RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 18. September 2011

Landesweites Modellprojekt: Neue Klärschlammverwertungsanlage Balingen geht in Betrieb
Samstag, 24. September 2011 - 16:32 Uhr

In Balingen ist heute eine neue Klärschlamm-Verwertungsanlage in Betrieb genommen worden. Das interkommunale Kooperationsprojekt wird zukünftig rund 6700 Tonnen Klär-Schlacken aus den Bereichen Balingen und Hechingen verwerten.

Durch die Fortentwicklung dieser Anlage ist der Abwasserzweckverband Balingen jetzt in Fragen der umweltverträglichen und nachhhaltigen Klärschlammverwertung jetzt landesweit Spitze: Das Geheimnis dabei ist diese neue solarstrombetriebene Schlammtrocken-Vorrichtung: Sie ermöglicht es, das mit einem neuen Verfahren bearbeitete Endprodukt des gereinigten Klärschlamms zur

Gasverwertung einzusetzen. Das Gas wird in einem Blockheizkraftwerk zu Strom. Umweltschädliches Verbrennen entfällt. Und die ganze Anlage - dies ein Meilenstein. arbeitet deshalb praktisch autark beim Energieverbrauch. Der entspreche im Pro-Kopf-Verhältnis ungefährdem Verbrauch eines Kühlschranks, so der Balinger OB Helmut Reitemann. Zudem werde auch einiges für die Nachhaltigkeit getan, denn bei der Klärung des Schlamms werden wertvolle und teure Stoffe wie Phosphor isoliert und können wiederverwendet oder verkauft werden.

Die Abwässer für den Klärschlamm kommen von weither: Hechingen, Haigerloch, Bisingen, Geislingen und andere - Abwasserverbundspartner, aber auch zusätzliche Vertrags-Kommunen, liefern rund 6700 Tonnen Klärschlamm pro Jahr - wichtig für die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Denn durch diese Auslastung werden die Kosten praktisch auf Null gedrückt - positiv für die Gebührenzahler vor Ort.

3,3 Millionen Euro hat die hochmoderne neue solare Klärschlammverwertungsanlage gekostet. Klärschlamm - wie früher üblich- landwirtschaftlich auszubringen, das will Baden-Württemberg wegen der Bodenbelastung seit 2002 nicht mehr. 700 000 Euro gibt es deshalb vom Land als Lohn für die neue nachhaltige Abwasserentsorgung. Denn Balingen, so Dietmar Enkel von der Abteilung Umwelt im Regierungspräsidium Tübingen, sorge für innovativen Fortschritt, indem es verhindere, dass sehr giftige Stoffe im Klärschlamm später in die Umwelt gelangten.

Die neue Klärschlammverwertungsanlage Balingen soll deshalb ein Modellprojekt auf einem landesweiten Weg sein, der durch neue Verfahren weg von der luftbelastenden
Verbrennungsmethode zu noch mehr Umwelt-Nachhaltigkeit führt.

Hechingen: Medizintechnik-Hersteller Gambro wird gefördert
Samstag, 24. September 2011 - 16:21 Uhr

Das Medizintechnik-Unternehmen Gambro wird für die Forschung an Dialyse-membratoren vom Bund mit 760 000 Euro gefördert. Das hat jetzt die Tübinger-Hechinger CDU-Bundesgesundheits-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz bekannt gegeben.

Mit den Fördermitteln will der Bund erreichen, dass die Behandlung von Dialyse-Patienten Fortschritte macht. Diese leiden oft an chronischen Entzündungen. Gambro arbeitet an der Entwicklung neuer Membranen, mit deren Hilfe entzündungs-auslösende Stoffe an der Eintrittsstelle für den Blutaustausch entfernt werden können. Rund 70 000 Menschen sind bundesweit auf maschinelle Blutwäsche angewiesen.

Reutlinger List-Halle ganz im Zeichen der Vierbeiner
Samstag, 24. September 2011 - 16:20 Uhr

Unter dem Motto "Mein Hund - Partner auf vier Pfoten steht die Friedrich-Listhalle in Reutlingen noch bis Morgen ganz im Zeichen der bellenden Vierbeiner. Zahlreiche Aussteller präsentieren alle erdenklichen Produkte rund um das Thema Hunde - von gesunder Bio-Ernährung bis hin zu Pflegeprodukten.

Ebenso am Start: Fachliteratur rund um das Thema Hund. Neben zahlreichen Schau-Vorführungen unter anderem von einer Rettungshundestaffel gibt es auch Fachvorträge - wie beispielsweise über die richtige Fellpflege oder Tipps bei Verhaltens-Störungen. Im Rahmen eines Castings wird zudem am Sonntag der netteste Hund aus dem Raum Reutlingen gesucht. Mehr Infomationen und das genaue Programm zur Reutinger Hundemesse finden Sie im Internet unter www.meinhund-messe.de.

Zwiefalten: Historisches Bierfest hat begonnen
Samstag, 24. September 2011 - 16:19 Uhr

Mit dem Einzug historisch Gruppen, der Handwerkerzünfte und der städtischen Vereine ins Festzelt hat in Zwiefalten im Landkreis Reutlingen gestern Abend das "Historische“ Bierfest begonnen. Bis zum Sonntag steht die Münsterstadt dann ganz im Zeichen der Bierfest- Aktivitäten. Mit der Zwiefalter Klosterbrauerei gibt es in der Stadt eine rund 500jährige Bierbrau-Tradition. Und die soll jetzt gefeiert werden.

Man sei stolz, dass man die Braukunst in Zwiefalten so lange habe bewahren können - so Stefan Baader, Juniorchef der Zwiefalter Klosterbräu. Heute und Morgen soll sich Zwiefalten dann in eine Erlebniswelt mit historischen Bezügen verwandeln, die an den Beginn des Bierbrauens im Mittelalter durch Benediktiner-Mönche erinnert. Auch regelmässige Führungen durch die Brauerei werden angeboten.

Höhepunkt der dreitägigen Festlichkeiten soll ein farbenfroher historischer Umzug mit über 60 Pferdewagen, Pferdegespannen, Trachtenträgern und Musikkapellen am Sonntag um 14 Uhr werden. Mehr Informationen gibt’s im Internet unter www.historisches bierfest-zwiefalten.de.

Konsumbetrag pro Kopf in der Region gestiegen
Samstag, 24. September 2011 - 16:16 Uhr

Laut einer aktuellen Studie der IHK haben die Menschen in der Region Neckar-Alb rund 3,7 Milliarden Euro für den Konsum zur Verfügung - rund 2 Prozent mehr als noch 2009. Beim Pro-Kopf-Vergleich haben die Bürger im Landkreis Reutlingen mit jährlich rund 5520 Euro die Nase vorn. Es folgt der Zollernabkreis mit rund 5380 und Tübingen mit rund 5350 Euro Jahresreserven pro Kopf.

Neuer Reutlinger Integrationsrat tritt zusammen
Samstag, 24. September 2011 - 16:16 Uhr

In Reutlingen ist in dieser Woche erstmals der neu gewählte Ausländerbeirat - der sogenannten "Integrationsrats“ zusammen gekommen. Er besteht aus 10 ausländischen Räten, jeweils einem Vertreter der Gemeinderatsfraktionen. Der Rat soll die Stadt bei entsprechenden Fragestellungen beraten. Sie erwarte - so die OB Barbara Bosch gestern - eine Fortsetzung der bisher 25jährigen wertvollen Arbeit. Die Mitglieder des Rats waren am 10. Juli gewählt worden.Die Wahlbeteiligung damals 4,2 Prozent betragen. Das Gros der alten Ausländerbeiratsmitglieder hatte nach Meinungsver-schiedenheiten über den Kurs der Stadt gegenüber dem Rat vorzeitig die Mandate niedergelegt.

Licht in einer dunklen Zeit - In Reutlingen feiert morgen die Kinderoper "Brundibar" Premiere
Samstag, 24. September 2011 - 16:15 Uhr

Wie schafft man es, unter widrigsten Verhältnissen nicht den Lebensmut zu verlieren und immer wieder Wege zu finden, mit schwierigen Situationen fertig zu werden? - um diese Frage dreht sich "Brundibar“, das neue Stück des Reutlinger Theaters "Die Tonne“. "Brundibar“ ist eine Kinderoper. Beteiligt sind auch die Württembergische Philharmonie Reutlingen und der Knabenchor "Capella Vocalis“ . "Brundibar“ist aber kein Kinderstück, das zeigt die Entstehungsgeschichte. Denn "Brundibar“ ist im KZ Theresienstadt entstanden - und wurde dort von deportierten Kindern mehrmals zur Aufführung gebracht. - im Angesicht der drohenden Vernichtung.

Irgendwo, in der NS-Zeit, ein Marktplatz. Und Kinder, die nichts ahnend zur Deportation in ein KZ bereit gemacht werden. So beginnt die Reutlinger Inszenierung der Kinderoper Brundibar, eine Kinderoper, die durch ihren historischen Kontext aufgehört hat, ein reines Stück für Kinder zu sein, weil ihr Schöpfer, Hans Krasa, das Stück mit Kindern im KZ-Theresienstadt im Angesicht des drohenden Todes und der Vernichtung zur Aufführung brachte.

Letzlich einfach - so Tonne-Intendant Enrico Urbanek, um die Kinder dort abzulenken. Und immer wieder - so wird berichtet - mussten Kinder ersetzt werden, weil sie plötzlich fehlten. Weil sie nach Auschwitz oder in andere Lager deportiert wurden. Trotzdem: das Stück Brundibar, erzählt neben der historischen Aufführungsgeschichte und mit ihr auch die Geschichte in der Geschichte: Und wird so ist die Reutlinger Inszenierung zwar ein Stück aus dunklen Zeiten, aber keines der Hoffnungslosigkeit.

Die eigentliche Kinderoper Brundibar handelt von Kindern, die von ihrer schwerkranken Mutter losgeschickt werden, um Milch zu holen. Das aber funktioniert nicht. Denn Milch kostet Geld - und niemand ist bereit zu helfen. Die Kinder beschließen deshalb, Geld zu verdienen. Wie ein Leierkastenmann, den sie auf dem Marktplatz sehen. Das wollen die beiden auch. Aber der Leierkastenmann ist alles andere als erfreut - und vertreibt die Kinder vom Platz. Dann aber kommen Spatzen, eine Katze und ein Hund zu Hilfe. Und sie geben den Kindern den Rat, auf Gemeinschaft gegen den bösen Leierkastenmann zu setzen. Gemeinsam mit anderen Kindern gelingt es den beiden, den bösen Brundibar zu vertreiben.

Der böse Brundibar - so wird berichtet - wurde bei den Kindern im Lager zum Symbold des Bösen, das sie selbst bedrohte. Der Kampf gegen Brundibar wurde zum Kampf gegen Hitler. Die Reutlinger Aufführung von Brundibar ist - wie die letztjährige Stadtoper - ein Kooperationprojekt. Neben den Kindern und Jugendlichen von "Capella Vocalis", spielt das Tonne-Ensemble und die Württembergische Philharmonie.

Eine ganz besondere Herausforderung, so der musikalische Leiter Markus Landerer: Ein Knabenchor, aus dem jetzt erstmals Solisten heraustreten. Die nicht nur singen, sondern die sich zudem wie richtige Opernsänger bewegen müssen. Dazu kämen professionelle Musiker von der Württembergischen Philharmonie, die in einem Raum spielen, in dem es keinen Orchestergraben gibt.

Die Premierenvorstellung der Kinderoper "Brundibar" am Sonntag ist bereits ausverkauft. Die nächste Aufführung gibt es dann am kommenden Freitag, den 30. September und in den Folgetagen.

Volkshochschule Tübingen startet in neues Semester
Freitag, 23. September 2011 - 15:48 Uhr

Die Volkshochschule Tübingen startet in ein weiteres Semester voller Kurse und Weiterbildungsmaßnahmen. Das Angebot ist derart weit gefächert dass jährlich rund 10.000 lernwillige Menschen das Angebot nutzen.
Nina Schmulius von der Presseabteilung der Volkshochschule betont, dass die Kurse jeden ansprächen, von der Frau, die neben ihrem beruflichen Alltag in einem kreativen Kurs entspannen will, Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten oder auch eine Vielzahl von Weiterbildungsangeboten im beruflichen Sektor nutzen möchten.
Mit ihrem vielfältigen Angebot will die Volkshochschule auch auf gesamtgesellschaftliche Anforderungen und Trends reagieren. So wird zum Beispiel die Vortragsreihe zum 'Ökologisch Leben“ hervorgehoben, oder die Reihe zum Waldkulturerbe, passend zum internationalen "Jahr des Waldes“. Daneben sei die Weiterbildung zur Fremdsprachenkorrespondent/in, die jetzt in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut in Tübingen anläuft, ebenfalls ein herausragender Kurs dieses Semesters.
Damit stellt die Volkshochschule eine der wenigen Institutionen dar, die tatsächlich für das gesamte Volk Bildung bietet, was vielen so gar nicht bewusst ist. Immerhin gebe es sonst keine Institution, die so eng verzahnt ist mit Kommune oder Land und so viele Angebote bieten kann. Es gebe natürlich kleine, einzelne Weiterbildungsanbieter oder Sprachenanbieter, aber die Volkshochschule besteche durch ein umfassendes Angebot, das von wirklich sehr professionellen Kursleiterinnen und Kursleitern höchsten Qualitätsstandards gerecht werde.
Rund 500 Referenten stehen auch dieses Semester wieder bereit. Ausführliche Beratungen gibt es vor Ort durch das Personal und Infos zum Programm im Internet.

FDP in der Krise - Ehemaliger Landtagsabgeordneter Kluck: Totgesagte leben länger
Freitag, 23. September 2011 - 15:25 Uhr

Bei der FDP häuft sich eine verlorene Landtagswahl nach der anderen. Zuletzt scheiterten die Liberalen in Berlin mit knapp zwei Prozent. Derweil knirscht es in Berlin gewaltig: die schwarz-gelbe Koalition streitet über das weitere Vorgehen beim der Euro-Rettungsschirm. Wir haben uns mit einem Reutlinger Liberalen unterhalten, der die Auswirkungen der FDP-Krise bei der Landtagswahl im März selbst erfahren musste.

Hagen Kluck musste im März am eigenen Leib erfahren, wie tief die FDP in der Wählergunst gesunken ist. Nach insgesamt 10 Jahren Landespolitik musste er seinen Abgeordnenten-Sessel im Stuttgarter Landtag räumen. Kluck ist sich sicher: Im Ländle hatte die FDP Pech - Fukushima, Stuttgart21 und Mappus' Rambo-Politik seien Schuld am Absturz. Dazu kam aber eine bundesweite FDP-Vertrauenskrise.

Bei der Serie der verloren gegangenen Landtagswahlen seien es Berliner Themen gewesen, so Kluck. Die FDP habe "das Maul zu voll genommen" vor und nach der Bundestagswahl und habe dann "zu wenig liefern können".

Liefern - genau das wollte der neue FDP-Chef Philip Rösler. Doch dem Koalitionspartner CDU war Rösler etwas zu forsch. In Sachen Euro-Rettungsschirm kriselt es bei schwarz-gelb - doch nicht erst seit den Unstimmigkeiten in der Euro-Frage. Die CDU sei immerhin politischer Konkurrent, sagt Kluck. Der großen Volkspartei habe es natürlich nicht geschmeckt, dass die Liberalen 2009 ein so gutes Wahlergebnis eingefahren haben, so Kluck. Daher würfen Unionspolitiker wie Schäuble oder Seehofer der FDP immer wieder Knüppel zwischen die Beine.

Die Union sieht sich von Rösler provoziert, vom Juniorpartner FDP - ganz besonders, weil er die Griechenland-Insolvenz ins Spiel gebracht hat. Kluck meint: Das war längst nichts Neues für die Koalition und entspreche nur den neuen Realitäten der Euro-Krise. Im Kern gehe es darum: Schaffen es die Griechen, mit der enormen Schuldenlast fertig zu werden? Daher, so Kluck, müsse man die Frage stellen, ob die Griechen mit einer geordneten Insolvenz nicht besser dran wären. Damit könnten sie neu durchstarten.

In diesem "worst case" müssten europäische Banken auf ihre milliardenschweren griechischen Staatsanleihen verzichten. Deutsche Banken könnten das schultern, meint FDP-Wirtschaftsminister Brüderle. Andere hingegen nicht. Europafeindlich - so der Vorwurf im Parlament - sei das nicht. Kluck kann den Vorwurf überhaupt nicht nachvollziehen. Die FDP sei "die Europapartei schlechthin" - man denke nur an Geschner oder Kinkel. Doch für Europa zu sein heiße ja nicht, dass man Dinge in der Politik beschließt, die sich am Ende nicht durchsetzen lassen.

Kluck ist sich sicher: Den Griechen ist nicht geholfen, wenn weiterhin Geld nach Athen fließt und sie es trotz Sparmaßnahmen nicht schaffen, die Pleite abzuwenden. Am 27. September stimmt schwarz-gelb erstmal über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirm ab. Kluck erwartet - anders als manch CDU-Politiker - eine Mehrheit in der Koalition.

Projektwoche für Schülersicherheit im ÖPNV
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:43 Uhr

Wie kommen Schüler mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Bus oder Bahn heil zur Schule und zurück? Welche Gefahren gibt es, und wie kann man diese meistern? Diese Fragen sollen derzeit in Tübingen im Rahmen einer Projektwoche zur Verkehrssicherheit auf dem Schulweg beantwortet werden. Rechtzeitig zum Schulbeginn nach den Sommerferien führen der Stadtverkehr Tübingen, die Deutsche und die Ammertalbahn, die Polizei Baden-Württemberg und die Bundespolizei ein Sicherheitstraining für Schüler durch. Dabei geht es unter anderem um Gefahren beim Einfahren von Bussen an Haltestellen, um richtges Ein- und Aussteigen, um den sogenannten toten Winkel bei Bussen, sowie um den Bremsweg eines Fahrzeugs. Dazu gibt es für die Schülerinnen und Schüler später auch noch theoretischen Unterricht in den jeweiligen Klassen.

Verdienstorden der Bundesrepublik für Margot Hamm
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:41 Uhr

Die Tübinger Kreisrätin und ehemalige Stadträtin Margot Hamm ist gestern in Tübingen mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die 77jährige Hamm sitzt seit 2004 für die Freie Wählvereinigung im Kreistag. Zuvor war Hamm von 1999 bis 2009 für die "Unabhängig Freie Wählergemeinschaft" Tübinger Stadträtin. Hamm war unter anderem Mentorin des Jugendgemeinderats und hat sich zudem für das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes engagiert. Die Verleihung des sogenannten Bundesverdienstkreuzes für Hamm geht auf einen Vorschlag des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus zurück. Hamm - so die Vorschlagsbegründung - sei eine langjährig engagierte und thematisch äußerst vielseitige Kommunalpolitikerin.

Projekt "Stärke“ im Zollernalbkreis
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:38 Uhr

"Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr“, das weiß auch der Zollernalbkreis und bietet daher jungen Eltern Unterstützung an. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt "Stärke“ setzt sich das Ziel, die Kompetenzen von Eltern durch praktische Kurse zu fördern. Städte, Gemeinden und Organisationen halten ein vielfältiges Angebot für Eltern parat, um den vielfältigen Anforderungen des täglichen Familienlebens gewachsen sein zu können.
Für eine gesunde und behütete Entwicklung von Kleinkindern - da sind sich die Experten einig - braucht es Eltern, die nicht getresst und überfordert, sondern gelassen sind. Und Gelassenheit im Umgang entsteht, wenn Eltern wissen, wie sie mit ihren Sprösslingen richtig umgehen. Ein Wissen, das nicht vom Himmel fällt. Es kann aber erarbeitet werden. Durch Hilfe, in Form von Kursen, wie sie beispielsweise auch der Zollernalbkreis mit dem Projekt "Stärke“ bietet. Zahlreiche Angebote gibt es dort, die in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnerorganisationen ein umfassendes Angebot bereithalten sollen. Das Ziel ist, Elternkompetenzen zu stärken. Über die Stärkung von Erziehungsverhalten und Alltagskompetenzen sollen die Kinder entsprechend gefördert und ihre Entwicklung begleitet werden.
Mit Gutscheinen - und weiterer Hilfe auf Antrag - wird so vielen Eltern die praktisch kostenfreie Teilnahme an den Kursen ermöglicht, und so Hilfe bei der Bewältigung der oft ungewohnten elterlichen Belastung geboten.
Denn in der Jugendhilfe zeigt sich sehr oft die Problematik, dass Eltern nicht in der Lage sind, angemessen mit ihren Kindern umzugehen. Dieses zu verbessern ist eine Komponente des Projektes "Stärke“.
Wichtig sei es da, dass sich Eltern bewusst sind, dass es keine Schwäche ist, Beratung von außen wie beim Projekt "Stärke“ in Anspruch zu nehmen.

Im Zollernalbkreis werden Kurse des Projekts "Stärke“ in jedem Landkreis in Baden-Württemberg angeboten. Nähere Informationen gibt es bei Bürgerämtern und Landratsämtern.

Europarc-Konferenz eröffnet in Bad Urach: NABU will Geld vom Land, Grün-Rot will Nationalpark im Schwarzwald
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:33 Uhr

In Bad Urach diskutieren derzeit hohe europäische Naturschutzvertreter über den richtigen Umgang mit Naturlandschaften. Den Rahmen bildet die Europarc-Konferenz. Europarc ist die Dachorganisation europäischer Schutzgebiete. Unter dem Motto "Qualität zählt - Gewinn für Natur und Mensch" wurden bei der Eröffnung gestern abend aber auch finanzielle Forderungen an die Landesregierung laut. Mit Alexander Bonde, dem grünen Minister für ländlichen Raum,war die richtige Ansprechperson dafür gleich mit von der Partie.

Die Schwäbische Alb - Großteile sind seit Mai 2008 Teile des ersten baden-württembergischen Biosphärenreservats. Biosphärengebiete sollen jahrhunderte alte, durch menschliche Bewirtschaftung entstandene Kulturlandschaften schützen - und diese den Menschen zugänglich machen. Daneben gibt es auch strikte Schutzgebiete. Eingerichtet von der alten schwarz-gelben Landesregierung schreibt die neue aber das Kapitel Biosphärengebiet fort. Der für die Bad Uracher Konferenz eigentlich angekündigte Ehrengast fehlte: Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde durch Alexander Bonde vertreten. Bonde aber hatte Kretschmanns Zukunftskonzept für die Schutzgebiete mit im Gepäck: Landnutzung, Naturschutz und Tourismus bildeten demnach ein magisches Dreieck. Und genau das sei der Pubnkt: "die enge Kooperation zwischen Naturschutz und Tourismus, aber auch mit den Landnutzern.'

Grün-Rot plant ein weiteres Biosphärenreservat im Land, vor allem aber auch einen neuen Nationalpark im Nordschwarzwald. Nicht nur zur Freude der dortigen Bevölkerung. Hier aber wolle man die Menschen mitnehmen - so Bonde - bei aller verständlichen Aufregung. Vor einigen Wochen habe man die schwierigen Diskussionen begonnen.

Lob für die neuen Ausweisungsvorhaben im Südwesten gab es dann auch von NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Generell aber brauche es für bestehende wie neue Schutzgebiete mehr Geld vom Land - und insbesondere mehr Personal. Denn Menschen seien für Schutzgebiete das wichtigste Gut. Es brauche Leute, die erklären, führen und begeistern können. Daraus entstehe dann die Wertschöpfung für ein Gebiet. Tschimpke: "Deswegen darf man dort nicht sparen. Wer dort spart, spart an der verkehrten Stelle.'

Geld allein - so der Tenor - löse aber nicht alle Schutzgebiets- Probleme. Auch, weil sich die Landesregierung im Zuge der Energiewende den massiven Ausbau der erneuerbaren wie der Windenergie auf die Fahnen geschrieben hat. "Bei der Windkraft, wo wir einen massiven Bedarf beim Ausbau hier in BW haben, werden wir genau wägen müssen, was auch den Schutz von Fledermäusen und Vögeln angeht.' Ähnliches gelte bei der energetischen Nutzung von Biomasse: Hier seien es gerade die für den Naturschutz wertvollen extensiv genutzten Flächen, die dabei nicht verloren gehen dürften. Das Abwägen der so entstehenden Zielkonflikte - so Bonde - werde die gemeinsamen Diskussionen in den nächsten Jahren bestimmen. In Bad Urach wird zunächst noch bis kommenden Sonntag diskutiert.

Schwere Verkehrsunfälle fordern zwei Menschenleben
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:24 Uhr

Zwei schwere Verkehrsunfälle haben zwei Tote und einen Schwerverletzten gefordert. In Tübingen wurde heute morgen in der Siegwart-Straße ein 86jähriger Radfahrer von einem abbiegenden LKW überrollt. Der Mann geriet unter den LKW und starb noch an der Unfallstelle.

Bereits gestern Abend kam auf der Bundestraße bei Albstadt der 17jährige Beifahrer eines Motorrrollers ums Leben. Laut Polizei hat ein Autofahrer den vor ihm fahrenden Roller wahrscheinlich übersehen - und diesen mit hoher Geschwindigkeit gerammt. Der 16jährige Roller-Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein entgegenkomender Wagen überfuhr die Trümmerteile. Der Fahrer erlitt einen Schock. Die Bundesstrasse war für mehrere Stunden voll gesperrt.

Land will ein Drittel der Kosten für Schulsozialarbeiter übernehmen
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:22 Uhr

Gestern hatten wir vom Ärger der Kommunen über die neue Landesregierung berichtet, weil diese - entgegen gemachter Wahlkampfversprechen - den Städten und Gemeinden nicht bei den Kosten für mehr Kleinkinderbetreuungsplätze bei Seite springen will. Jetzt aber gibt es eine Ankündigung, die die Kommunen erfreuen dürfte. Sozialministerin Katrin Altpeter, SPD, hat angekündigt, ein Drittel der Kosten für Schulsozial-Arbeiter zu übernehmen - insgesamt rund 15 Millionen Euro. Auch dieses Thema war lange ein Streitpunkt zwischen den Kommunen und dem Land. Städte und Gemeinden müssen die landesweit rund 700 Schulsozialarbeiter bisher selbst bezahlen.

Bundeswehrreform gefährdet Standorte in Meßstetten und Sigmaringen
Donnerstag, 22. September 2011 - 17:19 Uhr

Die derzeit laufende Bundeswehrreform wird laut dem Berliner Verteidigungsministerium Folgen für die Standorte in Meßstetten im Zollernalbkreis sowie für die Sigmaringer Stauffenbergkaserne haben. Hintergrund ist die geplante Verkleinerung des Heeres von fünf auf drei Divisionen. Dadurch soll demnach die zehnte Panzerdivision in Sigmaringen in einer neuen Süddivision aufgehen. Als Folge sollen Divisionsstab und Generalität nach Bayern oder Sachsen verlegt werden. Der Luftwaffenstützpunkt in Meßstetten gilt insgesamt als stark gefährdet

Türkischer Präsident Gül in Stuttgart - Baden-Württemberg und Türkei wollen wirtschaftliche Beziehungen ausbauen
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:40 Uhr

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül ist heute in Stuttgart von Ministerpräsident Kretschmann empfangen worden. Nach seinem Besuch in Berlin - wo eine Bombendrohung für Unruhe sorgte - und einem Abstecher nach Osnabrück ist die Landeshauptstadt Güls letztes Reiseziel.

Überschattet wurde Güls Staatsbesuch im Neuen Schloss von dem gestrigen Terroranschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara. Ministerpräsident Kretschmann sprach sein Beileid aus, zum Thema wurde die tödliche Explosion nicht. Auf dem Programm standen heute Gespräche über die wirtschaftlichen Zusammenarbeit und - neben dem obligatorischen Eintrag ins Goldene Buch des Landes - über den EU-Beitritt der Türkei.

Symbolisch daher das Neue Schloss, so Kretschmann, früher das Zuhause von Königen - heute aber seien Deutschland und die Türkei Republiken, vom Volk gewählt. Beide stünden für Freiheit und Gerechtigkeit. Hocherfreulich sei es laut Kretschmann, dass die Türkei diesen demokratischen Weg mitgehe. Daher werde die grün-rote Landesregierung die Beitrittsverhandlungen für eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU - als Gemeinschaft der Demokratie - unterstützen.

Eine gute Partnerschaft zwischen den beiden Staaten habe sich entwickelt. Kulturell, aber, so Gül, vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Gül freue sich, in Baden-Württemberg im Zentrum moderner Technologie zu sein - mit einer besonderen Mentalität: "Schaffe, schaffe, Häusle baue", scherzte Gül. Dieser Spruch sage alles über das Ländle aus. Da wundere es ihn nicht, dass das Land so viele Türken beheimate. Diesen rät Gül, zwar nicht die eigenen Wurzeln zu vergessen, sich aber zu integrieren. Erfolgsgeschichten wie die von Grünen-Chef Cem Özdemir sollen als Vorbild für die Landsleute dienen.

Die bereits engen Beziehungen zwischen dem Land und der Türkei will Gül ausbauen - im Interesse von beiden Partnern. Da sei noch Luft nach oben. Das Handelsvolumen von 5 Milliarden Dollar könne gesteigert werden. In der Türkei, so Gül, seien viele wirtschaftliche und menschenrechtliche Reformen in Gange, vor allem auch mit Blick auf die arabische Welt. Für die Zukunft mache das die Türkei zu einem sehr attraktiven Partner für Baden-Württemberg - aber auch für die Europäische Union, die auf eine wirtschaftliche starke Türkei setzen kann.

Gül hofft jetzt, dass Kretschmanns zustimmende Haltung in Sachen EU-Beitritt als Vorbild für andere Bundesländer, aber vor allem auch für die Bundesregierung dient. Im Gegensatz zum grünen Landeschef steht die einem Beitritt der EU nach wie vor skeptisch gegenüber.

Kein Geld für kommunale Kleinkinderbetreuung? Palmer erwägt Klage gegen neue Landesregierung
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:35 Uhr

Noch im Landtagswahlkampf hatten Grüne und SPD den Kommunen versprochen, eine neue Landesregierung werde die Kommunen besser behandeln wie die alte. Die war in die Kritik geraten, weil sie einen Rechtsanspruch auf einen kommunalen Kinderbetreuungsplatz bis 2013 angeordnet hatte - und die Kommunen dann mit den Kosten allein ließ. Das hatte die grün-rote Opposition damals unter dem Motto "wer bestellt, bezahlt“ scharf kritisiert. Jetzt aber hat die Äußerung der neuen Kultusministerin Gabriele Warminski-Leithäußer, SPD, bei den Kommunen für Empörung gesorgt, dass das Land für diese Kosten nicht zuständig sei. Tübingen und andere Städte erwägen jetzt eine Klage.

Den grün-roten Ausbau der Kleinkinderbetreuung, auch um früh gleiche Bildungschance für alle Kinder zu garantieren - das hatte die neue grün-rote Landesregierung nicht erst beim Vorstellen des Koalitionsvertrags ganz in scharf den Fokus genommen. Heftige Attacken auf die Regierung Mappus hatte Grün-Rot bereits im Wahlkampf gefahren, immer mit dem Vorwurf: die lasse die Kommunen bei vielerlei Landeskosten allein im Regen stehn.

Eine Politik des Gehörtwerdens hatte demgegenüber Winfried Kretschmann bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags versprochen. Dass Städte und Land grade bei den ausufernden Kinderbetreuungskosten zukünftig enger zusammen rücken, das hatte damals auch inmitten der Ministerriege auch Gabriele Warminski-Leithäußer, die heutige Kultusministerin gefordert. Ihr gestriges Statement aber, die Wende, dass das Land hier in keinerlei finanziellen Verpflichtungen stehe, hat nicht nur in Tübingen einen Sturm der kommunalen Entrüstung entfacht.

Wenn die Kultusministerin sage, so der grüne OB Palmer, dass Konnexität nun doch nicht gelte, dann widerspreche dies den grün-roten Versprechungen im Wahlkampf. Man habe sich darauf verlassen und müsse jetzt einfordern, dass das Land mit dem entsprechenden Geld ausstatte.

Wie keine andere Stadt im Land hat sich Tübingen mit seiner grün-roten Gemeinderatsmehrheit schon vor Jahren auf den Weg zur von Grün und Rot geforderten Kinder- und Bildungsfreundlichkeit gemacht - mit Plätzen für mittlerweile 54 Prozent der Unter-Dreijährigen. Mittlerweile - so Palmer - seien diese Kosten mit rund 30 Millionen Euro im Jahr auch der größte Ausgabenblock. Das sei beispielsweise doppelt so viel wie die Grundsteuer einbringe.

Deshalb will man im Tübinger Rathaus - falls man in Stuttgart nicht noch zur Einsicht kommt - dann genau dort vor den Staatsgerichtshof ziehen. Dann bliebe nur der Weg der Klage, so Palmer. Und auch in NRW seien die Kommunen vor den Richtern erfolgreich gewesen. Er glaube: das würde auch in Baden-Württemberg so sein. Noch aber hofft man - so die Sichtweise in Tübingen - dass es dazu nicht kommt - und dass sich Grün-Rot auch als Landesregierung seiner Wahlversprechen im Koalitionsvertrag erinnert.

Klaus Kinkel warb in Balingen für den schwäbischen Dialekt
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:23 Uhr

Der ehemalige Bundesaussenminister und Vizekanzler Klaus Kinkel, FDP, hat gestern als Gast des Fördervereins "Schwäbischer Dialekt" und der Kreissparkasse Zollernalb vor mehreren hundert Zuhörern in der Balinger Stadthalle gesprochen. Unter dem Motto "Sodele, jezzedle: ein Schwabe auf dem Weg in die weite Welt" strich der in Metzingen geborene und in Hechingen aufgewachsene Kinkel seine Verbundenheit mit der Region und ihrer Sprache heraus.

Der raue, aber herzliche schwäbische Ton habe auch ihn geprägt - mitsamt den berühmten schwäbischen Anekdoten, den deftigen Witzen und der Selbstironie. Kinkel engagiert sich seit seit Jahren für den Erhalt des Schwäbischen Dialekts. Der gleichnamige Förderverein will dafür sorgen, dass das Schwäbische als eigene Sprachform im Bewußtsein der Menschen erhalten bleibt.

Dettinger Erziehungsberatungsstelle wird 35 - und hat viel Beratungsarbeit zu leisten
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:18 Uhr

Mit einem Tag der offenen Tür hat die Erziehungsberatungsstelle in Dettingen an der Erms im Landkreis Reutlingen gefeiert, dass sie 35 Jahre alt wird. Positiv fällt bei den Verantwortlichen die Bestandsaufnahme ihrer Beratungsarbeit für Eltern mit schwierigen oder auffälligen Kindern aus. Peter Hild, Leiter der Beratungsstelle, findet, man habe bestätigen können, dass die Gründung dieser Beratungsstelle richtig war, weil die Zahl der Klienten immer größer werde.

Die Klienten kämen sogar in so großer Zahl, dass die Erziehungsberatungsstelle am Maximum angelangt sei. Wenn die Leute aber frühzeitig kämen, könne die Erziehungsberatungsstelle gut helfen - auch wenn es so viele seien. In fast jeder vierten Familie sei man statistisch gesehen beratend tätig. Es sei also ein Angebot für die gesamte Bevölkerung. Und genau so ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung war dann beim Tag der offenen Tür auch da. Die Erziehungsberatungsstelle freute sich über die hohen Besucherzahlen.

Erste Urteile im Fall der Balinger Großschlägerei vom Februar
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:12 Uhr

Im Fall der Großschlägerei im Februar in Balingen mit mehreren Verletzten - darunter ein schwetrverletzter Polizist - hat das Hechinger Landgericht heute die ersten Urteile gefällt. Zwei Männer, die sich geständig zeigten und nur als Mitläufer eingestuft wurden, wurden wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen die Polizei zu Geldstrafen verurteilt - in Höhe von 2100 und 600 Euro. Die Verhandlung wird dann Morgen mit dem Hauptverfahren und den drei verbiebenen Angeklagten fortgesetzt. Die Männer werden von der Staatsanwaltschaft des versuchten Totschlags beschuldigt. Unter anderem, weil die Angeklagten auf einen am Boden liegenden Polizisten eingetreten haben sollen.

Bundesweit modellhaftes Tübinger "Projekt zur häuslichen Betreuung Schwerkranker" feiert 20jähriges Bestehen
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:11 Uhr

In Tübingen feiert das bundesweit erste "Projekt zur häuslichen Betreuung Schwerkranker" und zur Sterbebegleitung sein 20jähriges Bestehen. Der Palliativdienst pflegt Sterbende zuhause und verhindert so, dass diese ins Krankenhaus müssen. Zwei Krankenschwestern, zwölf Pflegekräfte und fünf Mediziner kümmern sich um die Schwerkranken. Im Jahr werden rund 260 Menschen beim Sterben zuhause begleitet. Das Tübinger Projekt dient mittlerweile bundesweit als Vorbild. Im Land bieten bisher rund die Hälfte der Landkreise eine solche Betreuung an.

Regionale IHK will Kleinunternehmen stärker vernetzen
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:08 Uhr

Die regionale IHK will zukünftig für mehr Unterstützung von Klein- und Einpersonenunternehmen sorgen. Dazu sollen die rund 20.000 in Frage kommenden Unternehmen in der Region Neckar-Alb im Rahmen einer neuen Netzwerkinitiative
untereinander verstärkt in Kontakt gebracht werden. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, Dr. Wolfgang Epp, sagte, man habe festgestellt, dass vor allem kleinere Unternehmen nur mangelnd vernetzt seien. Sie müssten besser voneinander lernen und profitieren.

Der Vernetzungsansatz könnte auch aus Sicht von Peter Hofelich, dem Mittelstands- und Handwerksbeauftragten der Landesregierung, landesweit Schule machen. Er lobte die
Strategie der regionalen IHK - und er die Hoffnung, die diese damit ganz konkret verbindet: nämlich Netzwerke aufzubauen, die von den Unternehmen dann ausgebaut werden sollen, und die dadurch dann ein Stück innovativer würden.

Das Netzwerk-Programm für kleine Unternehmen ist Teil der neuen, viersäuligen IHK-Strategie "Kurs Zukunft", mit der die IHK in den Bereichen Bildung, Innovation, Gründer und Unternehmen zur langsfristigen Stärkung des Wirtschaftsstandorts beitragen möchte.

Palmer ehrt Welt- und Vizeweltmeister
Mittwoch, 21. September 2011 - 17:00 Uhr

Oberbürgermeister Boris Palmer hat heute die beiden in Tübingen trainierenden Medaillengewinner der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Südkorea, Weltmeister David Rudisha und Vizeweltmeister Bernard Lagat, im Rathaus empfangen. Palmer hob die große Läufertradition der Neckarstadt mit Dieter Baumann und dem Stadtlauf hervor, der immer wieder große Stars in die Universitätsstadt bringe - in diesem Fall sogar direkt ins Rathaus. Es sei etwas Besonderes, wenn man so kurz nach einer Weltmeisterschaft im Tübinger Rathaus eine Silber- und eine Goldmedaille sehen und fühlen könne.

Tübingen - so Palmer - biete für Läufer und Weltklasseläufer mit dem Dieter-Baumann-Team hervorragende sportliche Trainingsbedingungen - bis hin einer erstklassigen sportmedizinischen Betreuung. Eine Aussage, der auch die Geehrten zustimmten. Der 800 Meter Weltmeister David Rudisha sagte, die Läufer hätten in Tübingen praktisch alles, was sie bräuchten: Wunderbares Wetter, den Wald, in dem man trainieren könne, und viele weitere Trainigsgelände. Über die Wege geriet er beinahe ins Schwärmen: Sie seien schön, weich und gut in Stand.

5000 Meter Vizeweltmeister Bernard Lagat stieß ins gleiche Horn. Besondes für Mittel- und Langsteckler, die am liebsten im Wald trainieren sei Tübingen ein ganz besonderer Ort. Auch für die olympischen Spiele im nächsten Jahr wollen Lagat und andere Läufer immer wieder auch in Tübingen trainieren. Dann könnten Lagat und die anderen wieder im Rathaus empfangen werden - vielleicht dann sogar mit einer olympischen Goldmedaille.

Reutlinger Philharmoniker starten in die Saison
Mittwoch, 21. September 2011 - 16:51 Uhr

Mit der Helios-Ouvertüre des Dänen Carl Nielsen ist die Württembergische Philharmonie Reutlingen gestern in der Reutlinger Friedrich-Listhalle in die aktuelle Spielzeit gestartet. Später gab es dann das Violin-Konzert von Ludwig van Beethoven - mit dem Stargast des Abends, dem Weltklasse-Geiger Frank Peter Zimmermann.

Walter Tigers erwägen rechtliche Schritte gegen Williams
Mittwoch, 21. September 2011 - 16:49 Uhr

Nach dem spurlosen Verschwinden des Basketball-Spielers Kenny Williams erwägen die Walter Tigers Tübingen jetzt auch juristische Schritte gegen den Amerikaner. Laut Geschäftsführer Robert Wintermantel prüfe man rechtliche Schritte wegen Unterschlagung oder Betrugs. Williams hatte sich in der verganenen Woche in einer Nacht- und Nebel-Aktion wahrscheinlich in die USA abgesetzt. Zuvor hatte sich Williams nach Darstellung des Vereins einen Vorschuss auf sein Monatsgehalt auszahlen lassen.

Prozessbeginn gegen mutmaßlich handgreiflichen Lehrer am Hechinger Landgericht
Mittwoch, 21. September 2011 - 16:46 Uhr

Vor dem Hechinger Landgericht muss sich seit vorgestern ein Lehrer verantworten, der gegenüber Schülern handgreiflich geworden sein soll. Der 54jährige war von 2008 bis 2009 im Zollernalbkreis als Klassenlehrer an einer Realschule. Laut Anklage soll der Mann Schüler gegen das Schienbein getreten und mit dem Arm gestoßen haben. Allerdings haben die bisher befragten Schüler die Anklagepunkte eher heruntergespielt.

Erster Professor für neuen Studiengang an der Uni Tübingen drei Wochen vor Semesterstart gefunden
Mittwoch, 21. September 2011 - 16:43 Uhr

Rund 3 Wochen vor Semesterstart kann das geplante Zentrum für islamische Theologie an der Uni Tübingen den ersten Professor vorweisen. Demnach hat der Berliner Islamwissenschaftler Omar Hamdan mündlich den Ruf nach Tübingen angenommen. Tübingen soll als bundesweit erste Uni Imame deutschsprachig und unter staatlichen Vorgaben ausbilden. Mit dem Requirieren der vier dafür vorgesehenen Professoren gab es aber große Schwierigkeiten. An der Berufung sind Uni und die islamischen Verbände beteiligt. Laut Universität hat man sich nur auf einen Bewerber einigen können.

CDU Bildungskonferenz in Trochtelfingen
Dienstag, 20. September 2011 - 17:44 Uhr

Gestern hat in Trochtelfingen die CDU Bildungskonferenz Württemberg-Hohenzollern stattgefunden - prominente Sprecherin war dabei die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan. Beachtlich findet so mancher Beobachter, dass Frau Schavan, die nach eigener Aussage zehn Jahre für den Erhalt der Hauptschulen gekämpft hat, nun für die Abschaffung derselben wirbt. Ihr sogenanntes "Bildungspapier“ plädiert für die Zusammenfassung der Haupt- und Realschulen zu sogenannten "Oberschulen“. Nachdem heftige Streitigkeiten zwischen Bundes-CDU und Länderbasis mit dem neuen Kurs einhergingen, ist noch überraschender, dass es mittlerweile Unterstützung für Schavan auch aus Kreisen der Landes-CDU gibt - wie beispielsweise von Monika Stolz, der ehemaligen CDU-Kultusministerin.
Trotz heftiger Meinungsverschiedenheiten bis vor kurzem versuchen Bundes- und Landes-CDU jetzt gemeinsam, den Abschied von der Dreigliedrigkeit bei der CDU-Basis durchzusetzen - weil es vor allem in ländlichen Gebieten dafür nicht mehr genug Schüler gebe.

Frau Schavan verwies darauf, dass die entscheidende Reform die Antwort auf die beiden Fragen ist, was gelernt und wie gelernt werden soll. Deshalb habe sie immer gesagt, Strukturen stehen nicht im Vordergrund, sondern die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems, die begabungsgerechte Förderung von Schülerinnen und Schülern. Bildungsinhalte und Bildungsziele seien damit zentrale Aussage des Leitmotivs.
Diese Bildungsziele könnten laut Schavan also auch ohne die Hauptschule erreicht werden, solange die unterschiedlichen Stärken der Schüler gefördert würden. Das gelinge unter anderem auch in den verschiedenen berufsbildenden Gymnasien, die den allgemeinbildenden Gymnasien in nichts nachstünden. Denn Berufliche- und Allgemeinbildung sind gleichwertig. In der beruflichen Bildung gehe es nicht darum, dass irgendjemand weniger begabt sei, sondern dass sie anders begabt sind.
Sie halte also weiterhin die Qualität verschiedener Bildungswege hoch. Dem stünden die angestrebten Reformen der grün-roten Landesregierung gegenüber, die über kurz oder lang zur Gesamtschule wolle - und zu geringerer Qualität. Aus Sicht von Schavan und Stolz müsse die Landes-CDU deshalb jetzt kämpfen. Denn es sei ganz klar, dass die CDU keine Gleichmacherei, keine ideologische Nivellierung auf niedrigem Niveau, möchte. Das wollten die Anderen.
In der anschließenden Diskussion zeigte sich allerdings: die große Mehrheit der CDU-Basis steht dem neuen Bildungspapier eher ablehnend gegenüber. Da die Bildungspolitik zentrales Thema auf dem CDU-Bundesparteitag im November sein wird, wird Annette Schavan bis dahin - aus Sicht von Beobachtern - noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Kultusministerium stellt Prioritätenliste in der Schulpolitik vor
Montag, 19. September 2011 - 17:44 Uhr

Seit einer Woche strömen die Schüler in der Region wieder in die Schule. Für die neue Kultusministerin Warminski-Leitheußer, SPD, beginnt damit das erste Schuljahr ihrer Amtszeit. Im Stuttgarter Kultusministerium hat man sich viel vorgenommen - und das soll jetzt auch angegangen werden.

Ausreichend Lehrer an den Schulen im Land - das soll vorerst Priorität Nummer 1 sein im Land. 150 zusätzliche Stellen hat das Land freigegeben, um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Dazu kommen zurückgenommene Kürzungen der Vorgängerregierung. Aus dem prall gefüllten Bildungsprogramm von SPD-Kultusministerin Warminski-Leitheußer hat sich schnell eine deutlich knappere Prioritätenliste herauskristallisiert. Zentral ist dabei ebenso der Ausbau Gemeinschaftsschule. Das Schulkonzept erfreue sich inzwischen großer Beliebtheit, so Warminski-Leithußer: "Wir haben eine sehr große Nachfrage aus allen Teilen des Landes nach der Gemeinschaftschule". Sie rechne damit, dass man zum kommenden Schuljahr mit 30 Schulen an den Start gehen könne.

Eines will man sich im Kultusministerium da nicht leisten: Schnellschüsse. Die Entwicklung des neuen pädagogischen Konzepts brauche viel Zeit. So sollen die Gemeinschaftschulen Sekundarstufe I und II anbieten. II aber nur bei ausreichenden Schülerzahlen, ansonsten soll es Kooperationen mit Gymnasien geben. Das Grundprinzip ist das gemeinsame Lernen von Klasse 5 bis 10, so dass bis Klasse 10 völlig unklar ist, welcher Schulabschluss letztendlich angestrebt wird. Der Klassenteiler soll auf 25 abgesenkt werden. Ebenso sollen Gemeinschaftsschulen in jedem Fall gebundene Ganztagsschulen sein.

Das Problem bei so viel "Ehrgeiz": Die benötigten neuen Lehrerstellen kosten Geld. So klaffe jetzt ein gefühlter Widerspruch zwischen der angestrebten Nullverschuldung im nächsten jahr, und dem bildungspolitischen Programm, das laut Koalitionsvertrag einen 3-stelligen Millionenbetrag kosten werde, sagte die Kultusministerin.

Weitere Priorität ist die Weiterentwicklung des oft gescholtenen acht-jährigen Gymnasiums G8. Gerüchte, wonach einzelne Gymnasien zu G9 zurückkehren könnten, dementierte die Kultusministerin heute. Das sei nicht möglich.

Ebenso auf der Agenda des Kultusministeriums steht der Ausbau der Grundschulen zu Ganztagsschulen. Hier müsse noch sehr viel im Land geschehen.

Grün-Rot gibt 150 zusätzliche Lehrerstellen zur Unterrichtsversorgung frei - Kultusministerin sieht große Nachfrage nach Gemeinschaftsschule
Montag, 19. September 2011 - 17:11 Uhr

Seit einer Woche strömen die Schüler in der Region wieder in die Schule. Für die neue Kultusministerin Warminski-Leitheußer, SPD, beginnt damit das erste Schuljahr ihrer Amtszeit. Im Stuttgarter Kultusministerium hat man sich viel vorgenommen - und das soll jetzt auch angegangen werden.

Ausreichend Lehrer an den Schulen im Land - das soll vorerst Priorität Nummer 1 sein im Land. 150 zusätzliche Stellen hat das Land freigegeben, um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Dazu kommen zurückgenommene Kürzungen der Vorgängerregierung. Aus dem prall gefüllten Bildungsprogramm von SPD-Kultusministerin Warminski-Leitheußer hat sich schnell eine deutlich knappere Prioritätenliste herauskristallisiert. Zentral ist dabei ebenso der Ausbau Gemeinschaftsschule. Das Schulkonzept erfreue sich inzwischen großer Beliebtheit, so Warminski-Leithußer: "Wir haben eine sehr große Nachfrage aus allen Teilen des Landes nach der Gemeinschaftschule". Sie rechne damit, dass man zum kommenden Schuljahr mit 30 Schulen an den Start gehen könne.

Eines will man sich im Kultusministerium da nicht leisten: Schnellschüsse. Die Entwicklung des neuen pädagogischen Konzepts brauche viel Zeit. So sollen die Gemeinschaftschulen Sekundarstufe I und II anbieten. II aber nur bei ausreichenden Schülerzahlen, ansonsten soll es Kooperationen mit Gymnasien geben. Das Grundprinzip ist das gemeinsame Lernen von Klasse 5 bis 10, so dass bis Klasse 10 völlig unklar ist, welcher Schulabschluss letztendlich angestrebt wird. Der Klassenteiler soll auf 25 abgesenkt werden. Ebenso sollen Gemeinschaftsschulen in jedem Fall gebundene Ganztagsschulen sein.

Das Problem bei so viel "Ehrgeiz": Die benötigten neuen Lehrerstellen kosten Geld. So klaffe jetzt ein gefühlter Widerspruch zwischen der angestrebten Nullverschuldung im nächsten jahr, und dem bildungspolitischen Programm, das laut Koalitionsvertrag einen 3-stelligen Millionenbetrag kosten werde, sagte die Kultusministerin.

Weitere Priorität ist die Weiterentwicklung des oft gescholtenen acht-jährigen Gymnasiums G8. Gerüchte, wonach einzelne Gymnasien zu G9 zurückkehren könnten, dementierte die Kultusministerin heute. Das sei nicht möglich.

Ebenso auf der Agenda des Kultusministeriums steht der Ausbau der Grundschulen zu Ganztagsschulen. Hier müsse noch sehr viel im Land geschehen.

In dem Mund statt auf den Müll - Reutlinger Tafel bietet Essen für arme Menschen
Montag, 19. September 2011 - 17:02 Uhr

Jeden Tag werden in Deutschland und auch in der Region tonnenweise Lebensmittel weggeworfen - Lebensmittel, die noch genießbar sind, auch wenn sie ihr Verfallsdatum erreicht haben. Diese Nahrungsmittel könnten allesamt an anderer Stelle Verwendung finden. Bei denen nämlich, die finanziell nicht gut gestellt sind, und die deshalb regelmäßig eine der vielen "Tafeln" aufsuchen - darunter auch die Reutlinger Tafel.

Haufenweise Obst und Gemüse, Brot vom Vortag oder Joghurts kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums... Viermal in der Woche landen Lebensmittel aus lokalen Supermärkten, dem Großhandel und Bäckereien bei der Reutlinger Tafel - kistenweise. Denn schon wenn ein Salatkopf außen etwas welk ist, wird er nicht mehr gekauft und landet im Müll - oder eben bei der Tafel.

75 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich für die Reutlinger Tafel, holen die Ware ab, sortieren aufwändig und verkaufen sie dann im Tafelladen. Hier finden die Lebensmittel dankbare Abnehmer: Rentner, Arbeitslose, Studenten oder Alleinerziehende - wer im Monat weniger als 400 Euro zur Verfügung hat, darf hier billig einkaufen.

Die Leiterin der Reutlinger Tafel, Rose Biedermann sieht hier für Menschen, die "sonst wirklich jeden Cent zweimal umdrehen müssen" die Möglichkeit, Dinge zu kaufen, die sie gerne haben möchten, und dann trotzdem noch Geld übrig zu haben zum Beispiel für einen Kinobesuch oder um seinen Kindern ein Eis zu kaufen.

Trotzdem: Tafelläden wie die Reutlinger Tafel stehen auch immer wieder politisch in der Diskussion: Die Läden trügen nicht dazu bei, das Problem Armut im Kern anzupacken, heißt es von einigen Tafelgegnern. Außerdem seien sie nicht nachhaltig, so lautet ein weiteres Argument, schaffen stattdessen Parallelwelten und grenzen aus.

Uschi Fries, eine Mitarbeiterin der Reutlinger Tafel, findet aber, dass es für jene 150 bis 200 Menschen, die bei der Tafel ihr Essen bekämen, sonst finanziell noch viel enger sei. Daher gehe es nicht ohne Tafelläden. Denn ein Brot für 30 Cent oder einen Salatkopf für 20 - so günstig kann man sonst kaum einkaufen. Und der Bedarf wächst, denn die Armut in Deutschland nimmt zu. Das merken sie auch in der Reutlinger Tafel. Immer mehr Rentner kämen - und Leute, deren Gehalt trotz Arbeit einfach nicht mehr ausreiche, heißt es in der Tafel.

Knapp jeder Siebte sei in Deutschland von Armut betroffen, hieß es im letzten Armutsbericht der Bundesregierung. Die Armut ist also akut und, so die Argumentation der Tafelbefürworter - daher müsse auch aktiv etwas gegen sie und gegen die Versäumnisse der Politik getan werden, so die Argumentation der Tafelbefürworter.

Die Tafel, so sagt Leiterin Rose Biedermann, habe damit eine doppelte Funktion: Auf der einen Seite würden Lebensmittel, die noch gut sind, nicht auf dem Müll landen. Auf der anderen Seite hätten Menschen mit wenig Geld davon auch noch einen Nutzen.' Die Mitarbeiter jedenfalls sind überzeugt, dass die Tafel-Läden unabkömmlich sind. Zumindest solange, bis die Politik in der Armutsbekämpfung aktiver wird.

Rund 13.000 Euro bei Spendenlauf für krebskranke Kinder gesammelt
Montag, 19. September 2011 - 16:43 Uhr

Unter dem Motto "Kinder helfen Kindern" stand gestern der Spendenlauf der TuS Metzingen zugunsten des Anna e.V., dem Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder. Trotz des durchwachsenen Wetters mit Erfolg: In mehr als 5.000 erlaufenen Runden konnte ein Spendenbetrag von rund 13.000 Euro erreicht werden. Neben verschiedenen Firmen und Vereinen nahmen auch elf Schulklassen teil. Die Initiative zu diesem Spendenlauf ging von den Kindern des TUS Metzingen aus.

Diakoniefestival in Dettingen/Erms mit 1.000 Besuchern im Zeichen der Inklusion
Montag, 19. September 2011 - 16:41 Uhr

Zum Diakoniefestival in Dettingen/Erms sind gestern laut Veranstalter trotz des herbstlichen Wetters knapp 1.000 Besucher gekommen. Die diakonischen Einrichtungen aus dem Ermstal stellten sowohl ihre Arbeit als auch ihre Produkte vor. Inklusion - also die volle Teilhabe aller sozialen Gruppen am gesellschaftlichen Leben - war beim Festival das zentrale Thema: So feierten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Gottesdienst, machten Musik und waren zusammen an Ständen aktiv.

130.000 Besucher beim umbrisch-provencalischen Markt in Tübingen
Montag, 19. September 2011 - 16:38 Uhr

130.000 Besucher zählte der diesjährige umbrisch-provenzalische Markt in Tübingen. Gestern hatten Tübinger und Gäste zum letzten Mal die Gelegenheit, durch die mediterranen Marktstände zu schlendern. Obwohl die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen waren, zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden. So seien der Donnerstag und Freitag sogar besser besucht gewesen als 2010, nur am Sonntag seien wegen des schlechten Wetters weniger Menschen gekommen.

Dritte Albstädter Gesundheitstage - Veranstalter ziehen positive Bilanz
Montag, 19. September 2011 - 16:36 Uhr

Für die dritten Gesundheitstage in Albstadt melden die Veranstalter eine positive Bilanz. An diesem Wochenende kamen 4000 Besucher - 1000 mehr als im Vorjahr. Die Vorträge und das Programm in der Fest- und Schlossberghalle waren gut besucht, einzig der Regionalmarkt im Freien litt unter dem schlechten Wetter. Die Besucherzahlen zeigten laut Veranstaltern das große Interesse am Thema Gesundheit.

Porsche-Fahrer nach Flucht vor der Polizei tödlich verunglückt
Montag, 19. September 2011 - 16:33 Uhr

Ein Porschefahrer ist gestern bei einem Verkehrsunfall in der Reutlinger Karlstraße ums Leben gekommen. Der 39jährige flüchtete vor einer Polizeikontrolle und verlor wegen stark überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen. Zuvor war der Mann in der Bahnhofstraße aufgefallen.

Kriminalhauptkommissarin Andrea Kopp von der Polizeidirektion Reutlingen erklärte, der Porschefahrer habe die Beteiligten eines kleinen Verkehrsunfalls, an dem er selbst nicht beteiligt gewesen sei, grundlos beleidigt und angegriffen, und sei daraufhin geflüchtet. Daraufhin sei die Polizei verständigt worden. In der anschließenden Fahndung habe er in der Konrad Adenauer Straße kontrolliert werden sollen. Dort habe er zunächst angehalten, sei dann aber plötzlich losgefahren und mit sehr hoher Geschwindigkeit die Karlsstraße entlang gefahren.

Ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge prallte der Mann dann gegen eine Mauer und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Zur Unfallaufnahme wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Piratenpartei im Kreisverband Reutlingen/Tübingen erfreut über Berliner Ergebnis
Montag, 19. September 2011 - 16:25 Uhr

Der Kreisverband Reutlingen/Tübingen der Piratenpartei hat mit Freude auf das Wahlergebnis zum Berliner Abgeordnetenhaus reagiert. Das Ergebnis zeige, dass die Themen der Partei weiten Teilen der Bevölkerung wichtig seien, sagte die Kreisvorsitzende Jasenka Wrede. Die Leute sehnten sich nach einem neuen transparenten und offenen Politikstil, so Wrede weiter. Die Piratenpartei war mit 8,9 Prozent der Stimmen gestern erstmals in ein deutsches Landesparlament gewählt worden.

Widmann-Mauz bleibt Landesvorsitzende der Frauen-Union und will Quoten für Frauen in Aufsichtsräten
Montag, 19. September 2011 - 16:22 Uhr

Die CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Tübingen/Hechingen, Annette Widmann-Mauz, ist weiterhin Landesvorsitzende der Frauen-Union. Widmann-Mauz wurde am Wochenende auf dem Landesdelegiertentag in Rottweil mit 94 Prozent der Stimmen wiedergewählt. In ihrer Rede plädierte die parlamentarische Staatssekretärin dafür, verbindliche gesetzliche Vorgaben für die Vertretung von Frauen in Vorstands- und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften zu schaffen.

18. Tübinger Stadtlauf - Kipchichir Rottich erster, Lagat zweiter, Gabius dritter
Sonntag, 18. September 2011 - 16:15 Uhr

In Tübingen ist heute wieder der traditionelle Stadtlauf über die Bühne gegangen. Tausende Läufer aller Alters- und Leistungsklassen stürzten sich dabei wieder durch die Strassenschluchten der Neckarstadt.

Um 13 Uhr knallte es am Zinserdreieck: Der Startschuss läutete den Hauptlauf des 18. Tübinger Stadtlaufs ein. Neben den zahlreichen Zuschauern, die dem Wetter trotzten, waren erneut zahlreiche internationale Läufergrößen und natürlich die Läufer von der LAV ASICS Tübingen an den Start gegangen.

Nach der zweiten Runde hatte sich die Spitzengruppe - bestehend aus Kipchichir Rottich und Lagat - vom Hauptfeld abgesetzt. Hochdramatisch wurde es zwischen den beiden Weltgrößen auf dem 7,5 Kilometer-Lauf durch die Tübinger Altstadt.

Nach exakt 21 Minuten und einer Sekunde erreichte Kipchichir Rottich als erster das Ziel - dicht gefolgt von Lagat, nur sieben Sekunden langsamer.

Doch nicht nur die Kenianer hatten Grund zum Jubeln: Lokalmatador Arne Gabius setzte sich als Dritter gegen Isaac Songok durch, mit seiner neuen Bestzeit 21:15 - eine Minute schneller als im letzten Jahr. Filmon Ghirmai kam als zehnter ins Ziel.

Schnellste Frau wurde am Ende die Kenianerin Eunice Chebibii mit 24:36, knapp vor Elena Zadorozhnaja aus Usbekistan.

Lagat zeigte sich höchst überrascht über seinen zweiten Platz - den Stadtlauf hatte er unterschätzt, gibt er gerne zu: Die 7 Kilometer seien verdammt lang gewesen, sagt er. Er habe sein bestes gegeben und sei sehr zufrieden über den 2. Platz. Der erstplatzierte Kenianer Kipchichir Rottich war hochzufrieden - das Klima machte ihm keine Probleme: Er habe mit Regen trainiert, er mache ihm schon längst nichts mehr aus. Glücklich sei er jetzt über den ersten Platz.

Der Tübinger Gabius sprach von einem sehr guten Rennen - dritter, eine Minute schneller als im Vorjahr. Einfach war es nicht - die Konkurrenz war verdammt stark, sagt er. Tübingen sei ohnehin der stärkste Stadtlauf in ganz Deutschland.

Für alle Fans gibts noch eine gute Nachricht: Auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Tübinger Stadtlauf geben. Und einen ausführlicheren Bericht zum Stadtlauf gibt es kommenden Dienstag in einem Sportticker-Spezial bei RTF1.

Sparkasse Zollernalb spendet an den Albstädter Albverein
Sonntag, 18. September 2011 - 11:49 Uhr

Vier Traumsofas für Albstadt - die hat die Kreissparkasse Zollernalb jetzt gespendet, damit die Traufgänge rund um Albstadt in Zukunft für Touristen auch so traumhaft bleiben. Im Rahmen ihrer Jubiläumsaktion "175 Projekte" spendete die Kreissparkasse dem Schwäbischen Albverein vier der Traumsofas im Wert von jeweils 700 Euro.

Mit diesen kann der Albvereien Bürger und vor allem den Touristen eine kleine Erholung auf ihren Wanderungen anbieten, sagt Josef Ungar, Gauobmann des dortigen Albvereins. Die Traufgänge gehören zwar schon zu den Premiumwanderwegen Deutschlands - einer davon wurde im letzten Jahr zum zweitschönsten in der Republik gewählt.

Doch dem Albverein war das noch nicht genug: Die neuen Traumsofas böten eine neue Art der Erholung, ein neues Gefühl im Gegensatz zu den normalen Bänken. Ungar hofft, dass die neuen Traumsofas das "I-Tüpfelchen" bilden könnten, an das sich Touristen später erinnern. Und vielleicht, meint Ungar, kommen sie dann ja wieder.

Geld für Haigerlocher Imker
Sonntag, 18. September 2011 - 11:44 Uhr

Die Haigerlocher Honigbienen haben ebenfalls eine Spende der Sparkasse Zollernalb erhalten: 1200 Euro gehen an den dortigen Imkerverein. Geld, das dringend benötigt wird, um den ärgsten Feind der Biene zu bekämpfen: Die sogenannte Vorroamilbe, die seit 30 Jahren wütet.

Wie Thomas Klingler, Vorsitzender des Bezirksimkervereins, berichtet, kam die Milbe von den östlichen Honigbienen, die mit diesem leben konnte. Die westliche Honigbiene kommt nicht mit ihm zurecht. Zahlreiche Projekte versuchen jetzt, das relativ geringe Abwehrpotential auszuweiten.

Mit dem Geld der Sparkasse wollen die Imker jetzt 30 bis 50 Königinnen für ihre Bienenvölker kaufen. Diese tragen Anlagen für ein besseres Immunsystem der Honigbiene in sich - und trotzen der Milbe - Damit auch künftig der Haigerlocher Honig fließt.

Ronald McDonal Elternhaus in Tübingen eröffnet
Sonntag, 18. September 2011 - 11:41 Uhr

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit endlich eröffnet: Das Ronald McDonald Haus in Tübingen. Künftig sollen in den neuen Gebäude - geschaffen vom renommierten Architekten Hadi Teherani - 600 Familien pro Jahr eine Unterkunft auf Zeit bekommen, wenn ihre schwer kranken Kinder in der Tübinger Uni Klinik behandelt werden. Für McDonalds ist das Haus das erste Elternhaus in Baden-Württemberg; mit seinen 30 Apartments ist es das zweitgrößte Deutschlands.

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