RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Die Woche ab 2. Januar 2011

Sparen mit Akzentsetzungen: Reutlinger OB Barbara Bosch blickt auf 2010 und 2011
Samstag, 8. Januar 2011 - 14:05 Uhr

Angesichts der Finanzsituation der Kommunen fordert die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch Bund und Länder auf, Städte und Gemeinden nicht mit weiteren kostspieligen Beschlüssen zu belasten. Auch Reutlingen hatte 2010 weiter mit der Wirtschaftskrise, einem 33 Millionen Euro-Loch und Sparberatungen zu kämpfen. Trotzdem habe die Stadt neue Akzente bei Kinderbetreuung, Jugend und Bildung gesetzt. Für 2011 gibt es laut Bosch weitere gute Nachrichten: die Gewerbesteuer sprudelt wieder kräftiger. Und die Landesregierung hat ganz aktuell bestätigt: es wird keine Verzögerungen beim Bau des Scheibengipfeltunnels geben. Ein Rück- und Ausblick mit der Oberbürgermeisterin.

Januar 2010. Ebbe in der Stadtkasse durch die Wirtschaftskrise - diesen Tatbestand teilte Reutlingen mit vielen anderen Kommunen. Denn: den heimischen Unternehmen ging es schlecht. Und damit versiegten im Rathaus vor allem die konjunkturabhängigen Gewerbesteuerströme. Ein Zustand, der nicht nur der Rathauschefin die Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Den Reutlingern drohte ein nichtgenehmigungsfähiger Haushalt.

Eine einmalige Situation seit dem Ende des Zweiten weltkriegs für die Stadt, so Bosch. 33 Millionen fehlten. Und ein Nachtragshaushalt wurde fällig. In der Folge tagten Stadtverwaltung und Gemeinderat. Wohnen- ,Grundbesitz und Parken wurden teurer, Gebühren angehoben. Die Gewerbesteuer stieg. Und die Stadt drückte auf die Schuldenbremse und sparte Personal ein.

Mittlerweile ist bei den städtischen Einnahmen konjunkturelles Krisentauwetter zu spüren. Entwarnung will man im Rathaus aber noch nicht geben. Denn die Arithmetik der steuerliche Finanzverteilung in Deutschland will es, dass steuerliche Einkünfte erst mit zeitlicher Verzögerung bei den Kommunen landen. Frühestens 2013, so Bosch, werde man die Entlastung deshalb spüren.

Deshalb steht auch noch der Haushaltsentwurf 2011/2012 unter der Überschrift "Sparen“. Trotzdem habe die Stadt in zukunftswichtigen Feldern wie Kinderbetreuung, Jugend, Sport und Infrastruktur wichtige Akzente gesetzt.

Trotz Krisendelle bei den Steuereinnahmen: Bundespolitische Vorschläge, die Kommunen von der konjunkturabhängigen Gewerbesteuer abzukoppeln, sind aus Bosch Sicht keine Lösung. DIe Gewerbesteuer ist aus Boschs Sicht ein wichtiges Band zwischen regionalen Unternehmen und der Stadt.Sie sei deshalb froh, dass auch der bundesdeutsche Finanzminister entsprechende Pläne ganz offiziell ebenso beerdigt hat wie die Bundeskanzlerin.

Bund und Land, so Bosch könnten stattdessen auf anderen Feldern den Kommunen Gutes tun. Die litten nämlich nicht nur an ihrem Einnahmeschwund, sondern beispielsweise auch an der Unternehmenssteuerreform. Die habe Firmen zwar wünschenswerter Weise entlastet, koste die Kommunen aber Einnahmen.

Dazu kämen Leistungsverpflichtungen durch Bund und Land - wie etwa der Ausbau der Kleinkinderbetreuung, der den Kommunen ohne Kostenausgleich bis 2013 auferlegt wurde sowie weitere Aufgaben im Sozialbereich. Wer bestellt, müsse auch bezahlen, so Bosch.

Erfreuliche Bewegung bei den von Außen zur Verfügung gestellten Geldmittel gibt es hingegen für 2011 - beispielsweise beim Thema Scheibengipfeltunnel. Das Land habe angekündigt, die zugesagten Finanzmittel rechtzeitig bereit zu stellen. Bleibe das so, dann werde man noch 2011 am Tunnelportal stehen können.

Positive Nachrichten gibt es auch über die Stadthalle, das andere Reutlinger Prestigeprojekt. Hier befinde man sich im Zeit- und Kostenplan, so Bosch.

Wichtige Zukunftsimpulse verspricht sich die Reutlinger OB auch auch durch das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart21 und die neue Fernstrecke. Hier erhoffe man sich unter anderem eine bessere Anbindung an die Region Stuttgart. Auch die geplante Regionalstadtbahn soll Positives bringen. 2011 würden die beteiligten Kommunen beim Land den Antrag auf Fördermittel stellen.

Stadtplanerische Impulse in 2011 soll unter anderem auch die Entscheidung über die Gestaltung des Stadtquartiers "City Nord" bringen. Barbara Bosch freut sich zudem aber noch auf eine ganz andere Aufgabe. In 14 Tagen wird sie zur Präsidentin des Baden-Württembergischen Städtetags gewählt - als Vertreterin der Kommunen-Interessen nach Außen.

Metzingen weiht ersten regionalen Seniorenspielplatz ein
Samstag, 8. Januar 2011 - 13:45 Uhr

In Metzingen wurde nahe der Stadthalle gestern ein sogenannter Seniorenspielpatz eingeweiht. An zunächst drei Geräten können Menschen in fortgeschrittenem Alter Muskeln, Koordination und Bewegungen trainieren. Die Geräte sind auf verschiedene Muskelgruppen, aber auch auf Kondition und Beweglichkeit ausgerichtet. Zur körperlichen Ertüchtigung sind aber auch jüngere Menschen ab 14 Jahren eingeladen. Die Gesamtkosten von rund 16 500 Euro tragen Sponsoren.

"Fünfte Jahreszeit": Auch Reutlinger Schandele erwacht
Samstag, 8. Januar 2011 - 13:44 Uhr

Es ist wieder soweit. Auch in der Region hat die fünfte Jahreszeit schon längst begonnen. Und mit dem traditionellen Häsabstauba erwachen vielerorts kuriose Gestalten zu neuem Leben. So auch in Reutlingen, wo gestern Abend auf dem Markplatz Punkt 18 Uhr 01 dem ersten Schandele durch die Zeremonienmeister neues närrisches Blut eingehaucht wurde.

In Reutlingen hat dies gestern Abend offenbar sehr gut geklappt. Denn schon bald erwachte das Schandele aus seinem bleiernen Dreivierteljahresschlaf. Und weil ein Schandele - einmal wieder aufgewacht- nicht gern allein ist, holte es sich deshalb gleich erfolgreich Verstärkung. Die Freude über das Wiedererwachen war bei Zuschauern wie den Schandele groß. Die Schandele freuen sich vielleicht noch mehr als sonst schon. Denn die beginnende Fasnet bis in den März ist die längste seit rund 100 Jahren.

Bis die närrische Zeit zu Ende ist, wird wohl noch so mancher Narr getauft und so mancher Schandele-Tanz in der Reutlinger Altstadt erklingen.

Werkrealschulen-Urteil: Landes-FDP fordert Einspruchsverzicht
Samstag, 8. Januar 2011 - 13:42 Uhr

Mit dem vom Land angeordneten Umbau der Hauptschulen zu Werkrealschulen würden auch in der Region durch Zusammenlegungen einige Hauptschulen ganz verschwinden. Kürzlich hatte aber das Sigmaringer Verwaltungsgericht der Klage der Gemeinde Kusterdingen gegen den Umbau Recht gegeben. Jetzt hat die Landes-FDP die Stuttgarter Bildungsministerin Marion Schick aufgefordert, auf einen Einspruch gegen das Urteil zu verzichten.

Neujahrsrede: Rottenburger Bischof Fürst verurteilt Attentat auf koptische Christen
Samstag, 8. Januar 2011 - 13:41 Uhr

Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst hat in seiner Neujahrsrede den Anschlag auf christliche Kopten in Ägypten scharf verurteilt: Wenn Toleranz gegenüber Muslimen in unseren Breiten gefordert würde, müsste auch Toleranz gegenüber christlichen Minderheiten in anderen Ländern gezeigt werden - so Fürst in Stuttgart. Angesichts der im vergangenen Jahr aufgedeckten Mißbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen sprach Fürst zudem von der größten kirchlichen Vertrauenskrise, die er selbst je erlebt habe. Die Kirche müsse die Opfer nun demütig um Verzeihung bitten und sich zudem von Innen erneuern.

Elring Klinger mit neuer Sparte
Samstag, 8. Januar 2011 - 13:40 Uhr

Der Dettinger Automobilzulieferer Elring Klinger hat sich um die Sparte "Statische Flachdichtungen“ vergrössert. Klinger übernimmt damit das Zylinder- und Abgaskopfgeschäft des Weinheimer Unternehmens Freudenberg. Der entsprechende Kaufvertrag war bereits am 30. September 2010 unterzeichnet worden. Dem Deal haben jetzt auch das Kartellamt und die Arbeitnehmervertreter zugestimmt.

Spendenaktion - Junge Union Tübingen spendet Blut und Lebensmittel
Freitag, 7. Januar 2011 - 17:42 Uhr

Dass in Notsituationen oft lebenswichtige Blutreserven fehlen - darüber klagen immer wieder auch in der Region Ärzte,Kliniken und DRK: Dem will die Junge Union Tübingen jetzt mit einer langfristig angelegten Blutspendekooperation entgegenwirken. Sie ruft Bürger zum regelmässigen Blutspenden auf. Die besondere Idee: Das so erspendete Geld wandert dabei nicht in die privaten Taschen, sondern wird zum Kauf von Lebensmitteln für die Tübinger Tafel, einer anderen sozialen Institution für Bedürftige, genutzt.

Blutspenden helfe insofern doppelt, so Valerie Schäfer
Vorsitzende der JU Tübingen. Wie wichtig solche Aktionen im realen Leben sein können, das weiss aus eigener Erfahrung auch die Tübinger CDU-Landtagskandidatin und Notärztin Dr. Lisa Federle. Sie habe in ihrer Zeit als Anästhesistin an Klinikbetten gestanden, in denen Menschen zu verbluten drohten. Wenn die Menschen kein Blut spendeten, dann sei zur Retttung auch kein Blut da.

So wie den Ärzten das Blut fehlt, so fehlen den Nutzern der Tübinger Tafel oft Lebensmittel, um sozial Schwachgestellte günstig mit Nahrung zu versorgen Und dieses Angebot wird immer dringlicher. Denn rund 500 bedürftige Haushalte oder 1200 Menschen aus Tübingen oder dem Umland kaufen hier ein. Allein seit Januar 2010 sind 404 neue Kunden hinzugekommen. 42 Prozent der Lebensmittel in 2010 gingen dabei an bedürftige Kinder.

Sternsinger im Tübinger Rathaus
Freitag, 7. Januar 2011 - 16:25 Uhr

Tübingens Erster Bürgermeister Michael Lucke hat heute Vormittag die Sternsinger im Rathaus empfangen.
Wie jedes Jahr um diese Zeit ziehen Kinder verkleidet als Könige aus dem Morgenland nicht nur durch Tübingen und dessen Ortsteile. Das Sternsingen ist in der Universitätsstadt bereits eine uralte Tradition, der auch Bürgermeister Lucke positiv gegenüber steht. In Tübingen sammeln die Sternsinger Spenden für bedürftige Kinder.
Dass man sich um Kinder kümmern würde, sei natürlich eine tolle Aktion. Vorallem wenn diese nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen würden. Behinderte Kinder zum beispiel in Kambodscha die durch Minen verletzt worden sind, bräuchten unsere Hilfe. Er finde es toll, dass unsere Kinder durch die Häuser gehen würden und Spenden sammeln könnten, so Michael Lucke Erster Bürgermeister Tübingen.
Das Motto der rund 20 Sternsinger hier: "Kinder zeigen Stärke". Das Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich schon die Kleinsten für gleichaltrige engagieren.
Die Sternsinger sagten, dass sie das Geld für Minenopfer in Kambodscha sammeln würden. Jedes Jahr wieder würden sie auch für Aids Waisen in Kenia sammeln.
Das Sternsingen bedeute ihnen sehr viel, weil sie somit etwas Gutes erreichen und anderen Kindern helfen würden.
Mit den alljährlichen Spendenaktionen haben die Sternsinger schon unzählige Projekte unterstüzt und dabei vielen armen und kranken Kindern geholfen. Aber nicht nur in Kambodscha profitieren die Kleinen von den Geldern. Mit der deutschlandweiten Aktion unterstützen die Sternsinger Projekte in über 110 Ländern.

Zahlreiche Glätteunfälle in der Region
Freitag, 7. Januar 2011 - 16:12 Uhr

Eisglatte Straßen haben gestern in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen zu zahlreichen Unfällen geführt. Dabei wurden 4 Personen leicht verletzt. In Münsingen und Riederich kamen sogar Streufahrzeuge ins Rutschen und beschädigten dabei parkende Autos. Bei Kirchentellinsfurt und auf der B 312 zwischen Riederich und Bempflingen wurde je ein Streifenwagen der Polizei beschädigt. Diese waren zur Absicherung vorangegangener Glätteunfälle auf der Fahrbahn abgestellt. In Rottenburg prallte zudem ein italienischer Reisebus gegen eine Mauer. Verletzt wurde dabei niemand. Der Bus war jedoch so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Insgesamt schätzt die Polizei die entstandenen Sachschäden auf weit über 200.000 Euro.

Teilerfolg für Klage der Reutlinger Kreiskliniken
Freitag, 7. Januar 2011 - 16:11 Uhr

Die Reutlinger Kreiskliniken haben vor dem Bundessozialgericht in Potsdam im Streit um die Versorgung von Frühgeborenen einen Teilerfolg erzielt. Die Kliniken hatten dort gegen eine neue Mindestmengenregelung geklagt. Die sieht vor, dass die klinische Versorgung von Frühchen mit weniger als 1250 Gramm Gewicht ab 2011 nur noch solchen Kliniken bezahlt wird, die pro Jahr mindestens 30 Frühgeborene behandeln. Obwohl Reutlingen diese Zahl erreicht hat, hält die Klinikleitung den Beschluss für medizinisch und ethisch fragwürdig. In einem Zwischenbescheid signalisierten die Richter der Klage jetzt Erfolgschancen. Als Reaktion hat das Bundesgesundheitsministerium die Regelung bis Ende Februar ausgesetzt.

Vermisster Reutlinger tot aufgefunden
Freitag, 7. Januar 2011 - 16:09 Uhr

Der vermisste 64 Jahre alte Reutlinger Radoje Obradovic ist tot. Sein lebloser Körper wurde gestern von Polizei und Feuerwehr aus der Reutlinger Echaz im Bereich Lindachstraße/Hammerweg geborgen. Eine erste Suchaktion am Mittwoch war zunächst erfolglos geblieben. Gestern entdeckte eine Streife schließlich die Leiche des Vermissten im Wasser treibend. Die genaue Todesursache steht derzeit noch nicht fest. Die Kriminalpolizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Unglück aus.

Handballboberligist VfL Pfullingen gewinnt Schlichtercup - Sieg in Dettingen im Finale gegen HBW II
Freitag, 7. Januar 2011 - 12:17 Uhr

Die Handballer des VfL Pfullingen haben das Dreikönigsturnier um den Schlichtercup in Dettingen gewonnen.Der Oberligaaufsteiger setzte sich im Finale mit 24:23 nach Siebenmeterschießen gegen die zweie Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten zwei durch. 20 beide stands zwischen dem VfL und dem Vorjahressieger aus der dritten Liga nach der regulären Spielzeit.Platz 3 sicherte sich der TSV Zizishausen vor der HSG Albstadt,der SG OberUnterhausen und Gastgeber TSV Dettingen. Rund 1600 Euro kamen für den Förderkreis Mukoviszidose zusammen.300 Zuschauer verfolgten die Spiele in der Neuwiesenhalle.

Balinger Oberbürgermeister Reitemann im Jahresrück- und Ausblick
Freitag, 7. Januar 2011 - 11:58 Uhr

Das vergangene Jahr war für die kommunalen Haushalte in der Region Neckar-Alb kein einfaches. Auch Balingen hatte mit den Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu kämpfen. Was das Jahr 2010 für die Stadt im Zollernalbkreis gebracht hat und was 2011 bringen soll - wir haben mit Oberbürgermeister Helmut Reitemann gesprochen.

Die Klimtausstellung in der 2010 frisch renovierten und eben neu eröffneten Balinger Stadthalle - eines der kulturellen Highlights des vergangenen Jahres. Doch die Besucherzahlen blieben hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Für Oberbürgermeister Helmut Reitemann eine klar erkennbare Nachwirkung der Krise. Denn auch Privatpersonen müssten sich - wie die Stadt - mit dem Geld ausgeben zurückhalten. Doch mittlerweile sei der Auschwung spürbar.

Im Laufe des Jahres habe sich die Lage doch deutlich verbessert, allerdings sei man noch ganz weit weg von den Hochs der Jahre 2007 und 2008, denn man habe immer noch sehr große Differenzen und Lücken in der Finanzierung, so Oberbürgermeister Helmut Reitemann.

Dennoch sei das Thema Klimaschutz nicht zu kurz gekommen. Das 2010 ausgearbeitete Klimaschutzkonzept der Stadt habe deutlich gezeigt, dass Balingen in dieser Hinsicht bereits vorangekommen sei - gerade im Bereich der öffentlichen Gebäude. Ein Investitionsprogramm für die nächsten 10 Jahre gibt jetzt die Richtung vor.

2011 wolle man zum einen den Bezug von Gas auf Biogas umstellen für bestimmte Gebäude der Stadt. Man wolle aber auch im Bereich der Reduzierung des Verbrauchs Heizungsumstellungen vornehmen, erläutert Reitemann.

Ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste des vergangenen, wie des angebrochenen Jahres, befinde sich der Ausbau der Kinderbetreuung. Auch hier wolle die Stadt nicht sparen.

Man habe im Haushaltsentwurf 2011 allein an laufenden Zuschüssen für den Bereich der Kindergarten- und Kleinkindbetreuung einen Betrag von insgesamt 3,6 Mio. eingestellt, der nicht nur einen Zuschuss darstelle sondern eine Investitionssumme, so Reitemann. Denn dieses Geld sei gut angelegt, es sei eine wirkliche Investition in die Zukunft nämlich in Kinder und Jugend.

Somit sehe Balingen 2011 zuversichtlich entgegen - trotz des rigorosen Sparkurses der in diesem Jahr gefahren werde. Schließlich solle dieser die Finanzwirtschaft der Stadt nachhaltig stärken.

5. Jahreszeit in der Region eröffnet
Freitag, 7. Januar 2011 - 11:49 Uhr

Mit dem traditionellen Häsabstauben haben die Narren in der Region, wie hier im Reutlinger Stadtteil Sickenhausen, gestern die 5. Jahreszeit eröffnet. Damit startete die Narrenzunft in die längste Fastnacht des Jahrhunderts, die erst mit dem Aschermittwoch am 9. März endet.
Unter den lauten und schrägen Klängen der Guggamusik zogen schließlich die örtlichen Hästräger ein.
Dabei durften auch die Sickenhäuser Wölfe nicht fehlen. Die Gruppe hat ihren Ursprung in einem angeblichen Missgeschick der Dorfbewohner. Diese sollen auf dem Feld gewesen sein, als Nebel aufkam. In ihm erkannten die Bauern graue Gestalten. Aus Angst, es könnte sich um Wölfe handeln, schoßen sie auf die Schatten. Schließlich mussten die Feldarbeiter jedoch feststellen, dass es nur Misthaufen waren, auf die sie gefeuert hatten.

Mutbürger statt Wutbürger - Oberbürgermeisterin Barbara Bosch will auch 2011 die Reutlinger in wichtige politische Entscheidungen mit einbeziehen
Donnerstag, 6. Januar 2011 - 16:00 Uhr

Sechster Januar, Dreikönigstag. In Reutlingen bedeutet das wie jedes Jahr: Neujahrsempfang. Die Stadt hatte die Bürger ins Rathaus eingeladen, und Oberbürgermeisterin Barbara Bosch blickte auf das Jahr 2010 zurück und wagte einen Ausblick auf 2011.

Mit Blasmusik von der Württembergischen Philharmonie begrüßte die Stadt ihre Bürger im Rathaus. Dieses wurde gerade energetisch saniert und erstrahlt seit Dezember im neuen Glanz. "Nun sind wir nicht nur technisch wieder auf einem zeitgemäßen Stand, sondern sparen sehr viel CO2-Emissionen ein", sagte Bosch. "Das ist gut für die Umwelt und spart Geld.'

Und Geld sparen - das sei in dieser Zeit besonders wichtig. Zwar sei die Krise überwunden, die Kommunen hätten aber weiterhin mit ihren Auswirkungen zu kämpfen. Der Reutlinger Gemeinderat hatte 2010 einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. Am 18. Januar soll jetzt der kommende Doppelhaushalt debattiert werden.

"Der Haushaltsentwurf ist unverändert von der Devise des Maßhaltens geprägt", so Bosch. "So mussten alle berechtigten Wünsche nach Stellenschaffungen erneut zurückgewiesen werden, mit Ausnahme des Ausbaus in der Kinderbetreuung und fünf Stellen, die bereits beschlossen waren.'

Baulich habe sich in der Stadt viel getan. Von der neuen Kletterhalle des Alpenvereins über das neue Feuerwehrhaus in Sickenhausen bis hin zur Stadthalle, die 2013 fertig sein soll. Dort habe sich gezeigt, dass besonders bei Großprojekten die Bedenken aus der Bevölkerung ernst genommen werden sollten.

"In Reutlingen haben wir bereits beides beobachten können", so Bosch. "Dass eine breite Protestbewegung ein Großprojekt kippen kann, und dass ein Großprojekt ohne breite Protestbewegung möglich ist. Wenn man offen und ehrlich mit Informationen umgeht und die Bürgerschaft einbezeiht, dann klappt's - und das wollen wir auch weiterhin so handhaben.'

Keine Wutbürger, sondern Mutbürger sollten die Reutlinger sein - das stünde der Reutlinger Tradition besser zu Gesicht. Und dementsprechend zeichnete die Stadt dieses Jahr gleich drei Bürger aus, die sich mit ehrenamtlichem Engagement um die Stadt verdient gemacht hatten. Auch um die fernere Zukunft der Stadt sei ihr nicht bang, sagte Bosch nach einem Auftritt von Vertretern der kommenden Generation, Schülern der Klasse 6d des Johannes-Keppler-Gymnasiums.

Besser als erwartet - Kreishandwerksmeister Herrmann zufrieden mit Entwicklung des Handwerks im Jahr 2010
Donnerstag, 6. Januar 2011 - 15:33 Uhr

Auch die Kreishandwerkerschaft Reutlingen hatte gestern Abend zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Im Spitalhof begrüßte Kreishandwerksmeister Harald Herrmann die geladenen Gäste zur Begegnung des Handwerks.

Äußerst zufrieden zeigte sich Kreishandwerksmeister Harald Herrmann über das vergangene Jahr. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich das Handwerk wesentlich besser entwickelt als erwartet.

Eine Ursache der positiven Entwicklung liege in der Krisenpolitik der Bundesregierung. Die Konjunkturpakete und die Kurzarbeitsregelung seien der richtige Ansatz gewesen.
"Auf diese Weise konnten zahlreiche Arbeitsplätze erhalten werden, ohne die Betriebe unnötig und unverhältnismäßig zu belasten", sagte Kreishandwerksmeister Herrmann.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hätte wiederum den Binnenmarkt gestärkt. Ab März/April 2010 habe sich im Handwerk das Blatt gewendet. Statt der Klage über zu wenig Aufträge sei jetzt die Klage über zu viel Arbeit gekommen. Viele Betriebe hätten die Aufträge der Kunden nicht termingerecht bearbeiten können. Jetzt müsse das Handwerk mit neuen Problemen rechnen. Vor allem der Facharbeitermangel würde den Aufschwung in manchen Branchen bremsen, so Herrmann.

Nachtschwärmer Light - Volle Kneipen trotz abgespeckter Version
Donnerstag, 6. Januar 2011 - 15:31 Uhr

Ordentlich gefeiert wurde gestern Abend wieder in dreißig Kneipen und Bars in Reutlingen. Bei der elften Aufklage des "Nachtschwärmers“ gab es diesmal keine gemeinsamen Pässe. Der Eintritt war frei. Dafür waren die einzelnen Gastronomen aber auch selber als Veranstalter verantwortlich, während die bisherigen Veranstalter partyreutlingen.de nur werbend auftraten. Außenbars hatte die Stadtverwaltung verboten, nachdem die Partynacht im vergangenen Sommer zu Beschwerden wegen zu viel Müll geführt hatten. Deswegen stand die Light-Version gestern Abend unter dem Motto "Für eine saubere Stadt“. Bei den Partygästen jedenfalls kam der abgespeckte Nachtschwärmer trotzdem gut an. Die Kneipen waren nach wie vor gut gefüllt.

Streusalz in Mössingen ist knapp
Donnerstag, 6. Januar 2011 - 15:31 Uhr

Auch in Mössingen ist das Streusalz knapp. Berge von Salz wurden bereits verbraucht und die letzten Reste schon vor Silvester zusammengekratzt. Zwar hat die Stadt größere Mengen nachbestellt, aber bislang vergeblich auf die Lieferung gewartet. Lediglich ein Zug erreichte Mössingen, so Stadtbaudirektor Gebhard Koll. Laut ihm würden momentan nur Straßenmeistereien mit Salz beliefert, also das Land. Wann mit Nachschub für Kommunen zu rechnen sei, könne man nicht sagen.

Mieth gegen Gentests an Embryonen
Donnerstag, 6. Januar 2011 - 15:30 Uhr

Der Katholische Ethiker Dietmar Mieth, bis 2010 Professor an der Universität Tübingen, hat sich jetzt gegen die Zulassung von Gentests an Embryonen ausgesprochen. Die sogenannte "Präimplantationsdiagnostik" sei ethisch nicht besser vertretbar, nur weil eine Abtreibung in Deutschland straffrei vorgenommen werden könne. Mieth appelierte an die Bundesregierung, ihrer Verantwortung für den Schutz des Lebens gerecht zu werden. Der 70-jährige gilt als einer der renommiertesten katholischen Ethiker deutschlandweit.

Das "Themenheft Weiterbildung" bekommt ein neues Format
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 17:36 Uhr

Die Druckmaschinen des Druckzentrums NeckarAlb im Industriegebiet Reutlingen Betzingen laufen derzeit heiß. Der Grund dafür ist die neue Auflage des Themenhefts zur Weiterbildung 2011. Kräftige Farben sollen in Zukunft mehr Leser anlocken. Mit neuem Layout und neuer Gliederung soll die Broschüre auch verständlicher werden.
Das Entscheidende in dem Heft sei es, dass es die Leser dazu auffordern solle für sich zu überlegen, was einem Spaß mache, und wohin man sich entwickeln wolle. Wer sich nicht weiterentwickle, der bleibe stehen und das könne früher oder später zu Problemen führen, so Achim Kühne-Henrichs vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung.
Die 260.000 druckfrischen Exemplare gelangen jetzt an alle Haushalte der Region Neckar Alb. Die rund fünfzig Seiten der Infozeitschrift sind vollgepackt mit Bildungsangeboten aus den Kreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb.
In dem Heft sollte man lesen, wenn man beispielsweise Englisch auffrischen, oder vielleicht neu lernen wollen würde. Man könne außerdem nachschauen wer das anbieten würde und wo die Weiterbildung dann statt finden würde. Man würde darin die Angebote der Volkshochschule, der IHK Akademie, der Handwerkskammern, und auch die Angebote von Privaten Bildungsstätten finden, so Achim Kühne-Henrichs vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung.
Das "Themenheft Weiterbildung" wird immer schon zu großen Teilen vom Land Baden-Württemberg finanziert. Zusätzliche Kosten übernehmen die Bildungsträger, die im Heft Weiterbildungsangebote anbieten. Und wer sich weiterbilde, so Achim Künle, der habe die besten Chancen sich selbst weiter zu entwickeln und im eigenen Beruf gut dazustehen.

Neckar-Alb in Zahlen: Unternehmen der Region gut gestellt
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 17:23 Uhr

Aus der Broschüre "Neckar-Alb in Zahlen" der Industrie- und Handelskammer Reutlingen geht hervor, dass die Unternehmen der Region optimistischer in die Zukunft blicken als im vergangenen Jahr. So ist die Zahl der Unternehmensgründungen gestiegen, weniger Betriebe wurden geschlossen. Auch die Kaufkraft liegt über dem bundesdeutschen Durchschnitt und jeder Zweite besitzt ein eigenes Kraftfahrzeug.

Thomas Brudny weiterhin vermisst
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 17:23 Uhr

Die Suche nach dem vermissten Rottenburger Thomas Brudny verläuft weiterhin erfolglos. Gestern hatte die Wasserschutzpolizei mit Tauchern vergeblich den Neckar abgesucht. Auch eine breite Öfffentlichkeitsfahndung brachte keine weiteren Erkenntnisse. Wie bereits berichtet fehlt von dem 27-jährigen jede Spur, seit er am 27.12. um ca. 3 Uhr 20 die Rottenburger Discothek "The Smike" verlassen hatte. Die Polizei bittet weiter um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

Kripo Tübingen: 07071 - 972 8660
Kripo Rottenburg: 07472 - 9801 0

Wassersuche nach vermisstem Mann in der Reutlinger Echaz
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 16:15 Uhr

Die Reutlinger Feuerwehr hat auf der Suche nach einem vermissten Mann heute Mittag die Echaz Höhe Stadtmitte durchwatet. Von dem 64-jährigen fehlt seit gestern Abend jede Spur. Da bekannt ist, dass er häufig spazieren geht und in unmittelbarer Nähe dieses Flussabschnitts wohnt, haben die Einsatzkräfte vermutet, er könne in das Gewässer gefallen sein. Die Suche war aber bislang erfolglos.

Meisterwerke der Spätgotik
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 14:07 Uhr

Ein nicht alltägliches Geschenk hat das Diözesanmuseum in Rottenburg am Neckar erhalten - 17 Skulpturen, entstanden zwischen der Mitte des 15. und dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Roland Schweizer, ein Pfarrer der Diözese, hatte sie über drei Jahrzehnte erworben. Der 71-Jährige ist jetzt in Rente gegangen und hat seine Sammlung dem Museum überlassen.

Diese Kunstwerke gäben einen sehr guten und tiefen Überblick über das Kunstschaffen auf dem Felde der Plastik, der Skulptur, gerade in Süddeutschland. Es seien Schlüsselwerke der schwäbischen Bildkunst in dieser Ausstellung versammelt, erläutert Diözesankonservator
Wolfgang Urban.

Und diese Ausstellung gab überhaupt erst den Ausschlag für die Schenkung. Schweizer wollte sicherstellen, dass seine gesammelten Stücke im Land verbleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Denn zu ihnen zählt manch außergewöhnliches Stück, wie eine Stuck-Madonna des Straßburger Frari-Meisters aus dem Jahr 1468.

Diese zeigt in sich die Verbindung, die Vermählung, die Verschmelzung von der Spätgotik der deutschen Kunst nördlich der Alpen mit der Kunst der italienischen Renaissance, der venezianischen Renaissance, so Urban.

Doch auch die anderen ausgestellten Werke verdienen Beachtung. Neben den drei württembergisch-fränkischen Relieftafeln aus Alabaster sind sie zumeist in Holz gearbeitet.

Eine der inspirierensten Skulpturen sei der Schmerzensmann, er ist gewissermaßen eine Darstellung in der Skulptur, ein Ausdruck in der Plastik der gesamten Passionsfrömmigkeit des Mittelalters. Er repräsentiere in sich eine ganze Epoche, erläutert Urban.

Bevor die Plastiken ihren Platz in der Dauerausstellung des Diözesanmuseums Rottenburg finden, sind sie dort noch bis zum 8. Mai in einer Sonderausstellung unter dem Titel "Meisterwerke der Spätgotik" zu sehen.

"Wechselbad der Gefühle" - Hechingens Bürgermeister Jürgen Weber zu 2010 und 2011
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 11:21 Uhr

Der Hechinger Bürgermeister Jürgen Weber bezeichnet das Jahr 2010 als "Wechselbad der Gefühle" - zumindest, was die finanzielle Situation angeht. Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe Nerven gekostet - und auch andere Themen haben die Stadt beschäftigt. Weber hat mit uns Bilanz gezogen - und einen vorsichtigen Blick in die Zukunft gewagt.

Ausgebrannt waren die Hechinger Stadtkassen zu Beginn des Jahres 2010. Die Steuereinnahmen waren massiv eingebrochen. Doch ehe mit dem schlimmsten gerechnet werden musste, habe sich die Lage - schneller als erwartet - wieder erholt. Ein Grund dafür, vermutet Weber, sei die Gewerbelandschaft der Stadt. Die Unternehmen seien recht stabil, was auch dir Arbeitslosenstatistik belege, so Weber. So konnte völlig unerwartet feststellen, dass Hechingen beinahe beim Rekordwert an Steuereinnahmen angelangt sei, vor allem, was die Gewerbesteuer betreffe. Der sehr ausgeprägte Branchenmix in Hechingen habe einen Großteil dazu beigetragen, dass die Auswirkungen der Krise nicht so stark zu spüren gewesen seien, so Weber weiter. In 2011 erwartet der Bürgermeister zwar geringere Einnahmen, aber trotzdem: es soll investiert werden: Ganz vorne stünden Maßnahmen im Gesamtkomplet "Bildung und Betreuung", so Weber. Den wichtigsten Teil bilde das Gymnasium, wo ein riesiges Investitionspaket geschnürt worden sei für den Bau einer Großsporthalle. Ein weiterer Punkt, der mittlerweile ganz oben auf der Prioritätenliste der Stadt steht, ist der Hochwasserschutz.´In enger Zusammenarbeit mit betroffenen Nachbarkommunen ist eine Konzession entwickelt worden für gemarkungsübergreifenden Hochwasserschutz. Das heißt, es sollen fünf Speicherbauwerke realisiert werden mit größeren Volumina, so Weber. Sie sollen das Wasser bei starken Regenfällen möglichst vollständig vor den Ortslagen auffangen. Hierfür sei ein Investitionsbedarf von über 11 Millionen Euro errechnet worden. Die Kommunen entlang der Starzel sollen jetzt einen Zweckverband gründen. Denn wenn das klappt, werde das Land 70 Prozent der Kosten übernehmen. Gemeinsam zum Ziel also Und das lässt sich auch bestens mit Webers Motto vereinigen: bei dem reichen Gemeinschaftsleben in Hechingen, so sagt er, brauche es einem nicht bange sein.

Müll auf dem Tübinger Österberg
Mittwoch, 5. Januar 2011 - 11:13 Uhr

Müll beschmutzt derzeit die winterliche Schneelandschaft auf dem Tübinger Österberg. Silvesterknaller und Raketen, leere Flaschen und sonstige Festrückstände, soweit das Auge reicht. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Denn das städtische Tiefbauamt will mit dem Aufräumen warten, bis das Tauwetter einsetzt. Eine solche Reinigungsaktion kostet die Stadt pro größerem Einsatzort rund 2000 Euro. Aber vielleicht integrieren sich die Silvester-Überbleibsel mit der Zeit ja passend in das Landschaftsbild.

Morgen: 11. Nachtschwärmer-Party in Reutlingen
Dienstag, 4. Januar 2011 - 11:14 Uhr

Morgen Abend ist es wieder soweit: Die Reutlinger Nachtschwärmer-Party geht in eine neue Runde. Zum mittlerweile elften Mal können die Besucher das Event genießen. In 30 Lokalen stimmen zahlreiche Djs, Specials und Live-Musik auch den Letzten aufs Feiern ein.
Bisher brauchte das Partyvolk zum Mitmachen einen Pass, der den Zutritt zu allen Gastronomien ermöglichte.
Anders diesmal: ganz ohne Pass können alle mitmachen. Das Motto lautet: "Für ein lebendiges und sauberes Reutlinger.'
Wenn Sie noch mehr wissen wollen, schauen Sie auf der Homepage www.partyreutlingen.de vorbei.

Bilanz 2010 - Vorschau 2011 mit Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann
Dienstag, 4. Januar 2011 - 11:12 Uhr

Auch Bad Urach hat mit 2010 ein Jahr voller Höhe- aber auch Tiefpunkte hinter sich. Da waren etwa das Landesmusikfest, der Steit um das geplante Elsach-Center und die Schließung der Geburtshilfestation an der Ermstalklinik. Was die Kurstadt sonst noch bewegt hat und wie es dieses Jahr weitergeht, darüber hat uns Bürgermeister Elmar Rebmann Auskunft gegeben.

Mehr als manch andere Kommune in der Region hat die Stadt Bad Urach am Fuße der schwäbischen Alb den wirtschaftlichen Aufschwung 2010 noch im selben Jahr zu spüren bekommen.

In Urach sei es so, dass die Gewerbesteuereinnahmen als sehr gut zu bezeichnen seien, im Vergleich zum Haushaltsansatz. Man habe rund 15 Prozent mehr Gewerbesteuer eingenommen als man vorausgesagt habe im Haushaltsplan 2010. Diese Tatsache und weitere rigide Sparpolitik hätten dazu geführt, dass man in diesem Jahr eigentlich einen verträglichen Haushalt hinbekommen habe, erläutert Bürgermeister Elmar Rebmann.

Obwohl die Stadt für 2011 eine weitere Entspannung der Finanzlage erwarte, würden sich die Ausgaben im Rahmen halten, so Rebmann. Schließlich sei Bad Urach noch nicht wieder auf seinem Vorkrisenniveau angekommen.

Rebmann erzählt, 2010 habe man die energetische Sanierung der Realschule abgeschlossen, mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket, mehr habe der Haushalt in 2010 nicht zugelassen und auch in den nächsten Jahren wolle man sich auf ganz konkrete Projekte beziehen, von denen man sich den höchsten Energieeinspareffekt erhoffe.

Neben dem Thema Klimaschutz will sich die Kurstadt dieses Jahr aber auch anderen Projekten widmen. Der Ausbau und die Verbesserung von Kinderbetreuungsangeboten etwa stehen ganz oben auf der Wunschliste des Bürgermeisters. Dafür müssten sich Land und Bund jedoch finanziell stärker beteiligen.
Erfreulicher, so Rebmann, gestalteten sich hingegen die Fortschritte beim umstrittensten Bad Uracher Bauprojekt - dem Elsach-Center. Hierfür müsse die Stadt lediglich die planerischen Aufgaben die man noch zu erfüllen habe zusammen mit dem Investor erledigen und dann hoffe man dass es im Frühjahr mit den Abbrucharbeiten los gehe, so Rebmann.

Insgesamt blicke die Kurstadt positiv ins Jahr 2011, das neue Herausforderungen bringe. Eine davon stellten sicherlich die Neuerungen an der Ermstalklinik dar, deren Geburtshilfestation mit Ablauf des vergangenen Jahres geschlossen wurde. Doch auch hier sehe Bad Urach den anstehenden Entwicklungen zuversichtlich entgegen.

Letzten Wehrpflichtigen der Region rücken ein
Montag, 3. Januar 2011 - 13:18 Uhr

Die letzten Wehrpflichtigen müssen heute zum Dienst in die Kaserne einrücken - auch in der Region. Und nach über 50 Jahren wird die Wehrpflicht ab März dieses Jahres dann ausgesetzt. Alle, die dann im Schützengraben liegen, machen das freiwillig. Damit soll sich die Bundeswehr künftig aus ca. 180.000 Berufs- und Zeitsoldaten rekrutieren, während derzeit noch etwa 240.000 Menschen beim Bund dienen. Die Aussetzung der Wehrpflicht ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Abschaffung. Formal bleibt sie erhalten, um sie im Krisenfall sofort wieder in Kraft setzen zu können.

Telefonabzocke im Zollernalbkreis
Sonntag, 2. Januar 2011 - 14:36 Uhr

Eine 75jährige Frau aus Bitz im Zollernalbkreis ist telefonisch um 620 Euro abgezockt worden. Ein Anrufer teilte der Frau mit, sie habe bei einem Gewinnspiel einen Mercedes gewonnen. Vor der Überführung aus der Türkei sei aber eine Gebühr für den Transport fällig. Die Frau überwies den Betrag. Stutzig wurde sie erst, als der Anrufer eine erneute Geldüberweisung für den Transport forderte. Jetzt läuft eine Anzeige gegen Unbekannt

Pauli in Neujahrsgruß optimistisch
Sonntag, 2. Januar 2011 - 14:35 Uhr

Landrat Günther Martin Pauli sieht den Zollernalbkreis für 2011 gut aufgestellt.
In seinem Neujahrsgruß hob Pauli das Absinken der Arbeitslosenquote seit 2010 von 5,3 auf 4,5 Prozent hervor. Zudem habe der Kreis in der Krise gut gewirtschaftet. Das zeige sich bei der kommunale Kreisumlage, die mit 26,5 Prozent die niedrigste im Land sei. Auch die Verschuldung liege nur halb so hoch wie der Landesschnitt. Pauli will die Umstellung auf umweltfreundliche Energieerzeugung weiter vorantreiben und sich zudem für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur einsetzen.

Rückblick - Ausblick: Metzingens Oberbürgermeister über 2010 und 2011
Sonntag, 2. Januar 2011 - 14:33 Uhr

Das Jahr 2011 ist erst grade Mal 2 Tage alt. Gund genug für uns, in den kommenden Wochen noch einmal ins alte Jahr, aber auch schon ins Neue zu blicken lassen. Und zwar von denen, die in den Städten und Kommunen das Sagen haben: Die Städtoberhäupter. Wir starten heute mit Metzingen.

Seit der Eröffnung der neuen Touristeninformation im Oktober erstrahlt der Metzinger Lindenplatz in neuem Glanz. Mit 3,3 Millionen Euro Kosten ist er eine der wenigen Investitionen, die die Stadt Metzingen 2010 getätigt hat. Denn die Haushaltsbilanz des vergangenen Jahres ist - als Nachwirkung der Finanz- und Wirtschaftskrise - nicht besonders positiv.

Der Aufschwung den die Wirtschaft in 2010 erfahren habe, käme bei den Kommunen verspätet an, so Oberbürgermeister Ulrich Fiedler. Das liege daran dass aus steuerlichen Gründen Verlustvorträge über mehrere Jahre möglich seien, so dass man gerade im Bereich der Gewerbesteuer bei weitem noch nicht dort sei, wo man schon gewesen wäre.

Städtische Investitionen wurden wenn möglich in die Zukunft verschoben. Doch an manchen Ecken hätte die Stadt nicht sparen können, bzw. dürfen, so OB Fiedler. Nicht umsonst habe Metzingen im Bereich der Kinderbetreuung im vergangenen Jahr mehrere Auszeichnungen erhalten.
Ein weiteres Thema das es trotz einer angespannten Finanzlage nicht zu vernachlässigen gelte sei der Klimaschutz. Dieser habe 2010 unter anderem bei der Sanierung städtischer Gebäude im Vordergrund gestanden, die zum Teil mit Blockheizkraftwerken ausgestattet wurden. Und auch in diesem Jahr will die Stadt hier weiter investieren.

Laut Fiedler habe man weitere BHKWs in Metzingen geplant. Man werde eine große Heizzentrale im Neugreuth seitens der Stadtwerke übernehmen, dort ein BHKW einbauen und man habe auch das Kinderhaus in der Ohmstraße als Co2-neutrales Gebäude geplant, um dort auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Trotz der weitreichenden Sparmaßnahmen die die Stadt auch in diesem Jahr fortsetzen will, sieht Metzingens Oberbürgermeister zuversichtlich in die Zukunft. In der Kelternstadt wirkten viele gute Kräfte zusammen, mit deren Hilfe es auch in den bevorstehenden, schweren Jahren möglich sei, Metzingen lebens- und liebenswert zu erhalten.

Ausstellung mit Gemälden von Gude Schaal
Sonntag, 2. Januar 2011 - 14:27 Uhr

Anlässlich des 95. Geburtstags von Gude Schaal präsentiert die Stadtbibliothek Reutlingen derzeit einige Werke der ortsansässigen Malerin. Ihr Markenzeichen: die Reduktion der Formen auf das Wesentliche und der Einsatz von Farben als Stimmungsträger. Dabei legt sich die Künstlerin jedoch auf kein bestimmtes Motiv fest. Ihr Werk umfasst Landschaftsbilder ebenso wie Porträts, wobei sie bei all ihren Arbeiten auf ein Modell verzichtet. Schaals Gemälde entspringen allein ihrer Erinnerung. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 15. Januar in der Stadtbibliothek Reutlingen.

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