RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 17. August 2008

SSV Reutlingen gewinnt Auswärtsspiel in Bamberg
Samstag, 23. August 2008 - 17:25 Uhr

In der Fußball-Regionalliga Süd hat der SSV Reutlingen sein Auswärtsspiel beim 1. FC Eintracht Bamberg gewonnen. Die Achalmstädter siegten in Franken mit 4:2. Mauro Macchia schoss das 1:0 für den SSV in der 30. Minute. In der 50. Minute folgte der Ausgleich durch Alexander Deptalla. Wenig später gingen die Franken mit einem Foulelfmeter durch Peter Heyer in Führung. Andreas Rill schoss in der 59. Minute den Ausgleich, nur zwei Minuten später brachte Mauro Macchia den SSV in Führung. In der 70. Minute machte Macchia den Hattrick perfekt und traf zum 4:2-Endstand.

Sechs Fahrzeuge auf B 28 bei Dettingen/Erms zusammengestoßen
Samstag, 23. August 2008 - 17:24 Uhr

Gleich sechs Fahrzeuge waren in einen Unfall gestern Abend auf der B 28 bei Dettingen/Erms verwickelt. Ein 74jähriger Nissan-Fahrer missachtete an der Anschlussstelle Neuhausen die Vorfahrt eines 20jährigen Corsa-Fahrers. Die beiden Fahrzeuge kollidierten. Der Corsa geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem VW Golf einer 86jährigen. Kurz danach fuhren drei weitere Fahrzeuge aus Metzingen in Richtung Unfallstelle. Die ersten beiden bremsten rechtzeitig ab, der dritte erkannte die Situation zu spät und schob die beiden Autos vor ihm ineinander. Die Bilanz des Unfalls: Drei Leichtverletzte und 30.000 Euro Sachschaden. Die B 28 war für zweieinhalb Stunden gesperrt.

Mittelaltermarkt auf dem Hohen Neuffen
Samstag, 23. August 2008 - 17:24 Uhr

Am 16. August 1198 wurden die Herren von Neuffen erstmals urkundlich erwähnt. Um diesen Tag zu feiern, laden die Burgherren des Hohen Neuffen jedes Jahr zum mittelalterlichen Markt. Im Mittelalter war ein Markt mehr als ein Ort, an dem gehandelt wurde: Viele Gaukler, Handwerker und Musikanten machten einen Markttag zu einem besonderen Ereignis. Schon zum zwölften Mal veranstaltet die Burggaststätte auf dem Hohen Neuffen den Mittelaltermarkt. War er anfangs noch auf den Burghof begrenzt, so sieht man heute überall auf dem Burggelände die Zelte der Akteure. Größer kann der Markt aber nicht mehr werden. Das Limit ist erreicht. Der Begriff Markt trifft die Sache aber nicht so ganz. Diejenigen, die wirklich Waren an den Mann oder an die Frau bringen wollen, sind fast schon in der Minderheit. Es wimmelt nur so von Handwerkern, die von den Veranstaltern eine Gage bekommen, weil sie kaum etwas verkaufen, von Musikanten, Gauklern und schrägen Typen wie dem hässlichen Hans. . Er und die anderen Recken und Mägde sind auch morgen auf dem Hohen Neuffen zu erleben.

Trickbetrüger in Münsingen unterwegs
Samstag, 23. August 2008 - 17:22 Uhr

Die Polizei warnt vor einem Betrüger, der sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgibt und wahrheitswidrig vorgibt, offenstehende Rechnung vollstrecken zu müssen. Eine Frau aus Münsingen fiel erst vor kurzem auf den Trickbetrüger herein. Der Unbekannte klingelte an ihrer Haustür, stellte sich als Mitarbeiter der Münsinger Stadtwerke vor und gab an, eine Rechnung vollstrecken zu müssen. Die Frau zahlte ihm 78 Euro, und der Mann verschwand, ohne eine Quittung auszustellen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass im Auftrag der Stadtwerke keine Mitarbeiter unterwegs sind, um bei Kunden offenstehende Rechnungen in bar zu kassieren. Außerdem rät die Polizei, sich von Amtspersonen immer den Dienstausweis zeigen zu lassen und im Zweifel bei der Dienststelle anzurufen.

Universität Tübingen prüft Möglichkeit späterer Zahlung von Semestergebühren
Freitag, 22. August 2008 - 16:58 Uhr

Die Tübinger Studenten können darauf hoffen, in Zukunft nicht mehr bereits Monate vor Semesterbeginn ihre Studiengebühren zahlen zu müssen. Die Universität reagierte jetzt positiv auf die dementsprechende Forderung der SPD-Landtagsfraktion. Auch im zuständigen Landeswissenschaftsministerium will man diese Veränderung mittragen.
Studenten im Land müssen ihre Studiengebühren bisher rund 3 Monate vor Beginn des kommenden Semesters bezahlen. Ansonsten drohen ihnen Schwierigkeiten bei der Rückmeldung. Nach Ansicht der Landes-SPD sei diese Regelung nicht akzeptabel, so Martin Rivoir, der Vorsitzende des Arbeitskreis Wissenschaft und Forschung. Die meisten Studierenden müssten sich das Geld in den Semesterferien verdienen, um es dann bezahlen zu können. Der Vorschlag der SPD sehe deshalb vor, dass die Studiengebühren erst zu Beginn des Semesters bezahlt werden sollten. Dies könne dann beispielsweise per Einzugsermächtigung geschehen. Man habe diesen Antrag bereits auch an die Landesregierung gestellt.
An der Uni Tübingen bewertet man diese Anregungen positiv. Verwaltungstechnisch würden die Dinge aber komplizierter, wenn Rückmeldung und Bezahlung der Gebühren auseinanderfielen, so Prorektorin Prof. Stefanie Gropper. In Tübingen arbeite man schon lange selbständig an einer Lösung in dieser Richtung. In welchem Umfang es dann letztlich möglich sein werde, den Zahlungstermin herauszuschieben, werde gerade von der Studentenabteilung und der Rechtsabteilung geprüft. Selbstverständlich gelte es, rechtliche Prinzipien einzuhalten, so Gropper. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt sei auch, dass sich der Verwaltungsaufwand in Grenzen halte.
Einen zweiten Vorwurf von Kritikern der Studiengebühren wies Gropper zurück. Diese beklagen, dass die eingezogenen Gelder nicht wie vorgeschrieben vollständig zur Verbesserung der Lehre zurückflössen. Manchmal halte die Uni allerdings Geld zurück, weil sie nicht wüßte, ob sie die langfristigen Professorenstellen auch genehmigt bekäme, so Gropper.
Das Wissenchaftsministerium hält den Unis den Rücken frei. Wichtig für das Land sei, dass die Hochschulen das Geld der Studenten nicht sammelten und anlegten, so Dietrich Birk, Staatssekretär im Forschungsministerium. Vielmehr solle das Geld möglichst zeitnah am Semesterbeginn eingezogen werden. Man sei sich sicher, dass das Land zu gemeinsamen Lösungen mit den Hochschulen kommen werden. Man strebe hier einen Interessenausgleich zwischen der Position der Hochschulen und der Studierenden an. Im Interesse der Studenten würde das Ministerium schon bald entsprechende Gespräche mit den Hochschulen führen.

Bauarbeiten an Kreisklinik Balingen haben begonnen
Freitag, 22. August 2008 - 16:47 Uhr

An der Kreisklinik in Balingen haben jetzt die bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Der Zollernalbkreis baut das Balinger Krankenhaus für 68,8 Millionen Euro um. Auf dem Gelände der Klinik entsteht ein Neubau, außerdem wird in einem zweiten Bauabschnitt der Altbau saniert. Das Land Baden-Württemberg zahlt knapp ein Drittel der Baukosten. Derzeit werden die Vorbereitungen für eine neue Auffahrtrampe getroffen. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen Ende des Jahres mit dem Abbruch von Teilen des Altbaus.

Ermittlungen gegen Rottenburger Student eingestellt
Freitag, 22. August 2008 - 16:47 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat die Ermittlungen gegen den in Rottenburg studierenden Leiter eines rechtsextremen Zeltlagers in Mecklenburg-Vorpommern eingestellt. Es habe keine Anzeichen für ein strafbares Verhalten gegeben, heißt es. Das Zeltlager sei eine private Veranstaltung gewesen. Der 24jährige Rottenburger Forstwirtschaftsstudent hatte ein Zeltlager geleitet, in dem 39 Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren nationalistische Inhalte vermittelt wurden.

Mittags essen, Abends rauchen - Tübinger Pfauenwirt setzt Urteil der Verfassungsrichter auf seine Weise um
Donnerstag, 21. August 2008 - 16:49 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger hat gestern angekündigt, dass im Dezember ein Kabinettsvorschlag für ein neues Nichtraucherschutzgesetz vorliegen wird. Das  Bunderverfassungsgericht hatte Ende Juli die bisherige Regelung in Baden Württemberg für verfassungswidrig erklärt. Die Landesregierung muss deswegen bis Ende 2009 ein neues Gesetz beschließen. Die Richter hatten dem Tübinger Wirt Uli Neu recht gegeben. Er hatte gegen das Gesetz geklagt. Während die Landesregierung noch überlegt wie sie das Nichtraucherschutzgesetz  mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Einklang bringt, hat Uli Neu seine ganz persönliche Lösung schon gefunden. In seiner Kneipe gibt es Mittags Essen. Abends wird der Pfauen zur Raucherkneipe. Speisen bietet der Wirt dann nicht mehr an. Das hatten die obersten Richter so vorgeschrieben. Neu ist zufrieden mit seiner Lösung. Ob der Pfauenwirt diese Regelung auch nach der Gesetzesänderung so beibehalten kann, ist unklar. Das Kabinett wird Ende des Jahres zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Entweder für ein generelles Rauchverbot oder aber für eine Alternative, die das Rauchen in Einraumkneipen erlaubt. Eine Arbeitsgruppe der Landesregierung soll jetzt die Vor- und Nachteile der beiden Optionen erarbeiten. Ministerpräsident  Oettinger möchte sich vor einem Entschluss mit seinen Amtskollegen absprechen. Auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister von der FDP machte klar, dass die Koalition an der Raucherdebatte nicht scheitern wird. Die FDP bevorzugt wie auch der Pfauenwirt die Alternativlösung. Auch Neu hat aus der Debatte gelernt. Er legt jetzt mehr wert auf Jugendschutz. Ganz egal wie die politische Diskussion ausgeht, der Pfauenwirt wird in seiner Kneipe, aus Rücksicht auf Familien, das Rauchverbot am Nachmittag beibehalten.

Reutlinger FDP hält Theaterzentrum für nicht finanzierbar
Donnerstag, 21. August 2008 - 16:47 Uhr

Die Reutlinger FDP hält den Um- und Ausbau der Planie 22 zu einem Theaterzentrum für nicht finanzierbar. Die Stadt habe das Gelände bereits für über 3,5 Millionen Euro gekauft, wenn sie jetzt noch einmal sieben Millionen investiere sprenge das den Rahmen, so der Reutlinger FDP Ortsvorsitzende Knut Hochleitner. Im Übrigen stehe die FDP dazu, dass das Theater "Die Tonne“ eine zweite Spielstätte beibehalte. Dafür seien aber die Standorte Wendlerareal oder das ehemalige Kino Kali viel besser geeignet, als das Gebäude in der Planie 22.

Toter im Neckar bei Rottenburg geborgen
Donnerstag, 21. August 2008 - 16:47 Uhr

Die Rottenburger Feuerwehr hat gestern am Neckarstauwehr den leblosen Körper eines Mannes geborgen. Bei dem Toten handelte es sich um einen 53-jährigen Rottenburger, der seit Mitte August als vermisst galt, so die Polizei. Eine erste Untersuchung des Leichnams ergab, dass keine Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung vorliegen. Die Obduktion soll jetzt genaueren Aufschluss über die Todesursache geben.

Großbrand in Großengstingen
Donnerstag, 21. August 2008 - 15:05 Uhr

Bei einer Gummi verarbeitenden Firma in Großengstingen ist heute Vormittag ein Brand ausgebrochen. Dabei entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Bei der Arbeit mit einem Winkelschleifer waren Funken in eine Wanne geflogen, die mit Lösungsmitteln gefüllt war. Von dort breitete sich das Feuer schlagartig aus und griff auf mehrere Gebäude über, darunter auch auf das angebaute Wohnhaus. Ein Mitarbeiter wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Nach Schadstoffmessungen bestand aber keine Gesundheitsgefahr.

Kämpferisch - Tübinger Walter Tigers gehen optimitisch in die neue Saison
Mittwoch, 20. August 2008 - 16:18 Uhr

Der neue Geschäftsführer der Tübinger Walter Tigers Robert Wintermantel und Headcoach Tolga Öngören haben sich heute erstmals gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Thema des Pressegesprächs war die aktuelle Situation bei den Tübinger Erstligabasketballern. Die finanzielle Situation ist weiter unklar - Wintermantel rechnet aber mit einem deutlich geringeren Etat. Genauer könne er sich dazu aber erst äußern, wenn der Geschäftsbericht für die vergangene Saison vorliege. Trotz allem sieht der neue Geschäftsführer das Team auf einem guten Weg. Und da zieht er mit Öngören an einem Strang. Zurzeit fehlen noch zwei neue Spieler, um die Mannschaft komplett zu machen. Am kommenden Freitag erwartet der Headcoach erstmals den neuesten Zuwachs der Tigers - der US-Amerikaner Richard Chaney kommt aus der türkischen Liga und war ein Wunschkandidat Öngörens. "Chaney ist ein sehr atheletischer Spieler, das war mir sehr wichtig. Außerdem ist er ein sehr vielseitiger Spieler. Chaney kann gut mit dem Ball umgehen, ist ein sehr tribbelstarker Spieler und er ist ein solider Dinstanzschütze. In der türkischen Liga hatte Chaney zwar Höhen und Tiefen, aber er ist eben auch noch ein junger Spieler. Vor allem in der Verteidigung hat er ein sehr großes Potenzial.“ Das restliche Team sei fit. In der nächsten Saison müsse man über den Kampf und den Spaß am Spiel zum Erfolg kommen. Die Saison sei lang und er werde von Spiel zu Spiel denken. Am kommenden Mittwoch bestreiten die Tigers ihr nächstes Testspiel gegen Ludwigsburg.

Nicht zu Gunsten der Kunden - Fahrgast Interessensvertreter kritisieren geplante Bahnpreiserhöhung
Dienstag, 19. August 2008 - 17:48 Uhr

Die Deutsche Bahn will zum Jahresende ihre Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr erhöhen. Das gab Hartmut Mehdorn gestern in Frankfurt bekannt. Als Grund nannte Deutschlands größter Energieverbraucher die steigenden Strompreise sowie höhere Personalkosten durch die Tariferhöhung der GDL um 11 Prozent. Trotz steigender Fahrgastzahlen und einem Gewinnzuwachs von 8% im ersten Halbjahr 2008 will man von teureren Fahrkarten nicht absehen. Kritiker sehen darin das Bestreben der Bahn, für potenzielle Investoren attraktiv zu werden. Schließlich will sie im Herbst mit ihrer neu-geordneten Konzernstruktur Mobility Logistics AG an die Börse. Für die Kunden gab es bereits im letzten Jahr Fahrpreiserhöhungen. Wie teuer die Fahrkarten werden sollen ist allerdings noch nicht bekannt. Ersten Einschätzungen zufolge sollen es jedoch gut 3 % sein.

Sanierung der Feuerwehrwache in Betzingen - Pünktlich zum Jubiläum ist Alles fertig
Dienstag, 19. August 2008 - 16:55 Uhr

Die Reutlinger Feuerwehr hat die Sanierungen an ihrer Wache in Betzingen beendet. Während den 10-monatigen Bauarbeiten lief der Betrieb der Wache regulär weiter. Ein Teil des Dachs und die Außenfassade sind neu. Der Innenraum des Gebäudes hat ebenfalls ein neues Gesicht bekommen. Zur Freude der Reutlinger Feuerwehr wurde alles pünktlich zum Jubiläum fertig. Vor 50 Jahren, am 6. September 1958, wurde das Gebäude offiziell eingeweiht. Damals gab es in Betzingen gerade mal ein Löschfahrzeug. Inzwischen sind es drei und ein Umbau war mehr als nötig. Besonders die Optimierung der Betriebsabläufe war ein Ziel der Sanierung. Der Alarmeingang liegt jetzt auf der Vorderseite des Gebäudes. Von hier kommen die Feuerwehmänner direkt in die Umkleiden und von dort zu den Fahrzeugen. So können die Brandbekämpfer jetzt noch schneller ausrücken. Auch an den Nachwuchs hat die Feuerwehr gedacht. Für die Jugendfeuerwehr wurde ein eigener Raum geschaffen, in dem sie ihre Bekleidung unterbringen können. "Wir wollten den Stellenwert der Jungendfeuerwehr hervorheben. Die Jugendarbeit steht bei uns mit an erster Stelle", so Bernd Hohloch, Leiter der Feuerwachen in Reutlingen. Auch Dank der Mithilfe der Betzinger Feuerwehrmänner selbst blieb es bei den geplanten Kosten von gut 200.000 Euro für die Sanierung. Jetzt ist die Wache wieder gerüstet für ihre rund 80 Einsätze im Jahr.

Tourismusregion Tübingen im GPS-Zeitalter angelangt
Dienstag, 19. August 2008 - 16:45 Uhr

Die Tourismusregion Tübingen ist im GPS-Zeitalter angelangt. Mit einem Handy oder Taschen-PC können sich Gäste vom interaktiven Informationssystem "Wanderwalter“ unter anderem zu regionalen Sehenswürdigkeiten und Gasthöfen führen lassen. Das Tübinger Landratsamt hofft, dass Tübingen so als Tourismusregion noch attraktiver wird. Tübingen ist der dritte Kreis in ganz Deutschland, der den Wanderwalter jetzt eingeführt hat.
Manuela Feiler und Egon Betz am Tübinger Einsiedel mit dem neuen "Wander Walter“. Das kleine Gerät ermöglicht es ihnen nicht nur, über ein GPS-System auf einer elektronischen Landkarte den eigenen Standort zu ermitteln. Per Klick liefert das System unter anderem auch Informationen über den "Einsiedel“ und zeigt Routenvorschläge für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren an. Die multimediale Navigationssoftware ist kostenlos im Internet erhältlich. Sie kann in jedes mobile Gerät geladen werden. Um einfache Tourenkarten zu erstellen, reicht auch der heimische PC mit Internetverbindung. Was für Touristen gut ist, soll auch den Einheimischen nutzen, so Landrat Joachim Walter. Mit dem "WanderWalter" habe man alles dabei, was es zum Wandern und Entdecken des Landkreises brauche. Damit biete sich nun Gästen und Einheimischen die Möglichkeit, die Ferien noch interessanter hier in der Region zu verbringen.
Die beiden Wanderer haben sich für die grosse Wanderroute zum Kloster Bebenhausen entschieden. Ihr Pocket-PC hat ihnen mittlerweile eine andere Sehenswürdigkeit als mögliche Zwischenstation angezeigt. Sie entscheiden sich, den historischen "Olgahain“ im Schönbuch anzusteuern. Was früher nur eine Wandertafel vor Ort leistete, bietet auch der "WanderWalter“. Ein Klick genügt und die Wanderer erhalten wichtige Informationen zu Geschichte und Bedeutung des Orts. Der PDA zeigt hier eine weitere Attraktion an. Der "WanderWalter" führt die Touristen zielsicher zur Königlichen Jagdhütte. Ein weiterer Klick ermöglicht es bereits jetzt, Restaurants und Gaststätten am Endziel Bebenhausen abzurufen. Das System kann Speisekarten und Öffnungszeiten anzeigen. Informationen werden regelmässig aktualisiert und ausgebaut. Für Tübingen sind im Moment 85 Routen eingespeist. Durch die neuen technischen Möglichkeiten hofft man im Landratsamt auf weitere Zielgruppen. Auch für die Besucher der neuen Stuttgarter Messe sei das interaktive Tourismussystem sicher interessant, so Landrat Joachim Walter. Diese und der Flughafen lägen ja fast schon an der Tübinger Kreisgrenze. Gerade Messebesucher wollten ab und zu ein Begleitprogramm haben. In dieser Hinsicht hätte der Landkreis Tübingen viel zu bieten.
Manuela Feiler und Egon Betz am Ende ihrer Tour. Sie kommen in Bebenhausen an. Mit Hilfe des "Wanderwalters“ haben sie Altbekanntes neu entdeckt. Sie werden in Zukunft öfter zu Touren mit dem "WanderWalter“ aufbrechen, um ihre Heimatregion noch besser kennen zu lernen.

Steigende Fahrkartenpreise ab Dezember
Dienstag, 19. August 2008 - 16:25 Uhr

Die Deutsche Bahn will zum Jahresende ihre Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr erhöhen. Das gab Hartmut Mehdorn gestern in Frankfurt bekannt. Als Grund nannte Deutschlands größter Energieverbraucher die steigenden Strompreise sowie höhere Personalkosten durch die Tariferhöhung der GDL um 11%. Trotz steigender Fahrgastzahlen und einem Gewinnzuwachs von 8% im ersten Halbjahr 2008 will man von teureren Fahrkarten nicht absehen. Kritiker sehen darin das Bestreben der Bahn, für potenzielle Investoren attraktiv zu werden. Schließlich will sie im Herbst mit ihrer neugeordneten Konzernstruktur Mobility Logistics AG an die Börse. Martin Hilger vom Tübinger Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland sieht die Renditesteigerung mittlerweile als einziges Ziel der DB AG. Der Konzern konzentriere sich nicht mehr auf das Kerngeschäft der Personenbeförderung, sondern bemühe sich darum ein weltweites Logistikgeschäft aufzubauen. Für die Kunden gab es bereits im letzten Jahr zwei Fahrpreiserhöhungen. Wie teuer die Fahrkarten werden sollen ist noch nicht bekannt. Ersten Einschätzungen zufolge sollen es gut 3 % sein.

Reutlinger Volksbank plant neue Repräsentanz am Marktplatz
Montag, 18. August 2008 - 17:02 Uhr

So soll sie einmal aussehen, die neue Filiale der Volksbank Reutlingen am Marktplatz - hier in einer virtuellen Vorschau. Nach dem Willen der Verantwortlichen soll auch ihre Bank wie andere Mitbewerber eine Repräsentanz am zentralsten Platz der Stadt bekommen. Die Bank erhofft sich so, für ihre Kunden besser erreichbar zu sein als in der verkehrsberuhigten Gartenstrasse. Auf den Reutlinger Marktplatz kommen täglich rund 20 000 Besucher. Durch einen glücklichen Umstand habe man 2007 die Möglichkeit gehabt, zwei Gebäude am Marktplatz zu erwerben, so Erik Graneis von der Reutlinger Volksbank. "Da wir uns schon seit längerem mit dem Gedanken tragen, dort bankgeschäftlich wieder präsent zu sein, haben wir diese Möglichkeit ergriffen". Die Geschichte der Bank habe einst in der Nähe des Marktplatzes begonnen und man wolle schon seit längerem an diesen meistfrequentierten Platz in der Region zurückkehren.
Das Bauprojekt der Bank ist aber auch mit einigen Erschwernissen belegt. Von den beiden erworbenen Häusern in der Wilhelmstrasse 2 und 4 ist eines denkmalgeschützt. Hinter der Fachwerkfassade verbirgt sich ein mittelalterliches Zunfthaus. Zudem will die Stadt die Gegend um den Marktplatz generell aufwerten und in Teilen neu gestalten. Neben einer Umgestaltung und Vereinheitlichung von Fassaden und Gebäuden hätte man vor allem in den Ergeschossen gerne mehr Läden und Cafes, so Dvorak. Das Rathaus selbst arbeite deshalb derzeit an einem neuen Masterplan für den Marktplatz. Wichtig sei der Stadt hierbei, dass der Markplatz wieder eine einheitliche Erscheinung bekomme, so Stefan Dvorak vom Dezernat Stadtplanung. Dies sei heute nicht so. Man finde dort ganz unterschliedliche Maßstäblichkeit. So sei der Spitalhof ein mittelalterliches Gebäude, während man um den Markplatz herum mit Gebäuden wie dem Rathaus in der klassischen Moderne lande. In Zukunft wolle man versuchen, hier wieder ein einheitlicheres Bild herzustellen. Der Siegerentwurf des Reutlinger Architektubüros Walk genüge diesen unterschiedlichen Grundanforderungen. Die Stadt sei mit dem Konzept der Volksbank zufrieden, so Stefan Dvorak. Die Volksbank habe von Anfang an den Kontakt zur Stadt gesucht. Das Konzept verbinde betriebswirtschaftliche Erfordernisse mit stadtplanerischen Wünschen und dem Denkmalschutz. So soll das neue Haus neben der Bank im Erdgeschoss und in der ersten Etage zur Hälfte Platz für Läden oder gastronomische Nutzung bieten. Über die Richtlinien des Masterplans werde aber erst im Oktober entschieden.

Feuerbrand - nur radikales Abschneiden hilft gegen die Pflanzenkrankheit
Sonntag, 17. August 2008 - 14:37 Uhr

Schwarze Blätter und verdorrte Äste. Immer häufiger sieht man in der Region Bäume die aussehen als wären sie einem Brand zum Opfer gefallen. Der Grund ist eine hoch ansteckende Krankheit namens Feuerbrand. So viele Bäume wie dieses Jahr waren noch nie betroffen. Warme Temperaturen während der Apfelblüte bescherten dem verantwortlichen Bakterium perfekte Bedingungen. In dieser Zeit verbreiten meist Bienen den Krankheitserreger. Wenn Axel Rieber von der Grünflächenberatung und Heinz Wezel vom Obstgärtnerverband unterwegs sind halten sie immer ausschau nach auffälligen Bäumen. Nur gemeinsam können sie den Feuerbrandbefall in der Region in den Griff bekommen. Deswegen arbeiten Behörden und Obstgärtnerverband eng zusammen. Feuerbrand ist eine meldepflichtige Krankheit. Wer braune Blätter und dürre Äste an Apfel- oder Birnenbäumen entdeckt sollte sich deswegen an die Behörden wenden. Schätzungsweise 20 Prozent der Apfelbäume sind dieses Jahr befallen. Den Bestand von Hobbygärtnern trifft es am härtesten, denn sie dürfen nicht wie Erwerbsbauern Antibiotika verwenden. Ist die Krankheit ausgebrochen hilft nur ein gewissenhaftes und radikales Vorgehen. Obstgärtner müssen kranke Äste so schnell wir möglich entfernen. Und obwohl viele Gärtner schon aktiv geworden sind, kann Rieber noch keine Entwarnung geben. Wer aktiv wird, muss sein Werkzeug nach der Arbeit an Feuerbrandbäumen desinfizieren. Nur so kann eine Ausbreitung verhindert werden. Axel Rieber und Heinz Wezel wissen, dass sie die Krankheit durch all diese Maßnahmen zwar nicht ausrotten, aber zumindest eindämmen können.

"Ein Rasen wie in Wembley“ - Neuer Trainingsplatz des FC Mittelstadt feierlich eingeweiht
Sonntag, 17. August 2008 - 14:36 Uhr

Pünktlich zu Beginn der Fußballsaison in den Kreisligen hat der FC Mittelstadt sein frisch saniertes Rasentrainingsspielfeld eingeweiht. Bürgermeister Robert Hahn übergab es an den Verein. Für die Sanierung hatte der Reutlinger Gemeinderat 180.000 Euro bewilligt. Ein Rasen wie in Wembley - so der Kommentar des Bezirksbürgermeisters Elmar Rebmann. Er zeigte sich mit dem Ergebnis der Sanierung höchst zufrieden. Auch wenn gestern Abend ein Fußballspiel ausgetragen wurde: der Platz dient vorwiegend dem Training und der Jugendarbeit. Diese wird durch den neuen Platz erheblich verbessert, hofft der FC Mittelstadt. Der neue Sportplatz brachte dem FC Mittelstadt aber zumindest im Auftaktspiel der Kreisliga A kein Glück. Die Heimmannschaft verlor gegen den SV Gniebel 0:3.

Wichtiger Punkt - Tübingen Hawks holen einen Sieg gegen Erbach
Sonntag, 17. August 2008 - 14:35 Uhr

Die Zweitliga Baseballer der Tübingen Hawks sind gestern bei ihrem Heimspiel dem Klassenerhalt ein gutes Stück näher gerückt. Auf dem alten Franzosensportplatz waren die Erbach Grasshoppers zu Gast. Dabei wurden zwei Partien ausgetragen, die erste entschieden die Erbacher mit 2 zu 10 klar für sich. Im zweiten Match behielt dann Tübingen mit 4 zu 3 die Oberhand. Für die Habichte vor allem psychologisch ein sehr wichtiger Sieg, denn damit halten sie den direkten Konkurrenten um den Abstieg auf Distanz und brauchen jetzt nur noch einen Sieg an den letzten vier Spieltagen.

TV Reutlingen steigt ab
Sonntag, 17. August 2008 - 14:34 Uhr

Die Herren des TV Reutlingen haben den Klassenerhalt in der ersten Tennisbundesliga nicht geschafft. Am letzten Spieltag verloren sie beim TC Blau-Weiss Halle mit 6 zu 0. Der direkte Konkurrent aus Krefeld erkämpfte sich dagegen in Erfurt ein Unentschieden. Die Krefelder haben damit einen Punkt mehr auf dem Konto und halten so den rettenden achten Tabellenplatz. Der TV Reutlingen ist neunter und steigt gemeinsam mit Solingen ab. Neuer Deutscher Meister ist Kurhaus Lambertz Aachen.

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