RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 12. Oktober 2008

Feierliche Prozession - Neue Glocken für Rottenburger Dom empfangen
Samstag, 18. Oktober 2008 - 16:13 Uhr

Vom Turm des Rottenburger Doms St. Martin wird bald wieder das volle Geläut ertönen. Die sieben restaurierten und zwei neue Glocken sind gestern in der Bischofstadt eingetroffen. Gespanntes Warten gestern auf dem Eugen-Bolz-Platz in Rottenburg. Die Glockenlieferung aus Nördlingen und Karlsruhe ließ auf sich warten. Bis zu 800 Rottenburger wollten sich gestern von den zwei neuen und 7 restaurierten Glocken ein Bild machen. Dann endlich kam der Schlepper mit der heiß ersehnten Ladung. (kurze Pause) Zwar zunächst aus der falschen Richtung, aber den Zuschauern wars beim Anblick des Geläuts egal. Nach einer kurzen Wende setzte sich die Prozessionsgemeinschaft Richtung Marktplatz in Bewegung. Dort wurden die knapp 11 Tonnen schweren Glocken feierlich von den Zuschauern und Weihbischof Johannes Kreidler in Empfang genommen. Die größte der neun Glocken, die A-Null-Glocke, ist dem Diözesanheiligen Martinus geweiht. Gewidmet aber auch dem 1938 von den Nazionalsozialisten ins Exil verbannte und 1945 zurückgekehrten ehemaligen Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll. Mit einem Krahn wurde das 4,8 Tonnen schwere Gusseisen zum Weihegerüst transportiert. 120.000 Euro kostet die Diözese die Megaglocke. Gegossen wurde die A-Null zusammen mit der kleineren Marienglocke von der Firma Bachert aus Karlsruhe. Die Hälfte des Betrages wurde durch Spenden gestemmt. Zusammen mit der Restaurierung der anderen Glocken kostet das die Diözese 200.000 Euro. Das soll sich auch im Klang bemerkbar machen. Morgen wird Bischof Gebhard Fürst die neun Glocken einweihen. Am Montag werden sie dann auf den Turm hinaufgezogen und im Glockenstuhl des Doms montiert.

Frontalzusammenstoß - Überholmanöver bei Trochtelfingen endet tödlich
Samstag, 18. Oktober 2008 - 16:11 Uhr

Bei einem Frontalzusammenstoß in der vergangenen Nacht zwischen Trochtelfingen und Inneringen ist ein Mann ums Leben gekommen. Er war Beifahrer eines 19jährigen VW-Golf-Fahrers aus dem Kreis Sigmaringen. Dieser prallte während eines Überholvorgangs mit dem Wagen eines entgegenkommenden 18-jährigen Schweizers zusammen. Der Beifahrer des Unfallverursachers starb noch an der Unfallstelle. Beide Fahrer und ein Mitfahrer, der auf dem Rücksitz saß, wurden schwer verletzt und in die nahegelegenen Kliniken gebracht.

Tourismustagung in Bad Urach
Samstag, 18. Oktober 2008 - 16:09 Uhr

Die Tourismusbranche in Baden-Württemberg wächst wieder stärker. Im Juli und August zählte das statistische Landesamt knapp 3% mehr Übernachtungen. In Summe sind dies rund 19 Millionen. Etwa die Hälfte der Besucher ließ sich dabei außerhalb der Städte nieder. Für den Minister für ländlichen Raum Peter Hauk bestehe hier noch weit größeres Potenzial. Er sprach sich deshalb auf der Tagung "Tourismus im ländlichen Raum“ in Bad Urach für eine stärkere Vernetzung der Kommunen und Tourismusverbänden aus. Das Reiseland Baden-Württemberg bietet den Besuchern zahlreiche Ausflugsziele. Neben den Schlössern, Burgen und Wanderung in den Wäldern, nehmen auch die Ausflugsziele für Abenteurer weiter zu. Insgesamt beschäftigt die Tourismusbranche im Südwesten über 200.000 Menschen. Der Tourismus sei im Reiseland Baden-Württemberg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und auch ein markt der zukunft, so der Minister für den ländlichen Raum Peter Hauk. Der Tourismus sei sogar fast mit dem Maschinenbau und der Automobilwirtschaft von der Wertschöpfung und der Zahl der Arbietsplätze her vergleichbar. Natürlich wesentlich kleiner strukturiert und wesentich mittelständlicher ausgeprägt, so der Minister. Das mache die Sache nicht einfacher, aber birge auch eine riesige Chance in sich. Die ländlichen Regionen hätten trotz Zuwachs an Übernachtungen gegenüber den Städten an Besucherzahlen verloren. Vor allem Italiener, Spanier, US-Amerikaner und Briten blieben lieber in den Großstädten. Es reiche deshalb für die Regionen um die Städte nicht aus, nur eine schöne Landschaft anzubieten. Hier müsse neben Erholung und Gesundheit stärker auf Kulturgeschichte und die regionalen Spezialitäten gesetzt werden. Eine Vernetzung der vielen Schlösser, Gasthöfe oder auch landwirtschaftlichen Betriebe sei deshalb unerlässlich.

6. Rottenburger Energietage
Samstag, 18. Oktober 2008 - 16:02 Uhr

Auf dem Gelände der Hochschule für Forstwirtschaft am Schadenweilerhof gingen heute die 6. Rottenburger Energietage zu Ende. Auch in diesem Jahr standen der nachwachsende Energieträger Holz und andere regenerative Energien im Zentrum der Veranstaltung. Organisiert wurde sie in Zusammenarbeit zwischen dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium und dem Informnationszentrum Energie der Stadt Rottenburg.

Waldolympiade Tübingen
Samstag, 18. Oktober 2008 - 16:00 Uhr

An 15 Stationen konnten Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren spielerisch Erfahrungen in freier Natur sammeln. Für das Angebot konnten sich nur Kinder anmelden, die im Knax-Club Mitglied sind. Das Team der städtischen Forstbetriebe möchte mit dieser Veranstaltung auf sein waldpädagogisches Angebot hinweisen, das in Zukunft Schulen, Vereinen und anderen pädagogischen Einrichtungen zur Verfügung stehen soll.

Vier Kandidaten: Bewerber für Bürgermeisterwahl in Bad Urach stellen sich vor
Freitag, 17. Oktober 2008 - 17:56 Uhr

Vier Bewerber kandidieren für das Amt des Bürgermeisters von Bad Urach. Gewählt wird am Sonntag kommender Woche. Die Wahl war notwendig geworden, weil der bisherige Amtsinhaber Markus Ewald wie berichtet zum Oberbürgermeister der Stadt Weingarten gewählt worden war. Gestern Abend hatten die Kandidaten Gelegenheit, sich in der Festhalle ihren Wählern vorzustellen. Die Festhalle in Bad Urach platzte aus allen Nähten. Mehr als 800 Bürger waren gekommen, um sich persönlich ein Bild von den vier Kandidaten zu machen.

Der erste am Rednerpult war Axel Wilhelm. Der Bad Uracher Unternehmer kündigte an, er wolle Neues schaffen, aber den Wurzeln vertrauen. Die Schönheit der Stadt werde er zeitgemäß vermarkten und unter anderem mit Kunstausstellungen zahlungskräftiges Publikum in die Kurstadt holen. Wichtig sei ihm vor allem auch die Wirtschaft. So wolle er neue Unternehmen nach Bad Urach locken, aber auch die bereits bestehenden in der Stadt halten. "Wir können uns nicht mehr erlauben, auf Grund Einwendungen einzelner, Bauvorhaben zu blockieren", sagte Wilhelm. "Diese Zeiten sind vorbei.'

Die Bedeutung der Wirtschaft betonte auch der zweite Kandidat: Der Rechtsanwalt Axel Leiss leitet seit dem Weggang von Markus Ewald die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters. Leiter der Stadtverwaltung wolle er bleiben, weil er die Stadt liebe. Um Bad Urach zukunftsfähig zu machen, brauche man neue Investoren. "Wir dürfen nicht warten, bis die Investoren zufällig an die Tür klopfen", sagte Leiss. "Wir müssen aktiv auf sie zugehen.' Leiss kündigte auch an, einen Wirtschaftsförderer einzustellen. Aber auch eine attraktive Innenstadt, ein solider Haushalt und familienfreundliche Politik nannte Leiss als wichtigste Ziele der nächsten Zukunft.

Wirtschaft, Innenstadt, Tourismus und Familie seien wichtig, sagte der dritte Kandidat Elmar Rebmann. Der Gomaringer Hauptamtsleiter und Bezirksbürgermeister von Mittelstadt fordert aber, alles in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu vereinigen. Die Haushaltslage in Bad Urach sei schwierig, und Zuschüsse von Bund und Land gäbe es immer weniger. "Auch vor diesem Hintergrund sind wir sicher gut beraten, ein zuverlässiges Gesamtpaket für Bad Urach und seine Stadtteile zu schnüren", so Rebmann. "Nur wer als erster die Hand hebt und sofort umsetzbare Pläne in der Schublade hat, wird auch in Zukunft mit ausreichend hoher Förderung rechnen dürfen.' Rebmann ist zwar Mitglied der SPD, tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Bei der Bürgermeisterwahl will er vor allem mit Verwaltungserfahrung punkten.

Diese hat der letzte Kandidat nicht zu bieten: Der LKW-Fahrer mit NPD-Parteibuch Axel Heinzmann weiß selber, dass er bei dieser Wahl nur ein Außenseiter ist: "Ich bin auch wieder als Rausschmeißer hier erschienen", sagte Heinzmann. "Wem ich nicht passe, der kann seine Füße gebrauchen und kann gehen.' Und das taten die Bad Uracher auch. Nach einer kabarettistischen Einlage sorgte Axel Heinzmann mit ausländerfeindlichen Parolen dafür, dass sich der Saal schnell leerte.

Endzeit-Drama: Zimmertheater Tübingen zeigt "Der Brunnen"
Freitag, 17. Oktober 2008 - 17:49 Uhr

Zwei Männer, eine Frau und ein Brunnen. Darum geht es in einem Endzeit-Drama von Jaan Tätte. Das Zimmertheater Tübingen zeigt das Stück "Der Brunnen“ in deutscher Erstaufführung. Am Samstag ist Premiere. Was genau passiert ist, weiß niemand. Nur so viel ist sicher: Es gab eine Katastrophe, und Aksel und Robi gehören zu den letzten Überlebenden. Sie leben in einer Welt, in der eine vorbeiziehende Wolke schon einen Höhepunkt darstellt. Alles, was ihnen geblieben ist, ist ein Brunnen. Der versorgt sie täglich mit Wasser, aber auch das wird immer weniger; der Brunnen ist am Versiegen. Wie in Zeitlupe bewegen sich die beiden Männer durch eine sterbende, leere Welt und verdrängen dabei, dass sie selber schon dem Tode nahe sind. Je weniger Wasser am Ende übrig bleibt, desto stärker werden die Spannungen der beiden. Auch wenn sie sich gegenseitig brauchen, um sich Gesellschaft zu leisten: Robi entwickelt Mordgelüste, und auch Aksel hat von seinem Leidensgenossen genug. Die beiden Männer drehen sich im Kreis - und das Stück auch. Zum Glück werden drohende Längen durch einige unerwartete Gags und Wendungen durchbrochen. Als schließlich beide dermaßen in den Seilen hängen, dass nichts mehr zu gehen scheint, betritt Diana die Bühne und bringt Schwung in die Geschichte. Die beiden Männer können sich nicht mehr bewegen. Sie lechzen nach Wasser. Diana dagegen will sich jetzt fortpflanzen und hat die Qual der Wahl. So verkündet sie, sie werde nur demjenigen zu trinken geben, den sie als Vater ihres Kindes erwählt. Wer das sein wird und ob es was nutzt, ist nach der Premiere noch fünfmal im Zimmertheater in Tübingen zu sehen.

Hohe Preisspanne - Biobauer aus Bodelshausen fordert Verbraucher zum Handeln auf
Donnerstag, 16. Oktober 2008 - 17:22 Uhr

Seit einigen Jahren sind Bioprodukte auf dem Vormarsch. Der Biomilchbauer Thomas Schäfer aus Bodelshausen kann das bestätigen. Seit 2001 liefern sie die eigene Milch bis vor die Haustüren in der Region. Als die konventionelle Milchproduktion im vergangenen Jahr stagnierte, konnte der Biobereich ein leichtes Wachstum verzeichnen. In diesem Sommer spürten die Biobauern erstmals einen Rückgang der Verkaufszahlen. Eine ökologische Milchproduktion, wie Thomas Schäfer sie betreibt, sei eine gute Alternative zu konventionellen Bewirtschaftungsformen, so der Tübinger Regierungspräsident Hermann Strampfer heute bei seinem Besuch. So könne man dem Wettbewerbsdruck standhalten, höhere Milchpreise erzielen und die eigenen Produktionskosten übersteigen. Die Verbraucher schrecken jedoch langsam vor der hohen Preisspanne zwischen Bio- und konventioneller Milch zurück. Die Politik stehe vor Herausforderungen, so Strampfer. Früher gab es garantierte Preise, jetzt entwickele sich der Preis am Markt. Preisbeeinflussende Maßnahmen seien nach EU-Richtlinien nicht gestattet. Der Milchpreis liege im konventionellen Bereich derzeit bei 33 bis 35 Cent, Schäfer erziele 49 Cent pro Liter. Die Frage stelle sich, ob die konventionellen Milchprodukte zu billig oder die Bioprodukte zu teuer seien. Es sei zu viel Milch am Markt, die Menge müsse reduziert werden. Einen anderen Ansatzpunkt sieht Schäfer bei den Verbrauchern. Sie sollten regional und Bio einkaufen, nicht nur davon reden. In den nächsten Wochen stehen wichtige Entscheidungen in der Milchpolitik an. So will der Bundesrat die Bezahlung bei Über- oder Unterproduktion begrenzen. Thomas Schäfer wird weiter zweimal in der Woche 300 Haushalte in der Region mit frischer Milch beliefern.

Lukaszewitz erhält Bundesverdienstkreuz
Donnerstag, 16. Oktober 2008 - 14:49 Uhr

Der Reutlinger Stadtrat Ulrich Lukaszewitz hat gestern Abend das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Lukaszewitz sitzt seit 1971 im Reutlinger Gemeinderat und ist somit dienstältester Kommunalpolitiker der Echazstadt. Mehr als zwanzig Jahre lang war er Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion. Staatssekretär Dieter Hillebrand hob in seiner Laudatio auch die Verdienste Lukaszewitzs um die Völkerverständigung und die Städtepartnerschaften hervor. Mehr als zwanzig Jahre lang war der SPD-Politiker Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Reutlingen.

Richtfest des neuen Gebäudes im Technologiepark in Reutlingen
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 16:00 Uhr

Der gemeinsame Technologiepark von Tübingen und Reutlingen wächst weiter. Das kleine IT-Valley in Reutlingen West hat gestern sein neues Gebäude mit einem Richtfest gefeiert. Dort sollen Firmen wie Bosch sensortec, retina implant und applied sensor einziehen. Das erste Haus im Park wurde im Dezember 2003 eröffnet. Nach dessen Vollbelegung entschied sich der Investor L-Bank für den Bau des Zwillingsgebäudes, das nun fertig gestellt und feierlich eingeweiht werden konnte. In das neue Haus können 10 bis 15 Unternehmen einziehen. Auf 4.200 Quadratmetern sollen hier Büros, Labore und Werkstätten unterkommen. Es handele sich dabei um ein Zentrum für Biotechnologie, so Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Alles was sich im gemeinsamen Technologiepark ansiedelt solle in diese Richtung gehen, ergänzt um infrastrukturelle Einrichtungen. Es sei geplant, so Bosch, dass ein Gastronomiebetrieb untergebracht werden soll. Die Menschen sollen in ihrer Mittagspause was zu Essen haben. Die gemeinsame Gesellschaft - TTR GmbH - ist eine 100 Prozentige Tochter der L-Bank. Somit entscheidet sie über die Besetzung des neuen Gebäudes. Die Investitionen beliefen sich auf 8,5 Millionen Euro. Alle ausführenden Handwerksunternehmen sind fast ausschließlich aus der Region. "Dieser weitere Baustein im Technologiepark ist ein klares Zeichen", sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Diese Branche sei in der Region Reutlingen-Tübingen weiter im Aufwind. Damit schaffe man es aus Universitäten und Fachhochschulen die Potenziale zu entwickeln, die Leute mit Know-how in die Betriebe und Gründungen zu holen und daraus dann neue Wirtschaftsleistung zu generieren, so Palmer weiter. Das sei ein Symbol für eine aufstrebende junge Branche, dass sie dauerhaft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region sichern wird. Die L-Bank gab den Startschuß für ihren Technologiepark hier in der Region 2001. Bereits ein Jahr später konnte der Grundstein für das erste Gebäude in Reutlingen gelegt werden. Insgesamt stehen in beiden Städten 14 Hektar Landfläche für die Bebauung zur Verfügung. Mit der Vollbelegung des neuen Gebäudes werden in beiden Städten zusammen rund 40 Unternehmen und damit circa 480 Mitarbeiter angesiedelt sein.

Tote im Neckar bei Mittelstadt aufgefunden
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 15:57 Uhr

Eine seit 3 Tagen vermisste Frau ist nach einer umfangreichen Suchaktion tot im Neckar zwischen Mittelstadt und Neckartenzlingen aufgefunden worden. Die 69 jährige psychisch kranke Frau hatte am Montagabend ihre Wohnung verlassen und galt seither als vermisst. Die Kriminalpolizei geht von einem Suizid aus.

Reutlinger Gemeinderat stimmt für Neugestaltung der Straßen in Tübinger Vorstadt
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 15:56 Uhr

Die Tübinger Vorstadt in Reutlingen bekommt ein neues Gesicht: Der Gemeinderat hat gestern Abend den Plänen der Stadtverwaltung zugestimmt. Ab 2009 sollen im Stadtviertel die Straßenzüge neu gestaltet und der Verkehr reduziert werden. Ein weiterer Punkt der Baumaßnahmen betrifft die Unterführung am Westbahnhof. Sie soll unter anderem durch mehr Lichtquellen freundlicher gestaltet werden. Für die Umbauarbeiten stellt die Stadt insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Neuer Themenpfad an Bärenhöhle eingeweiht
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 15:55 Uhr

An der Bärenhöhle hat die Gemeinde Sonnenbühl jetzt im Zuge der Umbauarbeiten im Außenbereich einen Themenweg zum Fauthloch angelegt. An diesem Loch im Boden hat Karl Wilhelm Fauth im Jahre 1834 die Höhle entdeckt. Eine Tabakdose war dem Lehrer in das Loch gefallen. Auf Knopfdruck berichtet eine Tonaufnahme in der letzten der Stelen von diesem Ereignis. Andere Themen des kleinen Lehrpfades sind das Leben im Jurameer und die Nutzung als Gruft in der Zeit der Kelten. Die Gemeinde Sonnenbühl will mit dem Themenpfad die Attraktivität der Bärenhöhle steigern. Zuschüsse kommen vom Landesprogramm Plenum.

Es war einmal - Märchenausstellung im Stadtmuseum Tübingen
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 15:35 Uhr

Es war einmal... Die drei Worte versetzen die meisten Menschen in ihre Kindheit zurück. Als Tiere noch sprechen konnten und Pflanzen Wunder vollbrachten. Das Stadtmuseum Tübingen lässt jetzt auch die Erwachsenen wieder in die Welt der Märchen eintauchen. Mit der Ausstellung "Wilder Wolf und rote Rosen“ bringt das Museum nicht nur die Erinnerung an Grimmsche Hausmärchen zurück. Die Besucher können auch mehr über die schwäbischen Dichtern Hauff und Meier erfahern. Der Wolf - in vielen Märchen treibt er sein Unwesen. Das Stadtmuseum hat auf die Personifizierung der Tiere verzichtet. Kein Käppchen, das der Wolf trägt, kein Bettchen in dem er liegt. Märchen seien nur Rezeptionen, nichts dingliches. So könne der Besucher seiner Phantasie freien Lauf lassen. Dann lassen die Bilder im Kopf den Wolf schnell zu dem hinterhältigen Isegrimm werden, der Rotkäppchens arme Großmutter frisst. Aber auch die Pflanzen sind ihrer natürlichen Gesetzmäßigkeit entbunden. Pflanzen seien beseelt, könnten sprechen und hätten symbolische Eigenschaften. Besonders die Rose spielt in vielen Märchen eine große Rolle. Sie ist die Blume der Liebe und doch durch die Dornen stets von einem Hauch der Vergänglichkeit umgeben. In dem Märchen "Drei Rosen auf einem Stiel“ des Volkskundlers Ernst Meier ist die Rose ein Symbol für die Loslösung der Tochter aus dem elterlichen Haus. Aber auch bei den Brüdern Grimm ist die Blume der Liebe von Bedeutung.
Die Rose ist der Namensgeber für die Märchen
"Schneeweißchen und Rosenrot" und "Dornröschen". Märchen werden erzählt. Und so sind auch im Stadtmuseum Tübingen die Märchen nicht niedergeschrieben, sondern sie werden an einzelnen Hörstationen erzählt. Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Januar, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Tübinger werden - Studenten melden Erstwohnsitz an
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 15:28 Uhr

Die Tübinger Studenten konnten heute in der Mensa ihren Erstwohnsitz in der Universitätsstadt anmelden. Oberbürgermeister Boris Palmer war wie zu jedem Semesterbeginn anwesend, um die Studenten zu animieren. Auch mit der kommenden Zweitwohnsitzsteuer wolle er niemanden zwingen, sondern werben. Die Zweitwohnsitzsteuer werde aller Voraussicht nach am 1. Januar 2009 erhoben. Sie beträgt fünf Prozent der jährlichen Kaltmiete. Melden sich die Studenten in Tübingen mit ihrem Erstwohnsitz an, erhält die Stadt durch den kommunalen Finanzausgleich 930 Euro pro Jahr und Kopf. Die Zweitwohnsitzsteuer ist für viele Studenten ein Argument für die Anmeldung. Die Neu-Tübinger erhalten für ihre Anmeldung ein Gutscheinheft. Von den Geldzahlungen, wie es andere Städte betreiben, hält Palmer nur wenig. Das klinge nach Bestechung und dafür habe die Stadt kein Geld übrig. Städtische Angebote wie Theater oder Freibäder müssten bezahlt werden, so Palmer. Ohne den Zuschuss des Landes für einen Erstwohnsitz könne die Stadt die Angebote nicht halten. Auch morgen können die Studenten in ihrer Mittagspause noch zu Tübingern werden.

Wirtschaftsminister Pfister zu Besuch in Reutlinger Sternwarte
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 14:32 Uhr

Niemand weiß, wieviel Sternlein stehen, aber das Observatorium in Reutlingen vermittelt zumindest einen Eindruck. Davon konnte sich gestern Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister bei seinem Besuch überzeugen. Einrichtungen wie diese seien wichtig, um gerade Kinder an Naturwissenschaften heranzuführen, so der Minister. Denn das Land brauche qualifizierte Ingenieure.
Ein Grundstein dafür soll hier gelegt werden. Eine weitere Kuppel für das Observatorium ist in Planung. Die Betreiber bemühen sich um Sponsorengelder aus der Wirtschaft, denn Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums sind unwahrscheinlich. Noch fehlt der zählbare Nutzen des Planetariums für die Wirtschaft des Landes. Pfister konnte sich dann am Ende des Rundgangs davon überzeugen, dass das Observatorium nicht nur einen herrlichen Blick auf die Sterne, sondern auch auf Reutlingen und die Achalm ermöglicht.

Mössinger Hallenbaddieb gefasst
Dienstag, 14. Oktober 2008 - 15:42 Uhr

Die Mössinger Polizei hat eine Reihe von Diebstählen in Hallenbädern aufgeklärt. Das haben jetzt die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Tübinger Polizeidirektion bekannt gegeben. Nach einer Fahndung wurde Haftbefehl gegen einen 23jährigen Rottenburger erlassen. Er soll in mehreren Hallenbädern Schließfächer gewaltsam aufgehebelt haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurde das Diebesgut sichergestellt. Der mutmaßliche Täter ist vorbestraft. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Richtfest an städtischem Jugendtreff in Tübinger Vorstadt in Reutlingen
Dienstag, 14. Oktober 2008 - 15:40 Uhr

Richtfest heute Mittag in der Tübinger Vorstadt in Reutlingen. Hier entsteht ein städtischer Jugendtreff. Der eingeschossige Bau ist nahezu vollständig aus Holz gezimmert. Er bietet Platz für einen großen Aufenthaltsraum, einen Gruppenraum und ein Büro. Der Jugendtreff sei ein lange gehegter Wunsch des Gemeinderats gewesen, sagte die Erste Bürgermeisterin Hotz. Die Baukosten belaufen sich auf 420.000 Euro. Zusammen mit dem Bau und der Umgestaltung von Spielplätzen sind insgesamt 1,1 Millionen Euro in die Jugendförderung in der Tübinger Vorstadt geflossen. Als nächstes steht in der Tübinger Vorstadt die Umgestaltung der Straßen, Wege und Plätze an.

Demographischer Wandel belastet Sozialkassen
Dienstag, 14. Oktober 2008 - 10:52 Uhr

Die steigende Lebenserwartung der Menschen belastet die Sozialkassen des Landes immer stärker. Es fehlt an Heimplätzen und Betreuung speziell für Demenzkranke. Das sagte Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz gestern auf einer Diskussionsveranstaltung in Nehren.
Der Lebensabend im Heim oder ambulante Pflege sind zur Normalität geworden. Doch nicht immer ist dies problemlos finanzierbar. Wo Angehörige fehlen, kommt immer öfter Schwarzarbeit zum Einsatz. Hier müsse der Staat ansetzen
und sich auf die neuen Familienstrukturen einstellen, so die Ministerin. Die Menschen leben immer länger. Das bedeutet einen höheren Bedarf an ambulanter Pflege und Heimplätzen. Die Landesregierung will mit ihrer Pflegeheimförderung bis 2010 den Bedarf an solchen Einrichtungen decken. Dabei soll auch der qualitative Standard für Pflegeheime angehoben werden. Der Staat könne nicht alle Aufgaben allein bewältigen, so Ministerin Stolz. Ehrenamtlicher Arbeit käme eine immer größere Bedeutung zu,
um die Kosten zu senken.

Erster Pfullinger Kreativ-Markt erfolgreich
Montag, 13. Oktober 2008 - 12:46 Uhr

Zufrieden konnten die Veranstalter des 1. Pfullinger Kreativ-Markts am Samstag und Sonntag sein. Die zahlreichen Besucher konnten sich vor Ort unter anderem einen Überblick darüber verschaffen, wie Kunstwerke entstehen. Zu Gast waren rund 30 Kunsthandwerker aus nah und fern. Besonders wichtig war den Veranstaltern die richtige Mischung. Neben typisch regionalen Gebrauchswaren und Alltagsprodukten gab es auch Außergewöhnlicheres zu sehen. Im Angebot standen auch Erzeugnisse aus fremden Ländern und fernen Kulturen.

Zahlreiche Besucher beim Kunsthandwerker-Markt in Dettingen/Erms
Montag, 13. Oktober 2008 - 12:39 Uhr

Ein tanzender Clown war der absolute Publikumsliebling beim Kunsthandwerker-Markt am vergangenen Wochenende in Dettingen/ Erms. Neben seinem tänzerischen Können demonstrierte er auch, was es heisst, arm wie eine Kirchenmaus zu sein. Die zahlreichen Besucher konnten sich auf dem Markt einen breiten Überblick über die Möglichkeiten kunsthandwerklichen Arbeitens verschaffen. Groß und Klein konnten sich außerdem selbst einmal handwerklich ausprobieren. Beliebt war auch ein Scherenschnittkünstler. Er zeigte, wie aus realen Gesichtern in kürzester Zeit kleine Kunstwerke entstehen.

40 Jahre Familienbildungsstätte Tübingen
Montag, 13. Oktober 2008 - 10:33 Uhr

Die Familienbildungsstätte Tübingen feiert derzeit ihr 40jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde am Sonntag ein Fest für jung und alt veranstaltet. Für die kleinen Besucher gab es unter anderem eine Kletterlandschaft und einen Mal-Workshop. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer richtete ein Grußwort an die Gäste und durfte sich anschließend als Glücksfee bei der Tombola betätigen. Die Tübinger Familienbildungsstätte bietet Kurse und Gesprächsrunden für werdende und junge Familien.

23. Fuhrmannstag in Pliezhausen
Sonntag, 12. Oktober 2008 - 16:25 Uhr

Zum 23. Mal kamen heute Fuhrleute und Pferdebegeisterte aus dem ganzen Bundesland zum traditionellen Fuhrmannstag nach Pliezhausen. Die Teilnehmer wetteiferten in drei Disziplinen um den Sieg. Ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein sollte dafür sorgen, dass sich die Gemüter über den Wettkampf nicht zu stark erhitzten.

Georg Pritzi mit seinem Pferd Bubi trat bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Holzrückewettkampf an. Ein nicht ganz einfacher Parcours war abgesteckt worden. Die Teilnehmer hatten eine Zeitvorgabe von 13 Minuten erhalten. Wichtiger jedoch als die Zeit war die Geschicklichkeit, denn jeder gefallene Ball gab wesentlich mehr Punktabzüge als ein Überschreiten der Zeit. Pritzi und Bubi meisterten den anspruchsvollen Parcours fehlerlos in einer Zeit etwas unter 19 Minuten und hatten so Chancen auf das Treppchen. Die meisten Teilnehmer betreiben die Disziplin professionell, da sie mit ihren Pferden regelmäßig im Waldeinsatz sind und sich so ein Zubrot verdienen. Mit 3000 Zuschauer die solche Sachen einmal sehen wollten rechneten die Organisatoren. Bei strahlenden Sonnenschein sollte die Rechnung aufgegangen sein. Viele zog es auch zum Geschicklichkeitsfahren mit dem Ackerwagen. Die Kleinen vergnügten sich derweil beim Ponyreiten. Der vom Reit- und Fahrverein Pliezhausen organisierte Fuhrmannstag ist in der heutigen Zeit allerdings keine Selbstverständlichkeit mehr. Die letzte Wettkampfdisziplin war des Wettpflügen mit dem Zweispänner. Dabei geht es mehr um die Qualität als um die Schnelligkeit. Günter Büchler hatte hier schon häufiger die Nase vorn. Die Sieger der drei Disziplinen standen bei Redaktionsschluss leider noch nicht fest. Der nächste Fuhrmannstag am zweiten Sonntag im Oktober 2009 aber schon.

Biogasanlage in Engstingen-Haid offiziell übergeben
Sonntag, 12. Oktober 2008 - 16:23 Uhr

Gestern wurde in Engstingen-Haid feierlich der Schlüssel zur neuen Biogasanlage übergeben. Deren Fertigstellung war nicht ganz einfach. Einige bauliche Hürden hatten die Anlage auf knapp 5 Millionen Euro verteuert. Mit ihr entstand in Engstingen die landesweit erste Biogasanlage, die aus Lebensmittelabfällen und Bio-Müll umweltfreundlichen Strom und Wärme erzeugt.

Viel Prominenz fand sich gestern Abend in Engstingen ein um der Schlüsselübergabe für die Biogasanlage beizuwohnen. So lobte Reutlingens Landrat Thomas Reumann das Projekt als vorbildlich und innovativ. CDU-Bundestagsabgeordneter Ernst-Reinhard Beck schloss sich diesen Worten an und verwies darauf, dass die Politik gerade solche Initiativen fördern wolle. Der Vorbildcharakter der Betzschen Anlage besteht darin, dass sie nur pflanzliche und tierische Abfälle verwertet. Zu zwei Drittel sind das Speisereste aus Großküchen. Damit steht die Anlage nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie - wie etwa andere Wettbewerber. Der Abfall wird zerkleinert und auf über 72 Grad erhitzt um Viren und Bakterien abzutöten. Die so entstandene Masse gärt in riesigen Türmen und wird so innerhalb von 50 Tagen zu Biogas. Das so entstandene Gas wird dann zum Heizkraftwerk weitergeleitet.

2.Handballbundesliga der Frauen - TuS Metzingen gewinnt knapp mit 25:24 gegen TV Mainzlar
Sonntag, 12. Oktober 2008 - 12:59 Uhr

Die Handballerinnen der TuS Metzingen feierte am Samstagabend im zweiten Anlauf den ersten Heimsieg, gegen den noch punktlosen TV Mainzlar behielt die TuS in der Öschalle nach einem spannenden Spiel am Ende knapp mit 25:24 die Oberhand und hat jetzt 4:4 Puntke auf dem Konto. Vor knapp 500 Zuschauern lagen die Gastgeberinnen zur Pause mit 14:10 vorne, am Ende wurde es noch mal eng, Annika Schmid war mit 9 Toren beste Metzinger Schützin.

Heimsieg für Tübinger Basketballer - Walter Tigers gewinnen mit 78:67 gegen Gießen
Sonntag, 12. Oktober 2008 - 12:57 Uhr

Im zweiten Heimspiel hat es geklappt mit dem ersten Sieg in der Paul-Horn-Arnea. Vor der Minuskulisse von etwas mehr als 2000 Zuschauern setzten sich die Tübinger Walter Tigers am vierten Spieltag der Basketballbundesliga mit 78:67 gegen die Gießen 46ers durch. Nach nervösem Beginn steigerten sich die Gastgeber und kamen letztlich zu einem ungefährdeten Sieg gegen das Schlusslicht aus Hessen:
"Wir haben so schwach angefangen wie im letzten Heimspiel gegen Paderborn; nervös und fahrig. Aber dann sind wir über ein besseres Defensivverhalten in den Rhythmus gekommen.Wenn du gut verteidigst wirst du selbstbewusster und dir gelingen dann einfache Körbe und das war heute der entscheidende Faktor zum Sieg", so Tigers Headcoach Tolga Öngören nach der Partie. Bester Tübinger Werfer war Richard Chaney mit 17 Punkten. Mit nun 4:4 Zählern liegen die Tigers im Mittelfeld der Tabelle. Einen ausführlichen Bericht und weitere Stimmen gibt es natürlich morgen bei uns im Sport.

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