RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 10. Januar 2010

Raus aus Afghanistan- Reutlingens CDU-Bundestagsabgeordneter Beck plädiert für Abzug in 3 Jahren
Donnerstag, 14. Januar 2010 - 18:02 Uhr

Der derzeitige Afghanistan-Einsatz der deutschen Bundeswehr gehört zu den in Deutschland am heftigsten diskutierten innenpolitischen Themen. Umfragen zu Folge sprechen sich rund 80 Prozent der Deutschen für einen Abzug aus. Heute war der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Reutlinger Europainstitut zu Gast - und stellte sich dort den Fragen der Studenten.

Er ist Angela Merkels Mann für heikle verteidigungspolitische Fragen - Ernst-Reinhard Beck -heute vor Studenten des Europainstituts. Der 64jährige Reutlinger CDU Bundestagsabgeordnete kennt die Einsatzbedingungen im Pulverfass Afghanistan aus eigener Anschauung. Für seine Zuhörer hatte er heute eine klare Botschaft: Abzug der deutschen Truppen in 2 bis 3 Jahren. Dann müsse man sagen:
es ist euer Land. Sichergestellt werden müse aber, dass keine neue Keimzelle für den Terrorismus dort entstehe.
Die verbliebene Zeit müsse deshalb für den Aufbau eigener afghanischer Sicherheitsstrukturen genutzt werden. Und für zivile Hilfe zur Selbsthilfe, die dann massiv den dortigen Eigenaufbaufbau stütze.

Der Einsatz von Militär - aus Becks Sicht einst zur Befreiung des Landes von der Talibanherrschaft gerechtfertigt. Jetzt aber sähen die Afghanen ausländische Truppen immer mehr als Besatzer und lehnten deren Kampf für eine westliche Demokratie mehrheitlich ab. Afghanistan sei ein tief islamisch geprägtes Land.

Afghanische Polizei und nicht ausländische Armeen seien für die derzeitigen asymetrischen Konfliktfelder - von der Korruptions- über die Terrorismusbekämpfung bis hin zum Wiederaufbau- deshalb am besten geeignet. Unpräzise Zielvorgaben - sie sind für Beck einer der Geburtsfehler des aktuellen-Afghanista-Mandats - und Ursache für die schwindende Akzeptanz gegenüber Bundeswehrsoldaten in einem fremden Land - in Afghanistan, aber auch bei den Deutschen zuhause.

Rotarier sammeln gegen Kinderlähmung
Donnerstag, 14. Januar 2010 - 17:56 Uhr

Spenden gegen Kinderlähmung. Rund 8400 Euro haben Vertreter der drei Rotary-Clubs der Region Reutlingen-Tübingen gesammelt. Das Geld, das gestern im Reutlinger Hotel Fortuna an die Aktion "End Polio now“ übergeben wurde, kam durch ein Benefizkonzert des Ärzteorchesters Tübingen in der Reutlinger Listhalle zusammen. Polio-galt in Deutschland lange Zeit als ausgerottet, wird in letzter Zeit aber wieder häufiger von Reisenden nach Deutschland eingeschleppt.

Tübinger Mühlstraße muss nachgebessert werden
Donnerstag, 14. Januar 2010 - 16:39 Uhr

Die Tübinger Mühlstraße kommt nicht zur Ruhe. Nach Ende der Umbauarbeiten wurde festgestellt, dass die Busse nicht aneinander vorbei passen. Mit Hilfe dieser Metallköpfe ist dann ein Teil des Radwegs für die Busse abgezweigt worden. Gegen diese Behelfslösung wurde jetzt beim Regierungspräsidium Tübingen eine Fachaufsichtsbeschwerde eingereicht. Begründung: Die Markierung sei irreführend und gefährde somit die Radfahrer. Hinzu kommt, dass der Radweg nicht belastbar genug für das ständige Befahren durch Busse ist. Jetzt soll die Fahrbahn im oberen Bereich baulich verbreitert werden. Die Baumaßnahmen sind für den Sommer geplant.

Arbeiten am Münsinger Biosphärenzentrum laufen auf Hochtouren
Mittwoch, 13. Januar 2010 - 17:17 Uhr

Im vergangenen Jahr wurde es von der UNESCO zum landschaftlichen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb umfasst - verteilt über 3 Landkreise - rund 85 000 Hektar Fläche. Jetzt soll das Landschaftsreservat einen zentralen Anlaufpunkt für zukünftige Touristen und Besucher bekommen. Heute wurden die Baufortschritte der Öffentlichkeit präsentiert.

Wo einst Wachmannschaften den Zugang zum Alten Lager auf dem Münsinger Truppenübungsplatz kontrollierten, werden in ein paar Monaten die Frauen und Männer vom Biosphärenzentrum Schwäbische Alb Einzug halten. Das neugeschaffene zentrale Biosphäreninformationszentrum bietet dann wechselnde thematische Ausstellungen und fungiert zugleich als Wegweiser durch die riesige Biosphärenlandschaft: Denn das Biosphärengebiet zieht sich
von Weilheim/Teck bis nach Zwiefalten und bis zu seinem Herzstück, dem geschützten ehemaligen Truppenübingsplatz. Hier bekommen die Besucher Informationen über die verschiedenen Kulturräume, so Petra Bernert. Zudem wird auf die 15 kleineren Info-Zentren an anderer Stelle verwiesen.

Hier, wo sich jetzt Schnee über die Wälder und Wiesen breitet, offenbart sich den Besuchern im Sommer die mittlerweile verschwundenen Alb-Landschaften des 19. Jahrhunderts, als durch Schafbeweidung und Landwirtschaft Wacholderheiden entstanden- Heimat für seltene Pflanzen und Tiere. Auch das Land verbindet damit große Hoffnungen - und unterstützt den regionalen Wandel zum nachhaltigen Tourismusgebiet mit rund 2,5 Millionen für das neue Biosphärengebäude.

Im Juni 2010 soll das ehemalige Wachgebäude im Alten Lager dann als Biosphärenzentrum dann endgültig in neuem Glanz erstrahlen. Der dringend nötige Startschuss für ein Projekt - so die Hoffnung der Verantwortlichen - das dann Hundertausende von Besuchern und Touristen nicht nur durch die Türen des neuenzentralen Biosphäreninformationszentrums ziehen wird.

Verwöhnfrühstück für pflegende Angehörige in Metzingen
Mittwoch, 13. Januar 2010 - 17:10 Uhr

Die zunehmende Zahl älterer Menschen hat auch Auswirkungen auf die Pflegesituation in den Städten der Region.
Um der wachsenden Zahl der Bedürftigen gerecht zu werden, sind die Kommunen auch auf diejenigen angewiesen, die ihre pflegebedürftigen Verwandten selber pflegen.
Die Stadt Metzingen will deren Verdienste deshalb am 13.Februar mit einem Verwöhnfrühstück honorieren.
Es bedeute für pflegende Angehörigen ihre persönlichen Bedürfnisse zurückzustellen, viel Rücksichtnahme und Stress. Es gehe darum, diese jetzt einmal zu entlasten und ihre Arbeit zu würdigen, so Dagmar Osterwald von der Stadt Metzingen. Mitveranwortlich dafür dass wieder mehr Menschen ihre Angehörigen zu Hause pflegen sei, dass die Unterstützungsmöglichkeiten für die häusliche Pflege generell besser geworden sind. Das Angebot an Diensten, welche die Menschen zu Hause unterstützten sei mittlerweile viel größer. Das helfe enorm mit solch einer Situation umzugehen, erklärt Osterwald. Auf diese Weise - so finden die veranstaltenden Einrichtungen von Stadt, Diakonie und evangelischer Kirche- würden die pflegenden Angehörigen auch wesentlich zur Entlastung der kommunalen Einrichtungen beitragen.

Budget mit Rotstift - Im Tübinger Gemeinderat beginnt Lesung des Haushaltsentwurfs 2010
Dienstag, 12. Januar 2010 - 16:44 Uhr

Die Tübinger Stadtverwaltung hat gestern mit mit der Verlesung des Haushaltsplanentwurfs für 2010 im Gemeinderat begonnen. Stoff für Stirnrunzeln - denn wegen der Wirtschaftskrise und weg brechender Steuereinnahmen steht der Haushaltsplan 2010 wie bei anderen Kommunen unter akutem Sparzwang. In den Blättern der Finanzplanung hatten Experten erst im Dezember ein weiteres 5-Millionen-Euro-Loch entdeckt. OB Boris Palmer hatte deshalb schon vor Weihnachten angekündigt, Ämterbudgets drastisch zu kürzen und über Steuer- und Gebührenerhöhungen nachzudenken. Auch über den Verkauf städtischen Eigentums sollen die Räte nachdenken. Und ebenso über die Aufnahme neuer Schulden.

SV Gomadingen ist Hallenbezirksmeister
Montag, 11. Januar 2010 - 17:15 Uhr

Die Fußballerinnen des SV Gomadingen sind neuer Hallen-Bezirksmeister. In der 38. Auflage des Turniers am vergangenen Wochenende bezwang die Mannschaft von Trainer Hans Goller den SV Oberndorf im Finale mit 2:0. Die Zuschauer auf den Rängen konnten sich über ein hochklassig besetztes Teilnehmerfeld freuen. So waren unter anderem der BFC Pfullingen und Verbandsligist TV Derendingen am Start. Und die Damen aus Derendingen holten sich dann auch den dritten Rang mit einem Torfestival. 7:2 hieß es am Ende gegen den TSV Sondelfingen.

Der Winter hat die Region im Griff
Montag, 11. Januar 2010 - 17:08 Uhr

Snowboarder und Skifahrer haben derzeit wohl den meisten Spaß. Der starke Schneefall in der Region am Wochende kam ihnen gerade recht. Wintersportlichen Aktivitäten aller Art sind derzeit keine Grenzen gesetzt. Die Skilifte auf der Schwäbischen Alb liefen am Wochenende auf Hochtouren. Unter anderem an den Liften in Holzelfingen, Engstingen und Genkingen müssen Freizeitsportler reichlich Geduld beim Anstehen aufbringen. Und auch in den kommenden Tagen haben die Betreiber wohl alle Hände voll zu tun. Wer derzeit nicht auf Sport aus ist, dennoch aber die eisige Kälte sucht, kann sich bei einem Spaziergang an der weißen Schneelandschaft erfreuen. Die Schwäbische Alb lockt mit eingefrorenen Seen und winterlicher Idylle ins Freie. Bei einem Besuch des Uracher Wasserfalls zum Beipiel hat mit Sicherheit so mancher Besucher seine Freude. Etwas schwerer haben es derzeit wohl die Autofahrer. Während sich der Berufsverkehr heute wieder einigermaßen einpendelte, ging es am Wochenende eher schleppend voran. Auch Bus- und Bahnreisende mussten mit kleineren Verspätungen rechnen. Sturmtief "Daisy“ wütete fleißig im Norden. Anschlusszüge in der Region fiehlen daher des Öfteren aus. Die Räum- und Streufahrerzeuge der regionalen Straßenmeisterein Eningen und Münsingen rund um die Uhr und sorgen für möglichst freie Straßen. Gerade an den heiklen Punkten, den Albaufstiegen, sind die Räumfahrzeuge im Dauereinsatz. Auch die Schipp- und Streukünste der Anwohner sind derzeit gefragt. Die Schneemassen belagern Einfahrten, begraben Autos unter sich und verwandlen Gehwege in rutschige Eisbahnen. Im Kreis Reutlingen und Tübingen brachte das Schneewetter am Wochnenende einige kleinere Unfälle mit sich. Größere Schäden blieben allerdings aus. An den Albaufhängen, lief der Verkehr langsam, aber trotz des vielen Schnees flüssig. Die Reutlinger Polizei warnt Autofahrer derzeit dennoch vor unüberlegter Leichtsinnigkeit. Vorbei scheint es wohl noch lange nicht mit dem Schneeseegen zu sein. Der Winter nistet sich jetzt erst richtig ein. Für die kommenden Tage sagen die regionalen Wetterstationen weiter Schnee voraus. Da bleibt dem Schneemuffel unter uns wohl nur eines: Sich mit der weißen Pracht und der Kälte anfreunden und so gut es geht die Jahreszeit genießen.

Albstadt bewirbt sich um Zukunftspreis
Montag, 11. Januar 2010 - 15:53 Uhr

"Investition in ihre Zukunft“ -unter diesem Motto ist jetzt ein Wettbewerb um innovative Ideen in Baden-Württemberg gestartet. 51 Gemeinden nehmen daran teil, so das Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum in Stuttgart. Darunter auch Albstadt im Zollernalbkreis. Bis zu zehn Projekte sollen am Ende ausgewählt und gefördert werden. Die rund 24 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und dem "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“. Die Entscheidung soll bis Mai 2010 fallen. Die Gutachter stammen unter anderem aus den Bereichen Umweltschutz, Klimaschutz und nachhaltige Energie.

SPD kritisiert IHK-Forderungen
Montag, 11. Januar 2010 - 15:44 Uhr

Nach den Forderungen der IHK Reutlingen im Dezember, die Gewerbesteuer nicht zu erhöhen, reagiert jetzt die SPD im Landkreis. In einem offenen Brief an IHK-Präsident Eberhard Reif erklärte der Reutlinger SPD-Kreisvorsitzende Sebastian Weigle, dass diese Äußerung ein "Totschlagargument“ sei. Für die IHK sei in jeder Wirtschaftslage eine Gewerbesteuererhöhung unpassend. Ebenso sei eine Senkung der Firmenausgaben nicht möglich. Denn "jedes Mehr bedeute Substanzverlust“, so Weigle. Um die Unternehmen zu entlasten, solle der Gesetzgeber stattdessen die Zwangsmitgliedschaft in der IHK abschaffen. Dann könnten die Unternehmen bei den Mitgliedsbeiträgen sparen.

Probleme bei Müllabfuhr in Reutlingen
Montag, 11. Januar 2010 - 15:42 Uhr

In Reutlingen können Eis und Schnee auf den Straßen derzeit zu Beeinträchtigungen bei der Müllabholung führen. Das vermelden die technischen Betriebsdienste der Stadt. So könnten sich Leerungen verzögern oder komplett entfallen. In dem Fall dürfen die Anwohner bei der nächsten Leerung einen zusätzlichen Müllsack neben die Restmülltonne stellen. Gleiches gilt für Bioabfall, der in Jutesäcke gefüllt werden kann. Mülltonnen, die nur alle 4 Wochen geleert werden, dürfen bei der nächsten 14-täglichen Abfuhr an die Straße gestellt werden.

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