Grenzen zum Gazastreifen gesperrt und die Öl-Lieferungen eingestellt. Dadurch war es in dem Gebiet zu einem Versorgungsengpass zu Lasten der Zivilbevölkerung gekommen.

Versicherungen bescheinigen hohe Qualität beim Brandschutz in Reutlingen
Samstag, 26. Januar 2008 - 16:48 Uhr

Die Qualität des Brand- und Gefahrenschutzes in Reutlingen ist überdurchschnittlich hoch. Das ergab die jüngste Neubewertung durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Danach befindet sich Reutlingen in der zweithöchsten Feuerwehrklasse. Die Neubewertung bedeutet für Industrie- und Gewerbebetriebe einen erhöhten Ortslöschrabatt. Die Versicherungsbeiträge fallen dadurch günstiger aus. Ob sich Vorteile für das einzelne Unternehmen ergeben, muss im Einzelfall mit der Versicherung geklärt werden.

Erwin Teufel besucht Berufliche Schule Münsingen
Freitag, 25. Januar 2008 - 17:19 Uhr

'Demokratie braucht Demokraten und ehrenamtliches Engagement“. Diese Botschaft wollte gestern der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel den Schülern der Beruflichen Schule Münsingen vermitteln. Der Förderverein der Schule hatte ihn zu einem Podiumsgespräch eingeladen. Zwei Schulklassen bereiteten sich zweieinhalb Wochen vor. Stellvertretend für die Klassen befragten drei Schüler Erwin Teufel. Er erzählte von seinen Erlebnissen in der Nachkriegszeit, seinem Treffen mit Nelson Mandela und seinen Ansichten über Berufe, auch den des Bürgermeisters. Bürgermeister Mike Münzing schien dem zuzustimmen. Seit 2000 gibt es diese Podiumsgespräche mit berühmten Persönlichkeiten. Sie sollen eine Brücke schlagen zwischen Schule und realem Leben. Die Schüler nehmen dabei ganz unterschiedliche Erfahrungen aus den Diskussionen mit. 'Kein Mensch könne ohne die Bestätigung seiner Mitmenschen leben“, so Teufel. Diese bekam er von

Bretter, die die Welt bedeuten - Theaterpädagogische Tage am Landestheater Tübingen
Freitag, 25. Januar 2008 - 16:34 Uhr

Die Theaterpädagogischen Tage in Tübingen bringen morgen und am Sonntag zum fünften Mal alle Freizeittheatergruppen des Landestheaters zusammen. Mit dabei ist auch die Seniorentheatergruppe PurPur. Frauen von 50 bis 83 Jahren proben hier jede Woche vier Stunden lang. Wie auch die anderen Gruppen geben sie bei den theaterpädagogischen Tagen einen Einblick in ihre Probenarbeit. Durch Improvisation haben sie sich dem Thema 'Schwestern“ genähert. Wie Esther Eisele sind alle in der Gruppe aktiv am Entstehungsprozess beteiligt. Auch die Kleinsten im Teen Club bereiten sich auf das Wochenende vor. Sie befassen sich mit dem Thema 'Lügen“. Insgesamt 66 Menschen zwischen 10 und 83 Jahren proben in ihrer Freizeit am LTT. In sechs verschiedenen Gruppen stehen sie regelmäßig auf der Bühne. Am kommenden Wochenende werden die Freizeitschauspieler in Workshops vermischt. Die Generationen lernen sich kennen, die Grenzen zwischen den Gruppen werden durchlässiger. Besonders die Persönlichkeitsentwicklung liegt dem Theaterpädagogen Tobias Ballnus dabei am Herzen. Am Samstag ab 15 Uhr können Neugierige einen Blick auf die Probenarbeit der einzelnen Gruppen werfen. Wer nach dem Wochenende sein eigenes Talent am Schauspielern entdeckt, ist in den Gruppen herzlich willkommen.

Früherkennung - Kostenloses Mammographie-Screening angelaufen
Freitag, 25. Januar 2008 - 16:11 Uhr

Das so genannte Mammakarzinom ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Nach Schätzungen sterben jährlich allein in Deutschland 17.000 Frauen an Brustkrebs. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt, bestehen allerdings gute Heilungschancen. Zurzeit erhalten alle Frauen in der Region zwischen 50 und 69 Jahren deshalb eine Einladung zu einem kostenlosen Mammographie-Screening. Beim Gang in eine Mammographie Praxis betreten viele Frauen Neuland. Nicht umsonst richtet sich die Einladung zum kostenlosen Screening an ältere Frauen, die große Bedeutung der Früherkennungsmethode ist ihnen oft nicht bewusst. Vor der Untersuchung erhalten die Patientinnen einen Fragebogen. Darin wird die Krankheitsgeschichte abgefragt um alle Risiken komplett auszuschließen. Markus Hahn ist Oberarzt an der Tübinger Universitäts-Frauenklinik, Mammographie zähle zu den wirkungsvollsten Methoden der Früherkennung von Brustkrebs. In den Landkreisen Reutlingen und Zollernalb wird auch ein so genanntes Mammo-Mobil eingesetzt. Diese rollenden Praxis ist genauso wie eine Praxis ausgestattet und bietet den selben zertifizierten Standard. Laut Statistik erkranken Frauen Anfang sechzig am häufigsten an Brustkrebs. Aber auch junge Frauen können betroffen sein, die Ursache ist dann meist genetisch bedingt. Nach der Mammographie wird der Befund überprüft, eine kritische Diagnose gleichen drei Ärzte ab, um ganz sicher zu gehen. In der Gratis-Mammographie sehen die Mediziner einen wirksamen Schritt im Kampf gegen Brustkrebs. Für mehr Bewusstsein in der Bevölkerung soll auch die morgige Brustaktion im Tübinger Kupferbau sorgen. Alle Interessierten können sich dabei ab 10 Uhr rund um das Thema Brustkrebs informieren.

Nudeln verkohlt: Küchenbrand in Metzingen
Freitag, 25. Januar 2008 - 14:18 Uhr

Rund 50.000 Euro Sachschaden ist heute Mittag bei einem Küchenbrand in der Metzinger Olgastraße entstanden. Der Wohnungsinhaber hatte Nudeln gekocht und beim Verlassen der Wohnung offenbar vergessen, die Herdplatte auszuschalten. Die Nudeln verkohlten im Topf, dabei entstand ein offenes Feuer. Die Flammen griffen schließlich auf das Inventar der Küche über. Durch die starke Rauch- und Rußentwicklung wurde auch die restliche Wohnung in Mitleidenschaft gezogen. Die Metzinger Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen.

Balinger Automobilmesse Motobali wird abgeschafft
Freitag, 25. Januar 2008 - 14:15 Uhr

Die Balinger Automobil- und Motorradmesse Motobali wird in der bisherigen Form nicht mehr stattfinden. Das bestätigte ein Sprecher der Messe Balingen heute gegenüber RTF.1. Das Konzept sei bei den Ausstellern nicht angekommen. Die Zuschauerzahlen seien für alle Seiten enttäuschend gewesen, und die Messe Balingen war auch über den Ablauf unzufrieden. Das Thema Auto und Motorrad sei aber nach wie vor zukunftsfähig. So ist angedacht, ab dem Jahr 2009 eine Automesse bei freiem Eintritt in der neuen Messehalle und auf dem Freigelände zu veranstalten. Genaueres steht aber noch nicht fest.

Hoffmannschule Betzingen weiht Räumlichkeiten für Ganztagesbetreuung ein
Freitag, 25. Januar 2008 - 14:08 Uhr

Schlüsselübergabe heute Vormittag in der Hoffmannschule Betzingen. Die größte Grund- und Hauptschule im Reutlinger Stadtgebiet feierte heute die Einweihung des IZBB-Erweiterungsbaus. Damit ist jetzt auch in Betzingen die Ganztagesbetreuung gesichert. Die Stadt Reutlingen finanzierte den Neubau mit Mitteln des Bundes. Das Gebäude wurde im Rahmen des Investitionsprogramms 'Zukunft, Bildung und Betreuung“ der Bundesregierung gebaut. Zentrum des Gebäudes bildet die Schulmensa mit 120 Plätzen. Daneben beherbergt der Neubau Räumlichkeiten für die Verlässliche Grundschule und die Schulsozialarbeit sowie einen Medienraum.

Fahrgast bewusstlos - Raub im Pendlerzug
Freitag, 25. Januar 2008 - 13:53 Uhr

Einem 36-Jährigen Reutlinger sind in einem Pendlerzug zwischen Reutlingen und Stuttgart am Mittwochmorgen mehrere tausend Euro geraubt worden. Das teilte die Polizei heute mit, sie sucht derzeit Zeugen. Der Mann war um 5.46 Uhr in Reutlingen in den Regionalexpress nach Stuttgart eingestiegen. Auf der Fahrt verlor er aus noch ungeklärter Ursache das Bewusstsein. Deshalb konnte er bei der Ankunft im Stuttgarter Hauptbahnhof um 6.38 Uhr nicht aussteigen und fuhr mit demselben Zug um 6.52 Uhr wieder in Richtung Reutlingen. Auf der Fahrt wurden andere Reisende auf seine Notlage aufmerksam und verständigten die Zugbegleiter. Diese alarmierten Notarzt und Rettungsdienst, die den Mann in ein Krankenhaus einlieferten. Als der 36-Jährige aus seinem Dämmerzustand erwachte, stellte er fest, dass ihm mehrere tausend Euro Bargeld fehlen. Das Geld hatte er bei sich, weil er ein Auto kaufen wollte. Warum der Mann bewusstlos wurde und ob dabei ein Fremder seine Hände im Spiel hatte, ist noch unklar.
Die Kriminalpolizei Reutlingen bittet Personen, die im Zug etwas beobachtet haben, das mit dem Geschehen im Zusammenhang stehen könnte, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Gerade Fahrgäste, die auf dem Weg nach Stuttgart wie das Opfer im letzten Wagon, dem hinteren Steuerwagen des Zuges saßen oder unterwegs zugestiegen sind, können möglicherweise sachdienliche Hinweise geben.
Der 36-Jährige trug eine auffallende, grüne Jacke und hatte ein Paar Autokennzeichen gut sichtbar in einer Papiertüte bei sich.
Auch wird ein dunkelhaariger, ca. 40 - 45 Jahre alter Mann als Zeuge gesucht, der das Opfer auf der Rückfahrt bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgte. Dieser Mann und andere Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Telefon 07121/942-4444 mit der Kripo Reutlingen in Verbindung zu setzen.

Frau stirbt nach Glatteisunfall bei Münsingen
Freitag, 25. Januar 2008 - 13:35 Uhr

Auf eisglatter Straße ist heute Morgen zwischen Münsingen und Gomadingen eine Frau tödlich verunglückt. Die 27jährige verlor in einer lang gezogenen Linkskurve die Kontrolle über ihren Wagen, rutschte auf die Gegenfahrbahn und stellte sich quer. Ein entgegen kommender Kleintransporter konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr der Frau frontal in die Fahrerseite. Sie erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie später in einer Klinik starb. Der entgegenkommende Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

70 Millionen: Metzinger Gemeiderat verabschiedet Haushaltsplan
Freitag, 25. Januar 2008 - 13:34 Uhr

Der Metzinger Gemeinderat hat gestern Abend den Haushaltsplan 2008 verabschiedet. Er hat ein Gesamtvolumen von über 70 Millionen Euro. Das dritte Jahr in Folge wird die Stadt Metzingen keine neuen Schulden aufnehmen. Stattdessen wird sie Schulden von 4,3 Millionen Euro außerplanmäßig tilgen. Zu den größten Posten des Haushalts 2008 gehört die Erschließung des Gewerbegebiets Braike-Wangen in Neuhausen. Auch in die Ganztages- und Kleinkinderbetreuung wird kräftig investiert. Zudem hat sich in den vergangenen schlechteren Jahren ein Sanierungsstau bei den Straßen und Kanälen gebildet, dieser soll nun abgebaut werden.

Wilhelm König stellt Programm zu den 33. Reutlinger Mundartwochen vor - Umzug des Mundartarchivs rückt näher
Donnerstag, 24. Januar 2008 - 15:25 Uhr

Das Programm zur 33. Auflage der Reutlinger Mundartwochen steht. Viele bekannte oder mindestens vielversprechende Namen der Kabarett- und Mundartszene finden sich darin. Mitte Februar geht’s los. Christoph Sonntag wird auch bei den diesjährigen Mundartwochen wieder den Auftakt bestreiten: Am 17. Februar bringt er sein neues Programm 'Reich und schön“ im Matthäus Alber-Haus auf die Bühne. 'I will endlich au amole“ heisst das neue Programm der bissigen Damen von 'Dui do ond de Sell“, und verspricht ähnlich viele Lacher wie der Auftritt bei den Mundartwochen 2007. Da waren sie auch schon dabei. Neben mehreren Einzelkünstlern aus der Region bringt König auch ein lokales Ensemble auf die Bühne, von dem man mehrere Jahre nichts gehört hat, das sich aber durchaus schon als Talentschmiede gezeigt hat: Die Echazbühne. Aus ihr ist beispielsweise 'Leibssle' Eckart Grauer hervorgegangen. Wichtig íst König auch der 'Mundart-Express' im Spitalhof. Denn hier kommen auch andere Dialekte zu Gehör, schließlich wolle man keine Schwäbischtümelei betreiben. Ihren Abschluss finden die Reutlinger Mundarttage am 12. April in Betzingen, König selbst und eine Musikgruppe mit historischen Instrumenten werden dort unter dem Motto 750 Jahre Betzingen einen Jubiläumsabend bestreiten.
Neben den bekannten Spielorten wird dieses Jahr erstmals auch die Schalterhalle des Sponsors Volksbank Reutlingen dabei sein. Und noch eine Neuigkeit ließ König heute durchsickern: Offenbar ist er in guten Gesprächen mit der Stadt, was den Umzug seines Mundartarchivs von Bad Schussenried zurück nach Reutlingen angeht. In den nächsten zwei Jahren werde sich was tun, munkelte König, mehr wolle er aber noch nicht sagen. Offenbar spielen dabei auch die Heimattage Baden-Württemberg eine Rolle, die Reutlingen 2009 ausrichtet.

Die Essenz bleibt - Ausstellung von Cees Andriessen im Reutlinger Spendhaus
Donnerstag, 24. Januar 2008 - 14:33 Uhr

Die Ausstellung des Holländers Cees Andriessen wird morgen im Spendhaus in Reutlingen eröffnet. Schwerpunkt seiner Kunst liegt auf den Holzschnitten. Der Autor Andreas Altmann beschreibt seine Werke in einem Gedicht: 'Er lässt die Farben aus den Händen fallen. Und trägt, was hält, was bleibt. Und an den Rändern wird das Auge unsichtbar, sieht sich die Weite nach, aus der die Blicke näher kommen.' Ein flüchtiger Blick auf seine Werke genügt nicht. Viel Zeit, viele Überlegungen sind nötig. Sparsames Arbeiten könnte man ihm vorwerfen. Der scheinbare Nachteil ist jedoch ein offensichtlicher Vorteil. Am Ende bleibt nur das, was Andriessen sagen will: 'Ich nehme immer ein Blatt Papier in der Größe des Druckes. Dann fange ich an das Blatt vollzuschreiben mit Linien, Flächen und allem, was ich im Kopf habe, verschiedenen Gedanken. Dann nehme ich weiße Abdeckfarbe und nehme zurück, was ich alles zu viel gesagt habe. Zu erkennen, was der Künstler denkt, ist schwer. Er vergleicht seine Werke mit Briefen. Lange Briefe seien schlecht. Er nehme sich Zeit für kurze Briefe, gute Briefe. Die Strenge in seinen Bildern ist im Laufe der Zeit gewichen. Er lässt Lockerheit zu, und Farbe. Farbe, die er selbst produziert. Jedes Blatt Paper habe ein Recht auf seine eigene Farbe. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. April im Spendhaus zu sehen.

Verfassungswidrig - Kürzung der Pendlerpauschale verstößt gegen das Grundgesetz
Mittwoch, 23. Januar 2008 - 18:19 Uhr

Pendler könnten bald wieder mit der vollen Pendlerpauschale rechnen. Denn die Richter am Bundesfinanzhof in München erklärten heute die Kürzung der Pauschale für verfassungswidrig. Es sei nicht mit dem Gleichheitsgebot im Grundgesetz vereinbar, dass Pendler erst ab dem 21. Fahrtkilometer zur Arbeit die Steuervergünstigung in Anspruch nehmen dürfen, so die Richter des obersten deutschen Steuergerichts. Erst vergangens Jahr hatte die Bundesregierung das Einkommenssteuerrecht entsprechend geändert und die öffentlichen Haushalte um 2,5 Milliarden Euro entlastet. Doch die Pendler liefen Sturm. Denn drei Jahre zuvor wurde die Pendlerpauschale bereits auf 30 cent pro Kilometer gekürzt. Viele Pendler fühlten sich benachteiligt, ihre tägliche Anreise fiele unter notwendige Werbungskosten. Mit der Entscheidung des Bundesfinanzhofes geht die Angelegenheit aber nun erstmal zum Bundesverfassungsgericht nach Karlruhe. Denn nur dort kann darüber entschieden werden, ob die Gesetzesänderung von 2007 gegen den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz verstößt. Diskutiert wird dabei die Frage, ob das Fahren mit dem Auto zu diesen notwendigen Werbungskosten gehört. Mit der Gesetzesnovelle hat der Bundestag dies explizit verneint. Gesetzlich fällt das Pendeln jetzt unter persönliche Lebensentscheidungen. Das müssen die Bundesverfassungsrichter nun abwägen. Eine durchaus politische Entscheidung wie Stützel meint. Der Steuerrechtsexperte rät allerdings davor ab, jetzt bereits die Pauschale auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Sollte die sie bleiben wie sie ist, drohen Nachzahlungen Die Einkommensteuererklärung sei ohnehin vorläufig. Die Arbeitnehmer sollten daher die Entscheidung des Bundesverfassungsggericht Ende des Jahres abwarten.

Fliegerbombe entschärft - 250 Kilo Sprengkörper im Gewerbepark Haid entdeckt
Mittwoch, 23. Januar 2008 - 18:16 Uhr

Die Kampfmittelbeseitigung hat heute Mittag eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe im Gewerbepark Haid bei Engstingen entschärft. Bauarbeiter entdeckten die amerikanische Bombe aus dem zweiten Weltkrieg. Der Sprengkörper lag unmittelbar an der Erdoberfläche. 70 Menschen mussten von der Baustelle und aus den umliegenden Gebäuden evakuiert werden. Auf dem ehemaligen Kasernengelände wurde bereits vor einer Woche eine Bombe gefunden. Weitere Blindgänger seien nicht ausgeschlossen.

Mehr Hartz IV Klagen - Reutlinger Sozialgericht voll ausgelastet
Mittwoch, 23. Januar 2008 - 18:15 Uhr

Die Zahl der Klagen am Reutlinger Sozialgericht steigt stetig an, besonders oft wird gegen die Einschränkungen durch Hartz IV geklagt. Das relativ neue Rechtsgebiet rund ums Arbeitslosengeld II macht den Richtern gehörig zu schaffen. Die oft unklare Rechtslage und die große Zahl der Fälle reizen die Kapazitäten des Gerichts aus. Betroffene brauchen keinen Anwalt um eine Klage beim Sozialgericht einzureichen. Sicher ein Grund, warum die Zahl der Eingänge im vergangenen Jahr erneut gestiegen ist. Wenn jeder Euro zähle, scheue man eben nicht den Gang vor das Gericht, so die Richter. Etwa jede dritte Klage hat Erfolg. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 hat sich die Zahl der Eilanträge und Klagen mehr als verdoppelt. Damals verzeichnete das Gericht 547 Eingänge, im Jahr 2006 waren es knapp 900 und im vergangenen Jahr über 1300 Eingänge allein in Hartz IV Angelegenheiten. Das Land hat dem Reutlinger Sozialgericht im vergangenen Jahr einen neuen Richter zugeteilt. Letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine Situation, die im Justizministerium bekannt ist. Am Reutlinger Sozialgericht arbeiten dreizehn Richter, das seien drei zu wenig. Überstunden sind deshalb für die Juristen alltäglich; auch am Wochenende bleibe der Blick in die Akten nicht aus. Auch dieses Jahr erwarten die Richter am Reutlinger Sozialgericht wieder einen Anstieg der Klagen. Jetzt sei das Land am Zug, nur mit mehr Personal könne man alle Fälle angemessen und schnell bearbeiten.

Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Däubler-Gmelin neue Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte des Europa-Rates
Mittwoch, 23. Januar 2008 - 18:11 Uhr

Die Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Herta Däubler-Gmelin ist neue Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Menschenrechte des Europa-Rates. Die frühere Bundesjustizministerin wurde für zwei Jahre gewählt. Im Ausschuss werde jetzt vor allem die Sicherung der Menschenrechte bei der Bekämpfung des Terrorismus auf der Tagesordnung stehen, so Däubler-Gmelin. Außerdem sagte sie der Korruption in der Justiz den Kampf an.

Angeschraubt - Tübingens Oberbürgermeister markiert Umweltzonen
Mittwoch, 23. Januar 2008 - 16:31 Uhr

Die neuen Verkehrszeichen für die Tübinger Umweltzonen sind da. Ab dem ersten März markieren sie das Fahrverbot für alle, die keine Plaketten haben. Das Medieninteresse war groß, als Oberbürgermeister Boris Palmer heute das erste Schild aufhängen ließ. Er selber legte beim Zusatzschild mit Hand an - obwohl er sich von der Idee der Umweltzonen nicht gerade begeistert zeigte. 'Ich finde es richtig, dass dass die alten Stinker nicht mehr durch Tübingen fahren dürfen, die Ruß in Massen ausstoßen und damit Atemluft verpesten', sagte der Oberbürgermeister. 'Aber man hätte das Problem eleganter lösen können - zum Beispiel mit einer Pflicht zum Nachrüsten. Stattdessen müssen jetzt in vielen Städten Schilderwälder aufgestellt werden.' Allein in Tübingen werden dieser Tage 140 Schilder an 110 Standorten aufgestellt. Die Stadt kostet das rund 30.000 Euro. Von der Regelung betroffen sind nur fünf von hundert Autofahrern. Sie haben jetzt noch bis zum ersten März Zeit, ihre Fahrzeuge nachzurüsten.

Heiraten leicht gemacht - Hochzeitsmesse in Engstingen
Dienstag, 22. Januar 2008 - 17:20 Uhr

Mit dem schönsten Tag im Leben beschäftigt sich in dieser Woche die Hochzeitsmesse im Hydepark in Engstingen-Haid. Noch bis kommenden Sonntag können sich Paare über die vielen Aufgaben informieren, die vor der Hochzeit auf sie zukommen. Da ist zum Beispiel die Auswahl des Kleides, gerade für die Braut einer der wichtigsten Punkte vor dem großen Tag. Aber auch die Dekoration auf der Feier nach der Vermählung muss bedacht werden. Die Hochzeitsmesse ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Gähnende Leere - Bürgerversammlung zu Sanierung und Erweiterung der Stadthalle Balingen stieß auf mäßiges Interesse
Dienstag, 22. Januar 2008 - 14:34 Uhr

Sanierung und Erweiterung der Stadthalle Balingen. Das war gestern Abend Thema einer Bürgerversammlung. Die Stadt Balingen plant wie berichtet, das Haus im Jahr 2009 komplett zu modernisieren. Die Kosten belaufen sich auf neun Millionen Euro. Gähnende Leere herrschte gestern Abend im Großen Saal der Stadthalle Balingen. Nur wenig mehr als hundert Bürger waren gekommen, um sich über die aktuellen Planungen für den Umbau aus erster Hand zu informieren. Für Stadthallen-Chef Ulrich Klingler ein gutes Zeichen. 'Unterstellen wir einfach, dass die Menschen sagen: Jawoll, wir sind mit den Planungen einverstanden, wir freuen uns auf die Erweiterung und Sanierung der Stadthalle Balingen', sagte Klingler. Von den wenigen, die gekommen waren, äußerten sich einige kritisch. Vor allem die Erweiterung belaste den Haushalt zu stark. Neun Millionen Euro kostet der Umbau der Stadthalle. Nach Angaben von Bürgermeister Reinhold Schäfer werden davon fünf Millionen aus Krediten finanziert. Das würde die Stadt in den kommenden zwanzig Jahren 400.000 Euro jährlich kosten. Für die Stadtverwaltung eine notwendige Investition. 'Wenn man ein Gebäude wie die Stadthalle Balingen betreibt und es in diesem Umfang erhalten will, dass man muss man auch bereit sein zu investieren', sagte Oberbürgermeister Helmut Reitemann. Die Sanierung schlägt mit fünf Millionen Euro zu Buche. Die Erweiterung kostet die Stadt vier Millionen Euro. Diese sei aber wichtig, damit die Stadthalle auf dem Tagungsmarkt weiterhin konkurrenzfähig bleibe, so Stadthallen-Chef Ulrich Klingler. Der Gemeinderat entscheidet am 13. März über die Sanierung und Erweiterung. Bis dahin haben die Bürger noch Zeit, Anregungen bei der Stadt einzubringen.

Über 5000 Verträge: Ausbildungsmarkt in der Region positiv
Dienstag, 22. Januar 2008 - 14:33 Uhr

Die gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt hält an. Und so fällt die Lehrstellenbilanz für das gestartete Ausbildungsjahr positiv aus. Es wurden 2007 mehr Azubis eingestellt als im Vorjahr, teilweise sogar so viele wie seit über 15 Jahren nicht. Das vermeldet die regionale Lehrstelleninitiative. Zu ihr gehören die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Reutlingen. Über 5000 Ausbildungsverträge sind im Bezirk der beiden großen Kammern, der IHK und der Handwerkskammer geschlossen worden. Dazu kommen mehrere hundert Verträge in anderen Bereichen wie der Landwirtschaft und in den freien Berufen. Die gute Konjunktur macht’s möglich - jedoch auch der demographische Wandel: Die jungen Leute werden weniger, die Betriebe müssen sich rechtzeitig um ihren Nachwuchs bemühen.
Im Bereich der Handwerkskammer Reutlingen gab es das größte Plus in den Bereichen Bau und Ausbau sowie Elektro und Metall. Die Azubizahlen im Bau- und Ausbau-Gewerbe stiegen um 13,5 Prozent, die Elektro- und Metallgewerke legten um 3,8 Prozent zu. Bei den IHK-Berufen legten die kaufmännischen und die Dienstleistungsberufe am stärksten zu (+9,3%), aber auch der Zuwachs bei den technischen Berufen ist hoch (+6,3%). Nun ist man bei der IHK gespannt, ob die neuen Azubis auch alle durchhalten. Alleine gelassen würden schwächere Azubis jedoch nicht, betont man bei der Reutlinger Agentur für Arbeit. Sie bietet Firmen beispielsweise an, Azubis, die mit dem Theoriestoff Probleme haben, Nachhilfekurse zu finanzieren, damit auch diese erfolgreich ihre Ausbildung abschließen können. Auch für das laufende Jahr 2008 rechnen die Kammern und die Arbeitsagentur mit einem Zuwachs an Lehrstellen, wenn auch nicht mehr ganz so hoch. Ein Plus von fünf Prozent könnte drin sein, heißt es.

Neue Stadthalle - Preisgericht verkündet in Reutlingen Ergebnis des Architektenwettbewerbs
Montag, 21. Januar 2008 - 16:59 Uhr

Mit Spannung wurde heute das Ergebnis aus dem Realisierungswettbewerb zur geplanten Stadthalle in Reutlingen erwartet. Das Preisgericht hatte am Wochenende in der Wendler-Fabrik getagt. 32 Architekturbüros hatten sich dem Wettbewerb gestellt, der dem viel diskutierten Bau auf dem Bruderhausgelände ein Gesicht geben sollte. Am Ende gab es eine Überraschung. Denn aus dem Architektenwettbewerb ist noch kein eindeutiger Sieger hervorgegangen. Zwei zweite Preise verteilte das Preisgericht. Und einen Sonderpreis. Diese drei Architektenbüros werden aufgefordert, ihre Entwürfe zu bearbeiten. Erst dann soll die Entscheidung fallen. 'Alle drei Entwürfe sind hervorragend', sagte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. 'Aber sie sind so unterschiedlich, dass es sich lohnt, sich noch einmal damit zu beschäftigen. Der erste der ausgezeichneten Entwürfe stellt die Stadthalle auf einen Sockel, so dass sie hoch über den Bäumen im Bürgerpark thront. Die Akustik im Konzertsaal sei ausgezeichnet, so das Preisgericht. Aber der Entwurf sprengt den finanziellen Rahmen. Etwas unauffälliger kommt der zweite zweite Preis daher. Das Dach ragt aber auch über die Baumkronen. Funktional erfülle es alle Anforderungen, sagte der Vorsitzende des Preisgerichts Prof. Arno Lederer. Aber der Kleine Saal sei unter der Erde und habe deswegen kein Tageslicht. Außerdem hätte er gerne, dass das Architektenbüro dem Preisgericht zeige, was es ästhetisch noch aus dem Gebäude machen wolle. Eine tiefergelegte Stadthalle präsentiert der Entwurf, der den Sonderpreis erhalten hat. Das Dach der Halle bildet eine Linie mit den Baumkronen. Das Foyer findet sich wie auch der Boden der Halle im Untergeschoss. Nur: Dadurch ist kein Platz mehr für eine Tiefgarage unter der Halle. Die Tiefgarage befindet sich daneben unterhalb des Bürgerparks. Damit erfüllt der Entwurf nicht die Anforderungen des Wettbewerbs. Da das Konzept ansonsten das Preisgericht überzeugte, wurde es mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Das Büro wird aufgefordert, sich des Problems mit der Tiefgarage noch einmal anzunehmen. Ab Samstag können sich die Reutlinger Bürger diese drei Entwürfe und die restlichen 29 in der Wendler-Fabrik anschauen. Der Bau der Stadthalle wird sich durch diese Entscheidung um zwei Monate verzögern. Mit einem Spatenstich rechnet Oberbürgermeisterin Bosch erst Anfang 2009.

Alles nur Schwindel? - Hechinger Landgericht fällt Urteil gegen Junginger Bankangestellte
Montag, 21. Januar 2008 - 15:55 Uhr

Abgebrühte Straftäterin oder unbescholtenes Opfer - mit dieser Frage hat sich das Hechinger Landgericht in den vergangenen Wochen auseinander gesetzt. Einer ehemaligen Filial-Leiterin der Junginger Volksbank wurde Untreue in mehreren Fällen vorgeworfen. Heute war der letzte Sitzungstag und mit Spannung erwartete der vollbesetzte Gerichtssaal das Urteil. Die Täter seien Abends gekommen. Gegen 18 Uhr sollen sie in die Bank eingedrungen sein und unter vorgehaltener Waffe die Angeklagte zur Herausgabe des Tresorschlüssels gezwungen haben. Danach sei sie in einer Kammer eingesperrt worden. Die Räuber entkamen mit weit über 130.000 Euro. So schilderte es zumindest die ehemalige Leiterin der Volksbank-Filiale in Jungingen. Von den Tätern fehlt jedoch bis heute jede Spur. Auch das Verhalten der potenziellen Räuber gab Fragen auf - der Tresorschlüssel wurde fein säuberlich wieder in der Bank abgelegt. Merkwürdig erschien dem Gericht zudem, dass die Frau aus der Kammer nicht mit dem Handy um Hilfe rief. Die Vermutung: Der Überfall war vorgetäuscht, mit der Beute soll die Angeklagte versucht haben eine vorausgegangene Veruntreuung von Kundengeldern zu vertuschen. Die Indizienbeweise genügten dem Schöffengericht für einen Schuldspruch - die Angeklagte wurde zu 3 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.

Verliebt, Verlobt, Verheiratet - 1500 Besucher auf Tübinger Hochzeitsmesse
Montag, 21. Januar 2008 - 12:21 Uhr

Die Tübinger Hochzeitsmesse hat gestern Premiere im Sparkassen-Carré gefeiert. In den vergangenen vier Jahren war sie in den Mensen der Universität beheimatet. Verliebte, die ihren großen Tag planen, konnten sich unter anderem ihre Hochzeitstorte aussuchen. Der Fantasie werden dabei keine Grenzen gesetzt. 20 Branchen stellten ihre Produkte oder Serviceleistungen vor. Bei den Frauen stand die Schönheit im Mittelpunkt. Vor allem über neue Frisurentrends und das richtige Make Up informierten sie sich. Unter den 60 Ausstellern durften auch die Juweliere nicht fehlen. Hier hat sich der Geschmack in den vergangenen Jahren gewandelt. Das Augenmerk liegt heutzutage eher auf weißen Ringen.

Starker Rauch: Brand in Gomaringer Tiefgarage
Sonntag, 20. Januar 2008 - 17:26 Uhr

Eine starke Rauchentwicklung hat heute Nachmittag ein Brand in einer Tiefgarage in Gomaringen verursacht. Darin stand ein Reifelstapel in Flammen, warum, ist noch unklar. Die alarmierten Feuerwehrkräfte aus Gomaringen und Stockach hatten den Brand schnell gelöscht, eine Ausweitung des Brandes und ein Übergreifen der Flammen auf Autos konnte verhindert werden. Mehrere Fahrzeuge sind jedoch verrußt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen.

Umzug in der Unistadt: 4800 Hästräger treffen sich in Tübingen
Sonntag, 20. Januar 2008 - 17:20 Uhr

Auch in der lutherisch geprägten Universitätsstadt hat sich die Fasnet inzwischen wieder durchgesetzt - und das finden viele auch gut so, bildet ihre Altstadt doch eine prächtige Kulisse für einen Narrenumzug. Zum siebten Mal waren die Rosecker Schlossochsen und Neidköpf heute Gastgeber des bunten Treibens. 98 Zünfte mit über 4800 Hästrägern hatten sie eingeladen, viele davon zum ersten Mal. Dazu kamen natürlich noch gut 30 Musik-, Lumpen- und Guggenmusikkapellen.

Starke Leistung - 35:28 Sieg für Metzinger Handballerinnen gegen Weibern
Sonntag, 20. Januar 2008 - 12:36 Uhr

Jubel am Samstagabend in der Metzinger Öschalle, mit einem 35:28 Sieg gegen Weibern feierten die Handballerinnen der TuS einen gelungenen Abschluss der Vorrunde in der zweiten Bundesliga. Patricia Stefani war mit 10 Toren beste Werferin. Einen ausführlichen Bericht zu dieser Partie gibt es am Montag im Sport.

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