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Die Woche ab 16. Januar 2011
175 Projekte - Wie die Sparkasse Zollernalb ehrenamtliches Engagement unterstützen will Samstag, 22. Januar 2011 - 16:06 Uhr
Die Sparkasse Zollernalb wird 175 Jahre alt, und aus diesem Anlass hat sich das Kreditinstitut etwas besonderes ausgedacht: Im Jubiläumsjahr 2011 unterstützt die Sparkasse 175 gemeinnützige Projekte im ganzen Zollernalbkreis.
Der Zollernalbkreis. 25 Gemeinden mit 190.000 Einwohnern. Das Einzugsgebiet der Sparkasse Zollernalb. 1836 wurde sie als "Oberamtsleih- und Sparkasse Balingen“ im Königreich Württemberg gegründet. 175 Jahre ist das her. "Wir wollten für 175 Jahre Vertrauen und Treue zu unserem Haus danke sagen und dachten, es sei eine gute Idee, denjenigen die Entscheidung zu übertragen, wie wir danke sagen sollen, nämlich den Menschen im Zollernalbkreis", sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Zollernalb Markus Schmid.
Im Internet ist die Webseite der Aktion unter www.175-projekte.de erreichbar. Hier können die Bürger des Zollernalbkreises ihre Projekte einreichen - alle zwei Monate 50 Projekte, jeweils in einer anderen Kategorie. "Es muss originell sein", so Schmid. "Es muss etwas sein, was sehr konkret ist, es muss etwas sein, das auch ganz konkret in einem relativ überschaubaren Zeitraum realisiert werden kann. Wir wollen mit diesen 175 Projekten nicht etwas machen, was irgendwann in ein paar Jahren zur Realisierung kommt, sondern was ganz konkret jetzt irgendwo zu machen ist.'
Sind alle Projekte eingereicht, kommt Phase 2. Jetzt können die Besucher der Internet-Seite über die Projekte abstimmen. Je mehr Stimmen ein Projekt erhält, desto höher landet es oben auf der Liste der Jury. Eine Garantie dafür, dass das Projekt dann auch realisiert wird, ist das noch nicht. Aber eine gute Ausgangsbasis. Nach der Abstimmphase entscheidet eine Jury, welche Projekte dann tatsächlich realisiert werden.
Jetzt geht es an die Umsetzung. Die Sparkasse Zollernalb finanziert die Projekte, aber realisieren müssen sie die Bürger selbst - ob eine Schaukel renoviert oder ein Barfußpfad angelegt wird: Durch ehrenamtlichen Einsatz sollen die Bürger und Vereine dafür sorgen, dass der Zollernalbkreis noch ein bisschen schöner und lebenswerter wird.
Sport und Reime - Hechingen weiht zum Neujahrsbürgertreff neue Sporthalle ein Samstag, 22. Januar 2011 - 15:57 Uhr
Schlüsselübergabe gestern Abend in Hechingen. Pünktlich zum traditionellen Neujahrsbürgertreff konnte die Stadt die neu erbaute Lichtenauhalle einweihen. Vier Millionen Euro hatte die Sporthalle gekostet, und die Hechinger Schulen und Vereine präsentierten sich mit einer kleinen Sportgala. Vom Tanz bis zur asiatischen Kampfkunst bot diese einen Überblick über das sportliche Leben in der Zollernstadt.
Wie jedes Jahr beim Neujahrs-Bürgertreff durfte auch die Ansprache des Bürgermeisters nicht fehlen. Jürgen Weber trug sie in gereimter Form vor. Ein wichtiges Thema war die geplante öffentlich-private Partnerschaft beim Hallen-Freibad:
"Ein Partner längst gefunden ward, rechtlich und wirtschaftlich geprüft der PPP-Vertrag. Beides positiv, doch dann - o Schreck, o Pein: Das Landratsamt sagt: Nein.'
Bürgermeister Jürgen Weber warf auch einen Blick in die Zukunft - und hier insbesondere auf die Bürgermeisterwahl, die im Oktober stattfinden soll.
"Wer mir nachfolgt möge sein von Gemüt, gelassen und heiter, denn das hilft meistens weiter. Sensibel, doch nicht ausgestattet mit zu zarten Saiten, Standhaft, um - wenn nötig - Kurs zu halten, vor allem in schwierigen Zeiten Stets bereit, Flagge zu zeigen für Stadt und Zollerland - das alles verlangt dies Amt.'
Nach einem ereignisreichen Jahr 2010 wird es also wohl auch in diesem Jahr in Hechingen rund gehen.
Nach der Krise - Forderungen der Kammerpräsidenten an Politik und Wirtschaft Samstag, 22. Januar 2011 - 15:49 Uhr
In der regionalen Wirtschaft wie auch im Handwerk geht es aufwärts. Das besagen aktuelle Zahlen. Trotzdem dürften sich weder die Betriebe noch die Politik auf diesen Erfolgen ausruhen - so die gemeinsame Forderung der Präsidenten von IHK und Handwerk, Christian Erbe und Joachim Möhrle - anlässlich des gemeinsamen Neujahrsempfangs in Reutlingen.
Der Präsident der Handwerkskammer Reutlingen Joachim Möhrle sagte, in manchen Bereichen der Wirtschaft habe man aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. "Ich will gar nicht von den widererstarkenden Boni der Bankmanager reden, aber nachdem eine Firma mit 50 Milliarden Dollar bewertet wurde, ohne das mit Zahlen zu belegen, titelte das Handelsblatt zu Jahresbeginn: Der Wahnsinn kehrt zurück.'
Ein wichtiges Thema für Möhrle: der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Bisher habe das Handwerk seinen Nachwuchs selbst ausgebildet. Das sei aber immer schwieriger geworden. Die Klagen über ausbildungsunfähige Jugendliche habe die Öffentlichkeit zunächst nicht ernst genommen. "Aber wenn in der vergangenen Woche ein Handwerksmeister geklagt hat, dass ein Bewerber bei ihm nicht mal zehn Prozent von 20 Euro ausrechnen konnte, dann gibt das schon zu denken", sagte Möhrle.
Ein gutes Jahr sei das vergangene Jahr 2010 gewesen. Das bekräftigte auch IHK-Präsident Christian Erbe. Für das Ende der Krise hätten Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam gesorgt - unter anderem durch die Kurzarbeit. Aber jetzt gelte es, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Erbe: "Als Wirtschaft mit unserer Dachorganisation DIHK an der Spitze fordern wir nach wie vor eine Reform des Steuersystems in Deutschland. Wir haben in der Vergangenheit erste Schritte eingeleitet. Wir müssen weitere Schritte hin zu einem einfachen und transparenten Steuersystem machen, das vor allem auch Leistung und Erfolg belohnt.'
Der demographische Wandel stelle die Wirtschaft vor besonderen Herausforderungen. Hier gelte es vor allem, die Aus- und Weiterbildung, das lebenslange Lernen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. "Zudem darf die Rente mit 67 nicht in Frage gestellt werden", sagte Erbe. "Wenn die Menschen älter werden, müssen sie länger arbeiten und einzahlen. Sonst wird das Rentensystem auf Dauer kollabieren.'
Mit viel Optimismus, aber auch mit mahnenden Tönen startet die regionale Wirtschaft in das neue Jahr. Um den Aufschwung dauerhaft zu sichren, müssten jetzt die Weichen gestellt werden. Darin waren sich die beiden Kammern einig.
Ministerpräsident Stefan Mappus beim Neujahrsempfang von IHK und Handwerkskammer in Reutlingen Freitag, 21. Januar 2011 - 14:11 Uhr
Nach der Wirtschaftskrise ist nicht nur Deutschland besser als alle anderen europäischen Staaten in Tritt gekommen. Statistische Eckdaten besagen: auch Baden-Württemberg steht innerhalb der deutschen Bundesländer glänzend da. Warum das Land und seine Wirtschaft so gut aus der Krise kamen und was jetzt noch getan werden muss, damit es weiter aufwärts geht - das war das Thema von Ministerpräsident Stefan Mappus bei seinem gestrigen Besuch in Reutlingen.
Nicht nur das typische Gastgeschenk aus Reutlingen ließ den Ministerpräsidenten strahlen: Knapp 5 Prozent Wachstum, nur 4,3 Prozent Arbeitslose und in Europa die geringste Jugendarbeitslosigkeit. Eine gute Botschaft sei das - so Mappus vor rund 700 Gästen - den Menschen im Land brauche vor der Zukunft nicht bange zu sein. Denn alles deute momentan darauf hin, dass die tragenden Kräfte dieses Aufschwungs noch eine ganze Weile anhalten werden. Die industriellen Auftragseingänge hätten bis zuletzt kräftig angezogen, so Mappus. Und vor allem käme der Aufschwung kommt bei immer mehr Leuten an. Das werde sich auch auf den Lohn- und Gehaltszetteln bemerkbar machen. Die gute Situation komme aber nicht von ungefähr. Jetzt profitiere man von einst gegen massive Widerstände durchgesetzte unpopuläre Entscheidungen. Noch vor weniger als 10 Jahren sei Deutschland als "kranker Mann Europas" tituliert worden. Während andernorts die Sektkorken geknallt hätten, habe man hierzulande den Arbeitsmarkt reformiert, so Mappus. Auch in der Krise habe man in Deutschland in einer Gemeinschaftsaktion von Staat, Unternehmen, Arbeitnehmern und Gewerkschaften die richtigen Entscheidungen getroffen. Mappus erklärte, die Menschen seien nicht auf die Straße gesetzt worden. Von Seiten des Staates, durch Kurzarbeit und Beschäftigungsbrücken wäre man über den Abgrund der weltweiten Rezession hinweg gekommen, so der Ministerpräsident. Die aufgehäuften Krisen-Schulden gelte es jetzt nicht nur in Deutschland bei Bund, Ländern und Kommunen abzubauen. Überschuldung- aus Mappus Sicht auch das Kernproblem der "Eurokrise“. Die Stabilität des Euro werde durch entsprechende Sanktionen durchgesetzt, so Mappus. Auch für Baden-Württemberg gelte es jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Außer in den Rohstoff "Bildung“ werde in Infrastrukur investiert. Und deshalb müsse auch Stuttgart21 kommen. Man brauche das Beste an Infrastruktur und die beste Anbindung an internationale Verkehre, erlläuterte der Ministerpräsident. Meist daneben lägen Fortschrittsgegner. Ein Beispiel dafür sei, wie ein deutscher Kaiser vor 125 Jahren die Erfindung des Autos kommentierte: "Die Zukunft gehört dem Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.' Daran könnte man sehen das man Innovationen voranbringt, indem man etwas wage, so Mappus. Ob Wahlen oder nicht - bei Zukunftsentscheidungen werde er weiter auch Unpopuläres vertreten, so Mappus. Denn richtig bleibe richtig, das beweise die Geschichte. Mehr zum IHK-Neujahrsempfang gibt es am morgigen Samstag.
RTF.1-Talk im Tübinger Sparkassen Carré zum Thema "Alter" Freitag, 21. Januar 2011 - 14:10 Uhr
Rund ums Thema "Alter" drehte sich alles beim RTF.1-Talk am Mittwoch im Tübinger Sparkassen Carré. Die Gäste des jung gebliebenen Moderators Roland Steck widmeten sich der Frage "Alter ist das, was man daraus macht?'. Eine Frage, die in Zeiten in denen die Menschen durchschnittlich länger leben als noch vor ein paar Jahren immer brisanter wird. Der Kreis Tübingen zähle zu den Kreisen in der BRD wo die Menschen im Durchschnitt am ältesten werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung im Kreis Tübingen liege bei Frauen bei ungefähr 83/84 Jahren und bei Männern bei ungefähr 79/80 Jahren, erklärt der Vorsitzende des Kreisseniorenrates Tübingen Hansjürgen Stiller. Dabei ging es in der Expertenrunde um gesundheitliche Alterserscheinungen, aber auch um die Angst vor dem, was das Alter vielleicht mit sich bringen könnte, wie etwa dem Verlust der Selbstständigkeit. Dann heißt der letzte Ausweg oftmals Pflegeheim. Das Bewußtsein, dass es für viele die letzte Station sei, habe natürlich etwas beklemmendes, weiß die Leiterin des Altenzentrum Luise-Poloni-Heim in Tübingen, Ursula Bacher. Und auch die Tatsache, dass man eben aus seiner vertrauten Umgebung rausgehe und sich eben auf etwas Neues einlassen müsse, dass die Angst da sei, man gäbe sozusagen sein Leben unten an der Eingangstür ab. Daher sei es empfehlenswert, sich schon in jüngeren Jahren etwas mit diesem Thema auseinander zu setzen. So helfe ein Besuch in verschiedenen Pflegeeinrichtungen in der Umgebung oft, Ängste abzubauen, erklärt Ursula Bacher. Dieses Ziel hat sich auch Gabriele Heyd gesetzt. Seit 1994 gibt sie die kostenlose Zeitschrift "die kleine" heraus. Es gehe ihr darum zu informieren übers Älter werden und natürlich profitiere manch ein Mensch über 60, über 70 oder über 80 von den Terminen und Informationen, aber es gehe ihr auch darum, dass Leute zwischen 30 und 50 davon profitierten, so Gabriele Heyd, Herausgeberin der Zeitschrift "die kleine". Die Themen sind dementsprechend vielfältig. Sie reichen von gutem Essen über Wellness und Krankenpflege bis hin zu Freizeit- und Fitnesstipps. Denn sportliche Aktivität könne den körperlichen Abbau im Alter zumindest hinauszögern, so Mediziner Gerhard Eschweiler. Problematischer werde jedoch immer mehr das Thema Depressionen und Demenz. Und da sehe man natürlich vor allem Menschen die sich Sorgen um ihr Gedächtnis machten, um ihre Konzentrationsfähigkeit, so Professor Gerhard Eschweiler vom Geriatrischen Institut am Uniklinikum Tübingen, weil eben beim Gedächtnis auch Biographie und das Verständnis der persönlichen Rolle eine Rolle spiele, als wenn es nur um Probleme mit der Hüfte oder mit dem Herzen gehe. Veranschaulicht wurde das Thema Fitness schließlich eindrücklich von den Mitgliedern der Tanzgarde des MV Unterhausen, die den Abend mit ihren Aufführungen etwas auflockerten. Den ganzen Talk sehen sie am kommenden Sonntag jede volle Stunde nach den Nachrichten auf RTF.1.
Kreisbauernverband Reutlingen zum Dioxinskandal Donnerstag, 20. Januar 2011 - 17:39 Uhr
Obwohl Eier und Fleisch aus Baden- Württemberg ohne Beschränkungen verkauft werden dürfen, ist wegen des Dioxin-Skandals das Vertrauen der Kunden in die Produktion gesunken. Der Kreisbauernverband Reutlingen hat heute in Bad-Urach- Wittlingen im Landkreis Reutlingen über die Auswirkungen auf die regionale Schweineproduktion informiert. Der derzeit ermittelte Dioxingehalt im Schweinefleisch hat laut den wissenschaftlichen Einschätzungen des Bundesinstitutes für Risikoforschung keine gesundheitlichen Beeinträchtigung für Verbraucher. Trotzdem sind die Folgen der Futtermittelproblematik bei den Landwirten deutlich spürbar.
Der Schweinebauer Markus Mayer sagt,die Probleme lägen darin, dass am vergangenen Wochenende ein Preisverfall von 23 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht auf sie zugekommen sei und das bedeute einen wirtschaftliches Defizit von 50 Euro pro Schwein. Und darum stelle sich die Frage für jeden Betrieb, ob die Produktion in Zukunft überhaupt noch weitergeführt werden soll.
Um solche Skandale rund um die Lebensmittelproduktion zu verhindern, wurde ein 10-Punkte-Plan auf den weg gebracht. Dieser soll bessere Systeme in der Futtermittelkontrolle zur Folge haben. Ob das jedoch die Lösung ist - darüber sind sich die Fleischproduzenten nicht einig.
Gebhard Aierstock der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Reutlingen sagt, es sei immer richtig, wenn man irgendwo noch was optimieren könne. Klar sei auch, dass auch bisher schon das Kontrollsystem ziemlich gut gewesen wäre. Das hätte sich dadurch gezeigt, dass es ziemlich gut nachvollziebar war, wo die Futtermittel hingegangen wären. Andersherum müsse man sehen, dass Kontrollen auch ihre Grenzen haben. Man könne nicht jedem Produzenten ständig einen Kontrolleur zur Seite stellen.
Bioprodukte werden bei den Verbrauchern immer beliebter. Auch dieser Trend ist bei den konventionellen Betrieben zu spüren. Gebhard Aierstock vom Kreisbauernverband betont dabei , dass es vor allem bei Kauf von regionalen Produkten eine besonders hohe Transparenz sowie Sicherheit gäbe.
Denn: Man glaube man hätte bei Bio mehr Sicherheit. Doch was Dioxin betrifft, hätten sie auch im Biobereich schon Probleme. Denn Dioxin sei auch in der Umwelt vorhanden und bei Tieren, die Auslauf haben, kann eine Dioxinbelastung allein durch den Boden kommen. Er ginge auch davon aus, dass sich das in einigen Wochen wieder einspielen würde. Er hoffe, dass Verbraucher etwas konsequenter überlegen würden, was sie einkaufen, wo sie einkaufen und auch die konventionelle Landwirtschaft hätte Qualität zu bieten.
Zur Zeit hoffen die Schweinebauern vor allem auf ein Entgegenkommen ihrer Abnehmer, um ihr Fleisch weiterhin zu fairen Preisen verkaufen zu können. Laut Aierstock sind sich Produzenten und Verbraucher in einem Punkt einig: Die Strafen für solche Vorfälle müssen hoch angesetzt werden, um solche krimmimellen Dinge - wie geschehen - zu verhinden.
"Teilhabe an Politik" - Donnerstag, 20. Januar 2011 - 17:34 Uhr
Behinderte Menschen an der Politik teilhaben lassen - das war heute das erklärte Ziel in der BruderhausDiakonie Dettingen/Erms bei Bad Urach. Zu diesem Zweck waren einige der Landtagswahlkandidaten des Wahlkreises Hechingen-Münsingen vor Ort - und standen den Mitarbeitern der Behindertenwerkstatt Rede und Antwort. Klarer Schwerpunkt dabei: das Thema Geld. Bislang sind die Landkreise für die Versorgung Behinderter zuständig - so gibt Reutlingen jährlich 40 Millionen Euro dafür aus - laut SPD- und Grünen-Kandidaten der falsche Ansatz. Klaus Käppeler von der SPD sei es sinnvoll, wenn der Bund für diese Gelder aufkommen würde. Das würde auch die kommunalen Haushalte entlasten. Denn es sei immer das gleiche: der Bund bestelle was und bezahlen müsse es dann das Land oder die Kommunen. Auch Dominik Esche von den Grünen sieht das so. Vor allem, wenn dann alles von zentraler Stelle aus, also vom Bund, geregelt werde, sei ein viel besserer Ablauf garantiert. CDU und FDP waren da anderer Meinung - die Aufgabe solle ruhig beim Kreis verbleiben, denn da sei der Bezug zu den Menschen größer. Der Kreis solle nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden. Ein weiterer Punkt, der heute beschäftigte: das sogenannte Schonvermögen. Das bedeutet: die Ersparnisse eines Behinderten dürfen 2500 Euro nicht übersteigen. Alles was darüber geht, nimmt das Land für sich in Anspruch - vielen erscheint das ungerecht. Hier fordern die Betroffenen ein neues Berechnungsverfahren. Zwar könne man den Behinderten nicht einfach alles lassen, was sie verdienen, so Helmut Kaden aus dem Wahlkampfteam des FDP-lers Andreas Glück. Aber man müsse einen neuen Maßstab finden. Das Schonvermögen müsse höher angesetzt werden. Man müsse mehr zur Verfügung haben, wenn man arbeite, so Kaden. Auch Karl-Wilhelm Röhm von der CDU will den Einzelnen dazu befähigen, dass er das, was er braucht, selbst erwirtschaften kann. Das komplette Abschaffen einer Vermögensgrenze sieht Esche von den Grünen als schwierig an. Viel mehr müsse ein sinnvoller Mittelweg gefunden werden, etwa statt den bisherigen 2500 Euro 5000 Euro, sodass sich jeder auch mal etwas gönnen könne. Einig waren sich alle in dem Punkt, dass auch ein Behinderter genug Geld für seine Wünsche haben muss. Wer hart arbeite, wie die Menschen hier in Dettingen/Erms, solle schließlich auch was davon haben. Eins versprachen die Politiker einheitlich: Die Versorgung Behinderter Menschen wird ein fester Bestandteil eines jedes Wahlprogramms sein.
"Tina Modotti - Fotografin und Revolutionärin" - Ausstellung im DAI Tübingen Donnerstag, 20. Januar 2011 - 15:31 Uhr
Noch bis zum 17. März stellt das Deutsch-Amerikanische Institut Tübingen die Werke der Fotografin Tina Modotti aus. Zahlreiche Aufnahmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen das Lebenswerk der Künstlerin und Fotografin.
Lotta Schneidemesser vom Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen erklärte, Modotti habe vor allem in ihrer späteren Schaffenszeit den Menschen Mexikos große Aufmerksamkeit geschenkt. Arme Menschen, Themen wie Geburt und Tod, Widerstand und Unterdrückung - all diese Themen spiegle Modotti in ihrer Kunst wieder. Sie erwecke dabei beim Betrachter aber kein Mitleid über das Elend - die Fotografin lässt ihre Menschen immer in Stolz und Würde erscheinen.
Die Aufnahmen galten damals für viele Fotografen als revolutionär und wegweisend. Die Ausstellung bietet einen Einblick in das umfangreiche Werk der Fotografin.
Schneidemesser verwies dabei vor allem auf ein Bild, das den Stiltenor Modottis ganz genau treffe. Dabei handelte es sich um das Porträt einer Wasserträgerin, einer armen Frau, bei der der Bertrachter jedoch nie das Gefühl habe, einen armen Menschen anzuschauen. Stattdessen sehe man Stolz und Würde im Blick der Frau, die an der Kamera vorbei schaut.
Die Räume des DAI in Tübingen sind nach dem Kunst Haus Wien die zweite Station der Ausstellung. Dort ist sie Dienstags bis Freitags von jeweils 9 bis 18 Uhr zu sehen. Weitere Infos gibt es unter: www.dai-tuebingen.de
Der Reutlinger Gemeinderat - hier Archivbilder- hat gestern über den schwierigen Doppelhaushalt 2010/2011 debattiert. Bereits im Dezember hatte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch den Kurs der Stadtverwaltung vorgegeben. Die Sparbremse bleibt an. Weitere Einschnitte soll es im Vertrauen auf bessere Zeiten aber nicht geben. Das, was man leichthin habe streichen können, so Bosch, sei längst gestrichen. Sogar Stellen habe man abgebaut - mit zwei Ausnahmen: in der Kinderbetreuung und der Parkraumbewirtschaftung.
Die CDU unter ihrem Sprecher Andreas vom Scheidt bejahjt den Rahmen der Etat-Pläne, übt aber Kritik beim Thema Steuern. Hier müsse die Stadt ihren realen Finanzbedarf ermitteln und den Mut aufbringen, die städtischen Kosten strukturell zu senken- und so auch Abgaben, Gebühren und Steuern für die Bürger. Das sieht auch die FDP so. Angesichts der Finanzlage müssten Stadt und Gemeinderat beschliessen, auf das eine oder andere zu verzichten. Vohrer warf deshalb die Frage auf, ob die Stadt 14 Friedhöfe und zehn Stadtteilbibliotheken brauche.
Die SPD sieht dagegen keine Kürzungsmöglichkeiten mehr. Ansonsten drohe die Zerstörung städtischer Strukturen. Ausserdem brauche die Stadt für Sanierungen und Investitionen mehr Geld. Und die sind bekanntlich durch höhere Steuern, Abgaben oder Gebühren zu erreichen.
Die Grünen sehen bei den Haushaltsentscheidungen hingegen zu wenig Bürgerbeteiligung. So werde eine Diskussion über städtische Perspektiven erschwert. Für den Ausbau der Kinderbetreuung werde zu wenig Geld ausgegeben. Die Freien Wähler unter Jürgen Fuchs treten vor allem für eine Wohnrauminitiative für breite Bevölkerungskreise ein. Zudem soll Geld umgeschichtet - und damit einige städtische Einzeprojekte- beispielsweise der Bau eines Industriemuseums - möglich werden.
Kusterdinger Werkrealschule: Land legt Berufung ein Mittwoch, 19. Januar 2011 - 16:56 Uhr
Der Streit der Gemeinde Kusterdingen mit dem Land um eine gemeinsame Werkrealschule an mehreren Standorten geht in eine neue juristische Runde - und führt zu Unstimmigkeiten in der CDU/FDP-Regierungskoalition. Vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen hatte Kusterdingen gegen die Bestimmung geklagt, Werkrealschüler müssten ab Klasse 8 nur an einem Standort unterrichtet werden.
Das Sigmaringer Verwaltungsgericht hatte dieser Argumentation überraschend Recht gegeben. Denn eine solche Vorgabe, so die Richter, stehe nicht im Gesetz. Eine entsprechende Regelung hatte damals die Regierungspartei FDP verhindert. Jetzt steht aber fest: Kultusministerin Marion Schick wird Berufung einlegen, will sich aber wegen des laufenden Verfahrens derzeit nicht äußern.
Ministerpräsident Stefan Mappus hatte gestern argumentiert: das pädagogische Konzept der Werkrealschule funktioniere nur, wenn Schüler der höheren Jahrgangsstufen zentral an einem Ort unterrichtet würden. Die FDP kritisiert hingegen, dass jetzt juristisch durchgesetzt werden solle, wofür es gesetzgeberisch keine Mehrheit gegeben habe.
Die demographische Entwicklung stellt das Land vor große Aufgaben. Immer mehr Menschen werden älter - und die Zahl der Pflegebedürftigen im Land nimmt zu. Grund genug für die Landesregierung die Beratung Pflegebedürftiger auszubauen. Bereits im Jahr 2008 wurde gemeinsam mit den Städten und Kommunen beschlossen, neue sogenannte Pflegestützpunkte zu schaffen. Jetzt hat der Tübinger Landrat Joachim Walter den neuen Pflegestützpunkt eröffnet.
Plötzlich kann alles ganz anders sein. Vor allem im hohen Alter können viele Menschen von heute auf morgen auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Und oft geht das so schnell, dass Angehörige und Betroffene mit der Situation überfordert sind.
Wie Sozialministerin Monika Stolz heute in Tübingen verkündete, soll der neue Pflegestützpunkt Tübingen den Menschen genau in solchen Fällen unter die Arme greifen: Für die Angehörigen der Pflegebedürftigen sei es gar nicht einfach, das Pflegeangebot zu überblicken, so die Ministerin. Viele wüssten gar nicht, was ihnen in einer bestimmten Pflegesituation zur Verfügung stehe. Und in diesen Pflegestützpunkten werde jetzt alles zusammengefasst, was es an Beratung gibt. So wisse der Ratsuchende ganz genau, auf welche Angebote er zurückgreifen kann.
Laut der Ministerin seien von den 50 im Jahr 2008 angekündigten Pflegestützpunkten jetzt 48 landesweit bereit. Weitere könnten in der Zukunft folgen.
Landrat Joachim Walter erklärte, wie sich der Pflegestützpunkt des Landkreises Tübingen zusammensetzt. Ein bereits gutes System werde hier verbessert: Man habe bereits fünf sogenannte IAV-Stellen - die Informations-Anlauf-Vermittlungs-Stellen - die im Landkreis jeweils in Ammerbuch, Rottenburg, Härten, Tübingen und Mössingen vorhanden seien. Diese fünf Stellen würden jetzt nochmal personell aufgestockt.
An den bisherigen IAV-Stellen hält der Landkreis damit fest. Denn diese dezentralen Standpunkte - wie zum Beispiel die Beratungsstelle inmitten der Tübinger Altstadt - hätten für die Bedürftigen nur Vorteile, so der Landrat. Denn Pflegestützpunkte müssten nah an den Menschen sein, lange Wege müssten vermieden werden, so Walter. Die Menschen müssten wissen, wo sie Ansprechpartner finden können. Aber auch der Ansprechpartner habe so den kürzeren Weg zu den älteren Menschen, der vielleicht auch Beratung in der eigenen Wohnung brauche.
Kostenfrei und unabhängig sollen Betroffene dann im Pflegestützpunkt in ihrer Nähe beraten werden. Auch telefonisch und über das Internet (unter www.pflegestuetzpunkt-tuebingen.de) können sich Betroffene über die Angebote informieren.
Studenten der Hochschule Reutlingen stellen Marktforschungsprojekt vor Mittwoch, 19. Januar 2011 - 15:10 Uhr
Wo wir uns auch aufhalten, sie verfolgt uns auf Schritt und Tritt, sogar in unseren eigenen 4 Wänden - die Rede ist von Werbung. Im Radio hören wir sie nur, auf Plakaten können wir sie sehen und das Fernsehen macht sogar eine Kombination aus beidem möglich. Während manche Produkte und Unternehmen in ihrer Werbung ganz versteckt und unscheinbar daher kommen, präsentieren sich andere pompös und auffällig. Welche Methode mehr Erfolg verspricht, das hat jetzt eine Gruppe von 14 Studenten der European Business School, kurz ESB, der Hochschule Reutlingen untersucht.
Ein Basketballspiel - das Spielfeld ist umgeben von Werbung. Doch sicherlich sind alle Zuschauer so auf das Spielgeschehen konzentriert, dass sie den vielfältigen Verbraucherinformationen keinerlei Beachtung schenken. Weit gefehlt - wie die Zweitsemester der ESB jetzt bei einem Projekt herausfanden. In Auftrag gegeben hat die Untersuchung die Firma audity, die bereits des Öfteren mit den Studenten der Hochschule Reutlingen zusammengearbeitet hat. Da man sich bei audity gerade mit dem Thema 'wie kann man Fremdmarken akkustisch in eine Sportübertragung einschleichen' beschäftige, sei es eigentlich eine perfekte Aufgabenstellung und so hab sich das dann ergeben, erklärt Rainer Hirt von der Firma audity. Die Ergebnisse der Studie mit rund 300 Probanden: Werbung funktioniert dann besonders gut, wenn sie Auge und Ohr anspricht. Doch die Studenten fanden auch einige ihrer aufgestellten Hypothesen, etwa über den höheren Wiedererkennungswert bekannter Produkte, widerlegt. Für die Studierenden sei es ein praktisches Anwenden des zunächst theoretisch Erlernten, was hoffentlich Spaß mache, so der projetleitende Dozent Gerd Nufer. Zudem bekomme ein Unternehmen einen praktischen Hinweis, Handlungsempfehlungen für Unternehmensmaßnahmen abgeleitet und last but not least sei natürlich auch für ihn interessant an der Stelle mit Unternehmen zu kooperieren, die Theorie mit der Praxis zu verbinden und auch die eigene Forschung dadurch weiter zu entwickeln. Sie hätten auf jeden Fall viel gelernt, erklärt Anna Weigert, eine teilnehmende Studentin an der ESB. Man sei am Anfang ein bisschen blauäugig in das Projekt gegangen und hätte sich das alles ein bisschen einfacher vorgestellt. Im Laufe des Projekts seien jedoch mehrere Probleme aufgetaucht, z. B. das man den Fragebogen so gestalten müsse, dass er später auch etwas fürs Ergebniss bring. Die entstandenen Probleme konnten schließlich gelöst werden. Und so können sich die Studenten im nächsten Studiensemester wieder ganz neuen Problemen und Herausforderungen widmen.
ElringKlinger hat "Auto-Aktie des Jahrzehnts" Dienstag, 18. Januar 2011 - 16:20 Uhr
Das Dettinger Unternehmen ElringKlinger darf sich jetzt "Auto-Aktie des Jahrzehnts" auf seine Fahnen schreiben. Dazu gewählt haben sie die Leser der Zeitung "Automobilwoche". Der Wahl zu Grunde liegt eine Betrachtung der Wertentwicklung aller Automobil- und Zulieferer-Aktien im Laufe der vergangenen 10 Jahre. Und diese konnte ElringKlinger mit einem Zuwachs von rund 1,4 Prozent für sich entscheiden. Mit ihrer Preisvergabe wollte die "Automobilwoche" Marken und Unternehmen auszeichnen, die im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts eine konstante Leistung auffahren konnten.
Makaberer Fund bei Pfronstetten: 32 tote Ferkel Montag, 17. Januar 2011 - 16:49 Uhr
Einen makaberen Fund machte an diesem Wochenende ein Jäger in einem Wald bei Pfronstetten, nahe Münsingen. In der Nähe der Wimsener Straße entdeckte er am Waldrand 32 tote Ferkel. Auf welche Weise die Tiere zu Tode kamen, woher sie stammen und wem sie gehören, ist bisher unbekannt. Neben der Polizei befasst sich auch das zuständige Veterinäramt mit dem Fall. Jetzt bittet die Münsinger Polizei unter der Telefonnummer 07381-936-40 um sachdienliche Hinweise.
Tübinger Polizei fahndet nach Grabscher Montag, 17. Januar 2011 - 16:48 Uhr
Die Tübinger Polizei fahndet nach einem Mann, der in der Nacht zum letzten Freitag eine 22jährige Frau angegrabscht und sexuell belästigt hat. Der Vorfall hatte sich frühmorgens gegen 1 Uhr 45 in der Mohlstrasse auf der Höhe des dortigen Rewe-Markts ereignet. Der Täter war der jungen Frau gefolgt und hatte versucht, diese von hinten zu umarmen. Der 22jährigen gelang es, die Hände wegzuschlagen und in den Aufzug einer Tiefgarage zu flüchten. Einen ähnlichen Vorfall hatte es schon am 10.Januar in der Pfrondorfer Straße in Tübingen-Lustnau gegeben. Der Gesuchte ist 18 bis 22 Jahre alt, rund einen Meter 75 groß und hat dunkle kurze, in der Stirn nach oben gegelte Haare. Er trug unter anderem eine dunkle Jacke mit dünnen roten Streifen oberhalb der Brusttasche. Hinweise unter 07071-972-8660 an die Polizei Tübingen.
Hoffnung für insolvente Großbäckerei Hermann Montag, 17. Januar 2011 - 16:47 Uhr
Im Fall der insolvent gegangenen Großbäckerei Hermann in Dettingen/Erms im Landkreis Reutlingen gibt es jetzt Hoffnung, einen Teil der 400 Arbeitsplätze und das Filialnetz zu erhalten. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gibt es verschiedene seriöse Angebote für die unterschiedlichen Betriebsteile. Um möglichst viele Jobs zu erhalten, werde jetzt geprüft, ob die verschiedenen Investorenpläne miteinander verbunden werden können. Ein Ergebnis soll bis Ende Januar vorliegen.
Barbara Bosch neue Präsidentin des Städtetags Montag, 17. Januar 2011 - 16:46 Uhr
Die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch ist heute in Stuttgart zur neuen Präsidentin des Baden-Württembergischen Städtetags gewählt worden. Bosch wird ihr Amt aber erst im Fall einer Bestätigung bei der Reutlinger Oberbürgermeisterwahl am 6. Februar antreten. Die Reutlinger Rathaus-Chefin würde dann dem Ulmer OB Ivo Gönner nachfolgen - und wäre nach Oskar Kalbfell bereits das zweite Achalmstädter Stadtoberhaupt an der Spitze der Städte-Vertretung.
Sie ist ist seit heute Morgen das neue Gesicht und die Stimme der Städte im Land. Die parteilose Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch ist seit 2003 Rathaus-Chefin in Reutlingen. Von hier aus vertritt Bosch jetzt für die kommenden fünf Jahre die Interessen der 180 Kommunen gegenüber Land, Bund und Europäischer Union. Bosch übernimmt in stürmischen Zeiten
Denn nicht nur in Reutlingen herrscht Ebbe in den städischen Kassen . Rund 50 Prozent der Kommunen droht laut Städtetag der Finanz-Kollaps. Das hat zum einen mit der lange maroden Wirtschaftslage in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise und massiven Gewerbesteuereinbrüchen zu tun . Aber auch mit Entscheidungen, die fern der Kommunen gefällt werden. Denn über 40 Prozent der Gewerbesteuerausfälle, so BOsch, seien durch steuerrechtliche Änderung wie für die Unternehmenssteuerreform entstanden. So sei die gewünschte Entlastung erreicht worden. Dies sei gut so. Das aber führe zu großen Löcherbei den Kommunen.
Große Löcher verursacht zudem auch der vom Bund auf kommunale Kosten beschlossene Ausbau der Kleinkinderbetreuungsplätze - aber nicht nur der. Zudem würden durch neue Leistungsgesetze durch Bund und Länder immer neue Aufgaben im Sozialbereich zu den Kommunen transferiert. Zukünftig werde man aber auch anderswo eines grundsätzlich verstehen müssen: wer bestelle, der müsse auch bezahlen - und die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung stellen.
Nicht nur von Reutlingen aus will Bosch nach ihrer sicher erscheinenden Wiederwahl zur OB am 6.Februar für diese Belange dann kämpfen. Denn laut Landesverfassung steht dem Städtetag ein Anhörungsrecht bei Gesetzgebungsverfahren zu.
Neujahrsempfang in Münsingen Montag, 17. Januar 2011 - 16:36 Uhr
Beim Neujahrsempfang in der Zehntscheuer in Münsingen hat gestern Bürgermeister Mike Münzing seine Ansprache zum Jahr 2011 gehalten. Dabei rief er vor 250 Gästen zu mehr Bürgerengagement und Gemeinschaftssinn auf - gerade in Zeiten des Streits um Stuttgart 21. Mike Münzing sagte, die Demokratie lebe vom Mitmachen. Und Demokratie lebe vom offenen und fairen Miteinander. Das Münsinger Stadtoberhaupt berichtete von schwierigen Situationen der Vergangenheit. Beispielsweise dem Abzug der Bundeswehr vor fünf Jahren, der für die Stadt mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze verbunden war. Der Bürgermeister sagte, die letzten 5 Jahre seit Abzug der Bundeswehr hätten bewiesen, dass es nur mit der gemeinsamen Kraftanstrengung aller möglich sei, aus einer vermeindlich unmöglichen Situation eine Perspektive zu entwickeln, von der auch die Gemeinschaft profitieren könne. Vor welchen konkreten Zukunftsaufgaben die Stadt jetzt stehe, lies Münzing an diesem Abend noch offen. Wichtig sei dabei aber eine mutige und gemeinschaftliche Heran-gehensweise. Und so blickt der Bürgermeister positiv und voller Hoffung auf das Jahr 2011.
Diesjährige Musica Antiqua-Saison feiert Auftakt in Reutlingen Montag, 17. Januar 2011 - 15:03 Uhr
Am Sonntag hat im Reutlinger Spitalhofsaal die diesjährige Musica Antiqua-Saison begonnen. Unter dem Motto "Gestatten, Johann Sebastian Bach" bildete das Trio Barocco den Auftakt zur Wintermusik. Damals wie heute zählt die Musik Bachs für viele zum Besten, was die klassische Musik zu bieten hat. Musica-Antiqua-Veranstalter Albrecht Holder ließ es sich dabei nicht nehmen, selbst ins Horn zu blasen. Gerald Friese, Regisseur und Schauspieler, erweckte mit einer szenischen Lesung Literatur zum Leben.
Das Gesamtveranstalungsprogramm gibt es unter: www.reutlingen.de
7. Tübinger Hochzeitsmesse im Sparkassen Carré Montag, 17. Januar 2011 - 15:02 Uhr
Im Tübinger Sparkassen Carré hat sich am Sonntag alles ums Heiraten gedreht: Auf der Siebten Tübinger Hochzeitsmesse "DU UND ICH 2011" lockten über sechzig Aussteller aus der Region die Besucher in die Universitätsstadt.
Die Hochzeitstorte ist ein Muss auf jeder Hochzeit: Diese gab es in den verschiedensten Formen und Farben - handgefertigt und detailverliebt. Unter anderem gab es auch Tipps und Anregungen zur passenden Tischdekoration für die heiratswilligen Besucher. Ebenso ist das richtige Brautkleid für viele Frauen das absolute Muss. Auf der Messe fanden diese eine große Auswahl - damit auch am Tag, der bekanntlicherweise der schönste des Lebens sein soll, garantiert nichts schief geht.
Theater Lindenhof in Melchingen jetzt gemeinnützige Stiftung Sonntag, 16. Januar 2011 - 15:34 Uhr
Das Regionaltheater Lindenhof in Melchingen im Zollernalb-kreis ist jetzt eine gemeinnützige Stiftung. Bisher hatte ein Verein das Theater organisiert. Als Hauptförderer will das Land jetzt aber eine professionellere Verwaltungs-struktur und eine unabhängige Kontroll-Instanz.
Tübingen: Winterschäden ausbessern Sonntag, 16. Januar 2011 - 15:32 Uhr
In Tübingen werden ab morgen in der Eisenbahnstraße die ersten frostbedingten Straßenschäden behoben. Für die Ausbesserungsarbeiten werden Abschnitte der Fahrbahn für voraussichtlich 5 Tage halbseitig gesperrt. 15.000 Euro hat die Stadt für die Reparatur veranschlagt.
Land fördert Pfullinger Realschule Sonntag, 16. Januar 2011 - 15:31 Uhr
Die Pfullinger Wilhelm-Hauff-Realschule im Landkreis Reutlingen wird vom Land in Höhe von 1,8 Millionen Euro gefördert. Hintergrund sind die der Stadt Pfullingen um Bürgermeister Rudolf Heß, die Hauff-Realschule zur Ganztagesschule zu machen. Die Stadt hatte dafür bereits zuvor entsprechende Mittel im Haushalt bereitgestellt. Der Eigenanteil von Pfullingen beträgt rund 2 Millionen Euro. Mit der Zuschuss-Zusage könne jetzt nach Angaben der Stadt der erste Bauabschnitt vorbereitet werden
Garantiert dioxinfrei - Politiker besuchen Lebensmittelbetriebe in der Region Sonntag, 16. Januar 2011 - 15:29 Uhr
Ob krebserregendes Dioxin über Tierfutter auch in unsere Lebensmittel gelangt ist beschäftigt derzeit viele. Am Freitag hat das Stuttgarter Landwirtschafsministerium erst einmal Entwarnung gegeben. Bislang sei in Baden-Württemberg kein Dioxin in der Nahrung aufgetaucht. Alle 4 Dioxin-Verdachtsfälle sind demnach ausgeräumt worden. Auch der Reutlinger FDP-Landtagsabgeordnete Hagen Kluck wollte die Bevölkerung beruhigen. Er hat zusammen mit Medien-vertretern zwei regionale Produktionsbetriebe besucht.
Glückliche Hühner - so erschienen die Tiere jedenfalls beim Medientermin auf dem Geflügelhof Zeeb in Reutlingen Sickenhausen. Die Hühner dürfen raus, wann immer sie wollen, werden nicht in Käfigen gehalten und vor allem: sie bekommen dioxinfreies Futter. Nicht nur deshalb gibt Erik Schweikert, verbraucherpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Entwarnung. Man müsse festhalten, dass eine gesundheitliche Belastung grundsätzlich nicht vor-liege. Nicht mal bei den Lebensmitteln, die positiv auf erhöhten Dioxingehalt gemessen wurden. Hysterie sei also definitiv fehl am Platze. Dennoch: Lücken im System seien ganz offensichtlich vorhanden, so Schweikert. Und die werden mit ausreichend krimineller Energie ausgenutzt. Deshalb müsse die Politik eingreifen. Der Strafrahmen werde verschärft werden, denn es müsse klar sein: wer zulässt, dass zu viel Dioxin in die Lebensmittel gelange, gehöre ins Gefängnis, so Schweikert. Wer Rohmittel für Futterwaren herstellt, solle sich außerdem künftig zertifizieren lassen müssen, mit klaren Vorgaben beispiels-weise für Ausbildung und Hygiene. Frank Zeeb verlässt sich da lieber auf sich selbst. Denn er besitzt einen der wenigen Höfe, die ihre Futtermittel höchst selbst herstellen. Auch der Wankheimer Schweinemastbetrieb Kemmler + Müller wollte beim Medientermin zeigen, dass hier vorschrifts-gemäß produziert wird. Aber: die Türen blieben - leider - verschlossen. Jedenfalls für unsere Kameras. Ob die Tiere hier so glücklich sind wie die Hühner von Herrn Zeeb, konnten wir also nur von außen erahnen.
1. Narren-Musiktreff in Gönningen für den guten Zweck Sonntag, 16. Januar 2011 - 14:50 Uhr
Närrisch für den guten Zweck waren gestern Abend zahlreiche Zünfte in der Gönninger Roßberghalle beim ersten Narren-Musiktreff. Denn die Einnahmen aus dem Benifizkonzert kommen der deutschen Knochenmarkspenderdatei in Tübingen zugute. Als im vergangenen Jahr jemand aus der Gemeinde an Leukämie erkrankte, wurden viele hellhörig. Also sorgten Guggenmusik, Lumpen- und Hexenmusikkapelle für gute Stimmung und forderten zu Spenden auf. Das bunte Fasnetstreiben gestern in Gönningen bekam so einen sehr ernsten und karitativen Hintergrund.
Fasnetsumzug in Würtingen Sonntag, 16. Januar 2011 - 14:48 Uhr
Gischbl-Weiber laut-stark hieß es gestern Mittag in Würtingen - denn so eröffneten die närrischen Weiber aus St. Johann den Fasnetsumzug. 62 Narrenzünfte liefen, rannten oder sprangen hintereinander durch die Würtinger Straßen - mit vollem Körpereinsatz. Stände am Wegesrand, betrieben von St. Johanner Vereinen, und ein umfangreiches Festprogramm sorgten nicht nur für das leibliche Wohl - was die Häs aber auch gerne mal selbst in die Hand nahmen. Und mit süßen Gaben konnte dann so mancher Skeptiker doch noch in Fasnets-Stimmung gebracht werden.
Heimniederlage für Walter Tigers in der BekoBBL - 75:83 gegen Trier Sonntag, 16. Januar 2011 - 12:34 Uhr
Nach zwei Heimsiegen in Folge kassierten die Walter Tigers in der Bekobasketballbundesliga gestern Abend eine 75:86 Niederlage gegen TBB Trier. Nur zu Beginn der Partie konnten die Gastgeber vor 2800 Zuschauern überzeugen. Kashirov und Markovic trafen am häufigsten. Mit 14:24 Punkten bleiben die Tübinger im unteren Tabellendrittel.Alles zu dieser Partie gibts dann morgen im Sport.
EnBW TV Rottenburg siegt in Wuppertal - 3:0 Erfolg in der Volleyballbundesliga Sonntag, 16. Januar 2011 - 12:33 Uhr
Einen wichtigen Auswärtssig feierten die Erstligavolleyballer des EnBW TV Rottenburg in Wuppertal.Vor gut 1000 Zuschauern setzte man sich in drei Sätzen bei den Titans durch. 25:22, 25:23 und 25:21 lautete die Satzfolge aus Sicht der Rottenburger, die damit in der Tabelle etwas mehr Luft nach hinten haben.
Auswärtssieg für Metzinger Handballerinnen - TuS gewinnt in Dortmund Sonntag, 16. Januar 2011 - 12:32 Uhr
Im ersten Spiel des Jahres setzten die Zweiligahandballerinnen der TuS Metzingen gleich mal ein Ausrufezeichen.Beim BVB Dortmund gewann die TuS mit 28:23 und ist damit weiter auf Play-off Kurs. Überragende Spielerin war Anamaria Ilyes. Sie traf 14mal und erzielte damit die Hälfte aller Metzinger Tore.
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