RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 12. Dezember 2010

Zwei Mal falscher Bombenalarm - Bundespolizei gibt für Bahnhöfe in Reutlingen und Metzingen Entwarnung
Samstag, 18. Dezember 2010 - 18:29 Uhr

Im Landkreis Reutlingen ist es gestern Abend gleich zweimal zu einem falschen Bombenalarm gekommen. Vor dem Bahnhof in Reutlingen hatte ein Taxifahrer ein herrenloses Gepäckstück entdeckt. Der Mann alarmierte darauhin um 17 Uhr 30 die
Polizei. Die ließ das Bahnhofsgebäude evakuieren.

Züge durften den Reutlinger Bahnhof in der Folge nicht mehr anfahren. Für rund zwei Stunden kam der Bahnverkehr zwischen Tübingen und Stuttgart deshalb zum Erliegen. Herbeigerufene Experten der Bundespolizei mit Sprengstoffspürhunden konnten schließlich um 19 Uhr 52 Entwarnung geben.

Eine Minute später ging bei der Polizei ein weiterer Alarm ein. Der kam aus einem fahrenden Regionalexpress bei Metzingen. Dort hatte ein Schaffner eine verdächtige herrenlose Plastiktüte entdeckt. Auch in diesem Fall konnte letztlich Entwarnung gegeben werden.

Trotz des falschen Alarms lobten die Experten der Bundespolizei ausdrücklich die Aufmerksamkeit der Bürger. Bei beiden Gegenständen habe nicht klar ersehen werden können, dass es sich um harmlose vergessene Gepäckstücke gehandelt habe.

Rottenburg: Richtfest am Neubau der Kurie
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:31 Uhr

Vor 2 Jahren begannen in Rottenburg bei der dortigen Diözese die Bauarbeiten für ein neues bischöfliches Palais. Jetzt konnte der Richtbaum aufgezogen und der Rohbau gesegnet werden

Die Diözese Rottenburg hat jetzt Richtfest für den Neubau ihrer Kurie gefeiert. Mit dem neuen Gebäude legt die Diözese die in der Stadt verteilten 13 Zweigstellen zusammen. Rund 36,5 Millionen Euro investiert die Diözese hier und in die Renovierung des angrenzenden Palais und den Rohrhalder Hof.

Das findet auch Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher gut. Die rund sechsundreißig-Millionen-Euro, die die Diözese investiert, sind aus seiner Sicht eine sinnvolle und unumgängliche Investition. Die Konzentration der Standorte sei wirtschaftlich geboten und bringe nicht nur Kostenersparnis. Vielmehr pase der repräsentative Bau auch gut zum Stadtbild.

Das ist auch Bischof Gebhard Fürst wichtig. Für ihn gibt es neben den ganzen wirtschaftlichen Vorteilen, die der Neubau bringen soll, auch einen wichtigen nicht-materiellen Aspekt. Architektur trage auch zum Wohlbefinden bei, so Fürst. Zudem spiegle sich in ihr auch etwas von der Kreativität der Menschen, die hier zukünftig arbeiteten.

Ganz bewusst habe sich die Diözese deshalb für ein renommiertes Stuttgarter Architekturbüro entschieden. Dessen Spezialisten war ein Kriterium ganz besonders wichtig. Hier habe sich besonders die Frage des Weiterbauens und des Anschließens an Geschichte und des Zusammenspiels zwischen Alt und Neu in der Stadt gestellt, so Architektur-Professor Arno Lederer vom Architekturbüro "Lederer, Ragnarsdóttir, Oei".

Ob dies den Architekten gelingt, können die Bürger dann bald selbst entscheiden. Sollten die Arbeiten planmäßig fortschreiten, ist der Neubau im Jahr 2012 fertig.
Die Aussenfassade soll mit gebrauchten Ziegelsteinen ganz historisch verkleidet werden.

Balinger "Förderverein Hohenzollern-Klinik" löst sich auf
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:24 Uhr

Der Balinger Förderverein Hohenzollern-Klinik will sich auflösen. Der Grund: Anfang der Woche lehnte der Balinger Kreistag die geplante Nachnutzung des Hechinger Krankenhauses als Notfallzentrum ab. Der Verein hatte in fünf Jahren rund 216 000 Euro gesammelt und wollte damit die Klinik weiterleiten, deren Schließung seit 2005 feststand. Als dieses Vorhaben vor zwei Jahren platzte, sollte wenigstens ein Zentrum für Notfallversorgung eingerichtet werden. Jetzt wird das Klinikum im Sommer 2011.

Amtsgericht Reutlingen verurteilt "Hells Angels"-Mitglieder zu Haftstrafen
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:22 Uhr

Das Amtsgericht Reutlingen hat gestern drei Männer aus dem Umfeld des Motorradclubs "Hell's Angels" wegen gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt.Zwei Türsteher müssen sieben Monate auf Bewährung verbüßen. Ein 22-jähriger muss unter Einbeziehung eines früheren Urteils für ein Jahr und drei Monate ins Gefängnis. Sie alle hatten im März dieses Jahres bei einer Kneipenschlägerei einen Mann zusammengeschlagen.

c&A-Spende für Reutlinger Kindergarten in der Humboldtstraße
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:21 Uhr

Das Reutlinger Bekleidungshaus C&A hat eine Spende in Höhe von 2000 Euro an die Kinderyoga-Gruppe des städtischen Kindergartens in der Humboldtstraße übergeben. Die von Bürgermeister Robert Hahn symbolisch entgegengenommene Summe soll das besondere Konzept des Kindergartens unterstützen. Dort soll der alltäglichen Reizüberflutung von Kindern mit Hilfe von Entspannungsübungen entgegengewirkt werden. Die Spende ist Teil einer bundesweiten Aktion. Alle 475 deutsche C&A-Filialen unterstützen mit jeweils 2000 Euro lokale Kinder- und Jugendprojekte.

Reichenecker Kindergartenkinder umgezogen
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:20 Uhr

Buchstäblich mit Sack und Pack sind gestern Kinder des Kindergartens in Reutlingen- Reicheneck zusammen mit ihren Betreuerinnen in ihre neue Bleibe in der Dorfstrasse 27 gezogen. Im neuen Kinderhaus sollen 10 Kleinkinder zwischen einem und 3 Jahren sowie 38 drei- bis 6jährige betreut werden. Dazu kommen 48 weitere Betreuungsplätze für ältere Kinder.

Die rund 30 Umzugspimpfe hatten zuvor in ihrer bisherigen Bleibe in der Herzog-Ulrich-Straße 3 für den Ortswechsel ihre persönlichen Lieblingsspielzeuge akkurat in kleine Kisten verpackt und sich dann auf den Weg durch den Schnee gemacht.

Tübinger Schokoladenfestival ausgezeichnet
Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:19 Uhr

Rund 150 000 Besucher hat das diesjährige Schokoladenfestival "Chocolart" in die Gassen der Tübinger Altstadt gelockt. Jetzt wurden die traditionellen Scholaden-Tage von der Tourismusmarketing GmBH Baden-Würtemberg
als eines der zehn kreativsten Projekte im Land ausgezeichnet. Gewürdigt werden dabei Aktionen, die den Ruf des Landes als "Genießerland“ und damit den Tourismus unterstützen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Chocolart konnte 2010 erneut einen Besucherrekord verbuchen.


Samstag, 18. Dezember 2010 - 13:18 Uhr

Rund 150 000 Besucher hat das diesjährige Schokoladenfestival "Chocolart" in die Gassen der Tübinger Altstadt gelockt. Jetzt wurden die traditionellen Scholaden-Tage von der Tourismusmarketing GmBH Baden-Würtemberg
als eines der zehn kreativsten Projekte im Land ausgezeichnet. Gewürdigt werden dabei Aktionen, die den Ruf des Landes als "Genießerland“ und damit den Tourismus unterstützen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Chocolart konnte 2010 erneut einen Besucherrekord verbuchen.

Totschlag: 15- und 18-jähriger verurteilt
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:38 Uhr

Das Tübinger Landgericht hat zwei 15- und 18-jährige zu einer Haftstrafe wegen Totschlags verurteilt. Dabei muss der ältere für 8 Jahre und sein jüngerer Komplize für 3 Jahre ins Gefängnis. Anfang des Jahres hatten die beiden jungen Männer aus Ebhausen im Landkreis Calw einen Freund erst mit einer Kordel gewürgt und dann mit einem Messer zu Tode gestochen.

Personal am UKT fordert "Runden Tisch" wegen geplanter Einsparung
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:37 Uhr

Die Beschäftigten des Uniklinikums Tübingen haben bei einer Sitzung des Aufsichtsrats gegen die geplante Einsparung von 2,5 Millionen Euro protestiert. Zu diesem Zweck sollen beispielsweise Stellen gestrichen und Leistungen gekürzt (umstrukturiert??) werden. Laut der Beschäftigten ergebe das für sie und ihre Patienten untragbare Zustände. Bei einem runden Tisch wollen die Parteien jetzt das Gespräch suchen.

Albstadt: Nach Feuer in Hochhäusern Tatverdächtigen festgenommen
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:36 Uhr

In der Nacht zum Donnerstag war in den Kellern zweier Hochhäuser in Albstadt Feuer ausgebrochen. Zehn Menschen mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Heute hat das dortige Amtsgericht Haftbefehl gegen einen 23-jährigen erlassen. Er soll das Feuer gelegt zu haben. Zu den Hintergründen schweigt die Polizei. Gesucht werden jetzt aber Zeugen, die am Mittwoch Abend gegen 21 Uhr einen älteren männlichen Passanten bemerkt haben. Er hat eine dunkle Jacke und eine graue Jogginghose getragen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Albstadt unter der eingeblendeten Nummer zu melden.
Polizei Albstadt: 07432/955-0

25 Jahre Tübinger Arbeitskreis für Heimatpflege
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:33 Uhr

Der Tübinger Arbeitskreis für Heimatpflege hat jetzt im Regierungspräsidium sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Bereits seit 1985 widmet sich der Verein der Erhaltung der Kultur in der Region. Regierungspräsident Hermann Strampfer lobte die Arbeit des Vereins. Ihr sei es zu verdanken, dass
die Stadt ein Ort sei, in dem man sich wohl fühlen könne.
Hermann Bausinger von der Universität Tübingen warnte in seiner Rede davor, das Gefühl für Heimat im globalen Zeitalter zu verlieren.

9. Weltethos-Rede: Green fordert ethischen Kapitalismus
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:33 Uhr

Im Rahmen der diesjährigen Weltethos-Rede hat der britische Investmentbanker Stephen Green gestern in Tübingen einen nach ethischen Kriterien reformierten Kapitalismus gefordert. Green trat dabei auch für eine Stärkung der Macht der G 20 ein. Angesichts der Globalisierung prophezeit er einen epochalen Wandel der internationalen Machtverhältnisse.

Er gilt als Urgestein des Kapitalismus: Stephen Green bei seiner Ankunft in Tübingen. Er ist Verwaltungsratsvorsitzender der weltweit größten Privatbank HSBC Holdings- und er leitet den britischen Bankenverband.
Nicht nur Journalisten wissen aber auch: Der ordinierte anglikanische Priester Green ist zudem ein unbequemer Querdenker. Und gerade nach der von Banken mitverursachten Welt-Wirtschafts-und Finanzkrise las der Engländer gestern der eigenen Zunft, der Wirtschaft, aber auch dem Westen die Leviten. ES sei kein Zufall, dass die Überhitzung des Kapitalismus nach dem Ende des Kommunismus einsetze. Nach dem Ende des Gegenspielers sei der Kapitalismus außer Rand und Band geraten. Ein fundamentalistischer Glaube an die Kräfte des Markts habe eingesetzt, so Green.

Dass es trotzdem nicht zum Zusammenbruch des Kapitalismus gekommen ist, habe mit dem klugen staatlichen Interventionen der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen zu tun. Das sei der größte Unterschied zu schlimmen Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre.

Richtigerweise habe man erkannt, so Green, dass es in einer globalisierten Welt gemeinsames Handeln sowie neue Regeln für die Finanzmärkte brauche, aber keinen Systemwechsel.

Zurecht erwarteten 70 Prozent der Weltöffentlichkeit, dass die Wirtschaft den Menschen dienen müsse. Es brauche aber einen ethischen Kapitalismus mit festen Regeln. Dann sei der besser als jedes andere Wirtschaftssystem. Regeln brauche es bei Problemen wie der Armut und dem Klimawandel. Die gefährdeten den Fortschritt der Menschheit.

Es sei im Interesse der wirtschaftlich Verantwortlichen, sich dieser Probleme zu stellen: Dass die Bewältigung globaler Armut und Not eine Voraussetzung für politische und wirtschaftliche Stabilität sei, hätten Weltbank und
G 20 erkannt. Jetzt müsse es gemeinsame staatliche Abkommen geben, die die neue Regeln festzurrten.

Einen neuen globalen Ansatz der politischen Verantwortung -auch das habe die Krise gezeigt - brauche es aber auch insgesamt. Denn mit dem Aufstreben Asiens und Chinas gehe die monopolare Ausrichtung in der Weltpolitik zu Ende. Die zunehmende Bedeutung der G 20-Gemeinschaft der 20 größten Industriestaaten als ein neues Absprachegremium seien hier ein wichtiger erster Schritt.

Einen ausführlichen Bericht über die Weltethos-Rede gibt es bei RTF1 am Sonntag nach den Nachrichten.

Schneetief Petra ruhiger als erwartet
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:32 Uhr

Das allseits erwartete Schneetief "Petra" hat heute Nacht und in den Morgenstunden auch unsere Region gestreift. Das befürchtete Chaos auf den Straßen blieb jedoch aus. Auf den Schnellstraßen fuhren die Autos zwar mit gemäßigter Geschwindigkeit, doch der Verkehr konnte fließen. Im Laufe des Vormittags konnten auch die Hauptverkehrsstrecken geräumt werden. Trotzem meldete die Polizei bis zum Mittag mehr als 40 Verkehrsunfälle für die Region Neckar-Alb.

Gerechter und mehr - Hebammen demonstrieren in Reutlingen
Freitag, 17. Dezember 2010 - 16:30 Uhr

Im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion haben gestern Hebammen ihre Arbeit niedergelegt und auf dem Reutlinger Marktplatz gestreikt. Ihre Forderung: ein gerechteres Gehalt im Angestelltenverhältnis. Die meisten Hebammen könnten gar nicht von ihrem Gehalt leben. Es sei viel weniger als das, was sie als Freiberufler verdienen könnten, so Birgit Maurer, Hebamme aus Reutlingen. Man müsse dann so viel arbeiten, dass man wirklich von morgens bis nachts beschäftigt sei. Die meisten bräuchten ihren Ehemann, der sie unterstützt. Für Maurer sei es untragbar, wenn Frauen nicht von ihrem Gehalt leben könnten. In Zahlen ausgedrückt verdienten die Frauen nur rund 7 Euro 50 die Stunde. Außerdem habe das Bundesgesundheitsministerum die Hebammengebühr zwischen 1985 und 2006 nur 3 Mal erhöht - und in diesem Jahr dann um lediglich rund 1,5 Prozent. Für Maurer ein Armutszeugnis der Regierung. Und die Hoffnung auf Besserung ist nicht groß. Es sei zwar schon einige Unterstützung versprochen worden, aber das seien halt nur Versprechungen, die sich noch nicht in Zahlen gezeigt hätten. Man müsse einfach abwarten, was passiert, so Maurer. Die Frauen hoffen jetzt, dass ihr Protest Wirkung zeigt. In diesem Monat sind in ganz Deutschland zahlreiche weitere Aktionen wie diese in Reutlingen geplant.

Weiter auf Sparkurs - Reutlinger Stadverwaltung stellt neuen Doppelhaushalt vor
Donnerstag, 16. Dezember 2010 - 16:44 Uhr

Im Reutlinger Gemeinderat stellt die Stadtverwaltung am Abend ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2011/2012 vor. Und auch dieser Haushaltsplan steht - wie der vorherige - noch ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise. Die gute Nachricht: Von der Gewerbesteuereinnahmefront gibt es erste Hoffnungszeichen zu vermelden. Die Wirtschaft scheint sich zu erholen. Was die Reutlingerinnen und Reutlinger erwarten könnte - darüber haben wir bereits vor einigen Stunden mit OB Barabara Bosch gesprochen.

Frostig war seitdem Krisenjahr 2009 auch die Finanzlage in Reutlingen: Vor allem die Gewerbesteuer brach krisenbedingt drastisch ein- und hinterließ tiefe Löcher im Stadtsäckel. In der Folge bekamen die Bürger der Stadt die Sparmaßnahmen zu spüren. Durch höhere Gebühren und Abgaben. Aber auch durch die Kürzung freiwilliger städtischer Leistungen sowie die Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer.

Jetzt sind zwar erste Anzeichen eines leichten Krisentauwetters zu spüren. Trotzdem: für den Doppelhaushalt 2011/2012 ist es aus Sicht der Stadtspitze noch zu früh, die Sparhandbremse der vergangenen Jahre zu lösen. Denn diese sichtlichen derzeitigen Mehreinnahmen erreichten die Stadt frühestens in 2 Jahren, so OB Barbara Bosch.

Als Novum in der Reutlinger Gemeinderatsgeschichte gab es bereits im Vorfeld intensive Abstimmungsgespräche mit den Gemeinderatsfraktionen. Dabei kam man überein, dass weitere scharfe Spareinschnitte nicht mehr zu machen sind. Denn man habe in den vergangenen Jahren bereits Stelle um Stelle abgebaut. Jetzt bliebe nur noch der Eingriff in die Infrastruktur - wie die Schließung von friedhöfen oder Museen, so Bosch

An der städtischen Infrastruktur soll also nicht gespart werden. Die sei wichtig für die städtische Zukunft. Im Rathaus hofft man vielmehr auf bessere Zeiten und eine stabile Konjunktur der Zukunft.

Weniger Ausgaben für die Stadt braucht es aber trotz allem. Und die sollen durch zeitliche Verschiebungen oder Umschichtungen zustande kommen. ´Nach Bosch werden keine weiteren Projekte und keine neuen Stellen mehr genehmigt. Sollten neue Dinge wie die "Elektronische Steuerakte" tatsächlich kommen, müsse dies aus den Ressorts durch Umschichtungen oder Rücklagen finanziert werden. Dasselbe gelte für eventuell notwendige Personaleinstellungen.

Nur für zwei Bereiche will die Stadt im Haushaltsplan sogar neue Stellen genehmigen. So soll es in der Kinderbetreuung rund 22 neue Stellen geben. Dazu sollen neue Parkraumbewirtschafter für mehr städtische Einnahmen sorgen. Höhere Gebühren und Belastungen soll es für die Reutlinger hingegen nicht geben. Die Generaldebatte über die Reutlinger Haushaltsplanungen findet dann im Januar statt.

25-jähriges Bestehen des Tübinger Arbeitskreises für Heimatpflege
Donnerstag, 16. Dezember 2010 - 16:38 Uhr

Der Tübinger Arbeitskreis für Heimatpflege hat gestern im Regierungspräsidium sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Bereits seit 1985 widmet sich der Verein der Erhaltung der Kultur in der Region. Regierungspräsident Hermann Strampfer lobte die Arbeit des Vereins. Ihr sei es zu verdanken, dass die Stadt ein Ort sei, in dem man sich wohl fühlen könne. Hermann Bausinger von der Universität Tübingen warnte in seiner Rede davor, das Gefühl für Heimat im globalen Zeitalter zu verlieren.

13. Reutlinger Fachtag für Geriatrie
Donnerstag, 16. Dezember 2010 - 16:35 Uhr

Beim 13. Reutlinger Fachtag für Geriatrie im Klinikum am Steinenberg ist es heute um Schutzprävention im Alter gegangen. Ein zentrales gesundheitliches Problem ist unter anderem die eingeschränkte Mobilität. Im Zentrum des Expertentags standen unterschiedliche Sichtweisen auf den gängigen Wissensstand. So sollen beispielsweise durch Diagnostik und Therapie Sturzursachen im Alltag und damit Behandlungskosten von deutschlandweit über 2 Milliarden Euro im Jahr gesenkt werden. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich in einem Workshop konkrete Handlungsstrategien anzueignen.

Antrittsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff in Stuttgart
Donnerstag, 16. Dezember 2010 - 16:32 Uhr

Bundespräsident Christian Wulff hat heute Baden-Württemberg besucht. Zwar nicht Reutlingen, Tübingen oder Balingen. Aber Stuttgart. Vor Ort war auch Politiker aus der Region - und ein Team von RTF.1.

Gespanntes Warten in der Villa Reizenstein. Minister, Staatssekretäre und Presse - sie alle harrten dem hohen Besuch in der Landeshauptstadt. Und dann kam er: Bundespräsident Christian Wulff. Begleitet von seiner Ehefrau und herzlich begrüßt von Ministerpräsident Stefan Mappus. Die Staatskanzlei - die erste Station auf seinem Antrittbesuch im Land. Und für das fand er im folgenden äußerst lobende Worte - vor allem für die "findigen, einfallsreichen Badener und Württemberger" - andere Bundesländer versuchten sich immer an ihren zu orientieren, so Wulff. Und er nannte das Land einen "Menschenmarkt".
Nächster Programmpunkt: Die Eintragung in das Gästebuch des Landes. Wulff und seine Frau fanden hier einige persönliche Worte. Und nach knapp 25 Minuten und einem kurzen Umtrunk ging es weiter zum nächsten Termin:
Der Landtag. Im großen Plenarsaal hielt Wulff eine Rede, die vielen unter die Haut ging und genau den Nerv der Anwesenden getroffen hat - so jedenfalls der Tenor.

Marion Schick, Staatssekretärin
"Mich hat sehr beeindruckt, dass Wulff hier im Landtag jetzt Fragen zu Demokratie angesprochen hat. Wir haben ja in diesem Jahr die Erfahrung gemacht, mit Bürgerbeteiligung, mit dem Wunsch nach mehr oder anderer Beteiligung, er hat diese Fragen angesprochen, ich glaub es ist der richtige Ort im Landtag Baden-Württembergs, genau darüber zu sprechen.'

Günther-Martin Pauli, Landrat Zollernalbkreis
"Der Bundespräsident war sehr locker, er war souverän, er hat aber auch mit viel tiefsinnigem Humor die Beziehungen von Baden-Württemberg mit dem Rest der Republik gestreift, der Länderfinanzausgleich und andere Diskussionspunkte liegen uns ja auf dem Herzen und das hat er sehr sportlich aufgegriffen.'

Tanja Gönner, Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr
"Ich fand seine Rede sehr gut, weil er aus Erfahrung eines Parlamentarier gesprochen hat, aber auch viele Dinge angesprochen hat, was das Land in den letzten Wochen und Monaten bewegt hat, ihm war da das Bekenntnis zur repräsentativen Demokratie sehr wichtig, insbesondere, dass er es nochmal mit dem Satz kommentiert hat: Unsere Demokratie ist nicht so gefestigt, wie wir es uns wünschen.'

Ernst Pfister, Wirtschaftsminister
"Wenn ich die Rede zusammenfasse, hat mir eigentlich am besten gefallen, dass er der baden-württembergische Seele sehr geschmeichelt hat und unser Bundesland eigentlich in den höchsten Tönen gelobt, er hat gewusst, wovon er spricht.'

Dieter Hillebrand, Staatssekretär
"Die feinsinnige Anspielung auf den Länderfinanzausgleich, das war natürlich schon zu spüren, er hat die Solidarität eingefordert, aber Solidarität geben wir Baden-Württemberger ohnehin, das is ja kein Thema. Aber er hat schon ein Stück weit im Hintergrund die Solidarität angemahnt, die der Ministerpräsident aber postwendend natürlich versprochen hat.'

Lob also von allen Seiten, sowohl vom Bundespräsidenten als auch von den Anwesenden heute im Landtag. Begleitet von den Stimmen der Chorknaben brach Wulff dann auf, weiter, in die Region hinaus.

Wärme aus Hackschnitzeln - Tübingen stellt neue Heizmethode für Uniklinik und Universität vor
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - 14:36 Uhr

Klimaschutz ist ein vieldiskutiertes Thema und gewinnt immer mehr an Bedeutung - In Tübingen steht er schon lange ganz oben auf dem Programm - und jetzt machen auch die Universitätskliniken mit. Oberbürgermeister Boris Palmer hat gestern Pläne der Stadt für ein neues Fernheizwerk vorgestellt. Spätestens ab 2012 soll dieses die Kliniken und Teile der Universität durch erneuerbare Energien mit Wärme versorgen: Das Stichwort: Holzhackschnitzel.

Kleine Holzstückchen sollen künftig den CO2-Ausstoß und die Heizkosten verringern. Die Räume des Tübinger Universitäts-klinikums sollen schon innerhalb der nächsten Jahre von besagten Holzhackschnitzeln beheizt werden, ebenso die Räumlichkeiten der Unfallklinik. Ebenso sollen die Institute der Universität auf der Morgenstelle mit Biomasse beheizt werden. Laut Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer passt das Projekt geradezu hervorragend in das Energiekonzept der Stadt. Ein sehr großer CO2-Erzeuger in der Stadt wird fast vollständig auf erneuerbare Energie umgestellt, so Palmer. Immerhin gehe es da um 20 000 Tonnen im Jahr. Für den OB ein namhafter Beitrag zu blauen Tübingen in Sachen Klimaschutz vor Ort. Nicht nur für die Umwelt, auch für die Stadtkassen bringe die Wärmeversorgung durch Holz Vorteile. Denn der Holzpreis sei, so der OB, im Gegensatz zu Gas und Öl, recht beständig. Laut Palmer sei der Umstieg auf feste Biomasse längst überfällig gewesen. Seit 10 Jahren versuche Palmer, das Land dazu zu bringen, an dieser Stelle zu investieren. Hätte man damals auf ihr gehört, so Palmer, hätte man heute etwa 10 Millionen Euro an Kosten vermieden. Außerdem hätten 10% der CO2-Emission aus dem Tübinger Strombereich eingespart werden können, so Palmer weiter. Mit den Holzhackschnitzeln könne im neuen Fernheizwerk nur Wärme erzeugt werden - nicht aber Strom. Dies sei zwar ein Wermutstropfen, trübe Palmers Freude aber nicht. Es habe sich gezeigt, dass Einsparen von Geld einhergehe mit dem Einsparen von CO2. Lediglich ein Problem erschwere derzeit noch die Planung: Täglich müssten 3 bis 4 LKWS Holzhackschnitzel anliefern - die Wohngebiete sollen davon aber nicht behelligt werden, da das Werk am Schnarrenberg an einem verkehrsgünstigen Platz liege.

Immernoch planmäßig - Baufortschritt der neuen Reutlinger Stadthalle
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - 14:29 Uhr

Die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat sich gestern persönlich und zu Fuß ein Bild über die Baufortschritte der neuen Stadthalle gemacht. Es stellte sich heraus, dass man trotz des Winters und der schwierigen Wetterverhältnisse optimal im Zeitplan liege. Bereits Ende 2012 soll die Einweihung des Baus gefeiert werden. Bosch gehe davon aus, dass es vor der eigentlichen Eröffnung eine Phase mit Veranstaltungen geben werde. Damit solle getester werden, ob auch alles richtig funktioniert. Und dann, zum Jahreswechsel, werde es die offizielle Eröffnung geben. Nicht nur zeitlich, sondern auch finanzielle liege man im vorgegebenen Rahmen. Allein für die Halle werden rund 32 Millionen Euro aufgebracht. Dazu kommen noch die Kosten für die Tiefgarage und die Außenanlage. Und vom Bau gab es auch in diesem Bauabschnitt gestern schon einiges zu sehen: Vom Foyer der neuen Stadthalle habe man später einen wunderbaren Blick hinaus auf das Tübinger Tor und den Bürgerpark, der ja dort entstehen solle, so Bosch. Außerdem habe man im großen Saal mit der Bühne bereits sehen können, dass der Orchestergraben abgelassen wurde und die Wände seien schon zu sehen. Als nächstes solle dann die Decke kommen, so Bosch. Für Bosch sei das Projekt "neue Reutlinger Stadthalle" bereits jetzt ein Erfolg. Wenn nichts mehr unvorhersehbares passiere, könne sie ihr Wort halten und den Bau "sauber abschließen".

Oh Tannenbaum - Die Reise vom Wald ins Wohnzimmer
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - 14:23 Uhr

Für die besinnliche Stimmung an Heiligabend darf eines auf keinen Fall in deutschen Wohnzimmern fehlen: der bunt geschmückte Weihnachtsbaum. Spätestens ab dem zweiten Advent gibt es ihn in Hülle und Fülle zu kaufen, beispielsweise auf Supermarkt-Parkplätzen. Wie die grünen Bäumchen aber dorthin kommen, haben wir uns mal angeschaut.

Manfred Pfeiffer ist eigentlich Baumschuler und Gärtner. Über das Jahr hinweg züchtet er Jungpflanzen und zieht kleine Bäume für den Wald. Aber in der Weihnachtszeit hat er sich dem Beschaffen von Weihnachtsbäumen verschrieben - hier im Wald von Steinhilben bei Trochtelfingen. Leben könne man von dem Geschäft allerdings nicht. Jedenfalls nicht so, wie er es betreibe. Man müsse es richtig aufziehen, mehr düngen. Er nehme es bloß als Arbeitsausgleich, weil er im Winter einfach nicht so viel zu tun habe, so Pfeiffer. 300 Nordmanntannen, 150 Blaufichten und 50 Fichten - das ist Pfeiffers Bilanz der Vorweihnachtszeit. Manche Sorten eigenen sich mehr für das heimische Wohnzimmer - besonders beliebt sei die Nordmanntanne, denn die habe klare Vorteile. Wenn eine Tanne frisch geschlagen wird, dann hält sie fünf bis sechs Wochen. Außerdem, so Pfeiffer, könne man sie besonders gut aufbauen, weil die Nadeln rund seien und dadurch nicht so stechen würden. Der Naturschutzbund NABU äußerte kürzlich den Vorwurf, dass die große Weihnachtsbaumzucht schädlich für Natur und Landwirtschaft sei. Dem steht Pfeiffer geteilter Meinung gegenüber. Das sei bestimmt richtig, wenn man viel dünge und spritze. Aber andererseits mache es keinen großen Unterschied, ob die Flächen stillgelegt oder die Landwirtschaft sie nur einmal im Jahr abernte. Die Bäume produzierten außerdem Sauerstoff, das sei ja weiterhin gegeben, so Pfeiffer. Dennoch verzichte Pfeiffer größtenteils auf Dünger, der den Boden versauern lässt - der Umwelt zuliebe. Denn er will ja seine Kunden auch im kommenden Jahr wieder mit hochwertigen Tannen versorgen.

Erste Kommunale Gesundheitskonferenz in Reutlingen
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 16:15 Uhr

Die Lebenserwartung in Deutschland ist auf einen Rekordwert gestiegen. Gleichzeitig haben zwei Drittel der über 65-Jährigen heute mindestens zwei chronische Erkrankungen. Aus diesem Grund hat Stuttgart eine neue Gesundheitsstrategie entwickelt. Die erste kommunale Gesundheitskonferenz des Landes zu diesem Thema ist gestern in Reutlingen eröffnet worden.

Jeder zweite Mann wird derzeit 80 Jahre alt und jede zweite Frau kann sogar ihren 85. Geburtstag erleben. Doch mit dem Alter nehmen auch chronische Krankheiten zu. Rückenleiden und Diabetes sind zwei der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit. Oft ist ein ungesunder Lebebnsstil dafür verantwortlich. Dem könnte man aber besser vorbeugen - beispielsweise bereits bei jungen Menschen durch Prävention und frühzeitige Gesundheitsförderung.

Laut Monika Stolz, Sozialministerin von Baden-Württemberg, wolle man diese chronischen Erkrankungen möglichst vermeiden - auch wenn dies nicht gänzlich gelingen könne. Schlussendlich wolle man die Menschen gesund ins hohe Alter bringen.

Gesundheit bis ins hohe Alter soll durch die vier gleichwertigen Säulen erreicht werden: Behandlung, Rehabilitation, Pflege und Gesundheitsförderung. Das muss nach Überzeu-gung des Landes dort anfangen, wo die Menschen sind: ganz unten, bei den Kommunen. Mit konkreten lokal ausgerichteten Maßnahmen zur Vorsorge - nach den jeweiligen Möglichkeiten.

Zunächst sollten sich all diejenigen zusammensetzen, die sich mit dem Thema Gesundheit befassen, so Stolz. Diese sollten sich darauf einigen, welche Ziele sie gemeinsam verfolgten. Letztendlich müssten sie an den wichtigsten Stellen gemeinsam anpacken.

Welche Bedürfnisse haben Menschen - und welche Erfordernisse gibt es aus Sicht der Gesundheitspolitik? Mit diesen Fragen und entsprechenden Umsetzungsmöglichkeiten sollen sich in Zukunft überall im Land solche regionale Arbeitsgemeinschaften wie hier in Reutlingen auf Gesundheitskonferenzen beschäftigen.

Neues Theaterstück am Lindenhof in Melchingen
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 15:33 Uhr

'Älles onser" - so heißt ein neues Stück, das ab dem kommenden Freitag am Theater Lindenhof in Melchingen auf die Bühne gebracht wird. Es erzählt eine Legende vom schwäbischen Paradies - so jedenfalls der Untertitel. Und der ist Programm. Denn es erzählt die Geschichte von vier tapferen Schwaben, die auf einem fernen Planeten landen mit einer Mission, diesen Planeten zum schwäbischen Utopia aufzubauen, so Regisseur Phillip Becker. Oftmals scheiterten sie sehr virtuos an ihren Aufgaben und letztendlich entwickelten sie Ideen, was das ideal Schwabentum sein könnte, so Becker weiter. Der Regisseur ist selber in Tübingen aufgewachsen, also ein waschechter Schwabe. Auf die Idee für das Stück brachte ihn und sein Ensemble eine phantasievolle Fernsehreportage über Schwaben, die auf eine Insel auswanderten. Neben der Regieführung sieht Becker hier auch eine persönliche Herausforderungen. Er wolle versuchen, in einer gesunden Halbdistanz auf das Schwabentum und seine Eigenheiten zu blicken und ihm natürlich liebevoll verbunden zu bleiben, so Becker schmunzelnd. Die skuril-witzige Show, wie die Schauspieler sie nennen, wird nur einen Monat am Theater Lindenhof aufgeführt. Denn es sei eine Inszenierung, die nicht unbegrenzt auf und abgebaut werden könne - dafür sei sie zu einzigartig, so Becker. Die ersten Vorstellungen sind schon ausverkauft. Wer sich also für die Abenteuer der vier Schwaben interessiert, sollte sich bald um Karten kümmern.

Einigung - Tübinger Kunsthalle und Stadt haben gemeinsamen Konsens gefunden
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 15:25 Uhr

Die finanzielle Zukunft der Tübinger Kunsthalle ist geregelt. Nach langen Verhandlungen hat sich die Kunsthallenstiftung bereit erklärt, der Stadt bis 2013 einen jährlichen Solidaritätsbeitrag in Höhe von 25.000 Euro zu zahlen. Damit beteiligt sich die Stiftung an der Haushaltskonsolidierung. Zudem können die jährlichen Zuschüsse der Stadt in Höhe von 465.000 Euro ab 2014 an die jeweilige Haushaltssituation der Parteien angepasst werden, so die Vereinbarung. Bevor diese in Kraft tritt, muss sie jedoch zuerst vom Regierungspräsidium genehmigt und vom Tübinger Gemeinderat beschlossen werden.

Aussetzung der Wehrpflicht könnte für Gerangel um Studienplätze sorgen
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 15:23 Uhr

Die geplante Aussetzung der Wehrpflicht ab Juli 2011 könnte das Gerangel um einen Studienplatz auch in der Region enorm verschlimmern, so die Berliner Hochschulkonferenz.
Zudem führt das 8-jährige Gymnasium zu doppelten Abitur-jahrgängen - das bedeute nochmals 30 000 bis 40 000 zusätzliche Anfänger. Dem sieht sich die Universität Tübingen aber durchaus gewachsen. Die Studierendenzahlen seien zwar bereits jetzt auf einem Höchststand seit Mitte der 1990er. Aber das Land sei eine große Stütze, so die Universität. Bis zum Wintersemester 2012/13 schaffe es bereits rund 1 150 neue Plätze für Studienanfänger. Auch die Wehrpflichtaussetzung bereite der Hochschule keine großen Sorgen, da sich die aufs ganz Deutschland verteile.

Rottenburg: Mit Schreckschusswaffe bedroht
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:22 Uhr

Ein 20-jähriger soll in der Nacht zum Sonntag in Rottenburg zwei junge Männer mit einer Pistole bedroht haben. Kurz darauf konnte er von der Polizei festgenommen werden. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe. Diese soll der Verdächtige auch während der vorherigen Busfahrt offen am Hosenbund getragen haben, was mehrere Zeugen bestätigten. Der Grund für sein Verhalten ist nicht bekannt.

OK für Einkaufszentrum in Dettenhausen
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:21 Uhr

Das Einkaufszentrum in Dettenhausen im Landkreis Tübingen kann gebaut werden. In einem Begehren haben die Bürger gestern mit knapper Mehrheit für das Großprojekt gestimmt. Bürgermeister Hans-Joachim Raich zeigte sich erfreut über die hohe Wahlbeteiligung von gut der Hälfte der 4200 Berechtigten. Allerdings befürchte er, dass das knappe Ergebnis einen Riss durch die Bevölkerung ziehe.

Kreis Reutlingen könnte bei Freizeiten sparen
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:21 Uhr

Der Kreis Reutlingen könnte im Jahr 2011 rund 45 000 Euro bei der Förderung von Freizeiten streichen. Den Kreisräten liegt jedenfalls eine entsprechende Empfehlung der zuständigen Ausschüsse vor. Die Träger zeigen sich entsetzt - mit der geringeren Summe könne man beispielsweise die Stadtranderholung im Sommer nicht mehr stemmen. Die Forderung sei ein "K.O-Kriterium". Der Kreistag wird am kommenden Mittwoch über das Vorhaben verhandeln.

Mit Gewinnern und Verlierern - Tübingen stellt Haushalt für 2011 vor
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:18 Uhr

Den Tübinger Gemeinderat hat heute vor allem eins beschäftigt: Der Haushalt für das kommende Jahr. Nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise gemeinhin als überwunden gilt, zeigt sich hier die tatsächliche finanzielle Lage der Stadt. Die beste Nachricht für Oberbürgermeister Boris Palmer: Der Haushalt ist genehmigt und die Schuldenaufnahme begrenzt. Das Gesamtvolumen beträgt rund 200 Millionen Euro.

Palmer ist zufrieden mit der Lage seiner Stadt. Mit viel Hängen und Würgen habe man die schwarze Null unterm Strich erreicht, auch wenn das bedeute, Steuern und Gebühren zu erhöhen und Ausgaben einzuschränken. Auch eine Kredit-aufnahme von 6 Millionen Euro sei unumgänglich. Mit dem Gemeinderat habe man bereits ein Sparpaket im Umfang von 10% der laufenden Ausgaben beschlossen, das jetzt über 3 Jahre hinweg umgesetzt werden soll, so Palmer. Die Last trage leider das Personal, an die 60 Stellen in der Verwaltung werde man abbauen. Auch für Beschäftigte werde die Belastung höher. Außerdem, so Palmer, werde die Bürgerschaft auf gewohnte Angebote verzichten müssen, wie beispielsweise kürzere Öffnungszeiten in Verwaltungs-stellen. Allein das Projekt "Minus 10 Prozent" soll für 2011 rund 2,8 Millionen Euro einsparen. Durch den Konjunkturaufschwung erwartet die Stadt weitere 6 Millionen in den Kassen. Ein weiterer Punkt: der Hebesatz der Gewerbesteuer soll an das Reutlinger Niveau angeglichen werden: von 360 auf 380 Prozent. Die Erhöhung, so Palmer, habe man nicht innerhalb der Krise vornehmen wollen, da hätte es die Wirtschaft zu stark geschwächt. Jetzt sei das aber vertretbar, dass auch die Wirtschaft mit der geringen Mehrbelastung seinen Teil zun Krisenbewältigung beitrage. Trotz der Krise: Die politischen Ziele sollen sich im Haushalt abzeichnen. Alles könne zwar nicht angegangen werden, beispielsweise die Ausbesserung von Schlaglöchern. Aber der Schwerpunkt der Stadt ist und bleibt die Kinder-betreuung und hier sind ehrgeizige Ziele angesetzt. Die Zahl der Plätze würden in Tübinger stärker ausgebaut als in jeder anderen Stadt in Baden-Württemberg, so Palmer. Bereits jetzt könne man 45% der Kinder einen Betreuungsplatz anbieten und das solle sich weiter so gut entwickeln. Trotz aller Zufriedenheit: Palmer übte schwere Kritik an Bund und Land - sie ließen die Kommunen regelrecht aushungern. Nur wenn die Wirtschaft stabil bleibe, so Palmer, könne der Haushaltsplan auch wirklich funktionieren.

Krimi-Dinner in Lichtenstein
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:08 Uhr

Das alte Forsthaus in Lichtenstein hat jetzt zu einem ganz speziellen Dinner eingeladen. Während eines gemütlichen Abendessens konnten die Gäste hier selbst auf Verbrecherjagd gehen. Denn bereits nach der Vorspeise geschah ein geheimnisvoller Mord. Natürlich alles frei erfunden und von einem Theaterteam inszeniert. Das Publikum musste sich dabei als Augenzeuge und Ermittlungshelfer beweisen. Zusammen mit dem Tischnachbarn ging es ans Mitraten und Knobeln. Erst nach dem Dessert war der Fall gelöst und der Mörder festgenommen.

Waldweihnachtsmarkt in Waldorfhäslach
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:04 Uhr

Am dritten Adventssonntag hat der Waldweihnachtsmarkt in Walddorfhäslach zum Verweilen und Einkaufen eigeladen. Ein Highlight auf dem Markt waren die Handwerker wie Schmied oder Töpfer, die ihre Künste präsentierten. Die geschmiedeten Werke konnten die Markt-Besucher am Verkaufsstand auch kaufen. An vergangene Zeiten erinnerte auch das alte Waffeleisen, welches die Waffel über dem Feuer backt. In der Feldscheune gab es in diesem Jahr eine Ausstellung zum Thema: Rosen. Tulpen Nelken - Poesiealben früher und heute. Die Besucher konnten dort Putten, Blumenarrangements und Reime in schönster Handschrift bewundern.

Gedenkfeier für die Todesopfer von Grafeneck
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:02 Uhr

In der Nikolaikirche in Reutlingen haben gestern zahlreiche Bürger der Todesopfer von Grafeneck gedacht. Vor 70 Jahren endete dort die so genannte "Euthanasieaktion" der Nationalsozialisten. Dabei wurden insgesamt 10.600 kranke und behinderte Menschen vergast und verbrannt. Der letzte Todestransport mit zwanzig Menschen traf am 12. Dezember 1940 in Grafeneck ein. Dieser Tag wird deshalb alljährlich als Gedenktag für die Opfer von Grafeneck begangen.

Demo gegen S21 mit Palmer in Stuttgart
Montag, 13. Dezember 2010 - 16:01 Uhr

Trotz des Schlichterspruchs von Heiner Geißler haben am vergangenen Samstag beim Hauptbahnhof wieder Tausende gegen Stuttgart 21 demonstriert. Mit dabei war auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Die Veranstalter zählten rund 50.000 Menschen - die Polizei hingegen sprach von nur 16.000 Teilnehmern - die lautstark und mit Plakaten ihre Meinung vertraten. Bei einer einstündigen Kundgebung kommentierte unter anderem Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer das Schichtungsergebnis Geißlers. Außerdem rief Palmer dazu auf, weiterhin für einen modernisierten Kopfbahnhof zu kämpfen, da die vorgeschlagenen Nachbesserungen nicht umseztbar seien. Nach den Reden der Politiker zogen die S21- Gegner in die Stuttgarter Innenstadt vorbei am Landtag und der Zentrale des CDU-Kreisverbandes. Nach Angaben der Polizei soll es dabei zu keinen Zwischenfällen gekommen sein. Doch durch den Demonstrationszug soll es zu erheblichen Verkehrsstaus auf dem Cityring gekommen sein.

Tübinger Basketballer schlagen Gießen - 96:78 Sieg für die Tigers
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 16:28 Uhr

In der Bekobasketballbundesliga setzten sich die Walter Tigers Tübingen gegen die Gießen 46ers mit 96:78 durch. Dank einer guten Trefferqutoe und eines starken Schlussviertels war der Sieg der Tigers verdient.

Pleite für HBW Balingen-Weilstetten - Bracktruppe ohne Chance in Flensburg
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 16:28 Uhr

Keine Chance hatte der HBW Balingen-Weilstetten in der Toyotahandballbundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt. Die Gastgeber siegten hochverdient mit 38:25.

Heimerfolg für TV Neuhausen - TVN gewinnt mit 40:34 gegen Frankfurt
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 16:27 Uhr

Einen 40:34 Sieg feierte der TV Neuhausen in der 2.Handballbundesliga gegen die HSG Frankfurt. Damit sind die Ermstäter wieder Tabellenzweiter.Marcel Schiller traf 10mal.

Sieg im letzten Heimspiel des Jahres - TuS Metzingen gewinnt gegen Riesa
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 16:26 Uhr

Gejubelt wurde auch ein paar Meter weiter. Die Handballerinnen der TuS Metzingen gewannen ihr letztes Zweitligaheimspiel in diesem Jahr mit 29:24 gegen den SC Riesa und verbesserten sich auf Platz 4. Alles zu dieser Partie gibts morgen im Sport.

Führung durch das Reutlinger Krematorium
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 15:17 Uhr

Das Bindeglied zwischen dem würdevollen Abschied eines Menschen und moderner Technik - so sieht sich das Krematorium Reutlingen. In der städtischen Einrichtung werden jährlich bis zu 700 Menschen feuerbestattet. Wird ein Leichnam im Sarg angeliefert, bringt ihn ein Mitarbeiter des Krematoriums in den Kühlraum. Dort lagert er dann gekühlt bis zur späteren Einäscherung, im Normalfall bis zu drei Tage. Ein Lüftungssystem sorgt für ständigen Luftaustausch. Sind schließlich alle Formalitäten geklärt, wird der Sarg zur Feuerbestattung vorgefahren. Der Leichnam wird im Einäscherungsofen bei 650 Grad verbrannt. Innerhalb von 70 Minuten verwandelt er sich zu Asche. Hat das Feuer den Leichnam eingeäschert, kann der Mitarbeiter die sterblichen Überreste entnehmen. Während der Einäscherung fallen diese über verschiedene Stufen in einen Behälter am Boden des Ofens. Danach wird sie nach künstlichen Teilen durchsucht. Enthält die Asche keine Fremdkörper mehr, gibt der Mitarbeiter sie in eine Maschine, wo sie zu feinem Staub zermahlen wird. Dort wird die Asche direkt in die Urne gefüllt, in der sie später bestattet wird. Die beim Einäschern entstehenden Abgase fängt ein kompliziertes Filtersystem auf - denn das Krematorium Reutlingen muss gesetzliche Richlinien erfüllen. Dabei bekennt es sich auch zum Umweltschutz. Das Krematorium lädt alle Bürger ein, sich selbst einmal ein Bild des Hauses zu machen. Laut Betreiber gebe es hier nichts zu verbergen - nur Grund zum Staunen.

Rezeptorblockade verbessert Lungenfunktion bei Mukoviszidose
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 15:14 Uhr

Rund 8 000 Menschen allein in Deutschland sind davon betroffen: Mukoviszidose. Es ist eine Krankheit, die durch einen genetischen Defekt verursacht wird und vor allem die Lunge betrifft. Dort sammelt sich ein zäher Schleim an und verstopft die Atemwege. Zudem befallen dann Bakterien die Lunge, so Professor Hartl von der Uniklinik Tübingen. Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa. Sie verursachen bei Mukoviszidose-Patenten Infektionen und schädigen die Lunge. Woran dann die Patienten letztendlich sterben. Dabei liegt das mittlere Überlebensalter bei 39 Jahren. Und genau an diesem Punkt setzt die Forschung der Tübinger Wissenschaftler um Professor Hartl an. Gemeinsam in einer Gruppe, bestehend aus Medizinern, Biologen, Biochemikern und anderen Naturwissenschaftlern untersuchen sie die Vorgänge, die zu einer Entzündung führen. Bisher war bekannt, dass vor allem DNA - das menschliche Erbgut - sich in der Lunge ansammelt und sie verstopft. Unbekannt war jedoch, wie es zu dieser Ansammlung kommt, denn normalerweise befindet sich die DNA im Zellkern. Bei Mukoviszidose-Patienten sammelt sich das Erbgut außerhalb in den Atemwegen an. Und genau das haben die Forscher herausgefunden. Sie haben einen Mechanismus entdeckt, wie körpereigene Immunzellen diese DNA in Form von Netzten freisetzten, so Hartl. Verantwortlich für die Bildung der DNA-Netze, der sogenannten NETs sind bestimmte Rezeptoren im Körper. Unterdrückten die Forscher diese mit einem Hemmstoff, verringerte sich die Netzbildung und die Lungenfunktion besserte sich wieder - zumindest bei Mäusen. Eine Patientenstudie ist aber bereits in Planung.Denn das Ziel der Gruppe sei es das mittlere Überlebensalter der Mukoviszidose-Patienten zu verlängern, so Professor Hartl. Doch auf ihrem Erfolg ruhen sie sich noch lange nicht aus. Denn noch ist Mukoviszidose nicht heilbar. Und so sucht das junge Team weitere Ansatzpunkte, um diese Krankheit zu bekämpfen. Deswegen sei es nicht das letzte Mal, dass die Öffentlichkeit von ihnen höre, so die Forscher.

Einjähriges Jubiläum "Best for Skin“
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 14:58 Uhr

Zum einjährigen Jubiläum haben am Freitag Mitarbeiter des Haarentfernungs-Studios "Best for Skin“ sich einmal auf die Finger schauen lassen. Ob dauerhafte Haarentfernung oder Fältchenglättung - das alles ist kein Problem für sie.
Aber das Studio bietet noch mehr wie beispielsweise die Entfernung von Tattoos - so der Inhaber Peter Bernhardt.
Doch bevor es mit der Behandlung los geht, werden die Patienten in einem Gespräch beraten. Denn die speziellen Geräte, die dort verwendet werden, werden je nach Haar- und Hauttyp des Kunden individuell eingestellt. Auch was mit den Haaren letztendlich geschieht, können die Mitarbeiter ihren Patienten erklären: Durch die Wärme der Lichtbehandlung, veröden die Wurzeln der Haare. Diese fallen dann nach sieben bis 21 Tage aus, so die Studioleiterin Yasmin Dayanir. Nach rund 6 bis 10 Sitzungen sind dann auch die letzten Körperhaare ausgefallen. Auf eines sollten die Menschen nach der Behandlung jedoch achten, so die Studioleiterin. Sie sollten nicht direkt in die Sonne gehen, da die Haut hinterher noch empfindlich ist. Deswegen sei gerade im Herbst oder jetzt im Winter die perfekte Zeit für solche Behandlungen.

Blutspendeaktion in Eningen unter Achalm
Sonntag, 12. Dezember 2010 - 14:51 Uhr

Unter dem Motto "Schenke Leben, Spende Blut“ hat gesterns das Deutsche Rote Kreuz eine Blutspendeaktion in der HAP-Grieshaber Halle in Eningen veranstaltet. Das gespendete Blut kommt Krebspatienten und verletzten Personen zu Gute. Die Spender mussten dabei zuerst eine ärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Anschließend ging es zur Blutentnahme. Zudem verlost der DRK-Blutspendendienst Baden-Württemberg-Hessen bis 17. Dezember ein Wellnesswochenende unter den Spendern als ein Dankeschön. Und wer diese Blutspendeaktion verpasst hat, kann dies noch am 02. Januar in Münsingen nachholen.

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