Nur mit Tunnel - Tübinger Bundestagsabgeordnete demonstrieren Geschlossenheit für B27-Ortsumfahrung
Samstag, 21. Juni 2008 - 16:00 Uhr
Autofahrer und Bewohner der Tübinger Südstadt fordern seit Jahren eine B27-Ortsumfahrung von Tübingen. Der Bundesrechnungshof hat sich gegen den so genannten Langen Schindhaubasistunnel ausgesprochen. Das ist die Lösung, die vor allem die Bewohner der Südstadt am meisten entlasten würde. In einer Informationsveranstaltung gestern Abend berichteten die drei Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz, Herta Däubler-Gmelin und Winfried Hermann über den derzeitigen Planungsstand. Die B 27 / Stuttgarter Straße in Tübingen. Ein Nadelöhr für den Verkehr vom Zollernalbkreis nach Stuttgart. Die wichtigste Verkehrsachse der Region Neckar-Alb führt hier mitten durch die Stadt. Mit allen Konsequenzen für Autofahrer und Anwohner. Nicht nur der Verkehrslärm, auch die Dieselruß- und Feinstaubbelastung macht das Wohnen direkt an der B 27 unerträglich. "Wer seine Ruhe haben will, zieht nicht in die Südstadt", so Elisabeth Schonart von der Bürgerinitiative Südstadt. Die B 27-Umgehung: eine unendliche Geschichte. Schon vor sechs Jahren lagen zwei Alternativen auf dem Tisch: die offene Kelterhautrasse durch die Wälder südöstlich der Stadt und der Tunnel. "Wir Grünen hatten gemeinsam mit der Bürgerinitiative gesagt: die offene Trasse geht auf keinen Fall", erinnert sich Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen). Sie hätten schon früh den Tunnel vorgeschlagen. Anfangs ein Vorschlag, mittlerweile Konsens. Das wurde gestern Abend deutlich. Die Bürgerinitiative Südstadt, die Initiativgruppe Gartenstadt und das Forum Französisches Viertel hatten eingeladen. Gekommen waren alle Tübinger Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Regierungspräsident Hermann Strampfer und Vertreter von Stadtverwaltung und Gemeinderat. Sie alle demonstrierten Einigkeit. Der Tunnel sei die einzig annehmbare Lösung. Der Bundesrechnungshof ist allerdings anderer Ansicht. Zu teuer sei die Tunnellösung. Gemeinsam wollen die vier Tübinger Bundestagsabgeordneten den Bundesrechnungshof mit einer Stellungnahme überzeugen. "Wir haben wichtige Gerichtsurteile, die bestätigen: Der Tunnel ist die rechtlich einzig richtige Alternative", sagte Annette Widmann-Mauz (CDU). "Ansonsten hätten wir grobe Einschnitte in die Natur.' Dass der Tunnel komme, sei nur eine Frage der Zeit, hieß es. Die Anwohner an der B27 brauchen aber einen langen Atem, denn das Geld für den teuren Tunnel ist knapp, und auch andere Straßenbauprojekte in Baden-Württemberg gehören zum vordringlichen Bedarf. "Es wird natürlich so sein, dass die Leute in Herbertingen sagen, der lange Schindhau-Basis-Tunnel interessiert nicht", bemerkte Herta Däubler-Gmelin (SPD). Bis zum Bau werden noch ein paar Jahre vergehen. Die bauvorbereitenden Maßnahmen könnten nach Schätzungen Ende 2013 beginnen.
Fassanstich - Oberbürgermeisterin Barbara Bosch eröffnet Reutlinger Stadtfest
Samstag, 21. Juni 2008 - 15:48 Uhr
Mit dem Fassanstich von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat gestern Abend das Reutlinger Stadtfest begonnen. Ganz so gut wie vor zwei Jahren lief es mit dem Fassanstich diesmal aber nicht. Ein Nachschlag war nötig. Gestern Abend und heute den ganzen Tag wurde und wird in der ganzen Reutlinger Innenstadt gefeiert. Auf zehn Plätzen mit sechs Bühnen sorgen 65 Vereine für die Bewirtung und für ein buntes musikalisches Programm von Blasmusik bis Rock. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 80.000 Besuchern. Heute kann in Reutlingen noch bis ein Uhr nachts gefeiert werden.
IHK-Handelsausschuss: ECE-Center "schwierig"
Samstag, 21. Juni 2008 - 15:47 Uhr
Der Handelsausschuss der IHK Reutlingen sieht das von der Firma ECE geplante große Einkaufszentrum in Reutlingen weiterhin als schwierig an. Auf der jüngsten Sitzung des Gremiums diskutierten die Mitglieder über die ersten Ergebnisse der Verträglichkeitsstudie des Gutachters GfK. Danach werden allein in der Outlet City in Metzingen jährlich 250 Millionen Euro umgesetzt. Um die Innenstädte der Region zu fördern, forderte der Ausschuss Einzelhandelskonzept für die Region Neckar-Alb. Ein endgültiges Votum zum ECE-Center wird der IHK-Handelsausschuss erst abgeben, wenn das gesamte Verträglichkeitsgutachten vorliegt.
Toten Mann im Neckar gefunden
Freitag, 20. Juni 2008 - 18:07 Uhr
Eine Fußgängerin hat heute Mittag im Neckar in Rottenburg einen toten Mann entdeckt. Die Freiwillige Feuerwehr holte den Körper aus dem Wasser. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Der Mann war mit Jeansjacke, Jeanshose und Schuhen bekleidet. Nach den Papieren, die der Tote bei sich trug, handelte es sich um einen 40jährigen Rottenburger. Eine erste Untersuchung ergab keine Anzeichen von Gewalt.
Theater im Freibad - LTT-Premiere von "Nachtschwimmer" in Tübingen
Freitag, 20. Juni 2008 - 18:06 Uhr
Premiere heute Abend im Tübinger Freibad. Das Landestheater Tübingen hat mit dem Stück "Nachtschwimmer“ jetzt die Sommertheater-Saison in der Neckarstadt eröffnet. Fast das ganze Ensemble spielt oder führt Regie bei der Eigenkreation des LTT. Die Autoren ließen sich bei den Geschichten von ihren eigenen Erfahrungen zum Thema Freibad und Wasser inspirieren. Stewardessen geben den Zuschauern zu Beginn eine Sicherheitseinweisung. Immerhin verlassen Publikum und Schauspieler bei "Nachtschwimmer“ die vertraute Atmosphäre des Theatersaals. In der Vorbereitung mussten sich alle Ensemblemitglieder erst an die ungewohnte Umgebung gewöhnen. Die Zuschauer sehen kein zusammenhängendes Stück, sondern erleben viele kleine Geschichten. Diese sind teilweise an literarische Vorbilder angelehnt - teilweise aber auch der Phantasie entsprungen. Das Element Wasser taucht auch in Filmen immer wieder auf. Und so interpretieren die LTT-Schauspieler verschiedene Szenen aus Kinoklassikern wie "Der weiße Hai“, "Das Boot“ und "James Bond“ neu. Das Ende des Stück wird bewusst eher offen gehalten - einer großen Poolparty steht also nichts im Weg.
Politische Partizipation in Württemberg - Ausstellung in Bebenhausen
Freitag, 20. Juni 2008 - 18:04 Uhr
Die Politische Partizipation in Württemberg der letzten 550 Jahre wird derzeit im Kloster Bebenhausen vorgestellt. Vom späten Mittelalter des fünfzehnten Jahrhunderts, als noch Fürsten das Land regierten, bis hin zum heutigen Landtag in Stuttgart, sind zahlreiche Originalverträge, Schriftstücke und Medaillen zu entdecken. Nicht nur die Ausstellungsstücke sind historisch. Der Raum selbst ist Teil der Württembergischen Politikgeschichte. Denn hier tagte der Landtag von Württemberg-Hohenzollern von 1947 bis 1952. Sogar die Originaltische sind noch vor Ort. Die Ausstellung im Kloster ist noch bis Ende Oktober geöffnet.
Zur Vorbeugung - Hochwasserpartnerschaft für Region Neckar Alb gegründet
Freitag, 20. Juni 2008 - 18:01 Uhr
Hochwasserkatastrophen wie zu Beginn dieses Monats im Tal der Starzel lassen sich nicht verhindern. Aber bessere Vorbeugemaßnahmen können die Schäden vermindern. Zu diesem Zweck wurde heute in Tübingen eine Hochwasserpartnerschaft gegründet. Sie umfasst etwa sechzig Gemeinden im Einzugsgebiet des Neckars und erstreckt sich über die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Drei Tote und ein Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe. Das war die Bilanz der verheerenden Unwetterkatastrophe im Zollernalbkreis. Ein Hochwasserereignis wie dieses kommt statistisch gesehen nur alle 200 Jahre vor. Angesichts des Klimawandels ist damit in Zukunft aber häufiger zu rechnen. Dass die Hochwasserpartnerschaft nur gut zwei Wochen nach der Überschwemmung im Zollernalbkreis gegründet wurde, war reiner Zufall. Die Gründung war bereits vor einem halben Jahr geplant. Mehr als siebzig Vertreter von Kommunen, Verbänden und Fachverwaltungen nahmen an der Gründung teil. Fünfzehn Hochwasserpartnerschaften gibt es bereits in Baden-Württemberg. Die Region Neckar-Alb war bisher außen vor. So seltsam es klingt: Die Region Neckar-Alb ist weniger hochwassergefährdet als die meisten anderen Teile Baden-Württembergs. Aber auch hier kommt es immer wieder zu größeren Schäden. Auch dort, wo man es nicht vermutet. Zum Beispiel in höheren Lagen. Einen absoluten Schutz werde es nie geben können, so Strampfer. Aber die Hochwasserpartnerschaft biete die Möglichkeit, durch gemeinsames Handeln die Schäden zu verringern.
Jubiläumsjahr - Kurort feiert 25 Jahre "Bad" Urach
Freitag, 20. Juni 2008 - 14:44 Uhr
Zum Anlass des 25jährigen Geburtstages der Stadt Bad Urach bringt der Kurort in Zusammenarbeit mit den örtlichen Banken jetzt eine Jubiläumsmedaille heraus. Seit 1983 darf die Stadt den Zusatz "Bad“ im Namen tragen. Der Geburtstag sei ein Grund inne zu halten und die Veränderungen im Kurort zu sehen, so Bürgermeister Markus Ewald. Mit den Mineralquellen und einem Behandlungs- und Rehabilitationszentrum für verschiedene Erkrankungen erfüllt Bad Urach die Vorraussetzungen, um das Prädikat "Heilbad“ verliehen zu bekommen. Auch Freizeitmöglichkeiten spielen dabei eine Rolle und für die ist auch im Jubiläumsjahr gesorgt. Den Anfang macht am 28. und 29. Juni das Fest im Park. Am 18. Juli wird es einen offiziellen Festakt im Schloss geben.
Klare Themenschwerpunkte - Markus Ewald verlässt Bad Urach im August
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 17:04 Uhr
Erfreut und überrascht zeigte sich Markus Ewald heute von seinem Erfolg bei der Oberbürgermeisterwahl in Weingarten vergangenes Wochenende. Damit habe niemand gerechnet, sagte der Bad Uracher Bürgermeister gegenüber RTF.1. Es habe gezeigt, dass in Weingarten sehr viel Potenzial stecke und der Wunsch nach Weiterentwicklung da sei.
Gleichzeitig falle es ihm aber auch schwer Bad Urach zu verlassen. Bis Ende August werde er in Bad Urach aktiv sein. Vor allem die Themen Einzelhandel und Wirtschaftsförderung wolle er voranbringen, eine Infostelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Bad Urach einrichten und die Abrechnung für die Renovierung des Thermalbades zum Ende bringen.
Mundartbibliothek kehrt nach Reutlingen zurück
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 17:01 Uhr
Die Rückkehr der Mundartbibliothek von Bad Schussenried nach Reutlingen rückt näher. Das hat heute die Reutlinger Stadtverwaltung bestätigt. Die Mundartbibliothek könnte in zwei Räume der Festhalle im Reutlinger Ortsteil Reicheneck einziehen. Jetzt wollen sich Wilhelm König von der Mundartgesellschaft, Vertreter des Kulturamts und der Bezirksbürgermeister von Reicheneck zu weiteren Gesprächen treffen. König hatte Jahre lang darum gekämpft das Archiv wieder nach Reutlingen zurück zu holen.
Liebe und Revolution - "Les Misérables" im Naturtheater Reutlingen
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 15:06 Uhr
Mit dem bekannten Stück "Les Misérables“ feiert das Reutlinger Naturtheater am Sonntag Premiere. Jean Valjean wird nach 19 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Durch eine glückliche Fügung wird er Bürgermeister einer kleinen französischen Stadt. Mit Güte und Herzlichkeit kommt er den Menschen entgegen und kümmert sich um die Tochter einer verstorbenen Arbeiterin. Mit dem Auftreten seines Todfeindes Inspektor Javert entspinnt sich vor dem Hintergrund der französischen Revolution eine ergreifende und tiefgehende Geschichte um die Liebe und den Kampf für Gerechtigkeit. "Wäre niemand mehr, der liebte, die Sonne würde erlöschen“, schrieb Victor Hugo einst. Und so ist auch die Liebe das Fundament im Schauspiel "Les Misérables“. Sei es die Liebe zu einer angenommenen Tochter, die Liebe zum Leben oder die Liebe zum Vaterland. Uwe Rittmann spielt Jean Valjean, einen ehemaligen Sträfling, der sich nach seiner Entlassung um die Armen und Elenden kümmert. Das Ensemble des Naturtheaters soll mit jeder Faser die bewegende Geschichte spielen, so Regisseurin Susanne Heydenreich. Die Herausforderung sei, dass man authentisch bleibe. Jedes Wort sei von Hugo. Die Regisseurin habe in ihrer veränderten Fassung den Figuren mehr Fleisch gegeben. So fesseln die Schauspieler das Publikum mit ihren echten Figuren, allen voran Holger Schlosser, der Valjeans Gegenspieler Javert spielt. Vor jedem Auftritt singen die Schauspieler die "Marseillaises“, um die Zeit zurückzudrehen und das Gefühl für das Frankreich zu Zeiten der Revolution in sich aufzunehmen. Das Schauspiel beginnt am Sonntag um 20 Uhr. Bis Ende August wird es noch 13 Aufführungen geben. Regisseurin Susanne Heydenreich hofft, dass die Besucher sich berühren lassen und über das nachdenken, was auf und in unserer Welt passiert. Fazit: Ein mitreißendes Stück von einem hinreißenden Ensemble. Oder, um es mit Victor Hugos Worten zu sagen: "Solange es auf Erden Ungewissheit gibt und Elend, werden Bücher wie dieses nicht ohne Wert sein“.
Freundschaft zweier Kulturen - Kinder aus Neuhausen und Tandala zeigen gemeinsames Bühnenstück
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 14:58 Uhr
Mit einem Sing-, Tanz- und Theaterprogramm haben gestern Kinder aus Neuhausen und Tansania ihre Freundschaft gefeiert. Mit dem Stück verzauberten die Kleinen beider Kulturen ihr Publikum. Die Partnerschaft der Neuhausener mit dem kleinen Dorf Tandala besteht seit mehreren Jahren. Nachdem die Erwachsenen sich bisher rege ausgetauscht haben, soll nun die nächste Generation mit der afrikanischen Kultur in Berührung gebracht werden, so das Neuhausener Partnerschaftskommitee. Die 12 Kinder sind für zwei Wochen in Neuhausen. Morgen wird das Stück noch einmal in Metzingen aufgeführt.
Zum Schutz der Hornissen - Schüler und Schülerinnen aus Münsingen bauen Nistkästen
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 14:56 Uhr
Geistig behinderte Schüler und Schülerinnen der Karl-Georg-Haldenwang Schule in Münsingen haben zum Schutz von Hornissen Nistkästen gebaut. Die Hautflügler stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tiere. Da sie Raupen und Schädlinge fressen, sind sie wichtig für das Gleichgewicht in der Natur. Gerüchte, die Stiche der Tiere seien gefährlich, fördern ihre Ausrottung. Die Nistkästen werden nun einem Fachwart für Hornissenfragen des Landratsamtes übergeben.
Warnstreik - Arbeitnehmer der E.G.O in Balingen kämpfen für Verlängerung der Altersteilzeit
Donnerstag, 19. Juni 2008 - 14:55 Uhr
Die Arbeitnehmer der Firma E.G.O in Balingen-Frommern sind gestern zu einem Warnstreik zusammengekommen. Die Mitarbeiter des Zulieferers für Haushaltsgerätehersteller kämpfen für eine Verlängerung der Altersteilzeit. Die staatliche Förderung läuft Ende 2009 aus. Für den Arbeitgeberverband sei die bisherige Regelung zu kostenintensiv und müsse auf notbedürftige Menschen begrenzt werden. Die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall setzen sich am kommenden Montag wieder zusammen.
Hoher Sachschaden - Frontalzusammenstoß zwischen Linienbus und PkW in Reutlingen
Dienstag, 17. Juni 2008 - 16:47 Uhr
In Reutlingen sind heute Nachmittag ein Linienbus und ein Auto frontal zusammen gestoßen. Dabei zogen sich fünf Personen leichte Verletzungen zu und es entstand ein Sachschaden von 27.000 Euro. Zu dem Zusammenstoß kam es, als der 68-jähriger Autofahrer an einen geparkten LKW vorbei fuhr. Er übersah den Bus und prallte frontal mit ihm zusammen. Vier Buspassagiere wurden bei dem Unfall von ihren Sitzen geschleuderte und verletzten sich leicht. Auch der PKW-Fahrer zog sich leichte Blessuren zu.
Für den Umweltschutz - autofreier Hochschultag in Tübingen
Dienstag, 17. Juni 2008 - 16:08 Uhr
Der autofreie Hochschultag hat heute Studierende aufgefordert, ohne Auto zur Universität zu kommen. In Tübingen sperrte die Grüne Hochschulgruppe die Wilhelmstraße, um ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Für anderthalb Stunden war die Hauptstraße vor der Mensa für die Studenten frei, für die Autos unzugänglich. Das spürten die Autofahrer bis zum Tübinger Stadtgraben. Die Tübinger Polizisten hatten heute zwischen 12 Uhr und 13.30 Uhr einiges zu tun. Die kurzzeitige Sperrung der Wilhelmstraße führte zu einem so nicht vorhergesehenen Chaos, so ein Mitarbeiter des Tübinger Ordnungsamtes. Nach anfänglichem Durcheinander hatten die Verkehrshüter wieder alles im Griff. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist sich den Auswirkungen einer gesperrten Wilhelmstraße bewusst und denkt über Lösungen nach. Langfristig könne darpber gesprochen werden, ob der bisherige Einbahnstraßenring durch ein anderes Verkehrssystem ersetzt werden könne. So werde der zentrale Bereich der Universität als Campus erlebt. Dazu werde es Untersuchungen geben, so Palmer. Die Grüne Hochschulgruppe wollte mit der Aktion besonders auf den Umweltschutz aufmerksam machen. Fahrrad statt Auto oder Teilautos waren hier die Stichworte. Umwelt- und Verkehrsgruppen wie der BUND, Greenpeace oder der ADFC informierten über ihre Arbeit. Die Studenten machten es sich auf der sonst befahrenen Wilhelmstraße bequem und schienen zufrieden mit ihrem kurzzeitigen autofreien Campus. Im nächsten Jahr sei wahrscheinlich wieder eine vergleichbare Aktion am autofreien Hochschultag in Tübingen geplant, so die Grüne Hochschulgruppe.
Ehrung - Früherer Balinger Oberbürgermeister Merkel erhält Verdienstkreuz am Bande
Montag, 16. Juni 2008 - 17:58 Uhr
Dem ehemalige Balinger Oberbürgermeister Edmund Merkel wurde heute in Stuttgart das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik verliehen. In seinem Amt als Oberbürgermeister aber auch durch seine zahlreichen Funktionen und Ehrenämter habe Merkel sich in vorbildlicher Weise für um das Gemeinwesen verdient gemacht, so Ministerpräsident Günther Oettinger. Und aus dessen Händen empfing Merkel dann auch den höchsten Orden den die Bundesrepublik vergibt. In seiner 16-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister habe dieser das Erscheinungsbild Balingens entscheidend geprägt. Merkel sei maßgebend daran beteiligt gewesen, dass sich die Stadt zu einem attraktiven Zentrum im Zollernalbkreis weiterentwickeln konnte, so Oettinger in seiner Laudatio. Auf diese 16 Jahre blickt Merkel gern zurück - die gestalterischen Möglichkeiten seien sehr reizvoll gewesen. Bevor Merkel in Balingen Oberbürgermeister wurde, war er fünf Jahre Medienbeauftragter im baden-württembergischen Staatsministerium. Während dessen war er maßgeblich am Aufbau des Kulturkanals ARTE beteiligt. Und nicht zuletzt Merkels ehrenamtliches Engagement im Regionalverband Neckar-Alb sei bemerkenswert, so Oettinger. Auf Merkels Initiative seien richtungweisende Projekte in Angriff genommen worden wie beispielsweise der "Regionale Gewerbeflächenpool Neckar-Alb“. Dieser gelte bundesweit als neuer Ansatz der interkommunalen Zusammenarbeit.
Zukünftige Medienmacher - Tag der offenen Tür bei den Tübinger Medienwissenschaftlern
Montag, 16. Juni 2008 - 14:39 Uhr
Studienanfänger der Tübinger Medienwissenschaften und solche die es werden wollen konnten sich vergangenen Samstag beim Tag der offenen Tür über die verschiedenen Studiengänge informieren. Im Wintersemester 2008/2009 werden sich 60 Studenten zum ersten Mal in den neuen Bachelorstudiengang "Medienwissenschaft-Medienpraxis“ immatrikulieren können. Am Samstag konnten sich die Interessierten bereits am Mikrofon ausprobieren oder im hauseigenen Produktionsstudio den Studierenden über die Schulter schauen. Bis zum 15. Juli können sich zukünftige Hochschüler noch für den neuen Studiengang an der Universität Tübingen bewerben.
Verdienstkreuz am Bande für Edmund Merkel
Sonntag, 15. Juni 2008 - 18:06 Uhr
Der frühere Balinger Oberbürgermeister Edmund Merkel bekommt morgen in Stuttgart das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Er wird damit für sein ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Organisationen und Gremien ausgezeichnet. Der Orden ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl vergibt. Merkel war sechzehn Jahre lang Balinger Oberbürgermeister und ist derzeit noch Kreisrat und Vorsitzender des Regionalverbandes Neckar-Alb.
Neues Logistikzentrum - Firma Wafios weiht ihren Neubau ein
Sonntag, 15. Juni 2008 - 18:04 Uhr
In Reutlingen hat die Firma Wafios gestern ihr neues Logistikzentrum eingeweiht. Das Unternehmen habe gut zwei Millionen Euro in das neue Gebäude investiert und bekenne sich so zum Standort Reutlingen. Weitere Schritte seien in Planung, so sei eine Erweiterung der Fertigungseinrichtungen in den kommenden Jahren angedacht. Auch Reutlingens Landrat Thomas Reumann zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung. Der Betrieb versteht sich als weltweit führendes Unternehmen für Maschinen zur Draht- und Rohrverarbeitung. Wafios exportiert fast zweidrittel seiner Produktion ins Ausland und hat dort in über 70 Ländern seine Vertretungen.
Nur Handgefertigtes - erster Künstler-Creativ-Markt in Balingen
Sonntag, 15. Juni 2008 - 18:04 Uhr
In Balingen sind an diesem Wochenende die Freunde des Kunsthandwerks beim ersten Künstler-Creativ-Markt voll auf ihre Kosten gekommen. An den Ständen von knapp zwanzig Ausstellern konnten die Besucher nach Herzenslust stöbern. Zu kaufen gab es ausschließlich handgefertigten Schmuck, Gemälde, Patchwork und vieles mehr. Wer es exotisch mochte - kein Problem afrikanische Kunst stand ganz hoch im Kurs. Aber auch einfacher Blumenschmuck war natürlich zu haben. Die obligatorische Rote suchte man allerdings vergebens - auf Bewirtung hatten die Organisatoren aber bewusst verzichtet. Der Grund ist schnell erklärt, die Veranstalter wollten so die örtliche Gastronomie unterstützen. Über die Zahl der Besucher waren die Organisatoren so zufrieden, dass es bestimmt eine zweite Auflage des Balinger Künstler-Creativ-Markts geben wird.
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