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Die Woche ab 15. August 2010
Afrika-Festival "Bambali" in Balingen Samstag, 21. August 2010 - 15:18 Uhr
Die exotische Veranstaltung für die ganze Region - ist das Motte des Afrika-Festivals "Bambali“, das noch bis morgen das Balinger Messegelände in einen bunten Basar verwandelt. Veranstaltet wird das Festival von dem Balinger Verein Bamileke - und das aus einem ganz bestimmten Grund. Sie wollen einen kulturellen Austausch ermöglichen. Bunte Kleider, Schmuck und Skulpturen, hergestellt nach afrikanischer Tradition, bringen den Besuchern die fremde Kultur näher. Zudem entführen sie traditionelle Gerichte aus verschiedenen Regionen Afrikas auf eine Genuss-Reise durch den Kontinent. Neben diesem kulturellen Austausch habe sich der Verein noch ein weiteres Ziel gesetzt, so der Organisator. Sie wollen mit den Einnahmen ein medizinisches Zentrum in Kamarun unterstützen. So soll das Afrika-Festival auch in den kommenden Jahr Balingen wieder in ein buntes Treiben verwandeln.
4. Reutlinger Oldtimertag Samstag, 21. August 2010 - 15:10 Uhr
Oldtimer werden morgen ab 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr den Reutlinger Marktplatz in ein riesiges Gelage verwandeln. Denn dort laden die Oldtimerfreunde Neckar-Alb-Schönbuch e.V. bereits zum 4. Mal zum Reutlinger Oldtimertag ein. Ihre eigenen Fahrzeuge sind aber nicht zu sehen. Den der verein lud andere Vereine und Privatleute ein, so 1. Vorsitzende Dietrmar Scheib. Die Oldtimer werden aber nicht nur zum Anschauen da sein. Nach der Präsentation laden die Mitglieder die Besucher auf eine Rundfahrt ein. So können sie die Faszination an Oldtimer selbst erleben. Auch andere zahlreiche Überraschungen erwarte morgen die Besucher, so der Vorsitzender
Energetische Sanierung Hermann-Kurz Schule Freitag, 20. August 2010 - 17:35 Uhr
Fast ein Jahrhundert hat sie jetzt auf dem Buckel: die Hermann-Kurz Schule. Und derzeit wird sie energetisch saniert. Wolfgang Kühn vom Gebäudemanagement Reutlingen und der Architekt Ulrich Schwille stellten jetzt dieses Projekt der Öffentlichkeit vor. Vor allem werden die großen Fenster saniert, so Kühn. Die in handarbeit gefertigten Eichenholzfensterrahmen sind trotz des Alters in einem verhältnismäßig guten Zustand. Diese werden restauriert, mit neuen Glasscheiben versehen und wieder eingesetzt. Sie seien sehr wertvoll, weil sie ein Zeugnis aus einer alten Fensterbaukunst des beginnenden 20. Jahrhunderts seien, so Schwille. Solche Fenster werden heute nicht mehr hergestellt. Insgesamt werden rund 400 Fenster der Schule in 6 Abschnitten ausgetauscht. Restauriert werden sie von der Holzmanufaktur in Rottweil. Dabei wird das Fenster zur Wärmedämmung mit entsprechenden Gummidichtungen und einer Doppelverglasung versehen. Die Gesamtkosten der Maßnahme betrage ca. 1,3 Mio. Euro, so Kühn. Finanziert wird diese durch Zuschussmittel aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes und durch einen Eigenanteil von ca. 350 000 Euro der Stadt Reutlingen. Zusätzlich zur energetischen Sanierung laufen auch die Bauarbeiten zur Einrichtung einer Mensa im Erdgeschoss der Schule. Dort soll künftig eine Aufbereitungsküche 50 hungrige Schüler versorgen. Bereits Ende 2010 sollen die Arbeiten an der Schule abgeschlossen sein.
Mehr Qualität und Sicherheit in den neuen Verkehrsverträgen für die Region Freitag, 20. August 2010 - 17:30 Uhr
Bei den Regionalbahnen im Land stehen große Neuerungen an. Auch die Region Neckar-Alb ist davon betroffen. Bereits 2009 hat die Regierung beschlossen, die Bahnstrecken neu zu vergeben. Beispielsweise hofft die Hohenzollerische Landesbahn auf einen Zuschlag für die Strecke Tübingen-Heilbronn. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD und Landtagsabgeordneter des Zollernalbkreises, Hans-Martin Haller, forderte heute, dass der Wettbewerb mehr Service, Qualität und bessere Sozialstandards bei den regionalen Bahnen bewirken muss.
Bei der Neuvergabe von den Bahnstrecken im Land geht es um 57 Millionen gefahrene Zugkilometer pro Jahr und rund acht Millionen Euro an Steuergeldern. Das allein zeige die Brisanz des Themas, so Hans-Martin Haller. In den kommenden Monaten beginnt die Wettbewerbsausschreibung - dass Strecken direkt vergeben werden, soll es nur noch in Ausnahmefällen geben. Es dürfe keinesfalls eintreten, dass der Standard im Direktverfahren geringer sei als im Wettbewerbsverfahren. Die Landesregierung müsse ihre Prioritäten völlig klar durchsetzen, so Haller. Diese müsse dann jeder Teilnehmer am Wettbewerb ausnahmslos erfüllen. Die kommenden Vergaben von den Bahnstrecken werden über Qualität, Sicherheit und Service bei den Bahnen sowie über die Arbeitsplatzqualität in den kommenden 15 Jahren entscheiden, so Haller. Beispielsweise müsse eine neue Ausstattung in den Zügen her, außerdem solle der Fahrkartenverkauf in den Zügen wieder eingeführt werden. Mehr Service für Bahnreisende und ein angenehmes Klima auf dem Arbeitsplatz stünden an oberster Stelle. Das Land solle den Wettbewerb deswegen aktiv stärken. Denn auch das Land selbst sei Eigner und beteiligt an verschiedenen Unternehmen wie zum Beispiel der Hohenzollerischen Landesbahn. Es hat also durchaus Möglichkeiten, Druck auszuüben, damit die Unternehmen sich stärker am Wettbewerb beteiligten, so Haller. Die Vielzahl von Verkehrsverbünden im Land berge ebenfalls Probleme. Beispielsweise durchlaufe eine Strecke rund neun Verbünde, die jeweils unterschiedliche Tarifregelungen hätten. Das führe zu undurchschaubaren Kosten, so Haller. Die Verbünde im Land müssten aus diesem Grund drastisch reduziert werden. Im Moment sei es so, dass nur die DB oder das jeweilige fahrende Unternehmen wisse, wieviel Geld exakt und aus welchem Grund fließe - jeder Verbund habe eine andere Finanzstruktur, so Haller. Dass eine Verbesserung bei den Bahnen auch die Kosten für den Fahrgast erhöhen kann, sei klar. Dennoch sei man zuversichtlich, dass der angestrebte Wettbewerb eine höhere Qualität zu einem günstigeren Preis ermöglichen werde.
Historische Kartoffelernte Freitag, 20. August 2010 - 17:25 Uhr
Die Stadt Metzingen hat die kleinen Teilnehmer des städtischen Sommerferienprogramms zu einer "historischen Kartoffelernte" eingeladen. Zunächst bearbeitete der Bauer den Boden mit einem Pflug. Diesen zogen - ganz nach alter Sitte - 2 Pferde über den Acker. In den so entstandenen Furchen sammelten die Kinder anschließend die runden Knollen einzeln und von Hand aus dem Boden. Nach der anstrengenden Arbeit gab es eine Stärkung vom Lagerfeuer für die kleinen Landwirte. Und auch die Pferde mussten nicht auf ihre Belohnung verzichten: jede Menge Streicheleinheiten.
Führung im Naturkundemuseum -Als das Mammut bei uns lebte Donnerstag, 19. August 2010 - 16:56 Uhr
Der Diplom-Geologe Christian Dechert führte im Naturkundemuseum Reutlingen Jung und Alt in das Thema Eiszeiten ein. In Vorträgen erfuhren die Besucher alles über die Zeit in der die Mammuts in unserer Region lebten. Dabei blieben auch keine Fragen unbeantwortet. Gleichzeitig machte er seinen Zuhörern die überlieferten Zeugnisse der Eiszeiten zugängig. Dazu gehören auch die Fossilfunde. So konnten sich die Besucher ein Bild von den damaligen Menschen, Tieren und Pflanzen machen.
Führung über den Komposthof in Pfullingen Donnerstag, 19. August 2010 - 16:56 Uhr
Auf dem Komposthof in Pfullingen wird der Bioabfall in sieben Schritten zu Kompost verarbeitet. Und genau das konnten die Besucher diese Woche bei einer Führung entdecken. Der Abfallberater des Landkreises Reutlingen, Kurt Dimmler, erklärte Wissenswertes über die biologischen Grundlagen und die Technik der Kompostierung. Die 25 Tonnen Bioabfall, die im Durchnitt täglich in Pfullingen ankommen, werden innerhalb von dreieinhalb Monaten zu wertvollem Dünger verarbeitet. Nach der Führung durften die Besucher eine Probe der unterschiedlichen Kompostarten mit nach Hause nehmen.
Präsident der Leibniz-Gemeinschaft besucht Tübingen Donnerstag, 19. August 2010 - 16:51 Uhr
Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Karl-Ulrich Mayer, hat der Universität Tübingen einen Besuch abgestattet. Dabei überreichte er Univärsitäts-Rektor Bernd Engler und dem Direktor des Leibniz-Instituts, Friedrich Hesse, den Beschluss über die Förderung des Tübinger Wissenschaftscampus für die nächsten 3 Jahre. Der Wissenschaftscampus ist der Zusammenschluss der Universität mit dem ortsansässigen Leibniz-Institut zu einem geimeinsamen fächerübergreifenden Forschungsverband. Die Gesamtsumme der Fördergelder beträgt 900.00 Euro. Anschließend besichtigte Mayer noch die Baustelle der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik. Diese soll nach den Umbaumaßnahmen der Sitz des Psychologischen Instituts der Universität Tübingen und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien werden.
Wirtschaftsfaktor "Pferd" - Kultusministerin Marion Schick auf dem Gestüt Marbach Donnerstag, 19. August 2010 - 16:48 Uhr
Das Gestüt Marbach inmitten im Biosphärengebiet steht wieder auf sicheren Beinen - doch das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren wollte das Land den Betrieb wegen großer Defizite verkaufen und privatisieren. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat seither die Aufgabe übernommen, das Gestüt wirtschaftlich zu stärken. Heute hat sie zusammen mit Kultusministerin Marion Schick den Pferdebetrieb besucht, um vor Ort zu zeigen, was sich hier alles getan hat.
Für Friedlinde Gurr-Hirsch war das Gestüt Marbach schon immer ein Kleinod, dass es um jeden Preis zu erhalten galt. Das betonte die Staatssekretärin Gurr heute ausdrücklich. Mit ihrer Hilfe wurden in den vergangenen Jahren auf dem Gestüt neue Geschäftsfelder entwickelt und unproduktive Bereiche abgestoßen - mit Erfolg. Denn 2009 belohnte das Land die Bemühungen mit einer Finanzspritze. Man habe Glück gehabt, dass vom Bund das Zukunftsinvestitionsprogramm kam, so Gurr-Hirsch. Es habe die Zielrichtung Ausbildung und energetische Sanierung, was ja wunderpar passe. Das Land werde mit 7,3 Millionen das Gestüt jetzt in die Zukunft entwickelt, so die Staatssekretärin weiter. Neben den Menschen werden hier in Marbach auch Hengste ausgebildet, die nach bestandener Prüfung für die Zucht zugelassen werden. Neben der Ausbildung von Mensch und Tier sieht Kultusministerin Schick auch einen nicht zu vernachlässigenden Wirtschaftsfaktor in einem Gestüt wir Marbach. Mit den Pferden seien viele Arbeitsplätze verbunden. Außerdem steige das Interesse am Reiten in den letzten Jahren kontinuierlich an, so Schick. Das sei also durchaus ein Wirtschaftsfaktor, und auch dazu trage das Gestüt bei, dies ins Bewusstsein zu rufen. Hier, so Schick weiter, sei noch viel Entwicklung möglich. Dr. Astrid von Velsen-Zerweck kann jedes Jahr miterleben, welche Bedeutung das Gestüt auch für die Region und das Biosphärengebiet hat. Denn die Tourismusbranche werde ordentlich angekurbelt, so die Landoberstallmeisterin. Das Gestüt habe ungefähr 500.000 Besucher jedes Jahr, die natürlich nicht nur hier flanierten, sondern auch etwas essen gingen, tankten oder übernachteten. In der Region sei also eine ganze Menge los wegen des Gestüts, so von Velsen-Zerweck. Die 7,3 Millionen vom Bund werden nun dafür eingesetzt, das Gestüt noch attraktiver zu gestalten, sowohl für die Besucher als auch für die Auszubildenden. Beispielsweise soll ein Besucherzentrum mit Shop und Konferenzräumen vermehrt Touristen in die Region locken.
KinderCard für Tübingen Mittwoch, 18. August 2010 - 17:09 Uhr
Die Stadt Tübingen erweitert ihre Bonuscard für Familien und Geringverdiener. Ab Herbst gibt es eine spezielle KinderCard. Mehr als 50 Organisationen, Vereine und Anbieter haben sich an dem Projekt beteiligt. Die Bonuscard ermöglicht den Kindern von Geringverdienern eine kostenlose oder ermäßigte Teilnahme an Sport-, Musik-, Kultur- und Bildungsangeboten.
Ausstellung zur Kinderkunstwoche in Tübingen Mittwoch, 18. August 2010 - 17:08 Uhr
Das Tübinger Stadtmuseum zeigt derzeit die Werke kleiner Künstler, die im Rahmen der Kinderkunstwoche entstanden sind. Sieben Tage lang gestalteten die Teilnehmer des Sommerferienprogrammes Bilder zu ihren Lieblingsthemen. Dabei konnten sich die 9 bis 13-Jährigen für verschiedene Techniken entscheiden. Während die Einen zu Stift und Pinsel griffen, versuchten sich die Anderen im Druck. Die Kunstwerke können noch bis zum 22. August im Foyer des Stadtmuseums Tübingen betrachtet werden.
Diese Woche wurde mit den Bauarbeiten in der Straße "Lange Äcker" in Rommelsbach begonnen. Innerhalb einer Woche soll die Straße einen neuen Belag bekommen. Für den Anliegerverkehr soll es während den Bauarbeiten jedoch keine Einschränkungen geben. Lediglich gegen Ende der Woche muss die Straße einen Tag lang gesperrt werden.
Stuttgart 21 und die Region Mittwoch, 18. August 2010 - 17:04 Uhr
Nicht nur in der Landeshauptstadt selbst werden die Proteste gegen Stuttgart 21 immer lauter. Auch in der Region gab es bereits erste Demonstrationen gegen das Großprojekt der Bahn. RTF.1 hat mit dem Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart - Ulm Wolfgang Drexler sowie mit dem Tübinger Oberbürger Boris Palmer, einem der größten Gegner des Projekts, gesprochen, wo die Vor- und Nachteile für die Region liegen.
Auch der Bahnverkehr in der Region Neckar Alb ist von den Umbaumaßnahmen zu Stuttgart 21 betroffen. Projektgegner fordern in ihren Demonstrationen mittlerweile einen vorrübergehenden Baustopp und die Gesprächsbereitschaft der Verantwortlichen.
Er sehe, dass trotz der Argumente gegen Stuttgart 21 die Projektverantwortlichen entschlossen seien, mit aller Macht den Bau durchzusetzen und da gerate für ihn der Bahnhof zur Nebensache, so Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Die Hauptsache sei mittlerweile wirklich die Demokratie.
Aber der Vorstoß der Grünen hat wenig Chancen auf Realisierung. Als wenig überlegt bezeichnet Drexler den Vorschlag. Immerhin sei der Bau getaktet. Ein halbes Jahr aussetzen komme nicht in Frage.
Sechs Monate Pause müsse irgendjemand finanzieren, bei sechs Monaten Pause müsse ein ganz anderer Bauzeitenplan aufgestellt werden, so Wolf Drexler, Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm.
Auch für den Regionalverkehr biete Stuttgart 21 eine Menge Vorteile. Die Fahrtzeiten innerhalb der Region Stuttgart mit ihren 2,5 Millionen Einwohnern würden sich enorm verkürzen.
Laut Drexler erhielten beispielsweise Reutlingen und Tübingen eine schnellere Anbindung an Stuttgart.
Diese Vorteile erkennen auch die Gegner von Stuttgart 21 an. Dennoch weise die Kosten-Nutzen-Bilanz ein eindeutiges Minus auf, so Boris Palmer. Außerdem gäbe es zu viele Nachteile.
Die vorhandenen durchgehenden Diesellocks, die in der Region unterwegs wären, dürften nicht in den unterirdichen Bahnhof einfahren, so Palmer. Für eine Umrüstung gäbe es derzeit noch keine Zusage.
So kreativ die Demonstranten auch sind: Sie werden damit nichts erreichen. Stuttgart 21 ist vom Stuttgarter Gemeinderat und vom Landtag beschlossen. Einen Baustopp - egal ob vorübergehend oder endgültig - werde es nicht geben, so Drexler. Und das sei auch gut - für die Stadt, die Region und das ganze Land.
Energie aus "Blumenwiesen-Heupellets" Sonntag, 15. August 2010 - 13:14 Uhr
Heu als Energielieferant der Zukunft - das ist das Ziel des neuen Projekts namens "Blumenwiesen-Heupellets“, das nächstes Jahr umgesetzt werden Soll. Der Natuschutzbund Deutschland e.V., der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V., das Institut für Agrarökologie und Biodiversität und der Kreisbauernverband haben das Konzept jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Artenreiche Blumenwiesen sollen ab nächstes Jahr eine Alternative zu Biogas bieten. So besagt es zumindest das Konzept des neuen Projekts "Blumenwiesen-Heupellets“. Bereits vergangene Woche wurde der Startschuss für die praktische Erprobung des Vorhabens gegeben. In einem Pressegespräch stellten es jetzt die Projektträger in der KlimaschutzAgentur Reutlingen den Medien vor. Der Leiter des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität, Dr. Rainer Oppermann, erklärte, dass man das Projekt gerade erst gestartet habe und nun auf der Suche sei nach Pellets-Produzenten oder Landwirten, die ihre Flächen dafür zur Verfügung stellten. Außerdem suche man Energieabnehmer, also Kommunen oder auch größere Betriebe. Man habe aber schon einige Interessenten gefunden, so Oppermann weiter. Schon lange wurde diskutiert, wie diese artenreiche Wiesen des Albvorlandes und der Schwäbischen Alb genutzt werden sollten, ohne ihre Vielfalt zu zerstören, so Oppermann. Denn nicht mehr viele Nutztiere benötigten die Wiesen als Futterquelle. Als Heu-Lieferant seien diese Wiesen häufig auch ungeeignet. Denn bestimmte Gräser oder üngünstige Witterung könnten der Qualität schaden. Bisher fehle diese Nutzungsperspektive für das artenreiche Grün einfach, so Oppermann. Im Moment gehe der Trend ohnehin zum Biogas. Hier gehe aber die Vielfalt verloren. Daher sei die Idee mit den Pellets eine Möglichkeit, Energie zu produzieren, dennoch aber die Vielfalt zu erhalten. Vor allem solle das Projekt den regionalen Wirtschaftkreislauf in Schwung bringen, so der Geschäftsführer der KlimaschutzAgentur. Landwirte aus der Region sollen die Heupellets für Abnehmer aus der Region erzeugen. Damit das Projekt sich auch für die Landwirte lohnt, sollen die Pellets mit einem Aufpreis vermarktet werden. Das gesamte Projekt, so Oppermann, sei ein innovatives Vorhaben, gefördert vom Bundesamt für Naturschutz. Man gehe dabei eben ganz neue Wege. Daher habe sich der Förderer bereit erklärt, 50% der Investitionskosten für die Pelletierung, aber auch für die Verarbeitung, Vermarktung und Verwertung aufzubringen. Wo die Pelletierungs-Anlagen aufgebaut werden, stehe aber noch nicht fest. Jedenfalls seien aber feste Standorte im Gespräch, so Gephard Eierstock vom Kreisbauernverband.
Dorffest in Hengen Sonntag, 15. August 2010 - 13:00 Uhr
Mit dem traditionellen Fassanstich hat Ortsvorsteher Gerhard Stooß gestern das Hengener Dorffest eröffnet. Das ganze Wochenende lockte ein umfangreiches Programm die Besucher in den Bad Uracher Stadtteil. Beispielsweise gab es Leckeres vom Grill, Zwiebelkuchen aus dem Backhaus und frisch gezapftes Bier. Außerdem gab der Musikverein Bad Urach noch sein musikalisches Können zum Besten. Das gemütliche Beisammensein hatte beim Hengener Dorffest auch in diesem Jahr wieder oberste Priorität.
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