RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 10. August 2008

Konjunkturflaute - auch die Unternehmen in der Region sind betroffen
Freitag, 15. August 2008 - 17:39 Uhr

Die deutsche Wirtschaft schrumpft. Das bilanzierten gestern zahlreiche Analysten zum Ende des zweiten Quartals. Um 0,5 Prozent sei das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Jahresbeginn gesunken. Erstmals seit vier Jahren lasse sich ein Abwärtstrend beobachten. Besonders die stagnierende Exportwirtschaft und die hohen Energiepreise würden dabei die baden-württembergische Wirtschaft schwächen so die Analysten. Eine längere Durststrecke nach längerem Aufschwung, das erwarten Bundesbank und Forschungsinstitute, doch eine Rezession schließen die meisten Experten derzeit aus. Die Konjunkturschwäche sei eher vor den hohen Wachstumsraten der letzten beiden Jahre zu sehen, meint der Tübinger Volkswirt Bernhard Boockmann. Für Baden-Württemberg sei die Entwicklung in der Exportwirtschaft ausschlaggebend. Gerade der starke Fahrzeugbau in Baden-Württemberg hänge besonders von einem günstigen Energieangebot ab. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt seien allerdings noch nicht zu spüren. Eine gegensteuernde Politik der Landesregierung sei momentan noch nicht notwendig, um die Entwicklung zu beeinflussen, meint der Analyst.

Alte Erinnerungen - Weltweit größte Sammlung an Stammbüchern wird in Tübingen katalogisiert
Freitag, 15. August 2008 - 17:36 Uhr

Die weltgrößte Sammlung an Stammbüchern befindet sich derzeit in Tübingen. Die Weimarer "Herzogin Anna Amalia Bibliothek“ hat ihre 845 Bücher samt Sachbearbeiterin nach Tübingen entsandt um in zwei Phasen eine Datenbank und einen Bibliothekskatalog zu erstellen. Finanziert wird das Projekt von der Weinheimer Hector -Stiftung. Die Uni Tübingen hat für solche Zwecke schon vor einiger Zeit die Datenbank TuStep entwickelt. Sie ermöglicht es in kürzester Zeit und sehr flexibel einen Bibliothekskatalog zu produzieren. So sinniert der Besitzer eines Stammbuches über den Tod eines Freundes in Wilhelm Hauffs "Fantasien im Bremer Ratskeller“. Das Beispiel verdeutlicht die Funktion des Stammbuches als Freundschafts- und Erinnerungsbuch. So schaffte es ein Stammbuchbesitzer sich etwa eine Widmung Galileo Galileis zu sichern. Alle die etwas ins Stammbuch geschrieben haben werden in die Datenbank aufgenommen. Beziehungsgeflechte lassen sich damit sehr gut erforschen. Entweder über die Datenbank oder den geplanten Katalog. Tustep ist für so ein Vorhaben besonders gut geeignet. Eva Raffel hat positive Erfahrung damit gesammelt: Einen Tag vor Drucklegung eines Katalogs wurde ein weiteres zu verzeichnenden Werk entdeckt. Für die Erforschung der Stammbücher wichtig waren die umfangreichen Studentenverzeichnisse des 16. und 17 Jahrhunderts in Tübingen. Die 845 zu erfassenden Bücher sind seit Januar in Tübingen. Die schönsten Stammbücher sollen Anfang 2009 im Stadtmuseum Tübingen zu sehen sein.

Sinfonie aus Sandstein - Tübinger Schlossportal erstrahlt in altem Glanz
Freitag, 15. August 2008 - 16:04 Uhr

Es gilt neben dem Heidelberger Schloss als eines der bedeutendsten Renaissance-Bauwerke Baden-Württembergs: das untere Portal von Schloss Hohentübingen. Nachdem es 15 Monate lang hinter Baugerüsten verborgen war, ist der Blick jetzt wieder frei. Die Konservierungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Der württembergische Herzog Friedrich I. hatte das Portal zwischen 1606 und 1608 errichten lassen. Damit ist die Tübinger Sehenswürdigkeit genau vierhundert Jahre alt. Die zahlreichen Figuren und Ornamente sind noch überwiegend Originale. Auch wenn der Zahn der Zeit am Prachtportal genagt hatte, hinzugefügt wurde auch bei den jetzigen Konservierungsarbeiten nichts. Um den jetzigen Zustand für die Zukunft zu sichern, wurde das Portal von seiner Schmutzkruste befreit. Gebrochene Steine vernadelten die Handwerker mit Glasfaserstäben, Risse verfüllten sie. Ausgetauscht wurden nur die Postamente, die Sockel der Säulen. Die Originale stehen im Museum, die Kopien aus dem 20. Jahrhundert dienen derzeit einem Bildhauer als Vorlage. Die Renaissance des Portals kostete das Land Baden-Württemberg insgesamt 270.000 Euro. Die Arbeiten waren nötig geworden, nachdem viel Wasser und Feuchtigkeit im Laufe der Jahrhunderte in das Bauwerk eingedrungen war. Dadurch hatten sich die Figuren gedehnt, waren stellenweise aufgeplatzt, und es drohten Steine herunterzufallen. So wäre das Portal für die Fußgänger gefährlich geworden, hätte das staatliche Bauamt in Tübingen nicht so manche Notmaßnahme in die Wege geleitet. Aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt erstrahlt das Bauwerk zwar nicht im neuen Glanz, aber Bauamt und Denkmalpflege hoffen, den jetzigen Zustand für die nächsten fünfzig Jahre gesichert zu haben.

Jungs hatten sich verlaufen
Donnerstag, 14. August 2008 - 16:45 Uhr

Ein Polizeihubschrauber hat gestern beim Gestütshof St. Johann einen zehn- und einen elfjährige Buben nach einer Suchaktion wieder gefunden. Die Jungs waren mit einer 14-köpfigen Kindergruppe zum Klettern am Wiesfels unterwegs. Auf dem Weg dorthin bemerkte ihre Betreuerin plötzlich dass sie verschwunden waren. Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Suchaktion ein. Südlich des Segelfluggeländes entdeckte der Helikopter dann die Vermissten. Die beiden Buben konnten anschließend unversehrt und wohlbehalten wieder zu ihren Betreuern gebracht werden.

Weniger Dreck - Reutlinger Taubenbestand mit Kunststoffeiern schonend eingedämmt
Donnerstag, 14. August 2008 - 16:44 Uhr

Tauben - für einige sind sie Ratten der Lüfte, die Häuser beschmutzen und Krankheiten verbreiten. Für andere sind sie das Friedenssymbol schlechthin - Vögel, deren Erhalt und Schutz gesichert werden muss. Eine explosionsartige Vermehrung wollen beide Seiten vermeiden. Die Stadt Reutlingen hat in den vergangenen Jahren zwei Taubenschläge eingerichtet, um den Bestand durch Eiertausch unter Kontrolle zu halten. Wolfgang Wießner arbeitet seit 1997 ehrenamtlich für die Stadt. Alle zwei bis drei Tage geht er in die Georgenstraße, um die Tauben zu füttern. Seit 2004 steht das Dachgeschoss für die Tauben zur Verfügung. Der Taubenwart hat zu Beginn so genannte Pilottauben schlüpfen lassen, so kommen die Vögel immer wieder zurück in den Verschlag. Im Moment fühlen sich in dem stadteigenen Gebäude 20 bis 25 Vögel zu hause. Sie essen und brüten hier das ganze Jahr über. Sie brüten jedoch keine Jungtiere, sondern Kunststoffeier. Sobald die Tauben gefüttert werden, tauscht Wolfgang Wießner die Eier aus. Die Kunststoff- und Taubeneier ähneln sich in Größe und Farbe. So hat der 78jährige im Laufe der Jahre bereits über 520 Eier ausgetauscht. Der Taubenbestand müsse auf einem erträglichen Maß bleiben, so die Stadt Reutlingen. Auf der einen Seite ist die Reinigung bei Verschmutzungen der Vögel mit hohen Kosten verbunden. Auf der anderen Seite schadet eine Überpopulation den Tieren. Sie werden eher krank, leiden an so genanntem Dichtestress. In Zukunft könnte auch ein Taubenturm in Reutlingen stehen. Ein Standort sei jedoch unter städtebaulichen Gesichtspunkten schwierig zu finden.

Autoren aus der Region - der RTF1 Talk aus dem Tübinger Sparkassen Carré
Donnerstag, 14. August 2008 - 16:42 Uhr

Im gut gefüllten Tübinger Sparkassen Carré hatte Roland Steck gestern Abend drei Autoren aus der Region zu Gast. Liane von Droste, Peter Prange und Thomas Vogel. Auf eindrückliche Weise beschrieben die Drei wie sie zum Schreiben gekommen sind, was daran so faszinierend ist und an welchen Geschichten sie gerade schreiben. Natürlich gaben von Droste, Prange und Vogel auch eine Kostprobe aus ihren Werken. Peter Prange lebt als freier Schriftsteller in Tübingen. Zu seinen bekanntesten Büchern gehört "Das Bernstein-Amulett“ und der "Letzte Harem“. Das Geschichten schreiben empfindet Prange als harte Arbeit. Bis er einen Roman fertig habe vergingen meist eineinhalb Jahre, in denen er sich jeden Tag auf's Neue motivieren müsse. Die ersten Impulse für seine Geschichten bekam Prange schon in seiner Jugend. Liane von Droste hat dieses Jahr ihr erstes Buch veröffentlicht. Darin beschreibt sie die Geschichten von Auswanderern, die vom Steinlachtal in die Welt gezogen sind. Die Idee dazu kam ihr bei einem Museumsbesuch in Bremen. Dort stieß von Droste in alten Passagierlisten auf die Namen zahlreicher Menschen aus der Region, die von der Hansestadt ins Ungewisse starteten. Damals wie heute eine gefährliche Reise. Thomas Vogel hat schon während seines Studiums geschrieben. Durch seinen Beruf als Journalist sei er dann mit vielen verschiedenen Textformen in Berührung gekommen. Das verschaffe einem natürlich die nötige Fingerfertigkeit. Zu seinen Romanen haben Vogel oft historische Orte und Begebenheiten inspiriert. Gestern gab er eine Kostprobe aus seinem Buch "Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva“. Auch die anderen Autoren lasen aus ihren Werken. Und natürlich verrieten von Droste, Prange und Vogel auch an was sie gerade arbeiten. Den ganzen Talk sehen am kommenden Sonntag ab 18 Uhr.

Tauziehen um Linderhof in Straßberg, NPD oder Gemeinde?
Donnerstag, 14. August 2008 - 16:26 Uhr

Das Tauziehen um das Straßberger Anwesen im Zollernalbkreis, an dem die NPD Kaufinteresse bekundet, geht weiter. Bis morgen wollte sich der Besitzer eigentlich entscheiden, an wen er die 538.000 Euro teure Immobilie verkauft. Die Stadt als auch die NPD scheinen jedoch vor der Höhe des Kaufpreises zurück zu schrecken. Alternativ zum Schulungszentrum der NPD, schlägt die Grüne Jugend nun vor, eine Jugendherberge aus dem Anwesen zu machen. Der Zustand des ehemaligen Zollhauses in Straßberg lässt zu wünschen übrig. Die Stadt machte dem Besitzer deshalb Anfang August ein Gegenangebot von 300.000 Euro. Darauf ließ sich der Besitzer nicht ein. Das Interesse der NPD ist nach wie vor ungebrochen. Über die Finanzierung bewahrt sie aber Stillschweigen. Zum aktuellen Stand äußerte sich gestern der Landesvorsitzende der NPD, Jürger Schützinger. Angesichts der Kommunalwahl könne man sich solch eine Investition zurzeit nicht leisten. Auf dem Parteitag in zwei Wochen wolle sich jedoch der Parteivorstand über das durchaus geeignete Anwesen verständigen. Indes baute die Grüne Jugend gestern einige Zelte neben dem Anwesen auf. Michael Joukov, vom Landesvorstand Grüne Jugend dazu: "Es ist klar, dass wir die NPD hier nicht haben wollen. Es ist aber auch genauso klar, dass das Gebäude nicht einfach verfallen kann. Eigentlich eignet sich der Fleck hier ideal für eine Jugendherberge und das wollen wir mit unserer Aktion des Weltoffenheitscamps demonstrieren, dass junge Leute hier gern campen, dass sich die Jugendherberge auch rentiert.“ Auch einige Straßberger nutzten die Aktion um sich auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Sie befürworten den Alternativvorschlag der Grünen, sind allerdings skeptisch, ob es aufgrund der zahlreichen städtischen Auflagen überhaupt zu einer Umnutzung kommen werde. Die hatten auch das ursprüngliche Wellnesshotel verhindert.

Streit um Erhöhung der LKW Maut
Donnerstag, 14. August 2008 - 16:25 Uhr

Das Festhalten der Bundesregierung an der Erhöhung der LKW-Maut zum Januar 2009 stößt bei der IHK im Südwesten auf Kritik. Sie befürchtet, dass Existenzen in der Transportbranche auf dem Spiel stehen. Sie fordert deshalb von der Landesregierung die Belange der Unternehmer ernst zu nehmen und ihre Stimme im Bund zugunsten der Wirtschaft einzubringen. Die Spediteure müssten mit einer Mauterhöhung von 40 bis 80 % rechnen. Durchschnittlich steigt die Maut dann um drei Cent auf insgesamt 16,3 Cent pro Kilometer. Für besonders schadstoffreiche Fahrzeuge können es sogar bis zu 13 Cent pro Kilometer mehr sein. Wolfgang Epp, Geschäftsführer der IHK Reutlingen befürchtet, dass diese Belastung vielen Unternehmen den Kopf kosten könnte, denn der Klimaschutz sei ein globales Problem und dürfe nicht zu diesem Zeitpunkt zu Lasten der Unternehmen gehe. Für eine Verlagerung des Gütertransports auf Schiene oder Wasser sprechen sich jedoch immer mehr Politiker aus. Die Mehreinnahmen aus der Maut sollen dementsprechend für deren Infrastrukturausbau genutzt werden. Dies befürworten auch die Umweltverbände und sehen die Anhebung der Maut durchaus als gerechtfertigt an. Werner Wölfle verkehrspolitischer Sprecher von B´90/Grünen, sieht die Belastung der LKW ganz deutlich, neben der Umweltbelastung seien auch die Straßen enorm betroffen. Außerdem beklage die IHK auch immer, dass es an Infrastruktur fehle. Deshalb sei es für ihn unverständlich, dass dieses zusätzliche Geld, das dann zur Verfügung stehen würde, ablehne. Ob die Erhöhung der Maut tatsächlich durchgesetzt wird, entscheidet sich am 19. September. Dann wird der Bundesrat darüber abstimmen. Sollte die Mehrheit der Landesverkehrsminister dagegen stimmen, könne sie noch abgewendet werden.

Ältester Bürger Reutlingens - Artur Sautter wird 101
Mittwoch, 13. August 2008 - 16:49 Uhr

Der älteste männliche Bürger Reutlingens, Artur Sautter, hat heute seinen Geburtstag gefeiert. Der Kulturbürgermeister Robert Hahn überbrachte die Glückwünsche der Stadt. 101 Jahre alt wurde der ehemalige Stadtangestellte. Verwandte und Freunde waren in seinen Garten zum Gratulieren gekommen. Aus mehr als einem Jahrhundert Leben gibt es viel zu erzählen. Zum Beispiel von der russischen Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg, der Arbeit als Feldhüter bei der Stadt Reutlingen und der Ehrenbürgerschaft in seiner zweiten Heimat, Sexten in Südtirol. "Ich habe viele Bekannte da unten und da bin ich oft einmal. Vom Bügermeister hab ich einen Ausweis bekommen. Da konnte ich mit der Bergbahn zu Kinderpreisen fahren. Wie die Einheimischen", so Sautter. Neben dem Wandern in Südtirol waren besonders die Modelleisenbahnen eine große Leidenschaft des Reutlingers. Heute spielen meist nur noch die Ur-Enkel damit. Ihr Ur-Großvater weiß, wie auch sie ein so hohes Alter erreichen können: "Man muss vernünftig leben. 'Ned aushausig', wie wir Schwaben sagen. So ist das.' Die Nachbarn und Freunde bestätigen den besonnenen Lebenswandel des Jubilärs. Sautter drehe auch heute noch jeden Tag seine Runde.

Tödlicher Arbeitsunfall in Neckartenzlingen
Mittwoch, 13. August 2008 - 16:46 Uhr

Bei einem Arbeitsunfall in Neckartenzlingen ist heute Nachmittag ein 31jähriger Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg ums Leben gekommen. Der Mann war auf einer Baustelle in der Kirchstraße beschäftigt und arbeitete in einem Graben zwischen einem Rohbau und der Straße. Aus bislang nicht geklärter Ursache stürzten die Grabenwände ein und begruben den Mann unter sich. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Frontalzusammenstoß: Ein Toter und ein Schwerletzter bei Unfall zwischen Gomaringen und Immenhausen
Mittwoch, 13. August 2008 - 13:16 Uhr

Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen Gomaringen und Immenhausen ist heute 75jähriger Gomaringer getötet worden. Ein 32jähriger Autofahrer wurde schwer verletzt. Der Fahrer eines Kleintransporters war von Immenhausen in Richtung Gomaringen unterwegs. In einer Kurve überholte er ein vorausfahrendes Fahrzeug und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Ford Transit. Beim Aufprall wurde der Unfallverursacher getötet. Der Fordfahrer musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden.

Tübinger Familienunternehmen Elektro Kürner ist "1a Fachhändler"
Mittwoch, 13. August 2008 - 13:16 Uhr

Die Tübinger Firma Elektro Kürner ist jetzt als "1a Fachhändler“ ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Boris Palmer überreichte die Urkunden in den Geschäftsräumen des Familienunternehmens. Die Auszeichnung wird vom Düsseldorfer markt intern-Verlag vergeben. Ziel der markt intern-Initiative ist es, den Verbrauchern die von Mittelständlern erbrachte Leistung zu verdeutlichen. Kriterien sind unter anderem breite Markenauswahl, faire Preise und gute Beratung. Seit dem Start der Initiative vor vier Jahren wurden bundesweit rund 5000 Unternehmen ausgezeichnet.

Neue Direktorin an Tübinger Universitätsbibliothek
Dienstag, 12. August 2008 - 17:49 Uhr

Die Tübinger Universitätsbibliothek hat eine neue Direktorin. Marianne Dörr hat Anfang August diese Aufgabe übernommen. Für die Tübinger Universitätsbibliothek hat sie die Hessische Landesbibliothek verlassen. Sie ist jetzt für 120 Angestellte und dreieinhalb Millionen Medien zuständig. Besonders die vielseitigen Aufgaben einer Universitätsbibliothek haben sie gereizt. Sie stelle es sich nicht immer einfach, aber sehr spannend vor, die neue Aufgabe wahr zu nehmen und die einzelnen Fakultäten mit Informationen zu versorgen, so Dörr. "Exzellente Universitäten brauchen exzellente Bibliotheken“. Deswegen möchte Marianne Dörr die Bibliothek voranbringen. Noch wird der Großteil der 3 Millionen Euro Sachmittel, die der Bibliothek jährlich zu Verfügung stehen, für klassische Medien ausgegeben. Das könnte sich bald ändern. Der Ausbau der elektronischen Medien liegt Dörr am Herzen. In der Forschung und im Studium werden digitalisierte Bücher und online abrufbare Zeitschriften immer wichtiger. Da müssten Bibliotheken einfach sehr nah am Puls der Zeit und am Puls der Nutzer sein, so Dörr. Neben dem elektronischen Angebot will sie in Zukunft auch den Wohlfühllfaktor der Bibliothek erhöhen. Gruppenarbeitsplätze sollen geschaffen werden, die Einrichtung einer Cafeteria ist geplant und auch die Eingangshalle will Dörr umstrukturieren.

Keine Höhenangst - Brückenkontrolleure überprüfen das Neckartalviadukt bei Altenburg
Dienstag, 12. August 2008 - 17:38 Uhr

Höhenangst ist bei diesem Beruf eher abträglich. Brückenkontrolleure haben in den wärmeren Monaten ihren Arbeitsplatz über Tälern und Flüssen. An einem Kran hängend, untersuchen sie die Überführungen auf Risse und andere Schädigungen. Vergangene Woche prüften Volker Weber und seine Kollegen das 750 Meter lange Neckartalviadukt bei Altenburg. Solch einen Ausblick haben die Brückenkontrolleure auch nicht alle Tage. 40 Meter über dem Erdboden zieht sich die Brücke durch das Neckartal. Volker Weber vom Regierungspräsidium Tübingen untersucht alle sechs Jahre die Brücken im Landkreis. Mit einem so genannten Geologenhammer suchen er und seine Kollegen nach Hohlstellen und Abplatzungen. Das Brückenuntersichtgerät mit dem die Kontrolleure arbeiten, gibt es nur einmal in Baden Württemberg. Es wird von einem 35 Tonnen schweren LKW gehalten. An seinem Greifarm hängt die Plattform, auf der die Kontrolleure die Brücke abfahren. Von Pfeiler zu Pfeiler arbeiten sich die Prüfer an der Brücke entlang. Auf den Pfeilern sitzen die Lager, deren Stellung untersucht wird. Sie sorgen dafür, dass sich die Brücke bei heißem Wetter dehnen und bei niedrigen Temperaturen zusammenziehen kann. Alle Ergebnisse trägt Volker Weber in das Bauwerksbuch der Brücke ein. Am Ende erhält das Neckartalviadukt eine Note. Es gäbe nur kleinere Schäden, so Volker Weber. So sei der Fahrbahnübergang undicht und der Randstreifen neben der Fahrbahn beginne zu zerfallen. Eine Instandsetzung ist jedoch noch nicht nötig. Nicht nur das Äußere der Brücke wird untersucht. Das Neckartalviadukt ist eine Hohlbrücke. Auch im Inneren kann man die 745 Meter lange Brücke sozusagen durchqueren. Das ist der letzte Teil der Untersuchung. Nun muss Volker Weber die Daten noch auswerten. Spätestens in sechs Jahren wird er wieder zurück sein.

Ausgesuchte Filme - Reutlinger Open Air Kino startet morgen
Dienstag, 12. August 2008 - 17:33 Uhr

Das Reutlinger Open Air Kino ist aus dem Veranstaltungskalender der Echazstadt nicht mehr wegzudenken. Trotz der durchwachsenen Sommer in den vergangenen Jahren hat sich eine feste Fangemeinde gebildet. Deshalb gibt es dieses Jahr auch erstmals ein Sonderangebot für Dauergäste. Vom Wetter lassen sich nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Organisatoren schon lange nicht mehr beeindrucken. Morgen geht’s los. 12 Filme sind bis zum 24. August zu sehen. Eigentlich sollte gestern Abend alles ganz zügig gehen. Der Projektor traf auch noch rechtzeitig vor dem großen Regen ein, mehrere Helfern wuchteten den schweren Apparat an seinen Platz im Spitalhof. Für die Organisatoren reine Routine, im neunten Jahr veranstalten sie das Freiluft-Kinoerlebnis im Herzen Reutlingens. Mit einiger Verspätung traf dann auch die Leinwand ein. In der Zwischenzeit hatte es begonnen zu Schütten, für eine "Regenpause“ blieb aber jetzt keine Zeit mehr. Mit vereinten Kräften begannen die Helfer das aufblasbare Teil vorzubereiten. Welche Filme im Open Air Kino laufen entscheidet sich schon im Laufe des Jahres. So genannte Blockbuster, also große Kassenschlager sucht der Zuschauer vergeblich. Die Organisatoren wollen dem Publikum besondere Schmankerl bieten, die nicht oder nur kurz in Reutlingen zu sehen waren. Auch dieses Jahr gibt es spezielle Höhepunkte. Die Zuschauer sollten auf jeden Fall wetterfeste Kleidung an haben. Schirme sind im Open Air Kino eher ungern gesehen, sie verdecken dem Hintermann die Sicht. Für den Auftakt erhoffen sich Kupke und Steinhilber natürlich besseres Wetter. Dann kämen auch die verschiedenen Überraschungen, die sie für die Zuschauer geplant haben, viel besser zur Geltung.

Ole Bischof ist Olympiasieger
Dienstag, 12. August 2008 - 17:33 Uhr

Der Reutlinger Judoka Ole Bischof hat bei den Olympischen Spielen in Peking die Goldmedaille im Halbmittelgewicht gewonnen. Bischof besiegte im Finale den Südkoreaner Kim Yaebum mit einer mittleren Wertung. Ministerpräsident Günther Oettinger gratulierte am Nachmittag dem ersten baden-württembergischen Goldmedaillengewinner zu seinem Erfolg. Mit seinen herausragenden Leistungen sei der Reutlinger ein Botschafter für das Sportland Baden-Württemberg, auf den das Land sehr stolz sei, so Oettinger. Mit dem Olympiasieg von Ole Bischof beschäftigt sich auch unser heutiger Sport-Ticker.

Ergebnislose Suche - Reutlinger Feuerwehr sucht Leiche in der Echaz
Dienstag, 12. August 2008 - 17:31 Uhr

Die Reutlinger Feuerwehr hat heute in der Echaz nach einer Leiche gesucht. Grund war die Beobachtung eines Passanten, der am Echazufer auf Höhe des E-Centers eine entsprechende Beobachtung gemacht haben will. Feuerwehrtaucher suchten den Fluss an mehreren Stellen ab, speziell rund um das Wehr an der Emil Adolf Straße konzentrierte sich die Fahndung. Nach einer mehrstündigen, ergebnislosen Suche brachen Polizei und Feuerwehr den Einsatz ab.

Aus für Druckerei Tübinger Chronik
Dienstag, 12. August 2008 - 14:44 Uhr

Die Genossenschaftsdruckerei Tübinger Chronik, kurz TC-Druck, im Gewerbegebiet Unterer Wert, wird Ende Oktober ihren Betrieb einstellen. Die 44 Beschäftigten werden entlassen. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig. Der Insolvenzverwalter hatte keinen Investor gefunden. Grund für die Zahlungsunfähigkeit ist unter anderem die große Anzahl von Rentnern, die das Unternehmen zu versorgen hatte. Im Frühjahr waren es hundert Rentner, die die Druckerei mehr als 200.000 Euro kosteten. Ein weiterer Grund war der Verlust des größten Kunden vor fünf Jahren: Bis dahin hatte der Betrieb das Schwäbische Tagblatt gedruckt. Die Geschäftsleitung will sich kommende Woche zur Schließung äußern.

Landesleistungshüten - Schäfer und ihre Hunde zeigen in Münsingen ihr Können
Sonntag, 10. August 2008 - 15:01 Uhr

Nicht nur der Schäfer, sondern auch sein Hund haben beim Hüten wichtige Aufgaben. Die Herde muss beispielsweise unbeschadet über die Straße gelangen und schnell in den Pferch kommen. Zum diesjährigen Landesleistungshüten trafen sich Schäfer aus ganz Deutschland auf dem Münsinger Hungerberg und zeigten gemeinsam mit ihren Hunden ihr Können. Unter ihnen Alois Erhardt aus Stödtlen-Birkenzell. Der hauptberufliche Schäfer war heute als Erster an der Reihe. Gemeinsam mit seinem Hund Fanny versuchte er die Herde in Schach zu halten. Keine leichte Aufgabe, denn die 310 Schafe sind zu Beginn noch müde, wohingegen Fanny sehr unruhig und aufgedreht wirkt. Viel Zeit zum üben hatte Alois Erhardt nicht, denn der Hund war bis gestern noch läufig. Auch die Situation ist ungewohnt. 100 Punkte kann Alois Erhardt an diesem Tag erreichen. 80 Punkte braucht er, um die Qualifikation für das Bundesleistungshüten im September in Eimke zu erreichen. Dafür muss er den täglichen Ablauf eines Schäfers zeigen, vom auspferchen, dem Fressen in engem und weitem Gehüt bis zum Umgang mit dem Verkehr. Der dreijährige deutsche Schäferhund Fanny wird täglich zum Hüten eingesetzt. Durch diese sich wiederholende Arbeit lernen die Hunde auch selbstständig zu bewachen. Nach einer Stunde bringt Alois Erhardt die Schafe zurück in den Pferch. Die eigene Anspannung während der Übung hat sich auch auf seinen Hund übertragen. Am Ende waren es 78 Punkte, die der 43jährige Schäfer und sein Hund erzielten. Die Qualifikation zum Bundesleistungshüten hat er damit knapp verpasst. Die Schafe, die die Münsinger Schäferei Stotz zum hüten bereitgestellt hat, müssen den Parcours heute noch viermal laufen. Acht Schäfer haben insgesamt am Wettbewerb teilgenommen. Mit dem Landesleistungshüten auf dem Hungerberg feierte die Ortsgruppe Münsingen des Vereins für deutsche Schäferhunde an diesem Wochenende ihr 60stes Bestehen.

Heiße Öfen - American Roadshow in Hechingen
Sonntag, 10. August 2008 - 14:58 Uhr

Die American Roadshow hat am Wochenende in Hechingen Halt gemacht. 100 auf- und umgebaute Harleys und über 60 Oldtimer konnten die Besucher auf dem WOM Gelände unter die Lupe nehmen. Einige Besitzer bemalten ihre heißen Öfen aufwendig. Andere gönnten sich und ihrem Gefährt einen etwas anderen Antrieb. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Big Red Machine Reutlingen und dem Dare Devils Road and Custom Shop.

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