Abschied von Theo Götz
Samstag, 20. September 2008 - 17:19 Uhr
Zahlreiche Menschen haben gestern Abschied von Pfullingens Ehrenbürger Theo Götz genommen. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel würdigte die Persönlichkeit sowie das politische und soziale Wirken des Verstorbenen. Pfullingen habe einen allseits geschätzen Menschen und eine bedeutende Persönlichkeit verloren, so Pfullingens Bürgermeister Rudolf Heß. Der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Götz hatte Zeit seines Lebens zahlreiche Funktionen inne. Neben seiner Rektorentätigkeit am Pfullinger Friedrich-Schiller-Gymnasium wirkte Götz unter anderem für mehr als drei Jahrzehnte im Gemeinderat und war auch der zweite Mann der Stadt. Zudem war Theo Götz Vorsitzender des Sportkreises Reutlingen und Landesvorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Für sein soziales und politisches Wirken hatte Götz im Jahre 1988 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhalten. Theo Götz war am vergangenen Montag im Alter von 77 Jahren gestorben.
Stimme des anderen Afghanistan - Bürgerrechtlerin "Zoya" in Tübingen
Samstag, 20. September 2008 - 17:00 Uhr
Im Tübinger Schlatterhaus war gestern die afghanische Frauen- und Bürgerrechtlerin "Zoya" zu Gast. Die im Untergrund lebende Autorin gab Auskunft über die humanitäre Situation in ihrem Heimatland. Sie warb auch für neue Wege im Umgang des Westens mit ihrem Heimatland.
Ihr Gesicht durfte nicht fotografiert werden. Auch der Name, mit dem sie gestern in Tübingen vor das Publikum getreten war, ist falsch. "Zoya" kommt aus Kabul. Sie ist Frauen- und Bürgerrrechtlerin und gehört der Organisation RAWA an. Diese wirbt für ein demokratisches Afghanistan und die Gleichstellung der Frauen. Für islamische Fundamentalisten ist "Zoya" eine Verräterin, die den Tod verdient. Als Mitglied von RAWA kämpfe sie gegen den religiösen Fundamentalismus und für Demokratie. Wer gegen die Fundamentalisten öffentlich auftrete, sei in Gefahr. So sei der Führer der Organisation 1987 von Islamisten getötet worden. Prominente RAWA-Mitglieder würden permanent mit dem Tod bedroht. "Zoya" ist auf der Veranstaltung der "Linken" erschienen, um, wie sie sagt, dem demokratischen Afghanistan eine Stimme zu geben. Sie und ihre Mistreiterinnen glauben, dass die politischen Konzepte der USA und ihrer Alliierten für Afghanistan gescheitert seien. Sie seien gescheitert, weil sie um der Macht Willen Kompromisse mit fundamentalistischen Gruppen und Führern geschlossen hätten. Sie glaube, dass es ein Fehler gewesen sei, sich auf neue Terroristen einzulassen, um die alten Terroristen zu besiegen. Deshalb sei die Politik der Nato gescheitert - trotz dem der Westen Milliarden Dollars ausgegeben habe und mit Tausenden Soldaten im Land stehe. Die Zustände in Afghanistan seien - entgegen der offiziellen Erklärungen der Regierung und der westlichen Staaten verheerend, so Zoya. Heutzutage herrsche dort eine Situation, in der die Gewaltätigkeiten, die Verbrechensraten, Korruption und Vergewaltigungen fast täglich zunähmen. Dies sei so, weil der Westen neue Fundamentalisten unterstütze. Hingegen würden demokratische Organisationen und Stimmen nahezu nicht beachtet. Nicht jeder im Publikum wird "Zoyas" Auffassung teilen, dass die einzige Lösung für Afghanistan und seine Menschen der völlige Abzug aller ausländischen Truppen sei - auch wenn es dann zu einem blutigen Bürgerkrieg käme. Ein Abzug der ausländischen Truppen müsse mit anderen Maßnahmen gekoppelt werden, so "Zoya". Aus ihrer Sicht müßte dann in einem weiteren wichtigen Schritt alle fundamentalistischen Regionalherrscher, mit denen der Westen derzeit paktiere, aus den Regierungsinstutionen entfernt werden. Zweitens müssten alle Privat-Armeen von fundamentalistischen Warlords und Drogenbaronen entwaffnet werden. Drittens sollten alle Schuldigen für die begangenen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden. Letzlich müssten dann auch die demokratischen Organisationen als wirkliche politische Alternativen anerkannt und gestützt werden. Wie dies ohne ausländische Hilfe geschehen könnte, sagt sie nicht.
"Zoya" polarisiert die Menschen an diesem Abend. Aber keiner geht nach Hause ohne berührt zu sein von dieser Stimme eines anderen, ungehörten Afghanistans.
SSV Reutlingen - SC Freiburg II 4:0
Samstag, 20. September 2008 - 15:54 Uhr
Besser hätte es für den SSV Reutlingen heute kaum laufen können: Im heimischen Kreuzeichestadion gewannen die Nullfünfer ihr Regionalligaspiel gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg 4:0. Die ersten drei Tore fielen innerhalb von fünf Minuten: Tor Nr. 1 in der 64. Minute durch Sascha Boller, Tor Nr. 2 in der 65. durch Andreas Rill, und Marc Golinski machte in der 67. Minute den Dreifachschlag perfekt. Die Südbadener danach total von der Rolle, und so hatten sie auch dem 4:0 durch Mauro Macchia in der 89. Minute nichts mehr entgegenzusetzen.
"1000 Bolzplätze für Deutschland“ - Stadt Balingen weiht DFB-Minispielfeld in Frommern ein
Samstag, 20. September 2008 - 15:34 Uhr
Rund tausend Minispielfelder hat der Deutsche Fußballbund bundesweit gebaut. Drei davon im Fußball-Bezirk Zollern. In Rangendingen, Balingen-Frommern und Hechingen-Boll werden dieser Tage die neuen Bolzplätze in Betrieb genommen. In Frommern wurden gestern Abend alle drei Felder offiziell eingeweiht. Der DFB schickte niemand geringeres als die 126fache Nationaltorhüterin und zweifache Fußball-Weltmeisterin Silke Rottenberg vorbei. Diese gab nicht nur fleißig Autogramme: sie nahm sich auch viel Zeit für den Fußballerinnen-Nachwuchs. Nicht auf dem Minifeld, sondern auf der großen Anlage veranstaltete sie ein Training für junge Torhüterinnen. Mit der 25 Millionen Euro teuren Aktion "1000 Bolzplätze für Deutschland“ bedankt sich der DFB bei der Fußball-Basis für die gelungene Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und für die vielen Freiwilligen, die sich zur Verfügung gestellt hatten. Für den Frommerner Bolzplatz hatte sich die Stadt Balingen beworben. Belag und Spielfeld wurden vom DFB mit 25.000 Euro finanziert. Weitere 40.000 Euro investierte die Stadt Balingen in den Unterbau. Geld, das nach Ansicht des Oberbürgermeisters gut angelegt ist. "Für uns ist aber wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, hier drauf zu kicken", sagte Oberbürgermeister Helmut Reitemann. "Die Fußball-Spielfelder sind dafür zu groß und außerdem den Schulen und Vereinen vorbehalten.'
Spatenstich: BruderhausDiakonie baut Seniorenzentrum in Walddorfhäslach
Samstag, 20. September 2008 - 11:18 Uhr
Die BruderhausDiakonie hat gestern den Baubeginn für ihr neues Seniorenzentrum in Walddorfhäslach gefeiert. 24 Pflegeplätze, sieben betreute Seniorenwohnungen und eine Sozialstation wird der Neubau beherbergen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Bauherr und späterer Betreiber des Zentrums ist die BruderhausDiakonie. Das Grundstück stellt die Gemeinde zur Verfügung. Der Gründer der BruderhausDiakonie Gustav Werner war Vikar in Walddorf und hatte hier mit der Aufnahme von Waisenkindern den Grundstein für seine soziale Arbeit gelegt.
Auszeichnung für Tübinger Neuropsychologen
Samstag, 20. September 2008 - 11:17 Uhr
Der Tübinger Neuropsychologe Marc Himmelbach wurde vom European Research Council, kurz ERC, mit dem Starting Grant für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Sein Forschungsprojekt am Tübinger Uniklinikum wird mit einer Gesamtsumme von rund 1,2 Mio. Euro über einen Zeitraum von 5 Jahren gefördert.
Das Projekt soll eine Lücke schließen im Verständnis der Handlungskontrolle des Menschen. So soll untersucht werden, welche Prozesse im Gehirn ablaufen, wenn ein Mensch beispielsweise einen Hammer greift, um einen Nagel einzuschlagen oder herauszuziehen. Der ERC unterstützt Projekte, die mit einem hohen Risiko verbunden sind und einen bahnbrechenden Wissensgewinn versprechen.
Mühlstraße statt Zinser-Dreieck: Entscheidung über Verkehrsführung in südlicher Innenstadt in Tübingen fällt erst nächstes Jahr
Freitag, 19. September 2008 - 14:53 Uhr
Lange Zeit sah es so aus, als wäre der Umbau des Zinserdreiecks in Tübingen das erste Projekt, das im umfangreichen Sanierungsprogramm "Innenstadt“ verwirklicht werden würde. Jetzt ist Oberbürgermeister Boris Palmer zurückgerudert. Nicht die südliche Innenstadt, sondern die Mühlstraße soll als erstes saniert werden. Und das schon im kommenden Jahr. Noch diese Woche hatte die Stadtverwaltung die Fahrtests mit Bussen am Trautweineck erfolgreich abgeschlossen. Der Begegnungsverkehr am Nadelöhr der südlichen Innenstadt ist möglich. Doch die Entscheidung, welche Planungsalternative im Zinserdreieck zum Zug kommt, soll erst Anfang des kommenden Jahres fallen. Aus politischen Gründen. "Wir haben gesehen, dass die Gemeinderäte sich schwer damit tun, die Entscheidung zu treffen, bevor das Verkehrsgutachten fertig ist", sagte Oberbürgermeister Boris Palmer. "Deswegen haben wir die Abstimmung verschoben in der Hoffnung, dass wir im kommenden Jahr eine Entscheidung bekommen, die auf einer breiten Mehrheit steht.' Um das Sanierungsprogramm nicht ins Stocken zu bringen, wird die Mühlstraße vorgezogen. Wenn im Sommer 2009 die Neckarbrücke saniert wird, soll gleichzeitig die Mühlstraße attraktiver gestaltet werden - ganz gleich, ob die Straße für den Autoverkehr gesperrt oder als verkehrsberuhigte Geschäftszone mit Tempo 20 ausgewiesen wird. "Ich möchte, dass das Projekt Innenstadt nicht nur auf Papieren und in den Köpfen existiert, sondern dass man sehen kann: In Tübingen geht etwas voran", sagte Palmer. Die Entscheidung über das Zinserdreieck fällt dann erst Anfang 2009. Die Umbauarbeiten folgen 2010, wenn Mühlstraße und Neckarbrücke bereits im neuen Glanz erstrahlen.
Nashorn in Lebensgröße - Jean-Baptiste Oudry - Ausstellung in der Tübinger Kunsthalle
Freitag, 19. September 2008 - 14:33 Uhr
Naturalistisch und personifiziert - der Hofmaler Jean-Baptiste Oudry malte die Tiere der königlichen Menagerie in Versailles lebensecht. Die Tübinger Kunsthalle zeigt ab morgen seine Porträts der exotischen Tiere im Europa des 18. Jahrhunderts. Tiger, Löwen, Leoparden und Papageien gehörten zu seinen Modellen. Die Hauptdarstellerin der Ausstellung ist jedoch ein Rhinozeros. Ein Rhinozeros mit Namen Clara. Deutsche Bewunderer gaben dem indischen Panzernashorn seinen Namen. Der Künstler Jean-Baptiste Oudry malte das Tier 1749 auf dessen Europatournee in Lebensgröße. Ein holländischer Seefahrer hatte Clara geschenkt bekommen und tourte mit ihm 17 Jahre lang durch ganz Europa. Wie hier in der Stuttgarter Wilhelma wurde das Nashorn auf seiner Tournee ab 1741 in einem Holzverschlag transportiert - nicht von einem LKW, sondern von 12 Ochsen oder 20 Pferden. Die Menschen kannten Rhinozerosse nur aus Fabelwelten. Eine Welle der Nashorn-Euphorie brach aus. Oudry war der einzige Maler, der Clara in Lebensgröße abbildete. Der Maler verewigte jedoch nicht nur das Nashorn. Er war Auftragsmaler am Hof des Königs Ludwig des 15. Hier spezialisierte sich Oudry auf Jagdszenen. Seine lebendigen und naturalistischen Tierdarstellungen wurden auch für wissenschaftliche Abhandlungen genutzt. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Januar in der Tübinger Kunsthalle zu sehen. Ihren dauerhaften Sitz wird die Ausstellung dann im Schloss Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern finden.
Neue Schul-Mensa in der Tübinger Uhlandstraße eröffnet
Donnerstag, 18. September 2008 - 16:28 Uhr
In Tübingen wurde heute die neue Schulmensa an der Uhlandstraße eingeweiht. Das Multifunktionsgebäude soll täglich rund 3000 Schülern Platz und Versorgung über die Mittagszeit bieten. An 6 verschiedenen Buffet-Stationen können die Schüler zwischen unterschiedlichen Essensangeboten wählen. Alle Gerichte werden aus Bio-Produkten gefertigt. In der Kritik stand einmal mehr die Entscheidung der Stadt, die Bio-Gerichte von einem Hersteller aus Kassel zu beziehen. Auf den Vorwurf, dass der tägliche Transport der städtischen Umweltbilanz schade, reagierte Oberbürgermeister Boris Palmer gelassen. Man habe hier die beste Küche gewollt. Die Öko-Bilanz stimme trotzdem, da biologisch hergestellte Lebensmittel weniger Klima-Schaden brächten als der Transport aus Kassel verursache. Deswegen sei diese Entscheidung auch ökologisch richtig. Auch der Vorwurf, dass die regionalen Bauern nicht beteiligt würden, sei falsch. Vielmehr profitierten die sie, denn Frischeprodukte kämen aus der Gegend. Nur die Fertigprodukte würden aus Kassel gebracht. Die Inbetriebnahme des Multifunktionsgebäudes sei ein Meilenstein auf dem Weg zur Ganztagsbetreuung an Tübinger Schulen, so Palmer in der anschließenden Festrede.
Da immer öfter beide Elternteile berufstätig seien, liege es zunehmend in der Verantwortung der Schulen, Betreuungs- und Versorgungsangebote zu gewährleisten. Zwei Dritteln aller Tübinger Gymnasiasten stünde nun ein Ganztagesangebot zur Verfügung. Finanziert wurde die Mensa größtenteils aus Bundes- und Landesmitteln. Von insgesamt 7 Millionen Euro Gesamtkosten tragen Dreiviertel der Bund und das Land. Der Rest entfällt auf die Stadt.
Stadt Tübingen will Zweitwohnsteuer einführen
Mittwoch, 17. September 2008 - 18:25 Uhr
Die Tübinger Stadtverwaltung will dem Gemeinderat vorschlagen, eine Zweitwohnungssteuer einzuführen. Damit will die Stadt erreichen, dass die Studierenden vermehrt ihren Hauptwohnsitz in Tübingen anmelden. "Wir gehen davon aus, dass der Lebensmittelpunkt eines Tübinger Studierenden während des Studiums in Tübingen liegt", kommentierte Oberbürgermeister Boris Palmer den Vorstoß der Stadtverwaltung. Für jeden Einwohner mit Erstwohnsitz erhält die Stadt über den kommunalen Finanzausgleich rund 1000 Euro.
Ärger um Disco - Anwohner beschweren sich auf Bürgerversammlung um Lärm und Dreck in Tübinger Südstadt
Mittwoch, 17. September 2008 - 18:13 Uhr
Das Top 10 - die erste Tübinger Großraumdisko ist für viele Jugendliche eine Bereicherung des Nachtlebens in der Universitätsstadt. Viele Anwohner sind nicht so begeistert. Lärm, Dreck und andere Belästigungen haben seitdem stark zugenommen. Die Nachbarn des Depot-Areals sind genervt. Auf einer Bürgerversammlung in der Turnhalle der Hügelschule machten die Anwohner gestern Abend ihrem Ärger Luft. Wochenende vor dem Top 10 im Tübinger Depot. Nicht immer ist es so voll wie bei der Eröffnung. Aber nach wie vor ist die Diskothek bei jungen Tübingern sehr beliebt. Innen herrscht Partystimmung pur. Zahlreiche Jugendliche machen hier Mittwoch bis Sonntag die Nacht zum Tag, wollen Schulstress und Ausbildungsalltag einfach wegtanzen. Aber des einen Freud ist des anderen Leid. Die Anwohner sind besorgt, fürchten einen Rückgang der Lebensqualität in der Südstadt. Sie klagen über Glasscherben, Jugendliche, die an die Hauswände urinieren, und geklaute Fahrräder. Bei der Stadt ist das Problem bekannt. Schon zahlreiche Beschwerden sind im Rathaus eingegangen. Für den Ersten Bürgermeister Michael Lucke sind Lärm und Dreck durch feiernde Jugendliche ein gesamtstädtisches Problem. Auch in der Platanenallee und am Anlagensee würde man dies beobachten, erklärte Lucke. Mobile Jugendarbeit oder die bereits jetzt praktizierte gemeinsame Doppelstreife von Polizei und Ordnungsamt. So lauten die Lösungsansätze der Stadt. Auch ein runder Tisch mit den Anwohnern soll eingerichtet werden. Für Diskothekenbetreiber Dirk Bamberger ist das Problem ein Zeichen der Zeit. "Es ist ein Abbild der Gesellschaft", so Bamberger. "Die Eltern sollten sich überlegen, was sie falsch gemacht haben in der Erziehung, dass Rücksicht in unserer Gesellschaft oftmals keine Rolle mehr spielt.' Seine Möglichkeiten seien begrenzt, sagte Bamberger. Ihm bleibe der Apell an die Jugendlichen, die bei ihm feiern. Mit den Anwohnern wolle er zusammenarbeiten, kündigte er an. Damit die Jugendlichen auch weiterhin feiern können, und die Nachbarn trotzdem ihre Ruhe haben.
Reutlinger wegen versuchten Mordes in Norwegen festgenommen
Mittwoch, 17. September 2008 - 18:09 Uhr
Wegen eines Raubüberfalls und wegen versuchten Mordes in Norwegen hat die Reutlinger Kriminalpolizei einen 30jährigen Reutlinger in Untersuchungshaft genommen. Der Beschuldigte soll in Norwegen eine 83jährige Frau an der Haustür mit einem Pfefferspray angegriffen, niedergeschlagen und gefesselt haben. Als der mutmaßliche Täter dann das Haus nach Bargeld durchsuchte, kam die 63jährige Tochter zum Haus. Er griff sie an, stieß sie zu Boden und ließ sie mit schwersten Kopfverletzungen im Schnee liegen. Nachdem feststand, dass die Fingerabdrücke am Tatort von ihm stammten, hatte die Staatsanwaltschaft Tübingen die Ermittlungen übernommen. Inzwischen hat der 30jährige ein Teilgeständnis abgelegt.
Salzbergwerk Stetten bei Haigerloch weiht neuen Zufahrtsstollen ein
Mittwoch, 17. September 2008 - 18:08 Uhr
Das Salzbergwerk in Stetten bei Haigerloch hat heute mit einer Durchschlagsfeier einen neuen Zufahrtsstollen eingeweiht. Die letzten verbliebenen Meter bis zum Bergwerk wurden mit einer symbolischen Sprengung überwunden. Der neue Stollen wird mit straßentauglichen Fahrzeugen befahrbar sein. Die Baukosten belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro. Der Clara-Stollen sei für das Bergwerk lebensnotwendig und trage dazu bei, dass Arbeitsplätze langfristig gesichert werden, sagte Werksleiter Willi Kleine.
Land fördert Klärschlammverwertung auf Gelände von Balinger Kläranlage
Mittwoch, 17. September 2008 - 18:08 Uhr
Das Land fördert auf dem Gelände der Kläranlage Balingen ein neues Modellprojekt zur Klärschlammverwertung: Mit dem Projekt soll später aus dem Klärschlamm Phosphor gewonnen werden. Dieses ist ein wichtiger Ausgangsstoff bei der Herstellung von Düngemitteln. Die Energie zur Trocknung des Klärschlammes wird aus der thermischen Verwertung gewonnen. Zwölf Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis sind am Modellprojekt beteiligt. Die Investition kostet voraussichtlich 2,9 Millionen Euro, davon kommen 715.000 vom Land.
Tübinger Stadtverwaltung zufrieden mit drittem Bustest am Zinserdreieck
Mittwoch, 17. September 2008 - 16:23 Uhr
Nach dem dritten Busfahrtest am Zinserdreieck im Zuge der Umbaupläne für die Tübinger Innenstadt hat die Stadtverwaltung jetzt ein positives Fazit gezogen. Sowohl die TüBusse als auch die überlangen CapaCity Busse kämen jetzt beim Trautweineck sicher aneinander vorbei. Dafür waren die Straßen anders abgegrenzt und den Bussen nach vorne mehr Platz eingeräumt worden. Sicherheitsargumente sollten jetzt nicht mehr gegen die Pläne der Stadtverwaltung angebracht werden, so Oberbürgermeister Boris Palmer. Denn bei den Tests davor waren die Busse mit dem Heck weit in die Fußgängerbereiche geragt. Jetzt sollen vor allem die langen CapaCity Busse mit dem Frontteil überstreifen. Das könnten die Fahrer wenigstens sehen, so das Argument der Stadtverwaltung. Palmer war im Vorfeld verärgert über die Entscheidung des Gemeinderats einen dritten Test einzufordern. Er drückt bei der Umgestaltung des Europaplatzes und des Zinserdreiecks auf die Tube, um mögliche Bundeszuschüsse nicht zu verspielen. Durch die Europastraße sollen nach dem Umbau minütlich 60 Busse in beiden Richtungen aneinander vorbeifahren. Die Karlstraße wird dann busfreie Radfahrer- und Fußgängerzone.
Sachstandsbericht - Ergebnisse des Einzelhandelgutachtens liegen in einigen Wochen vor
Mittwoch, 17. September 2008 - 15:39 Uhr
Der Reutlinger Gemeinderat hat gestern einen Sachstandsbericht zum Einzelhandelsgutachten der GfK vorgelegt. Die Gesellschaft für Konsumforschung hat die Passanten- und Kundenbefragungsergebnisse nach den Vorschlägen des Gemeinderates überarbeitet. So wurde beispielsweise die Antwortkategorie "Keine Angaben“ in einzelne Befragungsabschnitte mit eingefügt. Seit Anfang August steht die neue Fassung auf der Reutlinger Homepage. Die nächsten Ergebnisse zur Einzelhandelsentwicklung, zum Handlungskonzept und zur wirtschaftlichen Wirkung eines geplanten ECE’s legt die GfK in einigen Wochen der Stadt vor. Die Ergebnisse werden beim städtebaulichen Ideenwettbewerb "City Nord“ mit einfließen.
Präsentation der zweiten Reutlinger Schokolade
Mittwoch, 17. September 2008 - 13:17 Uhr
"Ananas und Cashew“ - eine mutige Geschmacksrichtung für die zweite Reutlinger Stadtschokolade, die gestern im Weltladen präsentiert wurde. Der gemeinnützige Eine Welt Verein startete mit diesem Ereignis eine zweiwöchige Infoveranstaltung, die fair-gehandelte Bio-Produkte vorstellt. Das erste Stück versuchen durfte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, welche die Schirmherrschaft für das Projekt Stadtschokolade übernommen hat. Bei musikalischer Unterhaltung und ausgelassener Stimmung erklärten die Veranstalter das Prinzip des fairen Handels:
Die Erzeuger aller Inhaltsstoffe in den Anbauländern, in diesem Fall Ananas, Cashewnüsse, Kakaobohnen und Zucker, bekommen faire Löhne, die über dem Weltmarktpreis liegen. Zusätzlich erhält die Erzeugergemeinschaft einen Beitrag für soziale Maßnamen. Die Reutlinger Stadtschokolade ist also eine "ideale Verbindung von gutem Geschmack und guter Tat“, wie Frau Bosch meint.
Restaurierungsarbeiten - Glocke des Tübinger Bergfriedhofs ausgebaut
Mittwoch, 17. September 2008 - 11:42 Uhr
Die Glocke des Tübinger Bergfriedhofs ist heute für Restaurierungsarbeiten ausgebaut worden. Bei einer Spezialfirma in Nördlingen werden in den nächsten vier bis sechs Wochen die ausgeschlagenen Stellen der Glocke in Stand gesetzt. So soll der ursprüngliche Klang wiederhergestellt werden. Seit 1969 läutet der 400 Kilogramm schwere Klangkörper auf dem Tübinger Bergfriedhof. Die Glocke trägt die Inschrift "Christian Neubert goss mich in Ludwigsburg anno 1763“.
Württembergische Philharmonie eröffnete die neue Konzert-Saison
Dienstag, 16. September 2008 - 17:17 Uhr
Mit Klängen von Johannes Brahms und Bela Bartok eröffnete die Württembergische Philharmonie gestern in der Reutlinger Listhalle die neue Spielzeit. Vor nahezu ausverkauften Rängen gab auch der neue künstlerische Leiter und Dirigent Ola Rudner seinen Einstand. Mit Rudner hält auch internationales Flair Einzug bei den Württembergischen Philharmonikern. Als Violonist gewann der Schwede unter anderem den renommierten Paganini-Preis. Auch als Dirigent hat Rudner viel vorzuweisen. So leitete der Schwede beispielsweise auch schon das Sydney Symphony Orchestra. Rudner werde der musikalischen Entwicklung des Orchesters eine ganz neue Richtung geben, so Intendant Cornelius Grube. Einer seiner Schwerpunkte seien die Werke von Cornelius Felix Mendelssohn Bartholdy. Nicht nur bei den Musikern im Orchester sei eine hohe Motivation spürbar. Auch in der Stadt spüre er eine gewisse Euphorie. Besucher- und Abonnentenzahlen seien sprunghaft angestiegen. Die Konzerte der Philharmoniker würden auch als gesellschaftliche Höhepunkte wahrgenommen. Neben dem bekannten klassischen Repertoire werden auf Ola Rudners Wunsch hin auch mehr Stücke des 20. Jahrhunderts gespielt werden. Beim nächsten Konzert wird das Reutlinger Publikum zudem Zeuge einer Uraufführung werden. Beim nächsten Konzert im Oktober führe man das neue Werk der Freiburger Komponoistin Mia Schmidt auf, dass die Philharmonie eigens bei ihr bestellt habe. Das Stück sei auch für die eigene Solo-Harfinistin komponiert worden. Darüber hinaus werde man auch ein Werk von Sofia Gobaidulina zeigen. Außerdem komme der bekannte deutsche Komponist Manfred Trojahn nach Reutlingen, um seinen Geburtstag musikalisch mit den Reutlingern zu feiern.
Weitere Höhepunkte der Spielzeit werden Gastkonzerte der Philharmonie in Ungarn, der Schweiz, in Mailand und Wien sein. Hier wolle man an den großen internationalen Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen. Als Gaststar wird dann auch die berühmte Edita Gruberova auftreten.
Montagsdemo feiert Jubiläum
Dienstag, 16. September 2008 - 16:40 Uhr
Die Reutlinger Montagsdemo gegen Hartz IV hat gestern das vierjährige Bestehen der Kundgebung begangen. Das Jubiläum wurde mit einem Rückblick bei Musik und Bewirtung auf dem Marktplatz gefeiert. Die Veranstalter der Dauerdemo bezeichnen sich selbst als "Sprachrohr der Betroffenen“ und "soziales Gewissen Reutlingens“.
25 bis 50 Menschen haben durchschnittlich an den rund 200 Kundgebungen in den vergangenen Jahren teilgenommen. Die Kritik der Demonstranten richtet sich dabei allgemein gegen die 'öffentliche Hetze gegen Arbeitslose und Hartz IV- Empfänger“, so die Veranstalter. Eine konkrete Forderung ist derzeit die Einrichtung eines so genannten "Hungerzuschlages“ von 50 Euro.
Von der Brücke gespuckt - vier Jugendliche lösen Unfall bei Dettingen aus
Dienstag, 16. September 2008 - 15:26 Uhr
Vier Buben haben wahrscheinlich den Unfall am gestrigen Nachmittag auf der B28 bei Dettingen ausgelöst. Die 13 bis 15 Jahre alten Jugendlichen gaben bei der Polizei an Getränke von einer Brücke gespuckt zu haben. Feste Gegenstände hätten sie allerdings nicht hinunter geworfen. Der Polizei-Sachverständige hatte dafür auch keine Anhaltspunkte gefunden. Ein Klein-Laster war gestern auf einen LKW aufgefahren. Der LKW-Fahrer hatte abrupt abgebremst weil etwas gegen seine Windschutzscheibe geprallt war.
Wurzelsanierung - mit Pressluft- und Staubsaugertechnik wird der Platanenbestand auf der Tübinger Neckarinsel gesichert
Dienstag, 16. September 2008 - 14:44 Uhr
Auf der Tübinger Neckarinsel ist es derzeit vorbei mit der Ruhe. Mit moderner Pressluft-und Staubsaugertechnik wird das Wurzelwerk der Platanen saniert. Durch die vielfältige Nutzung der Allee in den vergangenen Jahren hat sich der Untergrund extrem verdichtet. Die Wurzeln sterben so Stück für Stück ab. Das gefährdet die Standsicherheit der Platanen und führt langfristig zum Tod der Bäume. Danach wird die Erde abgesaugt. Nennenswerte Schäden tragen die Wurzel durch die Prozedur nicht davon. Das entstandene Loch füllen die Landschaftsgärtner mit einem speziellen Substrat wieder auf. Dieses lässt sich durch Druck nicht verdichten und garantiert beste Bedingungen für das Wurzelwerk. Ein erster Abschnitt soll noch dieses Jahr fertig werden - die Stadt lässt sich das 60.000 Euro kosten. Noch eine zweite Maßnahme soll den Platanenbestand für die Zukunft sichern. Der Weg zwischen den Bäumen wird nach der Sanierung des Wurzelwerks von bisher sieben Metern Breite auf vier Meter verkleinert. Das soll gemeinsam mit dem Substrat eine künftige Verdichtung des Bodens verhindern und so den Bestand der Platanen langfristig sichern.
Azubitag im Haupt- und Landgestüt - Staatssekretärin Gurr-Hirsch zu Besuch in Marbach
Dienstag, 16. September 2008 - 14:34 Uhr
Ob Ausbildung im Schwerpunkt Zucht und Haltung oder im Schwerpunkt Reiten, die Azubis im Haupt- und Landgestüt Marbach haben eins gemein - ihre Liebe zu Pferden. Von 500 Bewerbern werden jährlich bis zu 18 Auszubildende eingestellt. Für die meisten geht ein Traum in Erfüllung. Die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Friedlinde Gurr-Hirsch machte sich gestern ein Bild von der Ausbildungssituation vor Ort. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch ist von der Ausbildungssituation in Marbach beeindruckt. In der Landesreitschule schaut sie Sarah Fuchs beim Reiten zu. Die 21jährige ist Azubi im 2. Lehrjahr. Während ihrer Ausbildung durchläuft sie den gesamten Betrieb in Marbach. Sarah war bereits bei der Fohlenaufzucht und beim Reitkommando. Für die gebürtige Wangenerin ging mit der Lehre im Haupt- und Landgestüt ein Traum in Erfüllung. Gurr-Hirsch lobt besonders die Vielseitigkeit der Marbacher Ausbildung. Die Lehre sei hochwertig. Besonders die geringe Zahl der Durchfaller zeige dies. Im Fahrstall informiert sich die Staatssekretärin über den Beruf des Pferdewirts. Markus Müller macht hier in seinem dritten Lehrjahr Station. Die Leidenschaft für das Fahren hat er aus seinem elterlichen Betrieb in Ostfildern mitgebracht. Derzeit beschäftigt das Haupt- und Landgestüt Marbach 37 Auszubildende. Hoffnung auf eine Übernahme haben die meisten nicht. Höchstens ein Kandidat wird weiter angestellt. Ab dem Wintersemester 2009 haben die Ausgebildeten die Möglichkeit "Pferdewirtschaft“ an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen zu studieren. Viele der Azubis träumen nach der Ausbildung von einem eigenen Pferdehof. Solange die Absolventen flexibel und mobil sind, sei zumindest eine Anstellung deutschlandweit möglich, so die Ausbilder in Marbach.
1700 Menschen beim Tübinger Stadtlauf
Sonntag, 14. September 2008 - 21:35 Uhr
Zum 15. Mal rannten heute Alt und Jung in Tübingen um die Wette. Zum traditionellen Stadtlauf kamen wieder Zehntausende Besucher in die Unistadt, um bei dem sportlichen Großereignis dabei zu sein. Dieses Mal gab es erstmals eine kleinere Runde - für Halbprofis sozusagen.
Zittrige Angespanntheit um 12:15 vor dem großen Hauptlauf. Alle Teilnehmer der ganzen und der verkürzetn Strecke - sie hatten blaue Meldenummern - starteten am Zinserdreieick zunächst gleichzeitig. Mehrere Zehntausend Besucher säumten die 7,5 km lange Runde durch die Tübinger Altsstadt. Die Läufer der verkürzten Strecke waren zwei Runden gelaufen.
Nach dem Hauptlauf startete der Elitelauf. 600 gemeldete Spitzenläuferinnen und -läufer, die die 22,5 km unter 36 Minuten laufen, gingen an den Start. Unter ihnen die Favoriten Sammy Kipruto, die gebürtige Eritreerin Simret Restle und Arne Gabius. Außerdem der Belgier Monder Rizki. Auch Dieter Baumann hatte sich noch kurzfristig zur Teilnahme entschlossen.
Baumann hatte vor 15 Jahren den Tübinger Stadtlauf als sportlich-soziales Projekt ins Leben gerufen. Ein Wettkampf für Amateure, Freizeitläufer aber auch Leichtathletikprofis.
Wie erwartet gehörten die Kenianer Kipruto und Kipkogei und Arne Gabius zusammen mit dem Schweizer Philipp Bandi zum Spitzenfeld. Gabius von der LAV asics Tübingen hatte sich vorgenommen mindestens unter die ersten fünf zu kommen, nachdem er die Olympiaqualifikation nicht geschafft hatte.
Auch Simret Restle, die gestern noch die 10 km in Karlsruhe gelaufen war, kam mit 26 Minuten und 16 Sekunden als erste ins Ziel. Arne Gabius schaffte den dritten Platz hinter den zwei Kenianern.
Als Abschluß des umbrisch-provenzialischen Marktes hat sich der Stadtlauf als sportliches Großereignis weit über die Region hinaus etabliert. Nationale und internationale Spitzenläuferinnen und -läufer entscheiden sich immer häufiger für das Rennen am Neckar anstelle von gleichzeitig stattfindenden Läufen in anderen Städten. Zum zweiten Mal war die AIDS-hilfe Tübingen-Reutlingen Sozialpartner des Stadtlaufes. Unterstützt wird damit der Aufbau eines Jugendpräventionsfonds.
Niederlage für die TuS Metzingen beim Auswärtsspiel
Sonntag, 14. September 2008 - 21:30 Uhr
Bei ihrem Auswärtsspiel erlitten die Handball Damen vom TuS Metzingen gestern Abend eine 30 zu 23 Niederlage gegen den SC Markranstädt. Zwar gingen die Tussies in den ersten Minuten sofort in Führung. Bereits ab der Mitte der ersten Halbzeit jedoch übernahmen die Sächsinnen die Führung. Mit 13:9 ging es in die Halbzeitpause. Die Metzingerinnen konnten auch in der zweiten Halbzeit die Führung nicht mehr übernehmen. Neuzugang Franziska Ramirez bescherte mit sechs Toren ihrem ehemaligen Heimatverein die meisten Treffer.
Mädchenspiele auf dem Mittelalter Markt für Mädchen in Reutlingen
Sonntag, 14. September 2008 - 21:29 Uhr
Auf dem Jugendzeltplatz beim Reutlinger Listhof konnten gestern junge Mädchen mal unter sich sein. Auf dem Mittelalter Markt für Mädchen trafen sich die 10- bis 14- Jährigen sieben Stunden lang zum gemeinsamen Spiel. Der Tag war eine Idee des Fachbereichs Mädchenarbeit der Stadt Reutlingen zusammen mit den Jugendtreffs. Das Flair eines mittelalterlichen Hauses wurde sinnlich ins Szene gesetzt. In Kostümen spielten die knapp 30 Mädels das weibliche Leben im Mittelalter nach. Kochen wie damals gehörte genauso dazu wie beispielsweise Wolle färben. Außerdem ersponnen sie eine Geschichte wie sie eine gute Fee von einem bösen Bann erlösen könnten. Die Aktion wurde gut angenommen. Deswegen planen die Organisatoren eine Wiederauflage des Mädchentags im kommenden Jahr. Vielleicht sogar über mehrere Tage und dann mit ganz großen Zelten.
Münsinger Firma erfolgreich auf internationaler Messe vertreten
Sonntag, 14. September 2008 - 21:27 Uhr
Am Samstag schloss in Stuttgart die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, AMB, ihre Tore. Mit 80.000 Besuchern und 1.306 Ausstellern verzeichnete die Fachmesse einen neuen Aussteller- und Besucherrekord. Unter den Ausstellern befanden sich auch zahlreiche Firmen aus der Region. Das Münsinger Unternehmen HPM Technologie zum Beispiel präsentierte auf der Messe sein neu entwickeltes Schmierverfahren HPM Breeze.
Während vor ein paar Jahren noch hunderte Liter Schmierflüssigkeit gegen die Scheibe spritzen, werden nun durch das neue Verfahren nur noch wenige Milliliter benötigt, die durch das Werkzeug hindurch, direkt an die Stelle befördert werden, an der ihre Schmierkraft auch wirklich benötigt wird. Das zahlt sich ökonomisch aus und auch für die Mitarbeiter. Die kommen dadurch, weniger als früher, mit hautschädigenden Substanzen in Berührung. Da die Späne mit der neuen Methode trocken bleibt, kann diese nun sogar ökologisch recycelt werden.
Tag der offenen Tür bei Forum 2. Lebenshälfte
Sonntag, 14. September 2008 - 21:26 Uhr
Das "Forum 2. Lebenshälfte in Reutlingen" konnte nach der Sanierung wieder in seine Räume im Reutlinger Alten Rathaus ziehen. Das feierten die Mitglieder gestern mit einem Tag der offenene Tür. Bei Kaffe und Kuchen und bei musikalischer Unterhaltung tauschten sich Mitglieder des Forums mit anderen bürgerschaftlichen Gruppen für Ältere der Stadt Reutlingen aus. Als Besonderheit führten die Damen des Forums alte deutsche Schriften vor. Die
Kurrentschrift und die Sütterlinschrift, die erst in den zwanziger und dreißiger Jahres des vergangenen Jahruhnderts in Deutschland üblich wurde. Das Forum 2. Lebenshälfte in Reutlingen besteht seit 15 Jahren.
4. Neckar-Open-Air startete mit den Lokalmatadoren "Lollies"
Sonntag, 14. September 2008 - 21:24 Uhr
Zum Auftakt des 4. Neckar Open Air in Pliezhausen tanzte gestern Abend der Bär. Na zumindest Hunderte von Fans zur Mudik der Lollies. Die Band feierte gestern ihr 15-jähriges Bestehen.
Und das mit gewohnter bester Laune. Den Spaß an der eigenen Musik konnte man den sechs Musikern aus Schwaben ansehen. Mit ihren bekannten und beliebten Partyhits sorgten sie unter dem Megafallschirm in Pliezhausen für Stimmung.
Ihr Erfolgrezept - covern was das Zeug hält. Was einmal zum Hit wurde, kommt immer an.
Deshalb trat auch gestern wieder reihenweise das Lollie-Syndrom auf - Banktanzen. Zwischen 16 und 46 swingte alles mit. Ein gelungener Auftakt zum 4. Neckar-Open-Air, organisiert vom Musikverein Pliezhausen, der heute mit einem Familientag am Neckar zu Ende ging.
Auftakt zu den Heimattagen Baden-Württemberg in Reutlingen 2009
Sonntag, 14. September 2008 - 21:23 Uhr
Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner hat heute die Fahne der Heimttage Baden-Württemberg an Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch übergeben. Die Echazstadt ist im kommenden Jahr Gastgeber für das kulturelle Großereignis. Ulm beherbergt die mehrmonatige Veranstaltung dieses Jahr. Beim Landesfestumzug war heute auch eine Reutlinger Delegation vertreten.
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