HBW Balingen-Weilstetten - VfL Gummersbach 30:33
Samstag, 23. Februar 2008 - 17:07 Uhr
Eine Niederlage gab es für den HBW Balingen-Weilstetten. In der heimischen Sparkassen-Arena musste sich das Team von Rolf Brack dem VfL Gummersbach mit 30:33 geschlagen geben. Schon in der 16. Minute gingen die Gäste in Führung. Nach der ersten Halbzeit stand es 11:15. Mehr zum Spiel sehen Sie am Montag bei uns im Sport.
SSV Reutlingen - VfL Sindelfingen 4:0
Samstag, 23. Februar 2008 - 16:43 Uhr
Der SSV Reutlingen hat heute sein Spiel im WFV-Pokal im heimischen Kreuzeichestadion gewonnen. Die Mannen von Peter Starzmann besiegten den VfL Sindelfingen 4:0. Nach einem Freistoßtreffer von Christian Sauter führte diese Szene zum 2:0 durch Sasa Janic. In der zweiten Halbzeit fielen dann noch Tore durch Bastian Bischoff und Alba Meha. Alles in allem sahen die 1100 Zuschauer einen glanzlosen Pflichtsieg der Nullfünfer.
Bundesbeauftragte Marianne Birthler eröffnet Stasi-Ausstellung in Tübingen
Samstag, 23. Februar 2008 - 16:11 Uhr
Vierzig Jahre lang hat das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR Daten von Millionen von Menschen gesammelt. Unter den Opfern der Stasi waren nicht nur DDR-Bürger. Auch viele Westdeutsche und Einwohner anderer Staaten standen unter Beobachtung. Wie die Staatssicherheit die Herrschaft der SED-Diktatur gestützt hat, das zeigt eine Wanderausstellung, die seit gestern Abend in Tübingen zu sehen ist. Zur Eröffnung war auch die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler nach Tübingen gekommen. Es war das erste Mal, dass eine Bundesbeauftragte zu Gast an der Volkshochschule Tübingen war. Dementsprechend platzte die Cafeteria, wo die Ausstellung stattfindet, aus allen Nähten. Die Geschichte der Stasi stößt nicht nur bei Ex-DDR-Bürgern auf großes Interesse. Auch im Westen geriet so mancher ins Visier der Geheimpolizei. Wen die Stasi erst einmal im Verdacht hatte, der war nirgends mehr sicher. Telefongespräche wurden abgehört, Wanzen in den Wohnungen versteckt, der Briefverkehr wurde überwacht. 91.000 hauptamtliche und über 170.000 inoffizielle Mitarbeiter sorgten dafür, dass dem Ministerium nichts verborgen blieb. Buchstäblich jeder konnte in die Fänge der Stasi geraten. der Verdacht genügte. Wer wissen will, ob er selber von der Stasi beobachtet wurde, kann in der Ausstellung einen Antrag auf Akteneinsicht stellen. Mitarbeiter der Birthler-Behörde nehmen in der Ausstellung Anträge entgegen. "Staatssicherheit - Garant der SED-Diktatur“ ist noch bis zum 20. März in der Volkshochschule Tübingen zu sehen.
Uraufführung in Tübingen: LTT zeigt "Heimlich bestialisch"
Samstag, 23. Februar 2008 - 16:03 Uhr
Premiere heute Abend am LTT in Tübingen: Das Landestheater zeigt in der Uraufführung das Stück "Heimlich bestialisch - I can wait to love in heaven“ von Claudia Grehn. Es ist das Erstlingswerk der 26jährigen Autorin, die mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ausgezeichnet wurde. Der 40jährige Heiner geht in die Oper und lernt dort eine Frau kennen. Der Mann hat Krebs. Dass er noch zehn weitere Jahre leben wird, weiß er noch nicht. Von seiner Familie lebt Heiner schon lange getrennt. Seine beiden Töchter Irmgard und Hilde wachsen bei der Mutter auf. Und dann ist da noch Wilma, eine norwegische Reiseleiterin, die sich auf einer Urlaubsreise in Heiner verliebt hatte. In den siebziger Jahren schrieb sie ihm Liebesbriefe. Das Stück wandert kreuz und quer durch die Zeit und landet schließlich im Kuba des 19. Jahrhunderts. Der zweite Teil von "Heimlich bestialisch“ erzählt die Geschichte des kubanischen Freiheitskämpfers José Martí. Wieder in der Gegenwart angekommen ist der dritte Teil des Stücks. Er erzählt die Geschichte zweier heranwachsender Mädchen. Es geht um Party, um hemmungsloses Betrinken und um Männergeschichten. "In diesem Stück besteht die Energie darin, dass die Autorin mehr kurze Szenenfragmente als zusammenhängende Szenen schreibt", sagte Regisseur Dietrich Sagert. So lassen die verschiedenen Szenenfragmente keine Atempause für den Zuschauer. Mit hohem Tempo und unvermittelt wird kreuz und quer von Ort zu Ort und durch die Zeit gesprungen. Die einzelnen Fragmente werden nicht ausgespielt, sondern nur angerissen. Ohne etwas lernen zu wollen und ohne sich weiterzuentwickeln, sind die Figuren immer wieder auf der Suche nach neuen Erfahrungen. Letztendlich scheitern sie, aber auch das Scheitern kann ein Spiel sein. "Heimlich bestialisch“ ist ein sehr komplexes Stück. Viele Themen werden in den Fragmenten angerissen. Es geht um Liebe und Tod, um Familie und Trauerbewältigung und um die Suche nach dem Platz im Leben. Noch sechsmal ist das Stück im LTT zu sehen, das nächste Mal am kommenden Freitag.
Fachmesse in Tübingen wirbt bei Reiseunternehmern für Schönheiten der Region
Samstag, 23. Februar 2008 - 15:59 Uhr
Die Ausflugsregion Tübingen hat sich heute auf einer Fachmesse im Casino am Neckar präsentiert. Das Hotel hatte zuvor Omnibusunternehmer und Reiseleiter aus Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern eingeladen. Damit sollen mehr Busreisegäste nach Tübingen und in die benachbarten Städte und Gemeinden gelockt werden. Auf der Messe präsentierten sich unter anderem die Städte Herrenberg, Rottenburg und Bad Urach, der Naturpark Schönbuch und weitere Anbieter aus der regionalen Fremdenverkehrsbranche.
Sonderbriefmarke für HAP Grieshaber
Samstag, 23. Februar 2008 - 13:50 Uhr
Das Bundesfinanzministerium plant eine Sonder-Briefmarke zum hundertsten Geburtstag des Reutlinger Künstlers HAP Grieshaber im kommenden Jahr. Die Initiative ging vom Freundeskreis HAP Grieshaber aus, die sich schon seit längerer Zeit um eine Ehrung des Künstlers bemüht. Das Ministerium hat jetzt den Freundeskreis gebeten, geeignete Motive aus dem Werk HAP Grieshabers vorzuschlagen. Der bekannte Holzschnittkünstler war 1981 in Eningen unter Achalm gestorben
Premiere - Das Landestheater Tübingen zeigt "der Waldschrat“
Freitag, 22. Februar 2008 - 16:33 Uhr
Premiere heute Abend im Tübinger Landestheater. "Der Waldschrat“ steht dort ab sofort auf dem Spielplan. Anton Tschechov ist gerade mal 29 Jahre alt, als er das Stück fertig stellt. Die Geschichte spielt in der russischen Provinz und erzählt von den tragigkomischen Verhältnissen mehrerer Menschen zueinander. Die Geschichte beginnt auf einer Gartenparty. Nach und nach treffen alle Gäste ein, man kennt sich und der Alkohol fließt in Strömen. Eine Unterhaltung kommt in Gang bei der nicht nur Nettigkeiten ausgetauscht werden. Gezielt beginnen einzelne Gäste gegeneinander zu sticheln, andere wiederum sind einfach verliebt. Die meisten Blicke zieht die schöne Elena auf sich. Die junge Frau ist mit einem deutlich älteren Mann verheiratet. Ihr Ehemann, ein alternder Professor, wirkt schon etwas verwirrt. Helfen lässt er sich von niemandem mehr, dafür bruddelt und motzt der alte Mann vor sich hin. Später lernt der Zuschauer alle weiteren Charaktere genauer kennen. Alle sind irgendwie miteinander verwandt oder befreundet. Schnell wird aber klar, dass auch viel Abneigung und Spott im Spiel ist. Verblüffend aktuell kommt der so genannte Waldschrat daher. Eigentlich ist er Arzt, sticht aber lieber Torf auf seinem Gutsbesitz. Daraus macht er Brennstoff zum Heizen - der Waldschrat will so die Abholzung der Wälder verhindern. Der Autor Anton Tschechov gestaltete seine Theaterstücke als Geschichten in denen Komik und Tragik nah beieinander liegen. Und so ist auch sein frühes Werk "Der Waldschrat“ angelegt.
Volkshochschule Reutlingen eröffnet Gesundheitszentrum in Betzingen ein
Freitag, 22. Februar 2008 - 16:31 Uhr
In Betzingen hat heute der Leiter der Volkshochschule Reutlingen Ulrich Bausch das neue Gesundheitszentrum eröffnet. Im Massage-Raum überzeugten sich die Gäste von den Möglichkeiten, die die frisch renovierten Räume bieten. In Betzingen ist jetzt der Fachbereich Gesundheit, Bewegung und Entspannung untergebracht. Der Gesundheitsbereich boomt bei der VHS Reutlingen, mit den neuen Räumen reagiert sie auf die gestiegene Nachfrage. Morgen starten die ersten Schnupperkurse in Pilates, Yoga und Gymnastik.
CHE-Forschungsranking: Uni Tübingen auf Platz 11
Freitag, 22. Februar 2008 - 15:14 Uhr
Beim aktuellen Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung, kurz CHE, landet die Universität Tübingen auf Platz 11 von insgesamt 45 Universitäten. In sechs der 13 bewerteten Fächer landet die Universität in der Spitzengruppe. Diese Fächer sind Biologie, Erziehungswissenschaft, Geschichte, Mathematik, Medizin und Zahnmedizin. Bewertet wurden Drittmittel, Publikationen, Promotionen und für manche Fächer auch Erfindungen.
Reutlinger Bildungszentrum Nord weiht Mensa-Neubau ein
Freitag, 22. Februar 2008 - 15:14 Uhr
Am Reutlinger Bildungszentrum Nord ist heute der fünfzehnte und größte Schulneubau der Stadt für die Ganztagesbetreuung feierlich eröffnet worden. Der Bau entstand im Rahmen des Investitionsprogramms "Zukunft, Bildung und Betreuung“. Den Kern des Gebäudes bildet die Mensa. Hier können bis zu achthundert Mahlzeiten am Tag ausgegeben werden. Derzeit sind es noch zwei- bis dreihundert. Im Obergeschoss befinden sich Mediothek und Cafeteria. Außerdem sind in dem Gebäude die Räumlichkeiten für Schülerzeitung und Schulsozialarbeit untergebracht. Das Bildungszentrum Nord ist die größte Schule im Reutlinger Nordraum. Knapp 1.800 Schüler besuchen hier die 69 Klassen von Hauptschule, Realschule und Gymnasium.
Thomas Betz legt vor Gericht Geständnis ab
Freitag, 22. Februar 2008 - 13:32 Uhr
Im Prozess um die Reutlinger Spedition Willi Betz hat der Geschäftsführer Thomas Betz heute Morgen vor dem Stuttgarter Landgericht wie erwartet gestanden. Der 49jährige räumte Bestechung und Sozialversicherungsbetrug ein. Bis 1999 habe er jedoch legal gehandelt, erklärte er weiter. Außerdem habe kein Bereicherungsvorsatz bestanden. Im Vorfeld des Geständnisses hatten sich die Staatsanwaltschaft und die Beschuldigten wie berichtet geeinigt. Für Betz ist eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe vorgesehen. Zweieinhalb Jahre saß Betz bereits in Untersuchungshaft, die restliche Strafe könnte auf Bewährung ausgesetzt werden und Betz damit freikommen.
Stuttgarter Bürgermeister kritisiert Boris Palmer als "Egomonster"
Freitag, 22. Februar 2008 - 11:26 Uhr
Bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gibt es Streit im Arbeitgeberlager. Der Stuttgarter Bürgermeister Klaus-Peter Murawski hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer als "unsolidarisch und unprofessionell" bezeichnet. Palmer hatte in einem Schreiben an seinen Freiburger Amtskollegen Salomon, der zugleich Chef des kommunalen Arbeitgeberverbandes ist, das Tarifangebot der Arbeitgeber an die Beschäftigten im öffentlichen Dienst gerügt. Als unannehmbar hatte es Palmer bezeichnet, und den Arbeitgebern vorgeworfen, sich "unnötig provokativ" zu verhalten. Palmers Brief sei "menschlich enttäuschend", sagte Bürgermeister Murawski der Stuttgarter Zeitung. Als die Struktur des Angebots ausgearbeitet worden sei, hätte sich Palmer konstruktiv einbringen können. Jetzt zu kritisieren, sei "stillos", offenbar gehe es dem "Egomonster" um die eigene Profilierung.
Lauf gegen die Kälte erreicht Tübingen und Reutlingen
Donnerstag, 21. Februar 2008 - 17:22 Uhr
"Lauf gegen die Kälte“ - Unter diesem Motto befindet sich Heinz Ratz auf einer Tour durch Deutschland. Er möchte auf die steigende soziale Kälte aufmerksam machen und Obdachlosen helfen. Aus diesem Grund wandert er von Ort zu Ort und veranstaltet dann abends immer noch ein Benefizkonzert zugunsten der Obdachlosen der jeweiligen Stadt. Am 24. Januar ist er in Dortmund gestartet. Jetzt ist er auch in unserer Region angekommen. Heute Abend tritt er mit seiner Band Strom & Wasser in Reutlingen auf, gestern bereits war er in Tübingen.
Früh am Morgen um 7.30 Uhr waren Heinz Ratz und seine Mitläufer in Stuttgart gestartet, zum gestrigen Abschnitt des "Laufs gegen die Kälte“. Gegen 17 Uhr lief die Gruppe in Bebenhausen ein. Zwei Mitläufer hatte Ratz diesmal, bei der bisher größten Gruppe waren es einmal dreißig. Ratz möchte mit seinem Lauf auf die Wohnungslosigkeit vieler Menschen aufmerksam machen. Die Obdachlosen fänden durch die soziale Kälte heute keine Beachtung mehr. Die Ursachen dafür sieht er darin, dass Mitgefühl häufig erst über die Medien geweckt werde. Um die 20.000 Euro hat der Lauf bisher eingebracht. Einen Monat nach der Tour möchte Ratz in die Städte zurückkehren um mit den Betroffenen zu entscheiden wie das Geld verwendet wird. Ratz kennt das Schicksal der Obdachlosigkeit aus eigener Erfahrung. Die Konzerte seien recht ordentlich besucht, meint Ratz, könnten aber voller sein. In seinem nächsten Projekt wird er sich mit Menschenhandel und illegaler Prostitution auseinandersetzen.
Tübingen kauft Industriebrache Egeria-Süd für 1,7 Millionen Euro
Donnerstag, 21. Februar 2008 - 17:19 Uhr
Seit 15 Jahren verfällt das das südliche Gelände der ehemaligen Textilfabrik Egeria. Nach einjährigen Verhandlungen hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen die Fläche jetzt für 1,7 Millionen Euro gekauft. Die Stadt werde sich auch darum bemühen das Gelände Egeria-Nord zu erwerben um beide gemeinsam zu entwickeln. Notfalls werde Süd alleine umgebaut. Ähnlich wie im Mühlenviertel soll in Lustnau ein Quartier mit gemischter Nutzung entstehen. Wann die Bauarbeiten beginnen ist jedoch nicht klar. Lustnau habe hier die Chance wieder an den Neckar zurückzukehren, so Palmer. Der Hochwasserschutz stellt dabei eine Herausforderung dar. Ebenso wie der Bauschutt, mit dem der Neckar damals zugeschüttet wurde. Der Gemeinderat muss am 03. März noch zustimmen, allerdings werden dort keine Probleme erwartet. Die Gläubigerversammlung von Egeria soll bis dahin ebenfalls zugestimmt haben.
Disko im Endspurt - Tübinger "Top 10“ will in einer Woche seine Tore auf dem Depotgelände öffnen
Donnerstag, 21. Februar 2008 - 17:15 Uhr
Vor allem Handwerker bevölkern derzeit noch die Bars und Tanzflächen des "Top 10" in Tübingen, die Spannung und Motivation der Betreiber so kurz vor der Eröffnung ist deutlich zu spüren. Hinter dem Top 10 steckt Dirk Bamberger, seit gut 20 Jahren im Geschäft und bereits Betreiber zweier Großraum-Diskotheken: dem Treffpunkt in Balingen und dem Top 10 in Singen. Mit seiner Mannschaft, die vor Ort die eigenständige GmbH führen wird, hat er sich ein Konzept ausgedacht, das möglichst jede Zielgruppe ansprechen soll: Vier Räume auf 1500 Quadratmetern, verbunden durch Fenster, so dass "eine große Party" entsteht. Besonders stolz ist man auf das Lichtkonzept des Top 10. Große Kugeln erhellen den "Klubraum", der Black und House bieten wird, über dem "Klangraum" werden Plexiglasscheiben für Lichteffekte zur Mainstreammusik sorgen - eine Innovation, wie die Betreiber betonen. Den Raum mit dem mexikanischen Flair haben die Betreiber schlicht Fiesta getauft. Hier sollen sich bei Oldies, Partyhits und 80ern die etwas Älteren wohlfühlen. Und damit die auch kommen, ist das Top 10 besonders großzügig: Ab 30 ist der Eintritt generell frei. Gut zwei Millionen Euro werden die Betreiber in das Tübinger Top 10 investiert haben, wenn es am 1. März seine Tore öffnet. Nicht nur Studenten aus der Unistadt sollen dann hereinströmen, auch wenn es für sie am Mittwoch spezielle Preise gibt. Aus dem Umland erhofft man sich ebenfalls großen Zuspruch. Wie weit die Arbeiten sind, sehen Sie in unserem Beitrag in der RTF.1 Videothek.
Steueraffäre: Durchsuchungen auch in Reutlingen
Donnerstag, 21. Februar 2008 - 15:16 Uhr
Die Liechtensteiner Steueraffäre hat die Region erreicht: Auch in Reutlingen gab es Durchsuchungen. Nähere Angaben über die Anzahl der Einsätze will die Oberfinanzdirektion Karlsruhe jedoch nicht machen. Die Staatsanwaltschaft Bochum leite die Ermittlungen. Diese erklärte gegenüber RTF.1, am Ende der Woche in einer Pressemitteilung nähere Angaben über die bundesweiten Durchsuchungen machen zu wollen.
Warnstreik bei den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen
Donnerstag, 21. Februar 2008 - 15:03 Uhr
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in der Region gehen weiter. Heute Morgen haben in Reutlingen Beschäftigte der Technischen Betriebsdienste gestreikt. Vor dem Werkstor im Industriegebiet 'In Laisen“ haben sie ihrem Unmut Luft gemacht. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fordern acht Prozent mehr Lohn, die bereits angebotenen fünf Prozent des Arbeitgeberverbandes bezeichnen sie als Mogelpackung. Auf zwei Jahre verteilt, mit einer längeren Arbeitszeit und der Steigerung der Lebenshaltungskosten bleibe nichts von der angebotenen Lohnerhöhung übrig. Die Warnstreiks werden bis in den März hinein fortgesetzt, sollten die Tarifparteien sich nicht einig werden, könne auch ein Vollstreik folgen.
WIT in Tübingen kauft Egeria-Gelände
Mittwoch, 20. Februar 2008 - 18:02 Uhr
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen, kurz WIT, kauft einen Teil des Geländes der ehemaligen Textilfabrik Egeria in Lustnau. Das hat heute der WIT Aufsichtsratsvorsitzende und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer bekannt gegeben. Der Kaufpreis beträgt 1,7 Millionen Euro. Durch die Entwicklung des Egeria-Geländes könnte die größte gewerbliche Brache Tübingens beseitigt werden. Das würde maßgeblich zur Stadtentwicklung beitragen und den Stadtteil Lustnau stärken, so Palmer. Für den Kauf ist noch die Zustimmung des Gemeinderates nötig, dieser tagt am 3. März.
Baldiges Urteil: Verständigung im Betz-Prozess
Mittwoch, 20. Februar 2008 - 17:28 Uhr
Das Verfahren um das Reutlinger Speditionsunternehmen Willi Betz könnte bereits Mitte März beendet sein. Staatsanwaltschaft und Beschuldigte haben eine Einigung erzielt, die das im September 2006 begonnene Verfahren in Kürze beenden soll. Für Juniorchef Thomas Betz könnte die Untersuchungshaft also bald ein Ende haben. Mit Rücksicht auf Familie und Unternehmen habe sich Thomas Betz für ein schnelles Ergebnis entschieden, teilte das Unternehmen heute mit. Als Alternative hätte nur ein mehrjähriger Gang durch die Instanzen mit langwieriger strittiger Diskussion der Rechtspositionen bevorgestanden. Nach Aussagen des Unternehmenssprechers sieht die Verständigung folgendermaßen aus: Für Thomas Betz ist eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe vorgesehen. Der Haftbefehl wird aufgehoben, Betz hat dann zweieinhalb Jahre in Untersuchungshaft verbracht. Würde diese Zeit auf die Haftstrafe angerechnet werden, könnte der Rest zur Bewährung ausgesetzt werden, interpretieren Prozessbeobachter. Für die übrigen Beschuldigten sind zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafen sowie Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe zu erwarten. Die Spedition Betz hat darüber hinaus eine Nachzahlung für Sozialversicherung und Steuern zu zahlen, außerdem Geldbußen. Der Gesamtbetrag soll sich auf etwa 35 Millionen Euro belaufen. Am 17. März soll das Urteil verkündet werden. Dem Unternehmen und Einzelpersonen wird in dem Verfahren unter anderem Sozialversicherungsbetrug, Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung, Verstöße gegen das Ausländerrecht und Bestechung vorgeworfen.
Einweihung der neuen Geschäftsstelle für den Sportkreis Reutlingen in Pfullingen
Mittwoch, 20. Februar 2008 - 14:32 Uhr
Der Sportkreis Reutlingen hat heute in Pfullingen seine neue Geschäftsstelle bezogen. Die Dachorganisation aller Sportvereine im Landkreis Reutlingen befindet sich nun in der Klosterstraße 34. Der Vorsitzende des Sportkreises Karl-Heinz Walter begrüßte den neuen Standort. Mit über 17 Sportvereinen und 5000 Mitgliedern habe sich die Stadt Pfullingen dem Sport verschrieben, so Bürgermeister Rudolf Heß, und freue sich daher, Standort für die Geschäftsstelle zu sein. Der Sportkreis Reutlingen beherbergt über 270 Vereine mit 90.000 Mitgliedern.
Digital aufgerüstet - Führerscheinstellen im Zollernalbkreis arbeiten mit neuem System
Mittwoch, 20. Februar 2008 - 14:01 Uhr
Alle drei Führerscheinstellen im Zollernalbkreis haben heute ein neues Computer-Programm für die Datenübermittlung in Betrieb genommen. Bisher gingen die Formulare der Bürgerinnen und Bürger per Post an die Bundesdruckerei nach Berlin. Bis man die neue Fahrerlaubnis erhielt vergingen meist zwei bis drei Wochen - das soll jetzt anders werden. Der Landrat des Zollernalbkreises, Günther-Martin Pauli, ist von der neuen Technik überzeugt. Gerade im ländlichen Raum müsse man die Chancen der neuen Kommunikation für Dienstleistungen ausbauen. Sein Leiter des Verkehrsamtes Dieter Pfeffer sieht das genauso und ist von den Vorteilen des neuen Programms überzeugt. Das Verkehrsamt gibt jährlich rund 8.000 Führerscheine heraus. Dieses Jahr könnten es etwas mehr sein - seit Januar ist wie berichtet der Führerschein ab 17 möglich. Die Sachbearbeiterin erhält ein spezielles Formular, auf dem Foto und persönliche Angaben des Antragstellers festgehalten sind. Per Scanner werden die Daten in den Computer übertragen. In unbefugte Hände können die Informationen nicht gelangen - dafür sei gesorgt. Zusätzliche Kosten fallen für die Bürgerinnen und Bürger nicht an. Durch eingesparte Porto- und Formularkosten rechne sich das neue Verfahren für das Landratsamt. Die neue Technik setzten die Mitarbeiter in Albstadt, Balingen und Hechingen ein - also an allen drei Führerscheinstellen im Zollernalbkreis.
Warnstreik - Angestellte des öffentlichen Dienstes legen in Tübingen Arbeit nieder
Dienstag, 19. Februar 2008 - 16:42 Uhr
Druck machen und Dampf ablassen - das wollten die Beschäftigten der Stadtverwaltung, des Landratsamts und der Kreissparkasse heute in Tübingen. Mit einem zweistündigen Warnstreik haben sie ihrem Unmut Luft gemacht. Sie fordern acht Prozent mehr Lohn, die bereits angebotenen fünf Prozent des Arbeitgeberverbandes bezeichnen sie als Mogelpackung. Minus drei Prozent - so zeige sich laut ver.di das Angebot der Arbeitgeber auf dem Lohnzettel. Auf zwei Jahre verteilt, mit einer längeren Arbeitszeit und der Steigerung der Lebenshaltungskosten bleibe nichts von der angebotenen Lohnerhöhung übrig. Auch Mitarbeiter der Universität sympathisierten heute mit den Streikenden. Sie erwarten für sich als Landesbeschäftigte in Zukunft ebenfalls Tarifkonflikte. ver.di hält die Verteilung der Löhne für ungerecht. So zum Beispiel die Diätenerhöhung der Abgeordneten mit 9,4 Prozent. Das Argument, es werde alles teurer, gelte schließlich auch für Arbeitnehmer. Kommenden Montag setzen sich Arbeitgeberverband und ver.di wieder zusammen. Harry Pokk von ver.di in Reutlingen rechnet für Anfang März mit neuen Warnstreiks - dann nicht nur 2 Stunden, sondern den ganzen Tag.
Balinger Sichelschule im Landesfinale des Erdgaspokals für Schülerköche
Dienstag, 19. Februar 2008 - 16:39 Uhr
Zum elften Mal findet derzeit der bundesweit ausgetragene 'Erdgaspokal der Schülerköche“ statt. Baden-Württemberg ermittelt momentan zum vierten Mal seinen Finalteilnehmer. Im Regierungsbezirk Tübingen nimmt das Team der Balinger Sichelschule teil. Als Regionalmeister werden sie im Landesfinale darum kämpfen, zum Bundesfinale nach Erfurt fahren zu dürfen. Gestern konnte sich die Klasse unter Wettbewerbsbedingungen beweisen.
Lisa Uttenweiler, Jessica Tamplon, Marc Holder und Markus Eix sind eines von bundesweit 261 Teams. Die Stadtwerke Balingen unterstützen die Vier. Sie haben das Startgeld von eintausendfünfhundert Euro bezahlt und werden die weiteren Kosten übernehmen. Der Juror und Chefkoch der Zollernalb-kliniken. Zwei Stunden durften sie für ihr Drei-Gänge-Menü für vier Personen benötigen. Dabei ist die Organisation besonders wichtig: Sie hat entscheidenden Einfluss auf das Gelingen. Das Essen durfte nur fünfzehn Euro kosten. Seit September 2007 haben die Schüler mit ihrer Betreuerin an der Menüfolge und der Tischdekoration gefeilt. Letztere fließt ebenfalls in die Bewertung mit ein. Deshalb gibt es da einiges zu beachten. Die Juroren Armin Kimmich und Romy Schneider studierten gerade die Vorspeise, da machte das Dessert Probleme. Woran es genau lag ist schwer zu sagen. Das kann jedoch den Besten passieren. Trotzdem zeigt sich die Jury beeindruckt von der Leistung der Hobbyköche. Sie vergab 100 von 120 möglichen Punkten. Die Vier sind optimistisch und sehen der Entscheidung positiv entgegen. Bis zum Landesfinale im April in Stuttgart kann an den letzten Feinheiten gearbeitet werden.
Vier Konzertflügel eingetroffen - Balinger Klavierfestival startet am Freitag
Dienstag, 19. Februar 2008 - 16:05 Uhr
Am kommenden Wochenende startet das vierte Balinger Klavierfestival. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Und seit gestern Abend ist das wichtigste vor Ort - vier Konzertflügel haben ihren Platz in der Balinger Stadthalle eingenommen. Die renommierte Firma Blüthner aus Leipzig hat die Flügel gebaut, alle vier brandneu und jeder rund 80.000 Euro wert. Ohne Füße und Pedale, dafür aber gut eingepackt kamen die Instrumente in Balingen an. Stück für Stück setzten die Spediteure sie wieder zusammen. Dietrich Schöller-Manno ist sehr stolz auf die vier Prachtstücke - auch wenn die Flügel nur geliehen sind. Der Dirigent wird das Abschlusskonzert am Sonntag leiten. Vor dem Klavierstimmer Peter Zettel liegt jetzt viel Arbeit. Alle vier Flügel müssen gestimmt werden - das dauert mehrere Tage. Erst muss Zettel ein Instrument extrem genau einstellen. Dann müssen die anderen angepasst werden. Nicht nur ein Pianist hört den Unterschied. Am kommenden Freitag treffen zwei Klassikpianisten und zwei Jazzpianisten aufeinander. Sie werden Mozart auf ihre ganz spezielle Art interpretieren. Die Zuhörer erwartet ein ganz besonderes Konzerterlebnis. Am Samstag geht’s weiter mit Klassik und am Sonntag erwartet die Gäste ein Cross-Over Konzert mit dem Balinger Kammerorchester, Jugendorchester und der Jugendmusikschule. Bis dahin fahren die Flügel per Hebebühne auf ihre Parkposition in den Katakomben der Stadthalle.
Überfall am Tübinger Hauptbahnhof
Dienstag, 19. Februar 2008 - 16:02 Uhr
Ein 21-jähriger Rottenburger hat gestern Abend bei der Tübinger Polizei Anzeige erstattet: Er sei in der Bahnhofsunterführung in Tübingen ausgeraubt worden. Seinen Angaben zufolge sei er gegen 17.30 Uhr in der Unterführung der Europastraße auf dem Weg zum Bahnhof von fünf Punkern angepöbelt worden. Anschließend hätte einer aus der Gruppe ihm ein Bündel mit 650 Euro Bargeld aus der Hand gerissen. Beim Versuch das Geld wieder zurückzuholen, habe ihm der Täter einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, woraufhin er zu Boden gegangen sei. Dort hätten anschließend zwei weitere Personen aus der Gruppe nach ihm getreten, bevor sie Richtung Bahnhof die Flucht ergriffen. Beim Haupttäter soll es sich um einen 35 bis 40 Jahre alten, ca. 180 cm großen, dunkel gekleideten Mann gehandelt haben. Um den Hals dürfte er ein schwarzes Lederband mit ca. 2 cm langen eingenieteten Stacheln getragen haben. Bei einem weiteren Täter fielen dem Geschädigten seine grünen Haare, die zu einer stacheligen Irokesenfrisur geformt waren, auf. Die Tübinger Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls.
Viel Arbeit und wenig Bewerber - Richter im Tübinger Landgerichtsbezirk voll ausgelastet
Dienstag, 19. Februar 2008 - 16:00 Uhr
Die Richter im Landgerichtsbezirk Tübingen sehen sich einem immer höheren Leistungsdruck ausgesetzt. Quantität gehe oft vor Qualität, so das Fazit der jährlichen Bilanz von Tübingens Landgerichts-Präsidentin Röse Häußermann. Auch Nachwuchsprobleme plagen die Justiz im Bezirk Tübingen. Die guten Jura-Absolventen gehen lieber in die Wirtschaft, als zum Gericht. Der Kostendruck habe in den vergangenen zehn Jahren immer stärker zugenommen, berichtet die Landgerichts-Präsidentin. Gemessen werde die Effizienz des Gerichts an Zeit und Zahl der bearbeiteten Fälle. Qualität sei in der Justiz dagegen kaum messbar. Oft fehle die Zeit um richtig auf die Parteien einzugehen. Die einzelnen Richter hätten einfach zu viele Fälle zu bearbeiten. Schlimmstenfalls müsse man Verdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen, weil eine Frist abgelaufen sei. Das sei im Landgerichtsbezirk Tübingen bislang aber nicht passiert. Juristischen Nachwuchs gibt es schon, die guten Jura-Absolventen ziehe es aber in die Wirtschaft. Vor allem Männer verschmähen die sichere Richterstelle. Für Frauen seien die Ämter immer noch attraktiver. Job und Familie lassen sich im Beamtenstand leichter vereinbaren. Dem Zeitgeist entspricht auch das neueste Projekt - es soll eine gerichtseigene Kindertagesstätte gegründet werden.
Frau verletzt zwei Fußgänger durch Missgeschick schwer
Dienstag, 19. Februar 2008 - 15:57 Uhr
Durch ein Missgeschick hat eine 73-jährige Frau mit ihrem Auto in Bad Urach zwei Personen schwer verletzt. Den Wagen hatte ihr Mann auf dem Parkplatz eines Supermarktes abgestellt. Die Beifahrerin wartete und wollte das Autoradio einschalten. Dafür musste sie die Zündung betätigen. Sie startete versehentlich den Motor, das Auto machte einen Satz nach vorne und erfasste ein ältes Paar, das gerade Einkäufe in seinen Kofferraum lud. Danach schob das Auto deren Einkaufswagen noch ein Stück vor sich her und prallte auf ein weiteres Auto. Beide Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Spende - Tannheimer Nachsorgeklinik freut sich über 10.000 Euro
Dienstag, 19. Februar 2008 - 10:58 Uhr
Über einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro hat sich gestern die Nachsorgeklinik Tannheim gefreut. Geschäftsführer Roland Wehrle nahm den Scheck von Herbert Geissler entgegen. Der sammelte mit seinem Gönninger Lichtergarten in der Vorweihnachtszeit 7.500 Euro für die Klinik. Die Familie Geissler, die ein Elektrogeschäft betreibt, spendete zusätzlich 2.500 Euro. Die Nachsorgeklinik betreut Familien mit schwer chronisch kranken Kindern. In einer Rehabilitationsmaßnahme kann die Familie die Krankheit gemeinsam aufarbeiten.
Feiern zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo: Friedlich und störungsfrei
Montag, 18. Februar 2008 - 16:05 Uhr
Friedlich und störungsfrei sind nach Angaben der Reutlinger Polizei Kundgebungen verlaufen, bei denen gestern rund 200 Personen die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gefeiert haben. Begonnen hatten die Feiernden mit einem Autokorso durch die Reutlinger Innenstadt. Etwa 50 Autos fuhren weiter auf dem Festplatz Bongertwasen in Metzingen. Ein Teilnehmer, der mehrmals mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen hatte, stellte sich später der Polizei und händigte den Beamten die Waffe aus. Weitere Vorkommnisse gab es nicht.
Autofahrer in Schlangenlinien bei Wurmlingen unterwegs
Montag, 18. Februar 2008 - 16:04 Uhr
Mehrere Autofahrer haben sich gestern Nachmittag bei der Polizei über einen Autofahrer beschwert, der in Schlangenlinien zwischen Wurmlingen und Rottenburg fuhr. Dabei hatte er den Gegenverkehr mehrmals gefährdet. Eine Polizeistreife stellte den Mann, er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Bei der Kontrolle wurde der alkoholisierte 45-Jährige aggressiv und wollte immer wieder weglaufen. Die Polizei nahm ihn fest und ordnete eine Blutentnahme an.
Nur die besten Stücke - Gastspielreihe Reutlinger Theaterfabrik startet morgen
Montag, 18. Februar 2008 - 15:10 Uhr
Der Reutlinger Gemeinderat hat sich vor zwei Jahren auf eine Kulturkonzeption geeinigt. Diese sieht vor, dass an mehreren Standorten in der Echazstadt Veranstaltungs-Zentren entstehen sollen. Auch ein Theatersaal mit 300 Sitzplätzen ist angedacht. Diese so genannte Theaterfabrik könnte in der 'Planie 22“ Platz finden. Das Reutlinger Theater 'Die Tonne“ hat deshalb jetzt alle namhaften Theater der Region für eine Gastspielreihe zusammen getrommelt. Das Publikum soll ab morgen einen kleinen Vorgeschmack bekommen, welche Möglichkeiten ein Theaterhaus bietet. Das Landestheater Tübingen gastiert beispielsweise in zwei Wochen mit seinem Kassenschlager 'Der Gott des Gemetzels“ in der Planie. Kennern ist die französische Autorin des Stücks Yasmina Reza wohl bekannt. In der 'Gott des Gemetzels“ treffen zwei Ehepaare aufeinander. Sie wollen sich zivilisiert über ihre missratenen Söhne unterhalten. Das artet jedoch bald aus. In diesen Genuss werden aber nur rund 150 Zuschauer kommen - eine ausgebaute Planie 22 würde bis zu 300 Gästen Platz bieten. Von einer Konkurrenz unter den Theatern ist indes nichts zu spüren. Die Idee zu einer umfangreichen Gastspielreihe unter dem Titel Theaterfabrik haben die Intendanten gemeinsam umgesetzt. Alle Einnahmen werfen die Ensembles in einen Topf. Das Geld steht dann für die wichtige Sanierung bereit. Derzeit nutzt das Theater 'Die Tonne“ die Planie 22 bereits als Spielort - diesen Winter sei aber schon mehrmals die Heizung ausgefallen. Eine Sanierung sei also dringend nötig. Auch Stefan Hallmayer vom Melchinger Theater Lindenhof unterstützt die Reutlinger Kollegen.
Im Mai wird dann auch die Württembergische Philharmonie mit dem Familienkonzert 'Peter und der Wolf“ zu Gast sein. Den Anfang macht morgen Abend das Tübinger Zimmertheater mit dem Stück Europa um 20 Uhr.
Protest mit Menschenkette - Anwohner und Landwirte demonstrieren in Nürtingen gegen Boss-Lager
Sonntag, 17. Februar 2008 - 18:46 Uhr
Das geplante Distributionszentrum des Metzinger Modekonzerns Hugo Boss erregt nach wie vor die Gemüter. Nicht mehr nur im Metzinger Stadtteil Neuhausen - auch in Nürtingen. Seit bekannt wurde, dass Boss den Bau parallel auch dort im Gebiet 'Großer Forst“ plant, protestieren Anwohner und Bürger auch in der Nachbarstadt gegen das große Lager. Heute trafen sich die Gegner zu einer Menschenkette auf dem Gelände 'Großer Forst“ in Nürtingen - ein seit acht Jahren ausgewiesenes, aber noch nicht erschlossenes Gewerbegebiet am Ortsausgang Richtung Metzingen. Nun jedoch könnte die Bebauung anstehen, und deswegen sind sie heute hierher gekommen: Mitglieder der Schutzgemeinschaft großer Forst, Landwirte und erboste Bürger, die überhaupt nicht damit einverstanden sind, dass der Metzinger Modekonzern Hugo Boss hier ein großes Distributionszentrum errichten will. 20.000 Quadratmeter Grundfläche benötigt Boss für sein Vorhaben in Nürtingen, die Dimensionen des geplanten Lagers sind ähnlich wie in den Plänen für Metzingen. 160 Meter breit, 180 Meter tief soll der Bau werden, zwischen 15 und 20 Meter hoch. Der Nürtinger Oberbürgermeister Otmar Heirich will das Bebauungsplanverfahren für das neue Gewerbegebiet 'Großer Forst“ wie berichtet zügig durchbringen, um Metzingen zuvor zu kommen. Doch der Gemeinderat bremst. Die CDU beispielsweise will erst entscheiden, wenn der OB ihren Fragenkatalog beantwortet hat. Darin geht es unter anderem um das Verkehrsaufkommen und um das Landschaftsbild. Die SPD will einen Vertreter von Boss in den Gemeinderat einladen. Dass Hugo Boss sein Distributionszentrum möglicherweise nicht hier im Metzinger Gebiet Braike-Wangen baut, sondern in Nürtingen - diese Diskussion betrachten die Bewohner im angrenzenden Metzinger Stadtteil Neuhausen mit gemischten Gefühlen. 'Wenn's in Nürtingen klappt, solls uns recht sein', heißt es in einer RTF.1-Umfrage, andere würden die 400 Arbeitsplätze begrüßen. Auf der Metzinger Stadtverwaltung will man sich zwar nicht unter Druck setzen lassen - Oberbürgermeister Dieter Hauswirth ist dennoch daran interessiert, Boss in der Stadt zu halten. Wenn es mit dem Lager der Hugo Boss AG dennoch nicht klappe, so Hauswirth, seien immer noch andere Interessenten für die Gewerbeflächen da. Zudem heißt es vom Modekonzern auch: Wenn die Umsatzzahlen so steigen wie bisher, dann könne es gut sein, dass man an beiden Standorten baue.
Ausstellung in Hechinger Villa Eugenia eröffnet
Sonntag, 17. Februar 2008 - 14:48 Uhr
In der Villa Eugenia in Hechingen ist heute die Dauerausstellung eröffnet worden, die sich mit der Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner befasst: Eugenie und Friedrich Wilhelm Konstantin waren das letzte regierende Fürstenpaar von Hohenzollern-Hechingen, sie ließen die Villa 1833 vom Lustgartenhaus zum Wohnhaus ausbauen. Die Eröffnung war zugleich der Auftakt der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Fürstin Eugenie. In diesem Rahmen wird es 2008 zahlreiche Ausstellungen, Führungen, Konzerte und Vorträge in Hechingen geben.
Sportergebnisse vom Samstag Abend
Sonntag, 17. Februar 2008 - 14:47 Uhr
1. Basketball-Bundesliga
Science City Jena - Walter Tigers Tübingen 64:84
Den Tübinger Walter-Tigers ist nun auch in der Bundesliga wieder ein Sieg geglückt: Sie schlugen gestern Abend auswärts das Tabellen-Schlusslicht Science City Jena deutlich mit 84:64 Punkten. Der zweite Sieg unter dem neuen Trainer Tolga Öngören. Ray Nixon und AJ Moye spielten überragend.
2. Handball-Bundesliga Damen
Frisch Auf Göppingen - TuS Metzingen 33:29
Verloren haben dagegen die Handball-Damen der TUS Metzingen ihr Auswärtsspiel gestern Abend gegen Frisch Auf Göppingen. 33:29 hieß es am Ende für den Gastgeber. Beste Werferin bei den Metzingerinnen war Annika Schmid mit 12 Toren.
Handball-Regionalliga
TV Neuhausen - TSV Birkenau 40:26
Einen deutlichen Sieg haben die Handballer des TV Neuhausen in der Regionalliga eingefahren: Sie schlugen zuhause gestern Abend den TSV Birkenau mit 40:26.
2. Volleyball-Bundesliga
FT Freiburg - TV Rottenburg 3:1
Die Volleyballer des TV Rottenburg mussten gestern Abend in Freiburg eine Niederlage einstecken. Vor rund 2500 Zuschauern verloren die Rottenburger deutlich mit 1:3 Sätzen.
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