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Die Woche ab 10. Oktober 2010
IHK-Präsident Eberhard Reiff verabschiedet - Mappus hält an Stuttgart 21 fest Samstag, 16. Oktober 2010 - 16:59 Uhr
Zehn Jahre lang war Eberhard Reiff Präsident der IHK Reutlingen. Diesen Sommer endete seine Amtszeit turnusgemäß. Gestern Abend wurde der scheidende Kammerpräsident in der IHK-Akademie in Reutlingen feierlich verabschiedet.
Prominenter Besuch gestern Abend in der IHK-Akademie. Zur Verabschiedung von Eberhard Reiff war auch Ministerpräsident Stefan Mappus gekommen. Dieser würdigte die ehrenamtliche Arbeit des scheidenden IHK-Präsidenten.
Natürlich kam auch Stuttgart 21 zur Sprache. Mappus betonte noch mal, die Landesregierung stehe ohne Wenn und Aber hinter dem Projekt. Zum einen sei die Entscheidung in zehn Jahren durch alle Parlamente gegangen, zum anderen seien die Gelder zweckgebunden. Mappus: "Und wenn wir jetzt über die Mittel reden, die in Stuttgart 21 fließen, dann reden wir hier nicht über die Frage, ob wir die zweckgebundenen Mittel vielleicht besser in Bildung einsetzen, sondern wir reden über die Frage: Setzen wir diese zweckgebundenen Mittel in Baden-Württemberg ein oder setzen wir sie irgendwo anders in Deutschland ein?'
Der neue IHK-Präsident Christian Erbe sagte, er habe zunächst Respekt gehabt, als ihm Eberhard Reiff das Amt vorgeschlagen habe, habe sich dann aber doch dafür entschieden. Erbe will den Kurs von Amtsvorgänger Eberhard Reiff fortführen - vor allem im Bereich der Bildung, aber auch bei den Unternehmer-Netzwerken. Jetzt gehe es daran, einen Ausschuss für Kleinst-Unternehmen aufzubauen. Es gebe in der Region Neckar-Alb 22.000 Kleinst- bzw. Ein-Personen-Unternehmen, die es zu stützen und zu fördern gelte.
Zum Schluss trat Eberhard Reiff ans Rednerpult. Seine Worte des Dankes richtete er vor allem an seine Ehefrau, aber auch an seine IHK-Mitstreitern und an die anwesenden Politiker. Die Treffen mit der Politik seien die Kür dieses Amtes, sagte Reiff. In den vergangenen zehn Jahren habe er gelernt, wie Politik funktioniere.
Stadtbücherei Tübingen seit 25 Jahren in der Nonnengasse Samstag, 16. Oktober 2010 - 16:54 Uhr
Seit 25 Jahren befindet sich die Tübinger Stadtbücherei an ihrem heutigen Standort in der Nonnengasse. Das feierte die Stadt gestern Abend mit einem Festakt für geladene Gäste. Dieser bildet den Auftakt für eine ganze Reihe von Veranstaltungen in Oktober und November. Dass die Stadtbücherei vorher in der Brunnenstraße untergebracht war, daran erinnerte Inge Jens. Vor 25 Jahren wurde dann das ehemalige Gebäude der Stadtwerke umgebaut. Zwei Millionen Mark hatte das die Stadt gekostet. Damals gab es hier 80.000 Medien. Mittlerweile ist die Anzahl auf 140.000 angewachsen.
UKT-Kinderklinik ausgezeichnet Samstag, 16. Oktober 2010 - 16:53 Uhr
Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Tübingen hat das neu entwickelte Gütesiegel "Ausgezeichnet für Kinder" erhalten. Ins Leben gerufen wurde das Siegel von einer bundesweiten Initiative verschiedener Fach- und Elternschaften. Es soll ab sofort Eltern die Sicherheit geben, dass ihre kranken Kinder bestmöglich versorgt werden. Die Qualitätsanforderungen beinhalten Kriterien wie fachliche Qualität, räumliche Einrichtungen und technische Ausstattung
Restaurierung in Qatna beendet Samstag, 16. Oktober 2010 - 16:53 Uhr
Tübinger Archäologen haben die Restaurierungsarbeiten am Königspalast in Qatna in Syrien beendet. Somit ist dieser ab sofort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. 10 Jahre lang hatte ein Team der Tübinger Universität in Zusammenarbeit mit syrischen Archäologen an der mehr als 3.700 Jahre alte Stadt gearbeitet.
Pascal Kober besucht die Bruderhausdiakonie in Dettingen Erms Freitag, 15. Oktober 2010 - 18:04 Uhr
Die Leistungsgesellschaft zwingt die Menschen dazu immer mehr Leistungen zu erbringen. Es gibt aber auch Menschen in der Gesellschaft, die durch körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nicht am Arbeitsleben teilnehmen können. Die Bruderhausdiakonie in Dettingen Erms kümmert sich in speziellen Werkstätten um diese Menschen. Sie bieten Arbeits- und Bildungsplätze für Menschen mit Behinderung an. Pascal Kober hat sich solch eine Institution in Dettingen Erms angeschaut.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Reutlingen hat sich heute einen Eindruck von den Werkstätten und der Arbeit in der Bruderhausdiakonie verschafft. Auf Einladung der Leitung für Behindertenhilfe überzeugte sich Kober vom Nutzen dem Erfolg der Einrichtung. Der Bundestagsabgeordnete der FDP sagte, dass solche Einrichtungen sehr wichtig seien. Weil jeder Mensch etwas könne und jeder Mensch eine Begabung habe.
In den Werkstätten arbeiten Menschen mit diagnostizierten Behinderungen. Die Arbeitsaufträge kommen dabei zu 95% aus der Industrie. Die Mitarbeiter montieren oder verpacken dabei beispielsweise Schrauben oder Zylinderkopfsätze für die Firma Elring Klinger. Die Arbeitsplätze unterscheiden sich in ihrer Ausstattung nicht von anderen Firmen. Allein die Arbeiten werden so aufbereitet, dass jeder etwas machen kann. Bei einem Rundgang durch die Bruderhausdiakonie zeigte der Leiter der Einrichtung Kober die weiteren Bereiche der Institution. Anschließend stellte sich der Bundestagsabgeordnete den Fragen der Bewohner zur Umwelt-; Gesundheits- und Steuerpolitik. Vor allem hätte es ihm gezeigt, wie interessiert auch Menschen mit Behinderungen an Politik teilhaben würden. Er habe hier viele Eindrücke mitgenommen auch sehr konkrete Fragen, die er dann auch im Prozess in Berlin einspeisen könne, so Pascal Kober. Betreuer und Leiter der Bruderhausdiakonie hoffen auf die Unterstützung Kobers. Denn die Arbeit in der Einrichtung sei wettbewerbsfähig und trage zur gesellschaftlichen Anerkennung der Menschen mit Behinderungen bei, so Friedmann Salzer. Außerdem wünsche er sich: Der Leiter der Behindertenhilfe Bruderhausdiakonie meinte, dass Menschen mit Behinderung das gleiche Recht hätten mit einem Politiker zu reden, Fragen zu stellen und dass er sie im Blick behalte, denn er sei ja im Sozialausschuss. Was Kober für die Menschen mit Behinderungen erreichen kann, wird sich zeigen. Sicher sei jedoch, dass die Arbeit in den Bruderhauswerkstätten einen großen Teil zur Integration und zur Selbsständigkeit der Menschen beitrage, so Salzer.
Arbeiter stürzt durch Hallendach Freitag, 15. Oktober 2010 - 17:53 Uhr
Bei einem Arbeitsunfall in Rottenburg hat sich ein Mann gestern schwer verletzt. Der 32-Jährige war durch ein Hallendach etwa 5 Meter in die Tiefe gestürzt. Auf Grund seiner schweren Verletzungen musste er sofort in eine Klinik eingeliefert werden. Jetzt wird überprüft, ob der Mann gegen die Unfallverhütungsvorschriften seines Arbeitgebers verstoßen hat.
Mitarbeiter des Uniklinikums fordern mehr Lohn Freitag, 15. Oktober 2010 - 17:51 Uhr
Für mehr Lohn haben gestern rund 200 Mitarbeiter des Uniklinikums Tübingen demonstriert. Die Protestaktion fand anlässlich der heutigen Tarifverhandlungen statt und sollte die Arbeitgeber unter Druck setzen. Bei der ersten Verhandlungsrunde im September hatte die Arbeitgeberseite zwei Einmalzahlungen in Höhe von je 200 Euro geboten. Dies hielt die Gewerkschaft ver.di für unzureichend. Sie fordert monatlich 190 Euro mehr für die Beschäftigten. Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, droht ver.di mit Streiks.
"Akademische Reitkunst" in Reutlingen Freitag, 15. Oktober 2010 - 10:17 Uhr
Besondere Einblicke in verschiedenste Formen der historischen Reitkunst gibt es Morgen auf dem Reiterhof Eulengarten in Reutlingen-Sickenhausen. In der dortigen Reithalle demonstriert als Höhepunkt eine echte Ritterin ihrer Diszplin Einblicke in die uralte Fertigkeit der sogenannten "Akademischen Reitkunst.“
Irene Renz zeigt als eine der wenigen verbliebenen deutschen Lehrmeisterinnen eine Disziplin mit uralten Wurzeln. Im Zeitalter der Renaissance war Reiten eine Lerndisziplin wie Lesen oder Rechnen. Pferde wurden damals zu gut trainierten und hoch ausgebildeten Kampftieren gemacht. Trainiert wurden dafür unter anderem das Auskeilen und das Springen. Im Barock kam dann die Schußwaffe. In der Folge wurde das Reiten zur Kunstform erhoben. Von den Urformen dieses Reitens ist beim "Akademischen Reiten“ unter anderem die Vorstellung geblieben, dass Reiter und Pferd zu einer absoluten Harmonie verschmelzen.
Einblicke in die akademische und andere Reitkunst - morgen, am Samstag, ab 19 Uhr, in Reutlingen-Sickenhausen. Mehr Informationen unter www.pferdepension-eulengarten.de .
Biosphärenzentrum in Münsingen Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 16:28 Uhr
Wacholderheiden, Höhlen und Wälder sind nur ein Teil der Landschaftsbilder, die die Schönheit des Biosphärengebiets ausmachen. Das UNESCO Biosphären-reservat hat jetzt aber auch eine offizielle Anlaufstelle. Im Alten Lager auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen erhalten Naturfreunde Ausflugstipps und Informationen. Zudem gibt es dort auch Verschiedenes zu lernen und zu erleben. Das Biosphärenzentrum in Münsingen ist jetzt fertiggestellt. Damit hat auch das Biosphärengebiet ein deutlicheres Gesicht bekommen -Touristen und Einheimische können sich über die Angebote informieren. Der Standort des Zentrums ist kein Zufall: Der Leiter des Biosphärenzentrums Schwäbische Alb sagt, dass das Biosphärengebiet im Grunde dort seinen Anfang genommen hätte, die Aufgabe des ehemaligen Truppenübungsplatzes wäre im Grunde der Anlass gewesen, hier ein Zeichen zu setzten. Dort hätte man auch Gebäude vorgefunden. Die denkmalgeschützten Gebäude wurden bis 2005 militärisch genutzt. 2,5 Millionen Euro Sanierungskosten übernahm das Land. 1 Million Euro für die abwechslungsreiche Dauerausstellung kam zusätzlich von der Baden-Württemberg-Stiftung Das Biosphärenzentrum würde Themen des Biosphärengbiets aufgreifen. Das Thema Truppenübungsplatz oder z.B. Wacholderheiden würden in einer multimedialen Ausstellung dargebracht werden. Man könne lesen, man könne hören, man könne staunen, man könne anfassen. Einfach eine Austellung, die interaktiv sein solle, die Lust machen solle, das Biosphärengbiet dann auch in Natur zu erleben, so der Leiter. Gezeigt werden Menschen aus dem Biosphärengebiet. Ihre Sichtweisen - und ihre Versuche, im Einklang mit der Natur zu leben. Besucher können auch die Auswirkungen von renerativer Energie wie Windenergie oder Biogasanlagen testen. Eine mundartliche Stammtischrunde zeigt Vernetzungen, aber auch Unterschiede von Land- und Stadtbewohnern - Und soll zum nachdenken anregen. Groß und Klein, Jung und Alt, Schulklassen würden sie auf jeden Fall auch ansprechen wollen, die für ihren Unterricht lebhafte Infos bekämen. Unter anderem auch über eine begehbare Luftaufnahme des gesamten Biosphärengebiets. 15 riesige Pinnnadeln stehen für besonders wichtige Ausflugsziele. 3-D-Bilder und Animationen, Düfte und Modelldarstellungen machen die Ort sinnlich erlebbar. Offizielle Einweihung ist am 23. Oktober. An diesem einen Tag können Neugierige die Ausstellung kostenlos erleben.
"Kooperation auf neuen Wegen" Pro Juventa in Reutlingen stell sich vor Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 16:22 Uhr
Im Augustin-Bea-Haus der St.-Wolfgang-Kirche in Reutlingen hat sich heute die Jugendhilfegesellschaft Pro Juventa vorgestellt. Pro Juventa ist die Nachfolgeeinrichtung des städtischen Kinderheims im Hohbuch. Der Name der Organisation leitet sich von dem lateinischen Wort "Pro Juventute" ab, das so viel bedeutet wie "Für die Jugend". Gute Jugendhilfe zeichne sich für ihn darin aus, dass sie sich immer am Bedürfnis des jungen Menschen ausrichte. Und wenn man nicht immer davon ausgehe welche Mölichkeiten und welche Methode es gäbe, sondern dass man Angebote und Hilfen danach ausrichtete, was der junge Mensch brauche, so Andreas Bauer, Sozialdezendent vom Landkreis Reutlingen. "Kooperation auf neuen Wegen" so lautete das Motto unter dem sich die Einrichtung heute der Öffentlickeit päsentierte. Durch Zusammenarbeit mit Schulen und andern sozialen Organisationen will Pro Juventa nicht nur Hilfe in konkreten Fällen leisten. Konflikte sollen, bereits bevor sie entstehen, verhindert werden - Beispielsweise durch Beratungsstellen für Eltern, oder Schulsozialarbeiter. Sie würden beobachten, dass an Schulen die gute Schulsozialarbeit hätten es weniger Konflikte gäbe zwischen den Schülern oder zwischen den Lehrern und den Schülern. Es wären mehr die häuslichen Konflike in der Familie, die in die Schule reingetragen werden würden, so Hans Anton Maier, Geschäftsfühere Pro Juventa. Die Jugendhilfe steht also vor großen Herausforderungen. Trotzdem ist sie der Ansicht, dass durch Mitarbeit aller Beteiligten Lösungswege möglich sind.
Richtfest des Lehr- und Lerngebäudes Tübinger DocLab Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 16:12 Uhr
In Tübingen ist gestern das Richtfest am Lehr- und Lerngebäudes des Tübinger DocLab gefeiert worden. Mit der Aufstockung des derzeitigen Gebäudes, schafft die Univesität 500 Quadratmeter neue Ausbildungsmöglichkeiten. Hier sollen einmal Tübinger Studenten in über 150 ärztlichen Fertigkeiten trainiert und auf den ärztlichen Alltag vorbereitet werden. Beispielsweise soll es hier simulierte Arzt-und Krankenzimmer geben. Videokameras ermöglichen ein sofortiges Feed Back. Beteiligt sind 19 Uni-Fachbereiche.Die Baumaßnahmen für rund 1,3 Millionen Euro werden voraussichtlich bis zum März 2011 abgeschlossen. Das neue DocLab soll zum Sommersemester 2011 starten.
Kreishaushalt Tübingen 2011 Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 17:08 Uhr
Während sich die Wirtschaft wieder von der Krise erholt hat, wirkt diese in den städtischen und kommunalen Haushalten noch immer nach. Deutlich sichtbar ist das auch im Haushaltsplan des Landkreises Tübingen für das kommende Jahr. Steigende Sozialausgaben und sinkende Landeszuschüsse bereiten den zuständigen Stellen Kopfzerbrechen.
Zur Berechnung des Haushalts für das kommende Jahr greift der Landkreis Tübingen auf die Haushaltszahlen des vergangenen Jahres zurück. Für 2011 ergeben sich diese somit aus den Ausgaben und Einnahmen des Krisenjahres 2009.
Joachim Walter sagte, sie hätten für das Jahr 2011 von vornherein schon mal ein Loch von über 13 Millionen Euro gehabt.
Dieses Loch ergibt sich aus sinkenden finanziellen Zuweisungen vom Land in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Mehrbelastung bei den Sozialausgaben. Diese schlägt mit 1,4 Millionen zu Buche. Und eine Einnahmeeinbuße von 7,6 Millionen Euro durch den Verzicht auf die Anhebung der Kreisumlage.
Der jetzt im Haushaltsentwurf vorgeschlagene Hebesatz für die Kreisumlage beträgt 4,29 Punkte. Damit kommt auf die Städte und Kommunen im Landkreis Tübingen eine finanzielle Mehrbelastung von rund 1,6 Millionen Euro in 2011 zu. Der Landrat meinte weiterhin, dass sie an allen möglichen Stellen sparen würden. Sie seien nach dem berühmten Spruch "Kleinvieh macht auch Mist" vorgegangen und hätten an den verschiedensten Haushaltsansätzen, quer Beet durch den ganzen Haushalt zu sparen.
So werden etwa frei gewordene Stellen im Landkreis nicht neu besetzt und auch keine neuen geschaffen. Zudem sollen die Bewirtschaftungskosten für öffentliche Gebäude nicht über die im Jahr 2010 erreichte Marke von 2 Millionen Euro hinausgehen.
Sie hätten auch die eine oder andere Position optimistischer angesetzt als im letzten Jahr. Denke man z. B. an das Thema Grunderwerbssteuer, bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung käme es in der Regel zu mehr Grundstücksverkäufen, so der Landrat.
Dennoch sieht sich der Landkreis Tübingen zu einer neuen Kreditaufnahme in Höhe von rund 0,7 Millionen Euro gezwungen. Damit fiele die Pro Kopf-Verschuldung im Landkreis Tübingen von geschätzten 297 Euro im Jahr 2010 um sechs Euro auf 291 im Jahr 2011. Der Gesamtschuldenstand zum Ende des kommenden Jahres beliefe sich dann auf rund 64 Millionen Euro im Vergleich zu rund 65, 5 Millionen am Ende dieses Jahres. Mitte Dezember tritt der Kreistag zur abschließenden Haushaltsberatung zusammen, damit der Haushalt bestenfalls noch im laufenden Jahr verabschiedet werden kann.
Verleihung KiSS Prädikat an TSG Tübingen Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 16:10 Uhr
Der erste Tübinger Bürgermeister Michael Lucke hat gestern die TSG Tübingen mit dem KiSS Prädikat ausgezeichnet. Es ist ein Zertifikat des Landessprotverands. KiSS ist die Abkürzung für Kindersportschule. Diese Auszeichnung bekommt ein Verein erst dann verliehen, wenn er zwei Jahre lang die Qualitätsmerkmale einer Kinderspotschule erfüllt. Das Ziel solcher Einrichtungen ist es Kindern Spaß am Sport zu vermitteln und optimale körperliche Vorraussetzungen für sportliche Aktivitäten zu schaffen.
Bestenehrung IHK Reutlingen Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 16:08 Uhr
Die IHK Reutlingen hat gestern in der IHK-Akademie die besten Absolventen der Abschlussprüfung 2010 geehrt. Rund 280 junge Handwerkerinnen und Handwerker haben für ihre guten Prüfungsergebnisse Preise und Belobingungen erhalten. Jede vierte Auszeichnung ging dieses Jahr an eine Gesellin. IHK Präsident Christian Erbe und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen Walter Herrmann überreichten die Auszeichnungen an die jungen Nachwuchskräfte der handwerklichen Betriebe persönlich.
Ausstellung "ABC des Ostens" Heimatmuseum Reutlingen Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 16:06 Uhr
Im Heimatmuseum in Reutlingen ist derzeit die Ausstellung "ABC des Ostens“ zu sehen. Die Ausstellungsstücke erinnern an eine Alltagskultur, die es nicht mehr gibt - an die der DDR. Insgesamt 26 Produkte in alphabetischer Reihenfolge spiegeln den Zeitgeist der 1950er bis 1980er Jahre des sozialistischen Staates wider. Besucher können hier erfahren, wie die Menschen in der DDR lebten. Die Menschen sollen nochmehr als bislang die Chance nutzen auf den Anderen zuzugehen. Sie sollen die Kultur des Anderen auch zu Zeiten der DDR kennenlernen und dies auch als Bereicherung zu schätzen wissen, so Barbera Bosch. Die Ausstellung ist ein Konzept des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Dieses ist seit 1993 dabei, die Konsumgüter des Ostens zu sichern. Dinge, die uns fremd vorkommen mögen, die aber für viele Bestandteil des Alltagslebens war. Wie zum Beispiel der Rasenmäher "Tolli", der aus einem Elektromotor und einem Kinderwagen von DDR-Bürgern konstruiert wurde. Wir hätten überhaupt nichts von dem anderen Teil gewusst. Ihr wäre erst aufgefallen wieviele Städtenamen sie in Sachsen zum Beispiel gar nicht gekannt hat, weil sie sich eben nicht damit beschäftigt hatte. Und nun sei doch zusammengewachsen was zusammen gehöre. Es sei wunderbar, dass wir die Kultur der neuen Bundesländer auch über die Jahrhunderte wieder selbst erleben könnten, so Barbera Bosch. Die Ausstellung "ABC des Ostens" im Reutlinger Heimatmuseum ist noch bis zum 16. Januar 2011 zu sehen. Am 28. November eröffnet die Ausstellung "Weihnachtsgeschenke aus der DDR" im Treppenhaus.
BIOTechnikum in Rottenburg Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 16:00 Uhr
In Rottenburg ist die Initiative BIOTechnikum zu Gast. Dabei bietet ein Labor-Truck mit mehr als hundert Quadratmetern die Möglichkeit, sich über die moderne Biotechnologie zu informieren. Eine multimediale Ausstellung, Kino und ein Dialogforum klären die Besucher auf. Annette Widmann-Mauzsagte, dass das mobile Biotechnikum eine Einrichtung des Forschungs- und Wissenschftsministeriums sei, das dazu beitragen solle junge Menschen für die naturwissenschaften, für die Biotechnologie zu interessieren und zu begeistern.
Die Rottenburger Schülerinnen und Schüler des St. Meinrad Gymnasiums konnten an zwei Tagen Laborluft schnuppern. Während der biotechnologischen Praktika nahmen sie beispielsweise das Erbmaterial unter die Lupe und lernten die modernsten wissen-schaftlichen Verfahren kennen.
Die Aufgabe des Biotechnikums sei zum einen Nachwuchs zu fördern, denn die Biotechnologie sei ein großer Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite solle Verständniss geschaffen werden, und die neuen Methoden und Möglichkeiten näher erklären, so Dr. Katrin Silbermann.
Das Biotechnikum gibt Einblicke in die Forschung, wie sie sonst nur Wissenschaftler haben. Dadurch ist es möglich, Ängste und Unwissen in den Bereichen Genforschung und Biotechnologie abzubauen. Wer mehr über das Biotechnikum und seine weiteren Standorte erfahren möchte, findet diese auf www.biotechnikum.eu.
Netzhautimplantate aus Reutlingen Dienstag, 12. Oktober 2010 - 17:17 Uhr
In der Bundesrepublik Deutschland erblinden jedes Jahr rund 10.000 Menschen. Einige davon aufgrund eines vererbten genetischen Defektes, der den Betroffenen in wenigen Jahren die vollständige Sehkraft raubt. Schon bald soll diesen Menschen mit einem speziellen Netzhautimplantates geholfen werden, das aus Reutlingen stammen könnte. Ein Schritt in diese Richtung wurde heute unternommen.
Mit einem Glas Sekt stießen Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und der Vorstandsvorsitzende der Firma "retina implant", Walter Wrobel, auf einen neuen Reinraum an. Dieser befindet sich im sogenannten Technologiepark, an dem auch die Stadt - in Form von Zuschüssen - beteiligt ist.
Die Stadt ließe sich den Technologiepark etwas kosten, so Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Man sei fest davon überzeugt dass die Ausgaben über Gewerbesteuer und Einkommenssteuer auch wieder als Einnahmen zurückfließe. Zudem werde der Wirtschaftsstandort Reutlingen dadurch gestärkt.
Momentan tragen die Netzhautimplantate, die hier entstehen sollen, jedoch noch nicht zur Wirtschaftsförderung bei. Denn sie befinden sich erst in der Testphase und sind noch nicht für den medizinischen Markt zugelassen. Diese Schwelle soll gegen Ende des Jahres 2011 genommen sein. Dann werden bis zu 1500 Implantate pro Jahr angefertigt. Ein solches sei 3x3 mm groß und wie eine Art Kamerachip, wie er auch in Handys vorkomme, so Walter Wrobel, der Vorstandsvorsitzende der Firma "retina implant". Dieser Chip werde hinter die Netzhaut in das Auge eingesetzt und führe bei bestimmten Krankheiten dazu, dass die Patientienten wieder Seheindrücke hätten.
Bisher verliefen die klinischen Tests positiv, so Wrobel. Die Probanden seien jetzt nicht nur in der Lage, ihr Leben selbsständig zu meistern sondern auch einzelne Buchstaben und sogar ganze Worte zu lesen. Eine andere, alternative Behandlungsmöglichkeit für genetisch bedingte Blindheit gibt es derzeit nicht.
Weinlese im städtischen Weinberg Dienstag, 12. Oktober 2010 - 16:43 Uhr
Der Reutlinger Weinbau hat eine lange Tradition. Die Weingärtnerzunft war die erste und größte Zunft in Reutlingen. Doch durch die Industrialisierung fiel der Weinbau ein. Heute liegt an der Achalm der letzte städtische Weinberg. Dort ist heute bei schönstem Herbstwetter der Startschuss für die Traubenlese in Reutlingen gefallen.
An der Achalm haben heute Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Küfermeister Richard Rauscher die Weinlese offiziell eröffnet. Im städtischen Weinberg hielt Rauscher auch die erste Flasche des Jahrgangs 2009 zur Verkostung bereit. Dabei verriet die Oberbürgermeisterin etwas über die Besonderheiten des Reutlinger Weins. Zum ersten sei er ihrer. Zum zweiten sei er überaus bekömmlich, ein guter Begleiter zum Essen aber auch in gemütlicher Runde. Sie freue sich sehr, dass sie auch in diesem Jahr einen guten Wein bekämen. Sie hätten den vom letzten Jahr verkostet. Sie könne nur empfehlen, dass ihn jeder mitneme und auch zu Hause mal probiere, so Barbara Bosch. Auf den 58 ar Anbaufläche werden seit 1980 die Rebsorten "Portugieser" und "Müller Thurgau" angepflanzt. Diese gedeihen am besten auf dem schweren und kalten Boden am Rande des Weinanbaugebietes. Und obwohl der Küfermeister Rauscher inzwischen pensioniert ist, kümmert er sich immer noch leidenschaftlich um seine Trauben.
Der Küfermeister sagte, dass er 1980 geholfen hätte, den Weinberg zu pflanzen, und seither schaffe er dort. Er sei zwar Rentner, aber er mache noch weiter.
Der Reutlinger Wein liegt bezüglich des Säure- und Zuckergehaltes, als dem Öchslegrad im Landesdurchschnitt. Dieser beträgt 80. Die endgültige Qualität des Weines, stellt sich dann im nächsten Jahr heraus. Die Oberbürgermeisterin meinte, sie hätten einen sehr nassen und feuchten August gehabt, das wäre zwar noch gegengen, aber sie hätten leider auch einen sehr feuchten September gehabt. Wo dann die Nässe aus dem Weinberg gar nicht mehr rausgegangen wäre . Das könnte man an den Trauben jetzt sehen, man müsse bei den Reben viel wegscheiden, weil sie faulen würden. Das ergäbe weniger Wein aber der Qualität täte das keinen Abbruch.
Trotz des geringeren Ertrages ist Rauscher zufrieden. Denn echte Winzer lassen sich auch vom Pilzbefall der Trauben nicht abschrecken, so der Küfermeister. Und wer die Reutlinger Tropfen nun selbst verkosten möchte, kann diese im Reutlinger Rathaus erwerben.
Blutspenderehrung in Tübingen Dienstag, 12. Oktober 2010 - 16:37 Uhr
Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes Tübingen haben gestern drei freiwillige Spender für ihre mehrfache Teilnahme an den Blutspende-Tagen des DRK geehrt. Damit wollte die Organisation darauf aufmerksam machen, dass eine regelmäßige Beteiligung an diesen Aktionen unerlässlich sei, um Leben retten zu können. Die Ausgezeichneten erhielten nicht nur eine Urkunde sondern auch eine Anstecknadel und ein Präsent. Dieses goldene Ehrenzeichen ziehren ein Lorbeerkranz und eine rote Zahl. Sie gibt die Häufigkeit der Spenden an.
Seit Mai diesen Jahres hat der Reutlinger DRK Kreisverband eine Partnerschaft mit einem Kreisverband des Roten Kreuzes in Litauen. In der Region Raseiniai (gesprochen: Reseini) leistet das DRK Hilfe für die Ärmsten der Bevölkerung und unterstützt besonders auch Kinder und Jugendliche mit Kleidung und Mobiliar. Hilfstransporte würden nun vom Reutlinge Kreisverband aus organisiert werden. Gütern die durchaus noch gut wären, aber hier ausgemustert werden, würden die Menschen dort dringend brauchen. Am Freitag werde nun der erste Hilfstransport losfahren, so der Kreisvorsitzende Dieter Hillebrand. Um die Situation in den einzelnen Einrichtungen in Litauen, einem Land so groß wie Bayern, zu verdeutlichen veranstaltete das DRK Reutlingen gestern ein "Litauen Abend" mit Gästen aus der Region Rasainiai. Dabei möchte das DRK vorallem eines ereichen: Möglichst viele Menschen und Organistationen im Kreis Reutlingen sollen auf das Projekt aufmerksam gemacht werden. Wenn die Menschen irgendwie helfen wollen würden, sei es mit sauberer Kleidung, sei es mit anderen Hilfsmitteln, dann seien sie vom DRK gerne bereit diese Dinge anzunehmen und nach Litauen zu transportieren, so Hillebrand. Wichtig sei es, die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass es den Menschen anderswo in Europa nicht so gut ginge wie uns, so Hillebrand. Das DRK möchte jetzt auch einen Jugenaustausch ermöglichen, um die Partnerschaft nicht nur im finanziellen Bereich zu unterstützen sondern auch im menschlichen.
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